Am 1. Januar 1818 wurde der Weltklassiker „Frankenstein“,auch bekannt unter „Der moderne Prometheus“, erstmals veröffentlicht, allerdings komplett anonym, ohne den Namen der Autorin zu nennen. Das lag vor allem daran, dass die sich weigerte, ein männliches Pseudonym für ihr Werk zu verwenden. Dennoch wurde ihr Buch weltberühmt und zählt auch heute noch zu den bekanntesten Vertretern der Schauerliteratur. Die spannende Entstehungsgeschichte um „Frankenstein“ und über Mary Shelley (auch Mary Wollstonecraft Shelly oder Mary Goodwin), wurde jetzt verfilmt. Hier kannst Du Dir den Trailer schon mal anschauen.

Mary Godwin (Elle Fanning) ist eine wohlerzogene, aber auch stürmische sowie rebellische 16-Jährige. Als Tochter des verschuldeten Philosophen William Godwin  (Stephen Dillane), wohnt sie gemeinsam mit ihm, ihrer Schwester Claire Clairmont (Bel Powley) und ihrer Stiefmutter (Joanne Froggatt) in einer kleinen Wohnung in London. Ihre Mutter, die kurz nach Marys Geburt verstarb, war die Schriftstellerin Mary Wollstonecraft, deren feministische Abhandlung „Verteidigung der Rechte der Frau“ großes Aufsehen erregte. Mary möchte in die Fußstapfen ihrer Mutter treten und ebenfalls Schriftstellerin werden, aber nach einem gewaltigen Streit mit ihrer Stiefmutter, wird sie erstmal nach Schottland verbannt. Dort trifft sie auf einer Party auf den Dichter Percy Shelley (Douglas Booth), in den sie sich verliebt. Kurz darauf beschließt sie, mit ihm durchzubrennen. Allerdings stellt sich bald schon heraus, dass Percy auf der Flucht vor seinen Gläubigern und zudem auch noch verheiratet ist und ein kleines Kind hat. Einige Zeit später begeben sich die beiden zu dem Poeten Lord Byron (Tom Sturridge), der seine Gäste dazu animiert, in einen Literaturwettstreit miteinander zu treten. Mary sieht darin ihre große Chance auf eine Karriere als Schriftstellerin. Aus Abscheu gegenüber den bisherigen Ereignissen in ihrem Leben und den darin vorkommenden Männern, schöpft sie schließlich die Inspiration für ihr Meisterwerk „Frankenstein“.

 

Bei „Mary Shelley“ führte Haifaa Al Mansour, die bereits 2012 mit „Das Mädchen Wadjda“ einen großen Erfolg verbuchen konnte, Regie und feierte damit ihr englischsprachiges Regiedebüt.. Al Mansour ist derzeit die einzige Filmemacherin in Saudi-Arabien. Somit dürfte ihr eine von Männern dominierte und Frauen unterdrückende Gesellschaft bekannt sein. Daher ist die Verfilmung der Geschichte von „Mary Shelley“, die ebenfalls um ihre Rechte in der Gesellschaft kämpfte, geradezu wie für sie geschaffen.

 

Der Filmstart ist hierzulande für den 27. Dezember 2018 geplant.

 

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