Nachdem das Ende von Avengers: Infinity War jeden MARVEL Fan fassungslos zurückgelassen hat, ist die Erwartungshaltung an die Fortsetzung entsprechend hoch. Doch kann der Mega-Blockbuster mit dem ominösen Titel Avengers: Endgame dem überhaupt gerecht werden?

Eins vorab: Um überhaupt über den Film schreiben zu können, ist es notwendig, auch auf die Handlung einzugehen. Trotzdem werde ich versuchen, in diesem Review weitestgehend auf Spoiler zu verzichten. Wer jedoch wirklich gar nichts über den Inhalt erfahren will, sollte gleich zum Fazit springen und sich den Rest nach dem eigenen Kinobesuch durchlesen.

Die Welt nach dem “Snap”

Die übrig gebliebenen Helden müssen versuchen, irgendwie die Untat von Thanos ungeschehen zu machen.

Zum Inhalt: Nach dem Fingerschnippen von Thanos (Josh Brolin) ist die Hälfte allen Lebens im Universum ausgelöscht. Und der Verursacher ist verschwunden. Fünf Jahre später versuchen die überlebenden Helden immer noch, mit der neuen Situation fertig zu werden. Diese sind Captain America (Chris Evans), Thor (Chris Hemsworth), Hulk (Mark Ruffalo), Black Widow (Scarlett Johannson) und Hawkeye (Jeremy Renner). Auch Captain Marvel (Brie Larson), Nebula (Karen Gillan) und Rocket (Stimme im Original: Bradley Cooper, auf Deutsch: Fari Yardim) wurden verschont.

Einige von ihnen haben sich ein neues Leben aufgebaut, während andere durch die Ereignisse radikale Wandlungen durchlebt haben. Doch alles ändert sich, als plötzlich Ant-Man alias Scott Lang (Paul Rudd) aus dem Quanten-Universum zurückkehrt. In diesem war er nämlich zum Zeitpunkt des Fingerschnippens gestrandet. Aber für ihn sind lediglich fünf Stunden vergangen – der Beweis, dass Zeitreisen möglich sind. Und somit die Taten von Thanos ungeschehen gemacht werden könnten…

Großes Ende mit ganz großen Emotionen

Nachdem er den letzten Avengers Film ausgesessen hatte, darf auch Meisterschütze Hawkeye (Jeremy Renner) hier wieder zeigen, was er kann.

Wer genauso viel Action und Humor wie im Vorgänger Infinity War erwartet, wird eventuell von Endgame etwas enttäuscht sein. Denn hier ist der Ton von Anfang an eher ernst – auch wenn natürlich der typische MCU-Witz immer mal wieder durchscheint. Und vor allem im ersten Drittel des Films sind Actionszenen rar gesät. Dafür gibt es einige rührende Charaktermomente zwischen verschiedenen Figuren zu sehen, die durch das Trauma noch näher zusammen gerückt sind. Aber dadurch gibt es auch ein paar Längen.

Als die Handlung des drei Stunden langen Epos dann jedoch an Fahrt aufnimmt, liefert Endgame genau das ab, was jeder Fan sich erhofft hatte und überrascht dennoch immer wieder, sei es mit cleveren, liebevollen Rückverweisen auf anderen Filme im MCU oder mit genialer Action, die sich immer weiter steigert bis zu einem wahrlich epischen Endkampf, der an Spannung kaum zu überbieten ist. Wenn dann eine bestimmte Figur einen bestimmten Satz sagt, auf den Comicfans seit dem ersten Avengers gewartet haben, ist Gänsehaut garantiert. Und schließlich werden sicherlich auch einige Augen bei diesem hochemotionalen Finale nicht trocken bleiben.

Unsere Wertung:
  • 9/10
    Action - 9/10
  • 9/10
    Spannung - 9/10
  • 7.5/10
    Humor - 7.5/10
  • 10/10
    Gefühl - 10/10
  • 10/10
    Unterhaltung - 10/10
9.1/10

Fazit:

Der zweite Teil des (bisherigen) Abschlusses für das einmalige Filmuniversum des MCU erfüllt nicht nur die extrem hohen Erwartungen, sondern setzt auch mit wunderschönen Momenten und überraschenden Wendungen noch einen oben drauf. Das entschädigt auch für die etwas langsamere Gangart in der ersten Stunde.

One Response to Eins aus 14 Millionen – Das maxdome Review von Avengers: Endgame

  1. Avatar Torsten sagt:

    Oh mein Gott, was ist das nur für ein Schrottfilm.
    Extrem laaaangatmig, ideenlos, ein verfetteter Thor… Ich wünschte ich könnte in die Vergangenheit reisen und diesen Avenger Teil ungeschehen machen. Eine Verkürzung auf 90 min. hätte das Elend zumindest etwas gemindert.
    Ganz schlimm…

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