Harry Potter belegte über zehn Jahre lang die Top-Plätze der Kinocharts. Die Tribute von Panem verzeichnete einen Besucherrekord am Einstiegswochenende, Twilight ließ auf der Premiere tausende von weiblichen Fans der Ohnmacht nahe zurück.

Und was haben all diese Blockbuster gemeinsam? Sie sind die Verfilmungen von internationalen Jugendbuch-Bestsellern. maxdome hat Euch die bekanntesten, erfolgreichsten, und am meisten kritisierten Jugendbuch-Verfilmungen zusammengestellt.

 

TOP 10 Bestseller-Verfilmungen

 

Platz 1 – Harry Potter

In allen Teilen werden die drei Hogwarts-Zauberschüler Harry (Daniel Radcliffe, Jungle), Ron (Rupert Grint, Into the White) und Hermine (Emma Watson, The Circle) nicht nur erwachsen, sondern müssen sich auch gemeinsam mit zahlreichen Helfern einem fast übermächtigen Feind entgegenstellen: Lord Voldemort (Ralph Fiennes, Der ewige Gärner) und seinen Todessern.

 

Die Geschichte des Zauberlehrlings Harry Potter hat nicht nur Millionen von Lesern verzaubert, sondern hexte sich auch von der Kinoleinwand direkt in die Herzen der Buchfans. Ob Harry die Seinen um sich scharen und die, die er liebt in Sicherheit bringen kann, zeigt diese wunderbare Geschichte in acht Filmen und garantieren erstklassige Fantasy. Ein absolutes Must-See ist der dritte Teil, prominent inszeniert von Oscar-Preisträger Alfonso Cuarón (Gravity).

 

Die Harry-Potter-Filme findet ihr hier:




 

Platz 2 – Tribute von Panem

Jennifer Lawrence (Red Sparrow) verkörpert die unnahbare Katniss, welche gegen ihren Willen in eine komplett überwachte Arena geschickt wird, um vor laufenden Kameras abgeschlachtet zu werden. Ihre Gegner sind andere Jugendliche, die ebenfalls in der Arena um ihr Leben kämpfen sollen. Damit sollen sie an einen alten Krieg erinnern und an den Platz, den die „Distrikte“ genannten Bezirke rund um die Hauptstadt Capitol innehaben.

 

Kinder töten Kinder, um ein Spiel zu überleben – eine brutale Prämisse, perfekt in Szene gesetzt von Regisseur Gary Ross, Seabiscuit, im ersten Teil, und danach von Frances Lawrence, ConstantineDie vier Science-Fiction-Verfilmung bieten Spannung und Action im Übermaß, halten sich nah an die Buchvorlage von Suzanne Collins und erschaffen eine noch dystopischere Version von Orwell’s 1984. Mit James Newton Howard (Musik für Blood Diamond) ist ein ausgezeichneter Filmkomponist an Bord, der der großen Saga den nötigen Stil verleiht. Schade, dass die Reihe nach dem vierten Teil, zweite Hälfte des letzten Buches, schon vorbei ist.

 

Die Tribute-von-Panem-Filme findet ihr hier:

 

Platz 3 – Maze Runner

Thomas (Dylan O’Brien, Prakti.com) wacht orientierungslos auf und erinnert sich an nichts als seinen Namen. Er und einpaar andere Teenager sind von einer Lichtung, wo sich jeden Tag die Mauern öffnen und den Weg in ein sich ständig veränderndes Labyrinth freigeben. Die Mutigsten und Schnellsten der Gruppe wagen sich hinein, da es die einzige Chance auf Antworten und ihre potenzielle Freiheit sein könnte.

 

James Dashners Roman als auch Verfilmung ist mit den Jungschauspielern (mit von der Partie: Kinderstar Thomas Brodie-Sangster, Wolf Hall und Will Poulter) gut gecastet und können es sehr gut mit der durchaus prominent besetzten Erwachsenengilde aufnehmen – wer das ist soll hier erstmal nicht gespoilert werden. Manche Logik des Films ist wohl den temporeichen und audiovisuell überragenden Sequenzen zum Opfer gefallen – das ist aber dank der so noch nicht im Kino gesehenen Prämisse zu verzeihen. Fazit: Sehr überzeugend!

 

Die Maze-Runner-Filme findet ihr hier:

 

Platz 4 – Die Bestimmung

In Amerika herrscht ein strenges Regelsystem, nachdem die Menschen in verschiedene Tugenden und somit einer Gemeinschaft zugeordnet sind – und bleiben. Durch die sogenannte Bestimmung wird herausgefunden, wer wohin gehört. Die junge Beatrice, gespielt von Shailene Woodley (Die Farbe des Horizonts) ist eine Unbestimmte und gerät damit in den Fokus der Mächtigen ihrer Welt, da sie das ganze Ordnungssystem ins Chaos stürzen könnte.

 

Durchwegs prominent besetzt ist die Riege nicht nur der Jungschauspieler, sondern auch der Erwachsenendarsteller: Allen voran Oscarpreisträgerin Kate Winslet (Zwischen zwei Leben), des weiteren Naomi Watts (Dreamhouse) und Octavia Spencer (Oscarprämiert für The Help).

Die Filme bieten viel Spannung, eine abwechslungsreiche (manchmal ein klein bisschen unglaubwürdige) Story und sind visuell punktgenau erzählt. Viele Momente sind sehr berührend und das Schauspielensemble mit Shailene Woodley an vorderster Front spielt eindrucksvoll und authentisch.

 

Die Die-Bestimmung-Filme findet ihr hier:

 

Platz 5 – TWILIGHT

Erzählt wird die etwas seichte Geschichte von Mauerblümchen Bella Swan (Kristen Stewart, Adventureland), die sich unsterblich in Vampir Edward Cullen (Robert Pattinson, Remembder Me) verliebt. Die Liebesgeschichte der beiden wird von jeder Menge Stress mit Obervampirclans, Ärger mit Werwölfen und dem vielleicht größten Konflikt begleitet: Bella will zu einer unsterblichen Vampirin werden, doch Edward möchte diesen Schritt nicht wagen. Jedenfalls zu Anfang nicht…

 

Die Twilight-Saga hat einen regelrechten Fantasy-Romance-Hype ausgelöst, dem viele weitere Dreiecksgeschichten und Love-Storys vor fantastischem Hintergrund in die Bücherregale und auf die Kinoleinwände folgten. An den Erfolg der Vampirgeschichte kann kaum eine Filmreihe anknüpfen, dennoch fragt man sich ein bisschen, was eigentlich so aus den ganzen Darstellern geworden ist, denen eine rosige Zukunft in Hollywood vorausgesagt wurde. Einzig Anna Kendrick hat sich vom lieblosen Sidekick zur Oscarnominierung (Up in the Air, mit George Clooney) und zum eigenen Franchise Pitch Perfect gemausert – Hut ab vor der kecken Amerikanerin mit der tollen Singstimme.

 

Die Twilight-Filme findet ihr hier:

 

Platz 6 – Die Chroniken von Narnia

Erzählt wird die magische Geschichte der vier Geschwister Peter (William Moseley, The Royals), Susan (Anna Popplewell, Reign), Edmund (Skandar Keynes) und Lucy (Georgie Henly, Perfect Sisters), die während des ersten Weltkrieges zu einem etwas verdrehten Professor geschickt werden, in dessen Wandschrank sie eine neue, zauberhafte Welt entdecken: Narnia.

 

 

Im Jahr 2005 begann die zauberhafte Reise nach Narnia auf der Kinoleinwand. Die Buchvorlage lieferte Autor C. S. Lewis allerdings schon 60 Jahre vorher, im Jahr 1955. Der Regisseur Andrew Adamson (Shrek, der tollkühne Held) inszenierte eine prachtvolle, durch und durch zauberhafte Welt. Nicht nur Kinder kommen bei all den sprechenden Tieren, lustigen Fabelwesen und bösen Hexen voll auf ihre Kosten; die farbenprächtigen und mit Liebe zum Detail gestalteten Kulissen, Kostüme und Requisiten sind wahrlich ein Augenschmaus. Besonders die Schlachtszenen sind schlichtweg atemberaubend, sodass man manchmal fast vergisst, dass es Kinder und Tiere sind, die da einander bekämpfen. Fantasy vom Feinsten.

 

Die Narnia-Filme findet ihr hier:

 

Platz 7 – Ich bin Nummer Vier

Nummer 4 alias John Smith (charismatisch: Alex PettyferMagic Mike) kommt als Außerirdischer in Menschenform mit seinem Beschützer Henri (Timothy Olyphant, Dreamcatcher) auf die Erde – er und sieben andere seiner Art fliehen vor einer feindlichen Spezies, die sich seinen Heimplaneten unter den Nagel gerissen hat. Ausgestattet mit Superkräften will John eigentlich nur eins: ein normaler Junge mit einem normalen Leben sein.

 

Mit jugendlicher Action kennt sich Disturbia-Regisseur D.J. Caruso aus. Auch bei diesem Sci-Fi-Thriller setzt er seine gut aussehenden Hauptdarsteller gekonnt in Szene und bringt eine gehörige Portion Schaudern mit, denn die Mogadori sehen zum Fürchten aus, und das was sie da in ihrem LKW so mitschleppen, lässt einem die Haare zu Berge stehen.
Kurzweilig, aber spannend und mit viel Liebe zum Detail wird eine wirklich interessante Story erzählt. Hoffentlich verschwindet die Buchreihe nicht in der Versenkung und die restlichen Teile werden auf die Leinwand gebracht.

 

Platz 8 – Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Hazel (Shailene Woodley, The Descendants) ist an unheilbarem Schilddrüsenkrebs erkrankt. In der Selbsthilfegruppe für krebskranke Jugendliche lernt sie Augustus (Ansel Elgort, #Zeitgeist) kennen, welcher durch eine Beinamputation den Krebs überlebt hat. Er verliebt sich in sie, wobei sie ihn jedoch ablockt, da sie weißt, dass sie jeden der sie liebt, unglaublich verletzen wird.

 

John Green hat sich mit seinen liebevoll-humorvollen Teenagerstories in die Herzen von Abermillionen begeisterter Fans geschrieben. In 40 Sprachen übersetzt und auf jeder Bestsellerliste zu finden, ist der sympathische Autor dennoch am Boden geblieben.

Das Schicksal ist ein mieser Verräter (Original: The Fault in our Stars) ist eine wunderbar ehrliche, direkte und herzzerreißende Geschichte über zwei Jugendliche, die viel zu früh mit dem Thema Sterben, Erbe und Nachlass konfrontiert werden und sich ineinander verlieben. Denn nichts tut so weh, wie die Gewissheit, zu wenig Zeit zu haben.

 

Platz 9 – Der goldene Kompass

Die Collage-Studentin Lyra Belacqua (Dakota Blue-Richards, Das Geheimnis der Mondprinzessin)  lernt Mrs. Coulter (Nicole Kidman, Unterwegs nach Cold Mountain), die Anführerin einer gefährlichen Organisation kennen, die das Mädchen auf ihre Reisen mitnehmen will. Doch Lyra kann mit der sadistischen Kindesentführerin nichts anfangen und läuft weg – und begegnet prompt vielen neuen Gefahren, die es zu überwinden gilt.

 

Sich an die Pullman-Trilogie zu trauen, ist unglaublich mutig, und kann wirklich schief gehen. Obwohl der Film visuell punkten kann und mit gelungenen Kulissen und großartigen Schauspielern auffährt, ist genau das passiert. Ein Desaster ist Der Goldene Kompass nicht geworden, doch konnte er weder Kritik noch Buchfans wirklich überzeugen. Wer aber gute Fantasy mag und sich von storytechnischen Schnitzern nicht ablenken lässt – oder das Buch gar nicht kennt – ist bei diesem visuell überzeugenden Film auf alle Fälle richtig.

 

Platz 10: Eragon – Das Vermächtnis der Drachenreiter

Die Geschichte rund um Bauernjungen Eragon (Edward Speleers, Alice im Wunderland) beginnt in einem kleinen Dorf des Kontinents Alagaësia, der von bekannten Fantasyvölkern wie Zwergen, Elfen und Ork-ähnlichen Gestalten bevölkert ist. Dort findet der begabte Jäger ein Drachenei, das ihm ein uraltes Vermächtnis beschert: Eragon ist ein Drachenreiter, welche eigentlich vor vielen Jahrzehnten in einem zerstörerischen Krieg ausgelöscht wurden.

 

Die Schlachten können sich sehen lassen und Eragons Ritte auf seinem Drachen sind beeindruckend unkonventionell gestaltet. Was die Änderungen des Drehbuchs gegenüber der Vorlage betrifft, so kann man nur mutmaßen, was zu den absurden, teils lächerlichen Wendungen, Sidekicks und unnötig ergänzten Handlungssträngen geführt hat.

Dennoch ist Eragon für Fantasy-Fans zu empfehlen und vielleicht wird die vielseitige Vorlage noch einmal in einigen Jahren für ein Remake genutzt und dann zu Ende gebracht. Schließlich haben es andere, noch viel aufwändigere Bücher auch erfolgreich auf die Leinwand geschafft.

 

 

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