„I bin a oida Trottl“ beschreibt sich Josef Hader in der Rolle des Simon Brenner in Komm, süßer Tod selbst. Wir sehen das ganz anders. Mit seinen staubtrockenen und grimmigen Filmen bringt er uns immer wieder zum Lachen und Schmunzeln. Sein Humor ist sicher nichts für Jedermann, aber die einen oder anderen werden ihn wegen seiner unverwechselbaren und authentischen Art lieben. Hader wurde 1962 in Waldhausen in Oberösterreich geboren und versuchte sich ab 1980 als Kabarettist. Im Jahr 1990 erhielt Hader seinen ersten Preis – den Deutschen Kleinkunstpreis. Nachdem er ein Jahr später das satirische Stück „Indien“ mit Alfred Dorfer schrieb, spielte er im Fernsehfilm Capuccino Melange seine erste Hauptrolle. Nach der Verfilmung von „Indien“, indem er neben Alfred Dorfer vor der Kamera stand, begeisterte er in den nächsten fünf Jahren zirka 500 000 Zuschauer für sein Soloprogramm „Privat“. Nach weiteren Hauptrollen wie in Silentium bekam Hader im Jahr 2009 den Deutschen Fernsehpreis sowie im Jahr 2011 den Göttinger Elch, den einzigen deutschen Satire-Preis. Dieses Jahr läuft außerdem Josef Haders Film Wilde Maus im Wettbewerb der 67. Berlinale. Wir freuen uns auf noch viele weitere Film-Highlights mit und von ihm und haben für Euch die besten Filme des Österreichers herausgesucht. Viel Spaß beim Schauen!

 

Die besten Filme mit Josef Hader

 

Komm, süßer Tod

Im Zentrum der Verfilmung eines Kriminalromans von Wolfgang Haas steht der gescheiterte Privatdetektiv und ehemalige Polizist Simon Brenner (Josef Hader), der nun bei der Rettungsorganisation „Die Kreuzritter“ in Wien arbeitet. Doch „Die Kreuzritter“ sind nicht das einzige Rettungsunternehmen in Wien, der Konkurrent „Rettungsbund“ schnappt ihnen vermehrt Verletzte weg. Nach kurzer Zeit sieht Brenner sich zwischen den Fronten der beiden konkurrierender Unternehmen in eine blutige Fehde verstrickt. Tatsächlich beziehen sich die beiden fiktiven Rettungsunternehmen auf die realen Organisationen „Rotes Kreuz“ und „Arbeiter-Samariter-Bund“.

 

 

Silentium

Der aus Komm, süßer Tod bekannte Hauptcharakter Simon Brenner (Josef Hader) ist in der zweiten Krimi-Verfilmung eines Romans von Wolfgang Haas einer Reihe spektakulärer Selbstmorde in Salzburg auf der Spur. Der Schwiegersohn des Festspielpräsidenten soll Selbstmord begangen haben, doch die hinterbliebene Witwe glaubt nicht an ein freiwilliges Ableben ihres Mannes. Brenner nimmt die Ermittlung auf, welche ihn in die strenge Welt hinter den Mauern einer Klosterschule und hinter die Kulissen der Salzburger Festspiele führt. Doch plötzlich gerät Brenner selbst unter Mordverdacht. Der Film wurde, wie schon Komm süßer Tod, 2005 mit dem Österreichischen Filmpreis geehrt.

 

 

Der Knochenmann

Der österreichische Kriminalfilm basiert auf dem gleichnamigen Roman von Wolfgang Haas und schließt an die beiden Vorgänger Komm, süßer Tod (2000) und Silentium (2004) an. Die Hauptfigur Simon Brenner (Joseph Hader) macht sich hier auf den Weg in die tiefste österreichische Provinz, um einen verschwundenen Mann zur Begleichung seiner Leasingraten zu bewegen und den Mietwagen seines alten Freundes Berti Schwarz (Simon Schwarz, Komm, süßer Tod) zurückzubringen. Sein Auftrag führt ihn direkt zu einer Backhendlstation von legendärem Ruf, dem „Löschkohl“. 2010 erhielt der Film die Goldene Romy für das beste Drehbuch eines Kinofilms.

 

 

Der Aufschneider Teil 1 + Teil 2

Pathologe Hermann Fuhrmann (Josef Hader) eckt durch seine Lebensansichten sowohl in seinem familiären als auch im beruflichen Umfeld überall an. Das Einzige was ihn erfüllt, ist sein Beruf. Mit Leidenschaft schneidet er kürzlich Verstorbene auf, um deren Todesursache herauszufinden. Außerdem möchte Fuhrmann seinem Erzfeind in der Klinik, Dr. Böck (Oliver Baier), einen Kunstfehler nachweisen. Denn dieser hält sich für einen „Gott in Weiß“. Und als Fuhrmann dann noch erfährt, dass seine Ex-Frau Karin (Ursula Strauss, 2 Weihnachtshunde) ein Verhältnis mit seinem Rivalen hat, sieht er rot…

 

 

 

Das ewige Leben

Polizist Simon Brenner (Josef Hader) ist zurück in seinem Heimatort Puntigam in Graz. Er hat die Werkstatt seines Großvaters geerbt und möchte nun endlich zur Ruhe kommen. Doch schon schnell holt ihn seine Vergangenheit ein: Als er noch Schüler auf der Polizeischule war, war er mit anderen Kollegen an einem Banküberfall beteiligt. Aus diesem Jugendstreich wurde blutiger Ernst, als sein Freund Saarinen ums Leben kam… Das alles hätte er am liebsten verdrängt, doch dann wacht er auf der Intensivstation auf. Er hätte angeblich versucht, sich selbst umzubringen, doch Brenner weiß, dass er es nicht selbst war, der ihm die Kugel in den Kopf verpasst hat.

 

 

Indien

Unterschiedlicher können zwei Kollegen nicht sein: Heinzi Bösel (Josef Hader) erfreut sich schon beim Frühstück eines Bieres und ist eher schweigsam. Kurt Fellner (Alfred DorferMuttertag) ist da ganz anders. Er redet ohne Pause und versucht durch sein Wissen zu beeindrucken. Das Einzige, was die beiden verbindet, ist ihr Job. Im Namen des Fremdenverkehrsamtes in Niederösterreich überprüfen sie Hotels und Gasthäuser. Doch auch hier sind die beiden Männer sehr verschieden: Bösel drückt bei entsprechenden Gegenleistungen schnell mal ein Auge zu, während Fellner hingegen sehr akkurat arbeitet. Ihre Freundschaft entwickelt sich erst langsam während einer ihrer Reisen…

 

 

Wie man leben soll

Dick, patschert und liebenswert – das ist Charlie Kolostrum (Axel RanischPapa Gold). Er ist ein junger Mann, der keine Eigenschaften besitzt und im Leben nur versagt. Ihm fehlt es an Elan, Durchsetzungsvermögen und noch vielem mehr. Nur in seinen Träumen ist er der Held, der er immer sein wollte. Nur dass es sich dabei eben leider nur um Träume handelt, die nichts mit der Realität gemein haben. Doch plötzlich meint es das Schicksal auch gut mit ihm. Wenn man nur nett genug ist, kann selbst ein Studienabbrecher wie Charlie zum Rockstar werden…

 

 

 

Blue Moon

Im Mittelpunkt des österreichischen Films von Andrea Maria Dusl steht Johnny Pichler (Josef Hader). Er zählt nicht gerade zu den Glückspilzen dieser Welt. Sein Boss hält nicht mehr viel von ihm und seine Frau hat eine Affäre mit seinem besten Freund. Ein neuer Auftrag führt ihn nach Bratislava, wo er die geheimnisvolle Shirley (Victoria Malektorovych) kennen lernt. Es beginnt eine ungewöhnliche Reise, welche die beiden in den Osten führt…

 

 

 

 

 

Vor der Morgenröte: Stefan Zweig in Amerika

Noch vor Morgengrauen muss Stefan Zweig (Josef Hader) mit seiner Frau Friederike (Barbara SukowaHannah Arendt) ihre Heimat Österreich verlassen, um den Nazis zu entkommen. Als jüdischer Schriftsteller bleibt ihm keine andere Wahl, denn die Nationalsozialisten haben es auf ihn und seine Werke abgesehen. Auch die vor zwei Tagen durchgeführte Wohnungsdurchsuchung ist ein Hinweis dafür, dass in der Zukunft nichts Positives auf das jüdische Paar wartet. Deswegen fahren sie mit dem Zug nach London. Eine neue Heimat zu finden, ist jedoch nicht leicht…

 

 

 

 

 

 

 

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