Kino & Film

Top 5 Pixarfilme

Seitdem Pixar 1986 von Steve Jobs gegründet worden ist, legte die Firma eine steile Karriere hin. Schon der erste Kurzfilm „Luxo Jr.“ wurde mit dem Prix Ars Electronica (Kulturpreis für Kunst, Technik und Gesellschaft) ausgezeichnet und erhielt eine Oscarnominierung. Der Film handelt von der für Pixar charakteristischen Schreibtischlampe, welche mit einem Gummiball spielt. Für jene Leute, welche schon des Öfteren einen Pixarfilm gesehen haben: Ja, es handelt sich um DEN Gummiball, welcher in jeder Pixarproduktion vorkommt.

Seitdem setzt Pixar immer wieder neue Maßstäbe für Animationsfilme. Während Kinder sich hauptsächlich an den lustigen Charakteren erfreuen, bieten die Filme für Erwachsene immer viele versteckte Anspielungen auf die unterschiedlichsten Dinge. Diese gehen sogar so weit, dass sich viele Gedanken über ein ganzes Pixaruniversum machen, in welchem alle Filme zusammenhängen. Kein Wunder also, dass die Filme in allen Altersgruppen sehr beliebt sind. Wer sich also in dieses grandiose und durchdachte Universum stürzen möchte, hat nun zwei Möglichkeiten:

Entweder gleich in den neuen Film „Arlo & Spot“ gehen, um dort in ein alternative Welt einzutauchen, in welchem Dinosaurier nie ausgestorben sind und somit eine ungwöhnliche Freundschaft zwischen Mensch und Dino erlaubt oder zunächst ein paar „Klassiker“ aus dem Hause Pixar schauen, bevor das Kino aufgesucht wird. Damit ihr bei zweiterer Variante die Abendvorstellung trotzdem nicht versäumt, ist hier Vorauswahl der fünf besten Pixarfilme.

 

Toy Story 3

„Bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter!“ Diesen Spruch kennt man schon seit dem ersten Toy Story Film, welcher 1995 in die Kinos kam und somit eine neue Ära für Animationsfilme anstoß. Mit dem dritten Teil nimmt die Geschichte über Cowboy Woody (Tom Hanks) und Space Ranger Buzz Lightyear (Tim Allen) nun ihr Ende. Hierbei entwächst Andy seinem Spielzeug endgültig und spendet es einem Kindergarten. Was zunächst nach einem neuen tollen Zuhause aussieht, entpuppt sich schnell als lebensgefährlich und eine Flucht wird unausweichlich.

Mit Toy Story 3 konnte Pixar der Trilogie einen würdigen Abschluss bescheren. Er spielte über $ 1.065 Mio. ein, was ihn zum bisher erfolgreichsten Pixar– und 17. erfolgreichsten Film aller Zeiten macht. Der perfekte Streifen für diejenigen, welche einen spannenden Gefängnisthriller sehen und dabei nicht auf Spaß verzichten möchten. Aber Achtung! Nebenwirkung könnte sein, Lust auf alle Toy Story Teile zu bekommen. Deswegen lieber etwas mehr Zeit einplanen.

 

Findet Nemo

Einmal tief Luft holen, denn nun geht es ab ins Wasser. Nachdem es sich hierbei um den ersten vollständig animierten Film unter Wasser handelt, hat sich das Team unter Leitung von Andrew Stanton (Wall E, John Carter: Zwischen zwei Welten) lange mit Recherchen beschäftigt, um diese Welt bestmöglich an den Zuschauer zu bringen. Doch diese Mühe hat sich gelohnt, denn Findet Nemo hat etliche Auszeichnungen bekommen, u.a. den Oscar als bester animierter Spielfilm.

Dabei sucht der überengagierte Clownfischvater Marlin seinen verschwundenen Sohn Nemo. Stets an Marlins Seite schwimmt die walisch sprechende Fischdame Dory. Diese steht ihm auch in noch so ausweglosen Situationen hilfsbereit zur Seite. Auch wenn sie es dabei mit „vegetarischen“ Haien oder gefährlichen Quallen aufnehmen muss. Doch auch Nemo hat seine Probleme. Dieser wurde von einem Zahnarzt gefangen und soll als Geschenk für seine Nichte Darla dienen. Leider hat diese kein so gutes Händchen für Fische, weswegen Nemo schnell aus dem Aquarium fliehen muss.

Insgesamt bietet der Film ein tolles Erlebnis, dass auf witzige Art nicht nur Kindern eine Moral vermitteln kann, sondern auch so manchen Eltern. Kein Wunder also, dass viele Herzen höher schlugen, als die Fortsetzung „Finding Dory“ bekannt gegeben wurde.

 

Wall·E – Der letzte räumt die Erde auf

Die Menschen haben vor langer Zeit die Erde verlassen und leben nun in selbstständigen Raumschiffen. Nachdem der blaue Planet aufgrund von Müllbergen nicht mehr bewohnbar ist, wurden Roboter auf die Erde geschickt um diese aufzuräumen. Mittlerweile existiert jedoch nur noch Wall·E als letzter seiner Art. Dieser hat im Laufe der Jahrhunderte eine eigene Persönlichkeit entwickelt hat. Als dann auch Roboter EVE auf der Erde landet um nach organischen Leben auf der Erde zu suchen, kommt es wie es kommen muss und Wall·E verliebt sich in sie. Doch als EVE eine Pflanze entdeckt, hat sie einen Auftrag zu erfüllen: Die Menschen müssen zurück auf die Erde gebracht werden. Doch das stellt sich schwerer heraus als gedacht.

Auch mit Wall·E – Der letzte räumt die Erde auf lehnt sich Pixar wie so oft aus dem Fenster. Denn hier wird die Liebesgeschichte zweiter Roboter erzählt und das fast ohne Worte. Doch genau dies macht Wall·E zu einem ganz besonderem Werk. Denn trotz Wortkargheit kommen Emotionen nicht zu kurz und werden über Gestik der Roboter perfekt übertragen. Wem dies jedoch zu schmalzig ist, kann sich auf die zweite Hälfte freuen, welche einem Actionfilm in nichts nachsteht.

 

Oben

Die wohl emotionalste animierte Story aller Zeiten bringt Oben mit. Denn schon zu Beginn bleibt kein Auge trocken, wenn die Geschichte von Carl (Ed Asner)und Ellie erzählt wird. So ist es auch nicht verwunderlich, als sich der mittlerweile verwitwete Carl auf den Weg zu den Paradiesfällen macht, um Ellie ihren größten Traum zu erfüllen. Das er dabei einen jungen Pfadfinder als blinden Passagier mit an Board hat, ahnt er jedoch nicht. Doch das ist nun wirklich nicht Carls größtes Problem…

Oben ist der perfekte Film für einen gemeinsamen Abend mit der ganzen Familie. Er nimmt den Zuseher mit auf eine nostalgische und doch zugleich moderne Abenteuerreise mit sehr vielen schönen, witzigen als auch traurigen Momenten. Ein wirklich einzigartiger Film oder kennst Du noch einen Animationsfilm, bei welchem der Protagonist über 75 Jahre alt ist?

 

Alles steht Kopf

Normalerweise beschäftigt sich Pixar damit, wie man Autos, Monstern oder Robotern Emotionen verleihen kann. In diesem Film überbietet sich die Animationsfirma wieder einmal selbst und verleiht nun Gefühlen Gefühle. Denn die personifizierte Freude, Angst, Wut, Ekel und Traurigkeit stehen diesmal im Mittelpunkt. Sie steuern die elfjährige Riley, welche gerade eine schwere Zeit durchmacht. Doch leider sind sich die Fünf in Riley´s Kopf mehr als uneinig, wie sie ihr am besten helfen können.

Die Idee für diesem Film kam Regisseur Pete Docter (Die Monster AG, WALL-E, Oben) im Alltag. Er fragte sich, warum man Ohrwürmer bekommt oder einfach anfangen muss zu lachen, da sich bestimmte Dinge im Kopf abspielen. Heraus kam ein wahres Filmspektakel, womit man den Studios sogar Cars 3 verzeihen kann.

Aufgrund der komplexen Storyline mit zwei Ebenen (Riley´s Innen-/ Außenleben) ist der Film meiner Meinung nach jedoch nur bedingt für die ganz Kleinen zu empfehlen, sondern eher etwas für die älteren Zuseher.

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