Pu der Bär ist ohne Zweifel eine der beliebtesten Kinder-Figuren aller Zeiten. Schon über 90 Jahre zaubert die Figur von A. A. Milne diverse Lächeln auf die Kindergesichter dieser Welt. Seit Beginn der 60er Jahre hält The Walt Disney Company die Rechte an dem zeitlosen Werk. Im Laufe der Jahrzehnte veröffentlichte das riesige Medienunternehmen zahlreiche erfolgreiche Filme und Serien zu Winnie Puuh. Am 16. August kommt nun eine neue Geschichte um den knuddeligen und honigverrückten Teddy-Bären in die Kinos. Allerdings ist diese ein wenig anders.

Christopher Robin (Ewan McGregor) ist inzwischen ein erwachsener Mann. Die Zeit, in der er seine unbedarfte Kindheit mit Pu, Ferkel, I-Aah und Tigger im Hundertmorgenwald verbrachte und die tollsten Abenteuer erlebte, liegt schon lange hinter ihm. Sein Leben wird durch seinen Job bestimmt und für seine Familie hat er kaum noch Zeit. Als Christopher beginnt, an seinem Dasein zu zweifeln, taucht völlig überraschend sein bester Freund aus Jugendzeiten bei ihm auf: Zusammen mit seinen Freunden versucht Pu der Bär wieder Spaß in sein Leben zu bringen und ihn aus seinem tristen Alltag herauszuholen.

Die Idee, die Geschichte in das Erwachsenenleben von Christopher Robin zu legen, begeistert und eröffnet ganz neue Möglichkeiten. Dabei überzeugt jetzt schon die Animation der gealterten Tier-Freunde. Inhaltlich scheint der Film klassische Disney-Motive zu benutzen: Ein erwachsener Mensch hat die Verbindung zu der Lebensfreude und magischen Phantasie seiner Kindheit verloren. Nun muss ihm – mit Hilfe der wichtigsten Elemente seiner Kindheit – wieder auf den richtigen Pfad geholfen werden.

Dass der Film von Marc Forster (Wenn Träume fliegen lernen, World War Z) auch für Erwachsene sehenswert scheint, liegt einerseits an einem großartigen Ewan McGregor und andererseits an der nach wie vor faszinierenden Zusammensetzung der „Kuscheltier-Gang“. Die Tiere mit Christopher Robin mitaltern zu lassen ist ein ebenso logischer, wie auch genialer Kniff. Dadurch entstehen ein ganz neuer Charme und die Möglichkeit, den imaginären Charakteren mehr Tiefe zu geben.

Mit der Realität des Lebens von Christopher Robin hat dieser Film jedoch wenig zu tun. Der Sohn des Autors Milne litt Zeit seines Lebens unter dem unfreiwilligen Ruhm, dem er in seiner Kindheit ausgesetzt war. Wer sich zusätzlich für diesen Aspekt interessiert, dem sei der Film Goodbye Christopher Robin ans Herz gelegt. Hier wird eine realitätsnähere Version um Christopher Robins Leben dargestellt.

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