Für jeden eingefleischten Horrorfilm Fan ist längst klar: kein Horrorfilm ist jemals zu schlecht, um nicht dennoch ausgiebig genossen und von einer treuen Fanbase gefeiert zu werden.

Eine Meinung, die allem Anschein nach zunehmend populärer wird. So widmen sich  beispielsweise Oliver Kalkofe und Peter Rütten auf Tele5 in der Sendung “Die schlechtesten Filme aller Zeiten” regelmässig solchen B-Movies, die gemeinhin als Trashfilm bezeichnet werden. Laut einer Studie des Max Plancks Instituts schaut sie das typische Trashfilm-Publikum aus künstlerischem Interesse und mit ironischer Distanz. Und schließlich haben einige namhafte Regisseure ihre Karriere mit eben jenen B-Movies gestartet. Darunter beispielsweise Peter Jackson (Herr der Ringe), Sam Raimi (Spider-Man) und James Gunn (Guardians of the Galaxy) – um nur ein paar Namen zu nennen.

Vor allem das Horrorfilm-Genre kann eine stolze Ansammlung solcher Trashfilme vorweisen und so manch ein besonders liebgewonnener B-Movie erreicht dabei sogar Kultstatus. Aus diesem Grund möchten wir euch eine Auswahl unserer liebsten Trash-Shocker selbstverständlich nicht vorenthalten. Ob Kultfilm oder solche die es noch werden können: von schlechter Story, über miese Special Effects bis hin zu talentlosen Schauspielern ist für jeden Geschmack etwas dabei. Wir wünschen viel Vergnügen!

 

Sharknado


 

 

 

 

 

 

 

Das absolute Hai-light des Trashs darf in dieser Liste selbstredend nicht fehlen. Mit Sharknado hat man das Paradebeispiel für eine Low-Budget Produktion vorliegen, die absoluten Kultstatus erreicht hat und stolze fünf, immer absurdere Fortsetzungen  (David Hasselhoff inklusive) sowie ein Making-of nach sich gezogen hat.

Das Prinzip von Sharknado ist ebenso simpel wie wahnwitzig: Im Mittelpunkt steht das junge Ehepaar Fin (Ian Ziering) und April Shepard (Tara Reid), die sich gemeinsam Film für Film einem spektakulären Gefecht mit gefährlichen Tornados voller hungriger Haie (bis zum Hai-rrikan) liefern.

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Lieblingszitate:
Erst rette ich meinen Sohn. Und dann rette ich die Welt.”
„Das ist kein Hai…”„…das ist ein Haizilla!”
 „Danke, Papst!”

 

 

House of Wax

Ein Film, in dem It-Girl und Hotelerbin Paris Hilton mitspielt – kann das gut gehen? Kritiker jedenfalls bezeichnen die Leistung der Schauspieler als schlecht sowie die CGI-Effekte als wenig gelungen. Paris Hilton sei dabei das geringste Problem des Films. Doch allein wegen ihres Auftritts lohnt es sich den Film zu sehen. Neben der goldenen Himbeere, gewann sie schließlich auch einen Teen Choice Award für den besten Schrei. Und auch wenn der Film nicht gerade das Prädikat “wertvoll” verdient hat, so ist das Remake des Horror-Klassikers Das Kabinett des Professor Bondi nichtsdestotrotz extrem unterhaltsam und wem der Sinn nach derbem Splatter steht, ist bei House of Wax auf jeden Fall gut bedient.

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90210 Shark Attack

Schlecht, Schlechter, 90210 Shark Attack. Muss man noch mehr dazu sagen?

Vielleicht so viel: Trotz schlechter schauspielerischer Leistung, noch schlechterer CGI und absolut alberner Handlung bietet dieser Film vor allem eins: Training für die Lachmuskeln von B-Movie-Regiemaschine David deCoteau (Beach Babes – Die Girls vom anderen Stern).

Zum Inhalt: Eine Gruppe junger Meeresforschungs-Studenten, mysteriöse Todesfälle durch Haibisse und ein angeblicher Fluch, der über allem schwebt wie ein Damoklesschwert.
Damit haben wir das perfekte Rezept  für einen extrem fischigen Horror-Trashabend.

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Mars Attacks!

Auch wenn Mars Attacks! eher Sci-Fi-Parodie als Horrorfilm ist, so darf dieser Film für mich in keinem Best-of-Trash Beitrag fehlen. Und seien wir mal ehrlich, ein Tim Burton-Film, der nicht zumindest am Horrorgenre kratzt…gibt es das überhaupt? Und so hat auch dieser B-Movie-klassiker einen ordentlichen Schuss Splatter zu bieten und diese morbide Ästhetik, die wir bei Tim Burton so lieben. Zum Inhalt: Als quakende Marsianer die Erde mit bunten Laserwaffen angreifen, ist nicht nur der unfähige US-Präsident (Jack Nicholson) ziemlich ratlos.

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School of the living dead – Nachsitzen mit Zombies 

Als seine Mitschüler zu Zombies mutieren, mutiert der Schul-Nerd Eddie (Jacob Zachar) wiederum zum Helden. Warum diese Geek-Thematik wohl neben den verhängnisvollen Haien ein so beliebtes Trash-Horror Motiv zu sein scheint… wer weiß? Die Symbiose aus The Breakfast Club und Night of the Living Dead ist jedenfalls zweifellos zum (Un-)Totlachen.

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Attack of the Killer Donuts

Johnny (Justin Ray) ist ein eher gemütlicher Geselle, der mit seinem Leben rundum zufrieden zu sein scheint. Immerhin ist er mit der blonden Highschool-Schönheit Veronica (Lauren Compton) zusammen. Im Widerspruch dazu verläuft der Rest seines Lebens weniger beeindruckend: Johnny ist nämlich nach wie vor wohnhaft im Hotel Mama und arbeitet außerdem in einem mäßig besuchten Donutladen. Und wie der Titel schon andeutet, entwickelt das Spritzgebäck schnell ein mörderisches Eigenleben…

So schlecht dass es schon wieder gut ist. Der Horrorschocker lehnt sich an den Trashkultfilm Angriff der Killertomaten von 1978 an.
                                  Nur eben mit Donuts.

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Killer Beach

91% der Meeresbewohner sind noch unentdeckt. H.P. Lovecraft, einer der bedeutendsten Autoren der phantastischen Horrorliteratur, schrieb passend dazu einmal:

„Die älteste und stärkste Gefühl der Menschen ist die Angst, und die älteste und stärkste Art der Angst, ist die Angst vor dem Unbekannten.“

Ist das ein möglicher Grund dafür, dass die unergründeten Weiten des Meeres und das, was in ihm mutmaßlich lauert, ein gern genutztes Horrorthema ist? Vor allem das Trash-Genre scheint diese Furcht geradezu auszuschlachten.

Bei Killer Beach kommt der Endgegner wieder mal aus dem Meer, doch zur Abwechslung ist es diesmal zumindest nicht der altbewährte Hai. Trotz schlechter CGI-Effekte und der teils albernen Handlung, schafft es der Film dennoch die Spannung aufrecht zu erhalten darüber, was letztlich mit den Charakteren passiert.

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Happy Deathday

Vielleicht kein Trashmovie per se, doch die Kombination aus Und täglich grüßt das Murmeltier und Slasherfilm wirkt teilweise doch etwas befremdlich. Vor allem die zeitweilige Leichtigkeit des Films, die einen teilweise denken lässt, es handle sich eigentlich um eine College-Romcom, sorgt ein wenig für Verwirrung. Aber eben jener  Widerspruch erzeugt eine Faszination, die dazu bewegt, sich mehr damit zu befassen und auszutauschen – ein zentrales Merkmal, dass den Konsum von Trashfilmen auszeichnet. Dieses Stilmittel des Widerspruchs ist zudem eines der Aspekte, die den Film nicht nur so unterhaltsam macht, sondern ihn zudem von der breiten Masse an Slasherfilmen abhebt.

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Iron Sky (Directors Cut)

Was hatten wir jetzt schon alles? Da wären  Haie sowie andere Seeungeheuer, Zombies und genmutierte Lebensmittel durften natürlich nicht fehlen, auch maskierte Killer sowie mörderische Marsianer waren selbstverständlich ebenfalls mit von der Partie. Was fehlt uns also noch, um unser Best-of perfekt abzurunden? Genau, Nazis! Nein, nicht irgendwelche Nazis, sondern Nazis aus dem All. Um genau zu sein, kommen diese Nazis von der dunklen Seite des Mondes. 73 Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges ist nun ihre Zeit gekommen, um auf die Erde zurückzukehren und endgültig die Weltherrschaft an sich zu reißen. Ein Film, den es ohne die unermüdliche Trash-Begeisterung von Fans gar nicht gegeben hätte, denn sein Budget kam größtenteils  von einer Crowdfunding-Aktion im Internet.

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