Am 27. Juli 2018 war der Deal perfekt: Disney unterzeichnete den 71,3 Milliarden Dollar-Vertrag, der die Übernahme des Konkurrenzstudios 21st Century Fox regelt. In der ersten Hälfte des nächsten Jahres soll Disney das Filmstudio dann endgültig übernehmen. Dieser Kauf bezieht sich allerdings nicht nur auf das Filmstudio selbst, sondern betrifft auch alle dazugehörigen Sub-Unternehmen, wie etwa Fox Networks (produziert Formate für TV und Cable) mitsamt FX Networks (Pay-TV-Sender, produziert u.a. die Serie Legion) – aber auch alle Anteile an National Geographic Partners, der asiatischen Satelliten-TV-Gruppe Star, Hulu sowie Sky.

Laut Branchen-Insider Deadline sei der Vorstandsvorsitzende von Disney Alan Horn davon überzeugt, dass sich mit der Aufnahme der angesehenen Filmgruppe für die Walt Disney Studios ganz neue Möglichkeiten ergeben werden. Auch Chairman und CEO Bob Iger sei der Meinung, man werde mithilfe von Fox noch attraktivere und hochwertigere Unterhaltung schaffen können, um das Publikum in aller Welt zu erfreuen.

Doch gibt es auch einige Bedenken. Kritisch dürfte vor allem die Tatsache sein, dass Disney nur die ertragreichsten Filme und Marken berücksichtigen könnte. Denn die Zusammenführung bedeutet mehr Produktionen in einem Jahr, welche nicht in Konkurrenz zueinander treten dürfen. Um dies zu verhindern, wird sich Disney höchstwahrscheinlich erstmal auf die nächsten Blockbuster konzentrieren. Das wiederum bedeutet für das Publikum, dass zwar ein Kracher auf den Nächsten folgen könnte, aber einige Filme mit kleinerem Budget möglicherweise auf der Strecke bleiben dürften.

In den Sternen steht zurzeit auch, ob die geplanten Kinostarts von Fox (z.B. Alien und Predator) für 2019 alle noch veröffentlicht werden, da die Fox-Zielgruppe nicht ganz  Disneys eher familienfreundlichem Programm entsprechen dürften. Als sicher gelten bisher nur die Filme, dessen Produktionen schon zu weit fortgeschritten sind, wie die Fortsetzungen von X-Men und Avatar.

Darüber hinaus gibt es bereits Pläne, das X-Men-Franchise von Fox mit Disneys „Marvel Cinematic Universe“ zu vereinen. Doch können wir uns dann an den altbekannten und beliebten Fox-Helden weiterhin erfreuen? Denn Deadpool unterscheidet sich als Anti-Held stark von den bisherigen Marvel-Helden von Disney (Dr. Strange etc.). Und auch der Super-Spion Eggsy aus der Kingsman-Reihe dürfte aufgrund seiner Brutalität wohl kaum in Disneys „Heile-Welt-Konzept“ passen. Für die Fans bleibt daher nur zu hoffen, dass die Fox-Helden auch 2019 auf der Leinwand zu sehen sein werden.

One Response to Nach Fox-Übernahme durch Disney: Das Aus für Deadpool und Co.?

  1. Peter sagt:

    Ich finde es gar nicht gut, das Disney sich alles unter den Nagelreisst. Man sieht ja auch bei den Star Wars Filmen die Disney gedreht hat, das da nicht viel von Star Wars im eigentlichen Sinn übrig geblieben ist, da nützt es auch nicht viel ein Film mit den alten Darstellern zu drehen, die Figuren wieder zu beleben, wenn die Atmosphäre nicht stimmt. Das war der größte Fehler den George Lucas sich je leisten konnte, man kann kein Star Wars rewarten Heile Film Studios!
    Also ich habe bei Star Wars 7 dagesessen und habe die ganze Zeit gedacht und … wann endlich fühlt es sich wieder so an wie beim jetzt 4., 5., oder6.Teil? Aber als der Abspann lief war ich echt enttäuscht, nix war da .. von wegen es wird wie früher sein. Seibst eine Vermisstenmeldung brachte nix! nene die sollten bei ihrer Mary Poppins oder Dschungelbuch bleiben, und andere Sachen wo die nix von verstehen die Finger von lassen anstatt alles andere kaputt zu machen. Ich sage Finger weg von Fox und seinen Filmen und Serien!

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