Am 15. April wurde eine der talentiertesten Schauspielerinnen und Drehbuchautorinnen ihrer Generation 60 Jahre alt: Emma Thompson. Doch wer die aus London stammende Powerfrau kennt, der weiß, dass das Alter für sie keine Rolle spielt. Schließlich ist die Dame Commander des Order of the British Empire noch lange nicht am Ende ihrer beeindruckenden Karriere – sie ist die einzige Person, die sowohl einen Oscar als beste Hauptdarstellerin (Wiedersehen in Howards End) und einen Oscar für ein Drehbuch (Sinn und Sinnlichkeit) bekommen hat. Ab dem 29. August darf man Thompson in der Showbiz-Satire Late Night wieder bewundern. Ein Muss, nicht nur für Fans. Hier ist der Trailer

Zum Start des Films haben wir eine Liste der besten Filme mit Emma Thompson erstellt, die Du bei maxdome oder im maxdome Store anschauen kannst. Viel Spaß damit.

Die besten Filme mit Emma Thompson

Schatten der Vergangenheit (1991)

Zusammen mit ihrem damaligen Ehemann Kenneth Branagh, der auch Regie führte, stand die junge Emma Thompson für den hochspannenden Mystery-Thriller Schatten der Vergangenheit vor der Kamera. Ein Film, der beiden den Weg für ihren Erfolg ebnete. Ebenfalls zu sehen sind Andy Garcia, Derek Jacobi und Robin Williams. Inhaltlich ist der Film recht komplex, schließlich geht es um die vermeintlichen Reinkarnationen eines Ehepaars aus den 40er Jahren, bei dem die Frau grausam ermordet wurde. Auch wenn das etwas abgedreht klingt, so begeistern nicht nur die Schauspieler, sondern auch die Regie und die mysteriöse Geschichte. Ein Geheimtipp, für alle Freunde von Mystery-Thrillern.

Sinn und Sinnlichkeit (1995)

Emma Thompson in Höchstform. Neben dem Oscar für das beste Drehbuch wurde sie ebenfalls für ihre Hauptrolle nominiert. Ang Lees Regie des Stoffes von Jane Austen rundete das Ganze zu einem zeitlosen Meisterwerk ab. Höchstamüsant, spritzige Dialoge, großartige Schauspieler und viel Romantik sorgen für absolutes Wohlfühlkino. Neben Thompson glänzen Kate Winslet, Hugh Grant, Alan Rickman und Tom Wilkinson. Inhaltlich geht es um zwei Schwestern, die nach dem Tod ihres Vaters große gesellschaftliche Änderungen überstehen müssen, und vor allem darauf hoffen, dem richtigen Mann zu begegnen.

Tatsächlich Liebe (2002)

In dem zauberhaften Weihnachts-Episodenfilm Tatsächlich Liebe von Richard Curtis ist die Episode von Emma Thompson und Alan Rickman eine der berührensten Geschichten. Das liegt neben dem rauen Charismas des großartigen Rickmans natürlich ebenso an der grandiosen Leistung Thompsons, die die verletzte Mutter einer Familie mit all ihrem versteckten Schmerz und ihrer Verletzlichkeit, aber auch mit dem unbändigen Willen, diesen Schmerz vor den Kindern zu verstecken, spielt. Ganz große Klasse.

Eine zauberhafte Nanny (2005)

Mit Eine zauberhafte Nanny schuf Emma Thompson nicht nur eine neue Mary Poppins, sondern auch eine herzerwärmende und ziemlich lustige Familienkomödie. In ihrer Hauptrolle als magische Helferin des völlig überforderten Vaters Cedric Brown (Colin Firth) schafft sie es auf sehr gewitzte Art und Weise den turbulenten und frechen Kindern „Manieren“ beizubringen. Ebenso empfehlenswert ist der zweite Teil Eine zauberhafte Nanny – Knall auf Fall in ein neues Abenteuer.

Schräger als Fiktion (2006)

Emma Thompson spielt eine angesehene Autorin, die mit dem Schreiben ihres neuen Manuskripts beginnt, das Leben des Durchschnittsbürgers Harold Crick (Will Ferrell) zu bestimmen. Alles, was sie schreibt, das erlebt Crick in seinem realen Leben. Mit Hilfe des Literaturprofessors Jules Hilbert (Dustin Hoffman) versucht er dem Geheimnis seines Daseins auf die Spur zu kommen. Regisseur Marc Foster inszeniert diese großartige Geschichte voller Humor, vergisst dabei aber auch nicht die emotionalen Aspekte des Films zu betonen. Wer diesen Film noch nicht gesehen hat, der sollte das schleunigst nachholen.

Saving Mr. Banks (2013)

Tom Hanks und Emma Thompson zusammen ist eines der berauschendsten und berührensten Leinwandduos der letzten Jahre. Tom Hanks als großväterlicher, aber zielgerichteter Walt Disney ist verdammt gut, dennoch gelingt es Emma Thompson spielend, das Geschehen an sich zu reißen. Ihre Darstellung der reizbaren Marry Poppins Autorin ist schlichtweg grandios und alleine schon jedes Geld wert. Noch dazu zeigt der Film – neben der turbulenten Entstehung des Kult-Musicals – auch das emotionale Schicksal, das sich dahinter verbirgt.

Jeder stirbt für sich alleine (2016)

Eine weitere Literaturverfilmung mit Emma Thompson – diesmal ist Brendan Gleeson an ihrer Seite. Verfilmt wurde der erste Roman über deutschen Widerstand im Dritten Reich von dem Schriftsteller Hans Fallada. Der Inhalt beruht auf den wahren Ereignissen rund um das deutsche Ehepaar Quangel. Otto und Elise Quangel schrieben und verteilten zwischen 1940 und 1942 regimekritische Postkarten in ganz Berlin. Auch wenn die Inszenierung etwas sperrig und das Gesamtbild trübt, so ist der Film durch die beiden Hauptdarsteller und Daniel Brühl in einer Nebenrolle dennoch sehenswert.

Kindeswohl (2018)

Die Richterin Fiona Maye (Emma Thompson) muss über das Schicksal eines schwerkranken 17-jährigen Jungen entscheiden, dessen Eltern aufgrund seines Glaubens eine Bluttransfusion ablehnen. Ein Fall, der sie tief berührt und intensiv beschäftigt. Unter ihrer Arbeit leidet jedoch zunehmend ihre Beziehung zu ihrem Ehemann Jack (Stanley Tucci). Die Literaturverfilmung zeigt Thompson in einer ernsteren und sehr emotionalen Rolle. Ihrer Figur verpasst sie zahlreiche komplexe Charaktereigenschaften und stellt subtil dar, wie diese durch den erkrankten Jugendlichen wieder mehr den Wert ihres Lebens schätzen kann.

 

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