Seth Rogen und Charlize Theron als ungewöhnliches Paar, das zusammen die Welt besser machen will. Klingt kitschig und klischeehaft, Long Shot ist aber eine der lustigsten und auch intelligentesten romantischen Komödien der letzten Jahre.

Liebe in den höchsten Kreisen

Fred Flarsky (Seth Rogen) ist ein talentierter und idealistischer Journalist, der es daher nicht mit seinem Gewissen vereinbaren kann, für seinen neuen Arbeitgeber Parker Wembley (Andy Serkis) zu arbeiten. Ist Parker Wembley doch das genaue Gegenteil. Nach seiner emotionalen Kündigung ist Frank dennoch erstmal ziemlich verzweifelt und such Trost bei seinem besten Freund Lance (O´Shea Jackson). Auf einer Party sieht Fred seine große Jugendliebe Charlotte Field (Charlize Theron) wieder, die inzwischen Außenministerin der Vereinigten Staaten ist. Überzeugt von Freds Fähigkeiten als Schreiber, stellt sie ihn Redenschreiber ein. Er soll ihr dabei helfen den trotteligen Präsidenten (Bob Odenkirk) im Amt zu beerben. Dabei zeigt sich, dass zwischen den beiden nach wie vor eine Menge Anziehungskraft herrscht.

Fred (Seth Rogen) und Charlotte (Charlize Theron) lassen es gewaltig krachen.

Rundum gelungene romantische Komödie

Long Shot schafft etwas, das vor allem in Hollywood-Produktionen nicht allzu häufig zu sehen ist: eine intelligente, witzige und politisch interessante Rom-Com, die auf der Höhe des aktuellen Geschehens ist. Allen voran die karikaturhaften Darstellungen von Bob Odenkirk und Andy Serkis. Ersterer spielt einen nicht sehr intelligenten Präsidenten, der das Amt nur hat, da er in einer erfolgreichen TV-Show das US-Oberhaupt gespielt hat. Serkis – bis zur Unkenntlichkeit maskiert – stellt einen unsympathischen macht- und notgeilen alten Medien-Despoten dar. Ein deutlicher Seitenhieb auf real existierende Personen der amerikanischen Öffentlichkeit.

Während Seth Rogen gewohnt routiniert und charismatisch sich selbst spielt, ist es vor allem Charlize Theron, die als taffe, intelligente und ambitionierte Politikerin begeistert, wodurch sie ebenso wie Rogen absolute Sympathieträgerin ist. Highlight des Films: Theron als Kriegsschlichterin auf Drogen. Die Chemie zwischen den beiden passt perfekt und man nimmt ihnen auch die „unwahrscheinliche“ Liebesgeschichte ab. Dazu gibt es noch genretypische Side-Kicks, die wunderbar funktionieren.

 

  • 8/10
    Humor - 8/10
  • 9/10
    Schauspieler-Chemie - 9/10
  • 7/10
    Gefühle - 7/10
  • 6/10
    Anspruch - 6/10
  • 9/10
    Nebenrollen - 9/10
7.8/10

Fazit:

Eine perfekte romantische Sommerkomödie, die auch anspruchsvolle Inhalte transportiert, ohne dabei ihr Hauptziel, das Publikum zum Lachen zu bringen, aus den Augen zu verlieren.

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