Künstliche Menschen sind schon immer ein beliebtes Sci-Fi-Thema. Wir nehmen Alita: Battle Angel, den neuen Actionfilm von Avatar-Produzent James Cameron, zum Anlass, um einige der besten Androiden-Filme Revue passieren zu lassen.

Ab dem 12. Juli 2019 gibt es im maxdome Store den Science-Fiction-Kracher Alita:Battle Angel. Und auch wenn Alita nicht der allergrößte Kassenschlager war, so hat er jetzt schon seine begeisterte Fangemeinde und das Potential zu einem Kultfilm zu werden. Produzent James Cameron und Regisseur Robert Rodriguez haben den Manga -Klassiker von Yukito Kishiro auf die Leinwände gebracht. Neben dem hervorragenden Cast – Rosa Salazar, Christoph Waltz, Mahershala Ali, Jennifer Connely und Jackie Earle Haley – begeistert der Alita mit einem genialen Setting und spektakulären Actionszenen. Im Vordergrund stehen dabei hauptsächlich die grandiosen visuellen Schauwerte und die Hauptfigur.

Alita: Battle Angel

Das Zeitalter der Androiden und Cyborgs

Doch Alita ist nicht der einzige Film über einen Androiden oder Cyborg in den letzten Jahren. Schließlich sind Roboter ein immer wiederkehrendes Thema in der Science-Fiction – wie schon unser Artikel Blechkamerad vor der Kamera zeigt. Auch in Superhelden-Filmen, wie Justice League oder Guardians of The Galaxy 2 bzw. Avengers: Infinity War, gehören Cyborgs mit zu den Helden-Teams (Cyborg / Nebula). Zum Store-Start von Alita haben wir jetzt eine Liste mit den besten Androiden- und Cyborg-Filmen der letzten Jahre angelegt, die ihr bei maxdome sehen könnt. Kurz noch vorab: Ein Android ist eine Roboter-Maschine, die dem Menschen nachempfunden ist. Ein Cyborg ist ein Mensch mit maschinellen Ergänzungen oder einem künstlichen Körper.

RoboCop (USA 2014)

Ein Klassiker des Genres hatte 2014 sein spektakuläres Remake. Polizist Alex Murphy (Joel Kinnamann) kann nur am Leben erhalten werden, indem er zu einem Cyborg umgewandelt wird. Sein neuer Körper macht ihn gleichzeitig zu einer wahren Kampfmaschine. Dabei verliert er jedoch immer mehr den Bezug zu seinem alten Ich. RoboCop ist ein solider Action-Film, der durchaus auf das emotionale Dilemma seiner Hauptperson eingeht. Ebenfalls erkennbar ist eine deutliche Kritik an gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklungen. Schauspielerisch überzeugen neben der Hauptfigur besonders die Filmschwergewichte Samuel L. Jackson, Gary Oldman und Michael Keaton.

Ghost in a Shell (USA 2017)

Der gleichnamige japanische Anime aus dem Jahr 1995 gilt als eines der Genre-Klassiker überhaupt. Große Fußstapfen, in die Regisseur Rupert Sanders also treten musste. Doch gelingt ihm das erstaunlicherweise gar nicht so schlecht. Der Film versucht die Geschichte auf neue Art und Weise zu erzählen, wirkt aber manchmal etwas unausgeglichen. Großartig hingegen ist der visuelle Stil und die tollen schauspielerischen Leistungen. Trotz „White-Washing“-Kritik ist Scarlett Johansson als Maschinen-Mensch eine absolute Wucht. Unterstützung bekommt sie von der japanischen Kino-Legende Takeshi Kitano, Juliette Binoche und Game of Thrones-Star Pilo Asbæk.

Ex Machina (2015)

Einer der anspruchsvollsten und philosophischsten Filme über das Thema Menschlichkeit und Künstliche Intelligenz kommt von Genre-Spezialist Alex Garland. Ex Machina ist ein Hochglanz-Kammerspiel, dass durch sein großartiges Drehbuch und seine Darsteller begeistert. Allen voran Alicia Vikander als Android ist das Anschauen schon wert. Ihre Kollegen Oscar Isaacs und Domhnall Gleeson sind ebenfalls fantastisch. Der überlebensgroße Erfinder Nathan Bateman (Isaacs) lädt einen seiner Angestellten Caleb (Gleeson) ein, um an dessen Beispiel den Umgang eines Menschen mit einem Androiden zu untersuchen.

  

Blade Runner 2049 (2017)

Dieses Sci-Fi-Opus ist einer der besten Filme der vergangenen Kino-Jahre und in zahlreichen Listen unserer Lieblingsfilme vertreten. Blade Runner 2049 von Denis Villeneuve mit Ryan Gosling und Harrison Ford, ist, wie der Vorgänger Blade Runner, ein absolutes Meisterwerk. Optik, Sound, Darsteller, Setting, Kamera… alles nahe der Perfektion. Zumal auch der Umgang mit der Frage, was die künstlichen Replikanten von echten Menschen unterscheidet selten so tiefgründig ist wie hier – zumal die Grenzen zwischen Beiden hier sehr verschwimmen.

Upgrade (2018)

Der wohl brutalste Film in dieser Liste. Grey Trace (Logan Marshall-Green) verliert bei einem Überfall seine Frau Asha und bleibt selbst querschnittsgelähmt zurück. Der schwerreiche Entwickler Eron Keen (Harrison Gilbertson) bietet Trace an, einen Chip in ihn einzupflanzen. Dadurch soll er wieder gehen können. Doch ermöglicht ihm die künstliche Intelligenz des Chips nicht nur das Gehen, sondern auch die Möglichkeit die Peiniger des Überfalls zu finden und knallharte Rache zu nehmen. Denn wenn die KI namens STEM die komplette Kontrolle über Trace übernehmen darf, dann ist er eine tödliche und nicht aufzuhaltende Kampfmaschine. Brutal, hart und schockierend: Upgrade ist einer der Geheimtipps des Jahres.

Alien: Covenant (2017)

Michael Fassbenders Darstellung des Androiden Davids hat schon im Vorgänger Prometheus (Beides Ridley Scott) zahlreiche Zuschauer begeistert. In Alien: Covenant darf der deutsch-irische Schauspieler wieder in die Rolle Davids zurückkehren und zudem dessen Weiterentwicklung Walter verkörpern. Dies führt dazu, dass Fassbender noch mehr zum heimlichen Mittelpunkt und Highlight des Films wird. Um inhaltlich nicht zu viel zu verraten, wollen wir auch gar nicht auf den Inhalt eingehen. Allerdings sein noch gesagt: Der Film ist nicht nur für Fans der legendären Alien-Reihe sehenswert.

Kill Command (2016)

Der Film von Steven Gomez mit Vanessa Kirby in der Hauptrolle ist etwas unter dem Radar gelaufen. Was insofern schade ist, da Kill Command ein spektakulärer Action-Film mit einigen interessanten Charakteren ist. Allen voran Kirbys Cyborg Mills, eine Army-Inspekteurin, die als Kind schon eng mit Computern vernetzt wurde, damit sie gesund bleiben kann. Inhaltlich muss sie ein Team von Soldaten unterstützen, das auf einer abgesperrten Militärinsel die dort gelagerten Kampfroboter untersuchen sollen. Zwar kann sich sicher jeder denken, wie es weitergeht, trotzdem ist der Film handwerklich sehr gut gemacht und für Fans des Genres ein guter Tipp.

Transcendence (2014)

Auch wenn Johnny Depps Rolle Dr. Will Caster in Transcendence nicht in das klassische Bild eines Androiden fällt, so ist das Dasein seiner Rolle im zweiten Teil doch maschineller Natur. Sein altes Ich wurde in eine hochintelligente Software transzendiert, um seinen Verstand vor dem Tod zu retten. Dabei entwickelt sich diese künstliche Misch-Präsenz immer weiter und das in einem unaufhaltsamen Tempo. Sie schafft es sogar durch Nanotechnologie, den Körper von Caster zu reproduzieren. Seine Frau Evelyn (Rebecca Hall) fürchtet, dass von dem Mann, den sie kannte, nichts mehr übrig geblieben ist. Nicht der beste Film der Liste, aber trotzdem gut genug, um hier erwähnt zu werden.

Serien-Tipp

Westworld (2016 -)

Die Serie die Jonathan Nolan (Bruder von Meister-Regisseur Christopher Nolan) mit seiner Frau Lisa Joy verantwortet, ist ohne Frage eine der besten Serien aller Zeiten. Der Inhalt beruht auf dem Film Westworld aus dem Jahr 1973. Kurz zusammengefasst geht es um einen Western-Erlebnispark, dessen Einwohner Androiden sind und mit denen die Gäste – reiche Menschen – machen können, was immer sie wollen. Die Serie ist dabei eine Mischung aus brutaler Gewalt, Videospiel (Read Dead Redemption lässt grüßen), verwinkelter Story und Philosophieseminar. Das hervorragende Schauspielensemble unter anderem mit Sir Anthony Hopkins, Jeffrey Wright, James Marsden, Thandie Newton, Tessa Thompson, Luke Hemsworth und Evan Rachel Wood sind zudem über jeden Zweifel erhaben. Anspruchsvolle Serienkost, die absolut sehenswert ist. Vor allem, wenn man über das Gesehene gerne nachdenkt.

 

*zum Leihen oder Kaufen ohne monatliche Kosten und Vertragsbindung

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