Staffel 8 der großartigsten Serie der letzten Jahre steht vor der Tür. Das große Finale wird schon lange heiß erwartet. Allerdings ist die Ausstrahlung der letzten Staffel schon wieder zwei Jahre her und viele wichtige Handlungsstränge in Vergessenheit geraten.

Man könnte sich jetzt hinsetzen und die gesamte Serie durchbingen. Würde (wenn man nichts anderes macht außer Game of Thrones zu suchten) auch nur ungefähr 3 Tage dauern. Wer auf Schlaf, Essen und Duschen nicht verzichten möchte, kann sich aber auch unsere Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse durchlesen:

 

ACHTUNG: Falls es bisher noch nicht klar geworden ist, hier kommt eine riesen große Mega-SPOILER-Warnung für alle Staffeln Game of Thrones

Der Winter ist da

Die letzte Szene in Königsmund zeigt, wie der Schnee beginnt zu fallen. Der Winter hat auch den Süden erreicht. Arya und Sansa sprechen darüber, dass der einsame Wolf im Winter fallen wird, aber das Rudel überleben kann. Diese bewegende Szene zeigt ihre Verbundenheit zu ihrem Vater, birgt aber mit Sicherheit auch einige Wahrheiten über die kommenden Zeiten.

Mit dem Winter wird die Gefahr aus dem Norden realer und kommt näher. Vermutlich wird sie durch die Kälte auch stärker. Doch Westeros scheint noch ganz andere Schwierigkeiten in der langen kalten Jahreszeit zu haben: In Staffel 7 wurde häufig der Mangel von Nahrungsmitteln angesprochen. In Winterfell versuchen die Soldaten ihre Rüstungen möglichst warm auszustatten, aber sammeln auch alle Ressourcen der Umgebung. Im Süden ist das Problem vielleicht aber noch viel präsenter: Als die Lennisters Olenna Tyrell töten und somit die Weite übernehmen, bringen sie das Essen aus dieser fruchtbaren Gegend nach Königsmund. Doch während diesem Transport wird die Armee von Daenerys Targaryen angegriffen und ihr Drache verbrennt die gesamten Vorräte.

 

Wo sind die Verräter von Westeros?

In Westeros gab es einige Meister der Intrigen, die häufig die Seiten wechselten und ihre Vertrauten verrieten. Kleinfinger ließ zum Ende der 7. Staffel (zur großen Freude vieler Zuschauer) sein Leben und ist somit kein Problem mehr für die Verbliebenen.

Varys, der Meister der Spinnen, hat sich Daenerys angeschlossen. In Staffel 7 hinterfragte sie – zu Recht – seine Treue. Schließlich hatte er bereits Aerys Targaryen und Robert Baratheon hintergangen. Seine Antwort auf ihre Frage lautete, dass er jedem seiner Könige treu ergeben bleibe, solange sie gute Herrscher seien. Er sei ein Mann des Volkes und wolle, dass dieses gut behandelt werde. Damit hat er Daenerys überzeugt, dennoch drohte sie ihm, dass sie ihn bei Verrat lebendig verbrennen werde. In einem späteren Gespräch mit der roten Priesterin Melisandre sagt sie ihm, dass er in Westeros sterben werde. Aufgrund ihrer Fähigkeiten die Zukunft zu sehen, könnte man davon ausgehen, dass dies in Staffel 8 bewahrheitet wird.

Wo wir grade dabei sind: Melisandre ist ebenfalls eine Person, die ihre Treue schnell jemand anderem schwört. Sie erweckte Jon nach seinem Tod wieder zum Leben und glaubt deshalb, dass er Azor Ahai, der Retter Westeros, ist. Allerdings ist er nicht der Erste von dem sie es behauptet. Innerhalb der 7. Staffel wurde sie von Jon wegen ihrer früheren Taten aus dem Norden verbannt und machte sich auf zu Daenerys. Dort angekommen stellte sich heraus, dass sich die Prophezeiung um den Azor Ahai nicht zwingend auf einen Mann beziehen muss… Mittlerweile ist Melissandre zurück in Essos. Doch man erinnere sich an ihr Zusammentreffen mit Arya in Staffel 3: Bei ihrem Abschied sagte sie ihr, dass sie sich wieder sehen werden. Das ist bisher noch nicht eingetroffen.

 

Theon findet zu neuer Stärke

Theon Graufreud hat schon viel Leid erlitten. Nachdem er die Starks verraten hat, ging es mit ihm nur noch bergab. In Staffel 7 traf er dann zum ersten Mal seit seinem Verrat auf Jon Snow. Dieser ließ von seinem Wunsch, Theon zu töten, ab, da dieser Sansa vor Ramsay Bolton rettete.

Dennoch zeigt Staffel 7, wie viel Schwäche die Wunden der Vergangenheit in Theon geweckt haben. Als die Graufreuds auf ihrer Flotte von Euron überfallen werden, flieht er statt seiner Schwester zu helfen.

Zurück auf Drachenstein ist es tatsächlich Jon, der ihm hilft, wieder ein bisschen Stärke in sich zu finden. Er sagt ihm, dass er gleichzeitig Stark und Graufreud sein kann und sich nicht zwischen verschiedenen Identitäten entscheiden muss. Daraufhin entschließt Theon sich dazu, seine Schwester zu retten und fordert durch einen Kampf die Treue seiner Männer zurück.

 

Was ist mit den Starks?!

Die Stark Familie hat unter dem Krieg in Westeros wahrscheinlich am meisten gelitten. Übrig geblieben sind vier: Jon, Sansa, Arya und Bran. Sie alle haben lange und schwere Reisen hinter sich und werden zum ersten Mal seit Staffel 1 in Winterfell versammelt sein.

Jon schloss sich zu Beginn der Serie der Nachtwache an und war dort einer der ersten Zeugen der drohenden Gefahr durch die Weißen Wanderer. Diese versucht er nun den Menschen in Westeros bewusst zu machen und Waffen sowie Soldaten zu sammeln. Von der Pflicht bei der Nachtwache zu bleiben, wurde er durch seinen Tod erlöst: Die Männer der Nachtwache hatten ihn verraten und erstochen, woraufhin Melisandre ihn wieder zu den Lebenden zurückholte. In den Büchern zu Game of Thrones hat eine solche Wiederbelebung in der Regel starke Auswirkungen auf den Charakter. In der Serie ist das bei Jon noch nicht zu beobachten. Bisher wissen sehr wenige Menschen überhaupt von dem Vorfall – auch seine Familie nicht. Allgemein hatte sein Tod bisher auch noch keine wirklichen Auswirkungen auf die Geschichte.

Ein weiterer wichtiger Punkt in seiner Charakterentwicklung wird die Aufdeckung seiner wahren Eltern sein. Jon litt sehr darunter, dass er als Neds Bastard aufwuchs. Catelyn konnte ihn nie wie ihr eigenes Kind lieben und sah darin auch einen Grund für den Untergang ihrer Familie. Jon selbst möchte aufgrund seiner Kindheit keinen unehelichen Nachwuchs zeugen, um keinem weiteren Kind ein solches Leid anzutun. In den letzten Staffeln erfuhren Sam und Bran, dass Jon eigentlich der Sohn von Lyanna Stark und Rhaegar Targaryen ist. Diese waren verheiratet und somit lautet sein eigentlicher Name Aegon Targaryen. Wenn Jon Winterfell erreicht, wird er hoffentlich selbst endlich von seiner Herkunft erfahren. Pikant dabei: Seine frischgebackene Geliebte Daenerys ist damit seine Tante!

Diese Herkunft stellt allerdings seine Herrschaft über Winterfell in Frage. Er wurde zwar von seinem Volk zum König des Nordens erwählt, allerdings hätten Sansa oder Bran einen höheren Anspruch auf die Führung Winterfells. Dieser Konflikt zwischen ihm und Sansa wurde in Staffel 7 bereits angedeutet.

Jon lernte seine politischen und idealistischen Einstellungen von Ned Stark, der mit diesen allerdings kläglich scheiterte. Sansa dagegen lernte von den „Besten“: Cersei Lennister und Kleinfinger. Sie ist sehr stolz auf ihre Rolle im „Battle of the Bastards“, in der sie die entscheidenden Männer in die Schlacht führte. Außerdem ist sie in Winterfell hoch angesehen und bereitet die Männer scheinbar gut auf den Kampf vor. Sollte sie Herrin von Winterfell werden, ist die Loyalität des Nordens zu Daenerys wieder unklar. Jon hatte ihr seine Treue geschworen, doch Sansa hat vermutlich ganz eigene Vorstellungen von der Zukunft ihres Hauses.

Darüber hinaus weiß sie die Fähigkeiten ihrer Schwester scheinbar gut einzuschätzen und bald vielleicht auch einzusetzen. Arya Stark hat sich schon immer gewünscht, keine Lady sondern eine Kriegerin zu sein. Sie und Sansa haben in der letzten Staffel ihre zerstrittene Kindheit aufgearbeitet und sich zusammen gegen Kleinfinger gewendet. Dabei erfuhr Sansa einiges – allerdings nicht alles – über Aryas Reise. Arya wurde nämlich zu einem Gesichtlosen ausgebildet.

Damit ist sie ein Assassine mit unglaublichen Fähigkeiten, welche sie auch in Staffel 7 in einem Kampf mit Brienne von Tarth unter Beweis stellt. Allerdings war einer der wichtigsten Faktoren der Ausbildung das Aufgeben der eigenen Identität. Dagegen hat Arya verstoßen. Sie hat nicht nur ihre Habseligkeiten wieder eingesammelt, sie ist auch zu ihrer Familie zurückgekehrt und hat begonnen ihre geschworene Rache zu verwirklichen. Welche Auswirkungen diese Verstöße haben werden, ist noch unklar.

Bezüglich ihrer Rachepläne ist die Liste von Arya schon weit fortgeschritten, ohne dass sie allzu viel dazu beitragen musste. Die letzten Namen darauf sind Cercei, Der Berg und Der Hund. Von letzterem weiß Arya allerdings noch nicht, dass er tatsächlich noch lebt. Bei ihrer letzten Begegnung ließ sie ihn schwer verwundet zurück. Vielleicht reicht ihr dies auch als Rache aus und sie streicht Sandor von ihrer Liste. Schließlich waren sie bei ihrer gemeinsamen Reise fast schon Freunde geworden. Und Sandor zeigt sich in der letzten Staffel menschlicher, als Arya es mittlerweile ist. Ihr nächstes Treffen wird auf jeden Fall interessant.

Ein weiteres interessantes Treffen bahnt sich direkt zum Start der neuen Staffel an: Arya und Jon hatten eine starke Verbundenheit während ihrer Kindheit. Seit Staffel 1 haben sie sich allerdings nicht mehr getroffen. Inwiefern Freude oder Schrecken hier vorherrschen wird, bleibt abzuwarten. Man könnte meinen, das Treffen zwischen Arya und ihrem Schattenwolf Nymeria sei ein Vorbote für das Treffen der gesamten Familie: Arya erkennt ihren geliebten Schattenwolf und wird auch nicht angegriffen. Doch auf die Bitte nach Hause zu kommen reagiert der Wolf nicht. Und Arya verlässt sie mit den Worten: „That’s not you“.

Der jüngste (noch lebende) Stark hat sich ebenfalls weit von seiner ursprünglichen Persönlichkeit entfernt. Er wurde zum Grünseher ausgebildet, kennt Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und kann an jedem Ort sein. Diese große Macht hat seine Persönlichkeit komplett vertrieben und er hat bisher noch nicht gelernt, die Fähigkeiten tatsächlich in Gänze zu kontrollieren. Außerdem hat er eine noch ungeklärte Verbundenheit zum Nachtkönig: Dieser hat Bran markiert und kann ihn dadurch stets finden. Darüber hinaus konnte in Staffel 7 Folge 5 die Kontrolle Brans über einige Raben durch einen Blick des Nachtkönigs unterbrochen werden. Was bedeutet das? Und viel wichtiger: Kann auch Bran die Macht des Nachkönigs durchbrechen?

 

Waffen gegen die Weißen Wanderer und ihre Zombiearmee

Die Weißen Wanderer sind die wohl größte Bedrohung, die in der 8. Staffel nach Westeros zieht. Deshalb wurden in Staffel 7 Waffen gegen sie gesammelt. Die bekannten nützlichen Waffen sind valyrischer Stahl und Drachenglas.

Einige der Hauptfiguren haben im Laufe der Geschehnisse bereits Waffen aus valyrischem Stahl erhalten. So trägt Arya Stark Kleinfingers Dolch. Brienne von Tarth führt das Schwert Eidwahrer. Jamie Lannister nahm nach dem Tod seines ersten Sohnes dessen Schwert Witwenklage an sich, welches aus dem früheren Schwert von Ned Stark geschmiedet wurde. Sam Tarly stahl das Schwert Herzbann von seinem Vater (der es aufgrund seines Todes in Staffel 7 auch nicht mehr zurückfordern wird). Und zu guter Letzt: Jon Snow trägt das Familienschwert der Mormonts, Langklaue.

Nachdem Sam Tarly herausfand, dass die Burg Drachenstein über einer Höhle voller Drachenglas gebaut wurde, zog Jon Snow nach Süden, um dieses zu Waffen zu verarbeiten. Die besagte Höhle birgt einige interessante Geheimnisse: Jon fand dort Zeichnungen der Kinder des Waldes vor, welche verschiedene Symbole zeigen, die von den Weißen Wandern mit ihren Opfern imitiert werden. Außerdem zeigen sie, dass die Kinder des Waldes gemeinsam mit den Menschen gegen die Weißen Wanderer kämpften, als diese das erste Mal besiegt werden mussten. Dies sind allerdings nur die Interpretationen seitens Jon. Vielleicht liegt hinter diesen Abbildungen auch eine ganz andere und tiefere Bedeutung.

Einer der wahnwitzigsten Momente war der Ausflug einer kleinen Gruppe von Helden hinter die Mauer, um einen der Zombies gefangen zu nehmen und Cersei als Beweis für deren Existenz vorzuführen. Allerdings konnte man aus den dort gezeigten Szenen einiges lernen: Die Gruppe traf einen Weißen Wanderer, der mit mehreren Zombies unterwegs war. Mit dem Tod des Wanderers fielen auch die meisten der Zombies. Das könnte heißen, dass das Schicksal der Zombies an das der Wanderer, die sie zum Leben erweckten, gebunden ist. Wenn man also die Wanderer tötet, müsste die Armee der Zombies mit ihnen fallen.

 

Daenerys Targaryens Reise geht nach Winterfell statt Königsmund

Daenerys hat in den ersten Staffeln eine Armee aufgebaut, Drachen herangezogen und sich als Königin erprobt. Alles mit dem einen Ziel, Westeros zu erobern. In Staffel 7 erreichte sie endlich ihr Heimatland und hat Drachenstein eingenommen. Doch zeigte sich, dass trotz all ihrer Stärke Cersei nicht so leicht zu besiegen ist. Schnell waren einige der Verbündeten verloren: Daenerys Flotte wurde zerstört, die Sandschlagen und Tyrells wurden getötet und die Graufreuds sind nicht länger im Doppelpack an ihrer Seite. Viele ihrer Schachzüge zeigen ihre Unterlegenheit gegenüber dem politischen Kalkül Cerseis. Hier müssen wir auch direkt nochmal an die Vision erinnern, die Daenerys in Staffel 2 hatte: Der eiserne Thron ist bedeckt mit Schnee (oder doch Asche?). Als sie vor ihm steht und ihn fast greifen kann, wendet sie sich ab und läuft nach draußen zu ihrem verstorbenen Mann Khal Drogo. Könnte das bedeuten, dass sie den Thron niemals erreichen kann? Und darüber hinaus, dass sie vielleicht sogar sterben und dadurch mit ihrer Familie wieder vereint sein wird?

Doch zunächst hat Jon Snow Daenerys von der Gefahr aus dem Norden überzeugt und der Kampf um den Thron wurde aufgeschoben. Auf der Mission nördlich der Mauer musste Daenerys das erste Mal gegen die Weißen Wanderer antreten und verlor dabei ihren Drachen Viserion. Damit ist eines ihrer Kinder gestorben – was sich vielleicht auf ihre Unfruchtbarkeit auswirken könnte. Schließlich sagte die Hexe damals, dass nur mit Tod für Leben gezahlt werden kann.

Dies führt uns nicht nur zu der aufblühenden Beziehung zwischen Jon und Daenerys, die in der letzten Folge zum Höhepunkt kam. Auch Tyrion macht sich nämlich Gedanken über die Thronfolge, da Daenerys selbst keinen Prinzen aus ihrer Linie hervorbringen kann. Er schlägt eine Demokratie vor, was zu Daenerys Vorsatz, große Änderungen herbeizuführen, passen könnte.

 

Row row row your boat, Gendry down the stream

Gendry, der einzig wahre und überlebende Sohn des Königs Robert Baratheon, saß sehr sehr lange in einem Ruderboot. Nachdem er in Staffel 1,2 und 3 an der Seite von Arya eine Reise in Richtung der Mauer unternahm, von den Lennisters gefangen genommen wurde, durch Jaqen H’ghar freikam und dann an Melisandre für einige Blutzauber verkauft wurde, verhalf Davos ihn zur Flucht in einem Ruderboot. Er wurde bis zur 7. Staffel nicht mehr gesehen.

Tatsächlich hat er aber in der Zwischenzeit, die er in Königsmund verbrachte, einige neue Tricks gelernt. Er ist mittlerweile ein fantastischer Schmied und kämpft – wie einst sein Vater – mit einem Kriegshammer. Er scheint sich dem Haus seines Vaters verbunden zu fühlen und möchte sich der Reise Jon Snows anschließen. Diese scheinen über die Freundschaft ihrer Väter eine Verbundenheit zu spüren und traten in Staffel 7 ihre ersten gemeinsamen Abenteuer an.

Da die 7. Staffel ganz im Zeichen der Reduzierung der Hauptcharaktere stand, muss diese Rückkehr eine Bedeutung für das Ende der Serie haben.

 

Cersei sucht Stärke im Osten

Cerseis Bündnisse waren zu Beginn der siebten Staffel sehr schwach. Schon im Trailer sah man sie mit Jamie auf der Karte von Westeros stehen und darüber sprechen, dass sie von Feinden umzingelt ist. Zuletzt wurden die Freys von Arya niedergemetzelt.

Doch in Staffel 7 eilte dann ein neuer Verbündeter herbei: Euron Graufreud. Der Onkel von Yara und Theon hatte die Eiseninseln erobert und war mit einer neu erstarkten Flotte nach Königsmund gefahren. Für seine Treue will er lediglich Cerseis Hand und brachte ihr die Sandschlagen als Geschenk.

In der letzten Szene von Euron verließ er Cersei mit der Begründung, dass ihm die Zombies und Weißen Wanderer eine Stufe zu hoch seien und er sich in diesem Kampf nicht beteiligen wolle. Später stellte sich allerdings heraus, dass dies ein Plan Cerseis war. Die Feinde sollten denken, sie wäre durch Eurons Abgang geschwächt. Er ist allerdings auf dem Weg nach Essos, um die Goldene Armee anzuheuern. Das Geld für dieses Vorhaben bekommt Cersei von einem weiteren Verbündeten: Der Eisernen Bank. Diese vertrauen auf Cerseis Sieg bei der Schlacht um den Thron.

Weitere Verbündete von Cersei sind zur Zeit der Berg und der Alchemist Qyburn. Der Berg wurde nach seinem Kampf mit Oberyn Martell von Qyburn ins Leben zurückgeholt – ist jetzt allerdings mehr Zombie als Mensch. Qyburn ist fasziniert von lebenden Toten und könnte im Kampf gegen die Weißen Wanderer und die Zombiearmee eventuell noch wichtige Erkenntnisse sammeln.

Bron kämpft zurzeit auch noch auf der Seite von Cersei. Allerdings ist ihm der Kampf gegen die Drachen nicht geheuer, weshalb hier vielleicht auch noch ein Seitenwechsel bevorsteht. Jamie ist Bron hier schon einen Schritt voraus. Trotz der erneuten Schwangerschaft seiner Schwester und der Offenheit, die sie zu ihrer inzestuösen Beziehung an den Tag legt, ist er auf dem Weg in den Norden, um den Kampf gegen die Weißen Wanderer zu bestreiten und seine Ehre wieder herzustellen.

Die Schwangerschaft und dass keiner ihrer Brüder mehr an Cerseis Seite stehen, spricht zurzeit gegen die Prophezeiung, die ihr als Kind offenbart wurde. Diese besagte, dass sie drei Kinder zeugen würde, diese goldene Kronen tragen, aber den Tod finden würden. Dies ist bereits eingetreten. Darüber hinaus soll eine jüngere und schönere Königin sie vom Thron stoßen und zu guter Letzt fände sie ihren Tod durch die Hände ihres kleinen Bruders. Was ihr diesbezüglich noch bevorsteht, muss in der letzten Staffel geklärt werden. Jamie wäre die tragischere Wahl zwischen den kleinen Brüdern. Doch auch Tyrion und Cersei verbindet tiefer Hass. Bei ihrem letzten Treffen handelten die beiden einen Frieden aus, wobei die Bedingungen nicht klar sind. Außerdem hat Cersei Tyrion belogen: Sie möchte, dass Daenerys ihre Stärke im Kampf im Norden verliert und dann mit der Goldenen Kompanie letztendlich den Sieg über den Thron erringen.

 

Die Mauer ist gefallen

Die Armee der Weißen Wanderer mit lebenden Toten und Riesen ist auf dem Weg nach Westeros. Mit dem wiederbelebten Eisdrachen Viserion konnten sie die Mauer zum Einsturz bringen. Diesen Angriff starteten sie auf Ostwacht, eine Burg an der Mauer, die Jon Snow mit den Wildlingen besetzt hatte. Beric und Tormund waren bei dem Angriff auf der Burg zu sehen. Ob sie überlebt haben, ist bisher unklar. Das einzige, was auf der Hand liegt, ist: Die Weißen Wanderer haben die Grenze übertreten. Sie bringen Kälte und Dunkelheit mit sich und sind nun scheinbar nicht mehr aufzuhalten.

 

Und damit gehen wir in die letzte Staffel von Game of Thrones. Große Mysterien müssen noch gelöst und Charakterentwicklungen beendet werden. Es wird keine Folgen über große politische Entscheidungen oder lange Reisen mit interessanten Dialogen mehr geben. Die wenigen verbleibenden Folgen werden knallhart und beinhalten vermutlich keine einzige Atempause. Auf ein bittersüßes Ende!

 

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