Ab dem 10. August beginnt Revolvermann Roland Deschain (Idris Elba) die Suche nach dem dunklen Turm auch auf der großen Leinwand. Das bildgewaltige Action-Abenteuer basiert auf der Fantasy-Reihe des Bestseller-Autors Stephen King, die von Fans weltweit geliebt wird – für ihre mitreißende Geschichte als auch für das faszinierende Universum, die sie über acht Bände entwirft. Wir haben 19 spannende Fakten zum Film Der dunkle Turm und seinen Autor für euch zusammengestellt:

Fakt 1: 19 und 99

Die Zahlen 19 und 99 spielen an mehreren Stellen der Geschichte eine sehr große Rolle für den Revolvermann und seine Gefährten. Im Laufe der Zeit wird z.B. deutlich, dass die Ziffern zusammengefügt werden müssen und das Datum 19. Juni 1999 ergeben.

 
Fakt 2: 19. Juni 1999 

An diesem Tag fand ein sehr einschneidendes Ereignis im Leben Stephen Kings statt: Der Schriftsteller wurde beim Spazierengehen von einem Kleinbus erfasst und schwer verletzt. Nach diesem Schock hat King seinen Autounfall mehrfach in seinen Werken verarbeitet. In Der dunkle Turm beispielsweise wird Roland bewusst, dass er besagten Unfall unbedingt verhindern muss.

 
Fakt 3: Stephen King als Figur

Stephen King ist in Der dunkle Turm eine für die Geschichte sehr wichtige Figur. In der fiktionalen Welt ist es seine Aufgabe, Rolands Geschichte zu erzählen, indem er die Bücher niederschreibt und damit als Stütze für den dunklen Turm fungiert.

 
Fakt 4: 39 Jahre

Für einen Schriftsteller, der für seine Produktivität bekannt ist, hat King seine Saga um den dunklen Turm förmlich im Schneckentempo geschrieben. Bereits im Oktober 1978 erschien das erste Kapitel aus „Schwarz“ in „The Magazine Of Fantasy & Science Fiction“. Doch es dauerte 19 Jahre, bis die ersten vier Bände veröffentlicht waren und darauf folgte eine lange Pause. Sein schwerer Unfall machte ihm jedoch bewusst, dass er vor Vollendung von Rolands Geschichte sterben könnte, und so veröffentlichte er die Bände 5 bis 7 förmlich im Galopp mit jeweils einem Jahr Abstand dazwischen.

 
Fakt 5: Das unbekannte Ende

Tatsächlich ist Stephen Kings vergleichsweise langsames Tempo auch damit begründet, dass er nicht von Beginn an wusste, wie die Suche nach dem dunklen Turm konkret enden würde. Die Handlung entfaltete sich für ihn immer nur, wenn er sie gerade schrieb.

 
Fakt 6: Kings Universum

„Der dunkle Turm“-Zyklus entwickelte sich dadurch mit der Zeit immer mehr zu dem Werk, das alle anderen Werke Stephen Kings miteinander verbindet. Das Grundkonzept dieser außergewöhnlichen Buchreihe ist, dass unzählige Parallelwelten nebeneinander existieren, die alle in ihrem Mittelpunkt vom dunklen Turm zusammengehalten werden. Und einige dieser Parallelwelten, die Roland mit seinen Gefährten besucht, sind Welten, die Stephen King bereits in anderen Romanen und Kurzgeschichten zu Papier gebracht hat.

 
Fakt 7: Geliehene Figuren

Und so ist es für Stephen Kings Fans keine große Überraschung, Figuren, die sie bereits aus anderen Geschichten ihres Lieblingsautors kennen, in Der dunkle Turm wiederzutreffen. Dazu gehören z.B. Donald Callahan aus „Brennen muss Salem“, Randall Flagg aus „Das letzte Gefecht“ und „Die Augen des Drachen“, Patrick Danville und der scharlachrote König aus „Schlaflos“ sowie Ted Brautigan aus „Atlantis“.

 
Fakt 8: Inspiriert durch ein Gedicht

So umfangreich das Universum des dunklen Turms ist, so vielfältig sind auch Kings Inspirationsquellen für seine epische Saga. Eine große Bedeutung kommt dabei einem Gedicht von Robert Browning zu, das King erstmals während seines Studiums las und das ihn nicht mehr losließ. Dem Titel „Herr Roland kam zum finstren Turm“ entlehnte King u.a. den Namen seines Helden.

 
Fakt 9: T.S. Eliot

Doch auch ein weiterer berühmter englischer Lyriker hat seinen Weg in den „Der dunkle Turm“-Zyklus gefunden. Der englische Originaltitel des dritten Bandes dupliziert förmlich den Titel von T.S. Eliots „The Waste Land“ (im deutschsprachigen Raum bekannt als „Das wüste Land“).

 

Fakt 10: Spaghetti Western

Während sich Revolvermann Roland mit der Figur aus Brownings Gedicht den Namen teilt, ist sein Look und sein Verhalten deutlich von Clint Eastwoods Performance in Sergio Leones Western-Klassikern „Für eine Handvoll Dollar“, „Für ein paar Dollar mehr“ und „Zwei glorreiche Halunken“ beeinflusst.

 
Fakt 11: Harry Potter

Doch auch seiner Liebe zu J.K. Rowlings Kinderbuchreihe zollt Stephen King Tribut. In mehreren Kämpfen, die Roland bestehen muss, wird er mit Schnaatzen konfrontiert. Diese kleinen, fliegenden und hochexplosiven Waffen erinnern den Leser an den berühmten goldenen Schnatz aus der Harry-Potter-Welt – nur sind Schnaatze deutlich gefährlicher.

 
Fakt 12: Rote Schuhe und ein grüner Palast

Zudem findet auch mit „Der Zauberer von Oz“ ein weiteres berühmtes Kinderbuch Eingang in die Welt des dunklen Turms. Roland und seine Begleiter müssen in „Glas“ rote Schuhe anziehen, um einen Kristallpalast zu betreten, der an die Smaragdstadt erinnert.

 

Fakt 13: Artus-Sage

Sehr deutlich ist aber ebenfalls der Einfluss, den die Artus-Sage auf Rolands Geschichte nimmt. So wurde sein Vorfahre Arthur Eld der legendären Sagengestalt nachempfunden und kämpfte wie Artus mit einem Schwert namens Excalibur.

 
Fakt 14: Die höhere Sprache

Ähnlich wie J.R.R. Tolkien hat auch Stephen King für sein Fantasy-Epos eine eigene Sprache entwickelt – wenn auch nicht so vollumfänglich. Die hohe Sprache ist traditionell nur den Revolvermännern vorbehalten. Oft verwendet werden im Laufe der Geschichte z.B. die Worte „Ka“ für das Schicksal, „Ka-Tet“ für eine vom Schicksal zusammengeführte Gruppe und die förmliche Anrede „Sai“.

 
Fakt 15:  Redensarten

Die Menschen in Rolands Welt haben aber auch ihre ganz eigenen Redewendungen, die Kings Neuengland-Akzent mit altem West-Slang und gehobenem Englisch vermischen. Beliebt ist z.B. das Sprichwort „Ka ist ein Rad“, das ausdrückt, dass nichts zufällig passiert, sondern alles in ähnlicher Form immer wiederkehrt.

 
Fakt 16: Genres

Die Erzählung rund um Roland und den dunklen Turm ist aufgrund all dieser unterschiedlichen Einflüsse ein spannender Mix aus den Genres Horror, Western, Fantasy und Science Fiction, der den Leser immer wieder Neues entdecken lässt und sicherlich auch den Reiz der Buchreihe mit ausmacht.

 

Fakt 17: Kein direkter Hit

Trotz allem war die Reihe zunächst kein großer Erfolg. Die Erstausgabe von „Schwarz“ erschien 1982 nur limitiert und es dauerte bis 1989 bis der Roman in hoher Stückzahl neu aufgelegt wurde. Selbst Stephen King zweifelte zunächst am Erfolg des ersten Bandes, da sich dieser sehr stark von seinen bisherigen Werken unterschied und den Leser mit unzähligen Fragen zurücklässt.

 
Fakt 18: Die Comics

So führte „Schwarz“ den Leser tatsächlich nur in eine Welt ein, die sich ihm erst mit jedem neuen Band weiter eröffnet. Doch schon seit einiger Zeit wird Rolands Geschichte nicht nur in Buchform erzählt. Seit 2007 veröffentlicht Marvel Comics eine Grafic-Novel-Reihe, die einzelne Ereignisse aus Rolands Vergangenheit noch einmal genauer beleuchten, die sich in den Romanen teilweise nur in Rückblenden ereignen.

 
Fakt 19: Noch kein Ende in Sicht…

Als der Rolling Stone Stephen King 2014 auf den Zyklus zum dunklen Turm ansprach, gab dieser eine eher kryptische Antwort, dass er selbst niemals mit der Geschichte fertig wäre. King selbst sieht die Romane als erste Entwürfe an, da sie nie redigiert worden sind, und möchte alle Bücher überarbeiten, sofern er die Zeit dafür findet. Der achte Band der Reihe wurde zwar als letzter veröffentlicht, erzählt jedoch eigentlich die Geschichte zwischen Band 4 (Glas) und Band 5 (Wolfsmond).

 
Mehr Informationen zum Film findet ihr hier.

Der dunkle Turm – Im Kino:

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