Stephen Hawking war Vieles – eine Ikone, eine Pop-Figur, ein Mäzen der Wissenschaft. Nun ist der weltberühmte Physiker im Alter von 76 Jahren verstorben – und hinterlässt vielleicht das letzte Vermächtnis der physikalischen Errungenschaften.

Kein anderer Wissenschaftler fand so oft in populärkulturellen Querverweisen Erwähnung, wie Stephen Hawking mit seinen unglaublichen Erkenntnissen in den Bereichen Kosmologie und Physik. Als potenzieller Problemlöser der beiden letzten großen physikalischen Ungereimtheiten – Einsteins Relativitätstheorie und die allgemeingültige Quantengravitation – stieg er innerhalb der Wissenschaftsbereiche in den Olymp auf, wurde in einem Atemzug mit den ganz großen Physikern wie etwa Niels Bohr, Thomas Edison, Max Planck, Robert Oppenheimer, Nikola Tesla und selbst Albert Einstein genannt. In Filmen und Serien trat er oft als er selbst auf oder lieh animierten und gezeichneten Figuren seine außergewöhnliche Computerstimme.

2014 wurde Hawkings Leben an der Universität und seine erste große Liebe in einem Kinofilm für die Leinwand adaptiert. Eddie Redmayne gewann mit der Darstellung des körperlich schwerbehinderten Hawking den Oscar als Bester Hauptdarsteller – zu Recht. Die Verkörperung des schwer gezeichneten, aber nie den Lebenswillen verlierenden Stephen Hawking in Die Entdeckung der Unendlichkeit ist außergewöhnlich.

Hawking erkrankte als junger Erwachsener an der später durch die Ice-Bucket-Challenge bekannt gewordene Krankheit ALS, einer degenerativen Nervenkrankheit, für die es keine Heilung gibt. Die von Ärzten prognostizierten fünf Jahre Lebenszeit überdauerte er um mehr als fünfzig Jahre – und wurde zu einem der bekanntesten Menschen der Welt. Nicht nur durch sein wirklich einzigartiges Auftreten in seinem motorisierten Rollstuhl, an den ihn die Krankheit früh gebunden hatte, sondern auch wegen seines trockenen Humors und der unbezwingbaren Lebensfreude, wurde Hawking über seine Fachwelt hinaus weltberühmt.

Dazu trugen auch seine Publikationen bei, die er nicht nur für Absolventen seines Fachs schrieb, sondern für die Allgemeinheit verfasste. Seine Spezialgebiete umfassten neben der Kosmologie und der Allgemeinen Relativitätstheorie auch die Physik der Schwarzen Löcher, für die er brisante Entdeckungen lieferte – unter anderem die Berechnungen dafür, dass Schwarze Löcher aufgrund ihrer Singularitäten im Endeffekt für ihre Selbstauslöschung verantwortlich sind. Diese Berechnungen legitimierten die Inkraftsetzung des Teilchenbeschleunigers am CERN (Europäische Organisation für Kernforschung) in der Schweiz.

Bis zu seinem Todestag hofften viele Physiker und Interessierte auf der ganzen Welt, dass es Stephen Hawking letztendlich gelingen würde, die letzten beiden großen Probleme der Physik zu vereinen. Das wird der hochintelligente Brite nicht mehr tun können. In den frühen Morgenstunden des 14. März erlag Hawking, nach über fünfzig Jahren Kampf gegen die Krankheit, seinem Leiden und geht als einer der größten Physiker und eine der populärsten Charaktere der jüngsten Zeit in die Geschichte ein.

Stephen Hawking in Filmen und Serien

Die Simpsons

Als großer Fan der gelben Lieblingsfamilie der Amerikaner tauchte Stephen Hawking gleich mehrmals in der Kultserie auf.

Staffel 22, Folge 1 – Das Grundschul-Musical

Staffel 29, Episode 8 – Mr. Lisas Opus (engl.) 

The Big Bang Theory

Als erste Sitcom thematisiert TBBT das Leben vierer überdurchschnittlich begabter Wissenschaftler. Im Zentrum der Handlung steht Dr. Dr. Sheldon Cooper, ein genialer Theoretischer Physiker, der Stephen Hawking vergöttert. Kein Wunder also, dass Hawking ab Staffel 5 regelmäßig Gastauftritte in der Erfolgsserie absolvierte.

Staffel 11, Folge 1 – Das Doktor-Ramona-Dankeschön

Staffel 10, Folge 9 – Das Freund-Feind-Dilemma

Staffel 9, Folge 17 – Lebe lang und in Frieden

Staffel 8, Folge 14 – Sheldon und der Troll

Staffel 5, Folge 21 – Noch so ein Weichei

Futurama

Simpsons-Schöpfer Matt Groening zeigt sich auch für die witzige Sci-Fi-Zeichentrickserie Futurama verantwortlich. Dort tauchte Stephen Hawking ebenfalls in einer genialen Folge als er selbst auf. Zudem gab er auch hierfür wieder seine Computerstimme her.

Staffel 8, Folge 13 – Reinkarnation

Raumschiff Enterprise

In der beliebten Kultserie trat Stephen Hawking ebenfalls auf – wieder einmal als er selbst. Als großer Fan von Sci-Fi-Filmen- und Serien war dieser Gastauftritt für den Physiker  eine große Ehre.

Staffel 6, Folge 26 – Angriff der Borg

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