Stan Lees Spider-Man ist einer der beliebtesten und erfolgreichsten Comic-Superhelden-Charaktere aller Zeiten. In diesem Jahrhundert ist die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft zudem die Nummer 1, was Einzelfilme eines Superhelden angeht. Ab dem 04. Juli läuft der neueste Mega-Blockbuster um Peter Parker und sein Alter Ego auf den Leinwänden weltweit. Spider-Man: Far From Home ist Bestandteil des unglaublich erfolgreichen Marvel Cinematic Universe, das mit Avengers: Endgame nur noch ein paar läppische Millionen Dollar braucht, um Avatar als erfolgreichsten Film aller Zeiten abzulösen. Nachdem Endgame für manche Helden vorerst das Ende ihrer Kino-Laufbahn bedeutet, ist Tom Hollands Spider-Man weiterhin eine der Säulen des MCUs. Denn „Aus großer Kraft folgt große Verantwortung“.

Hier ein Überblick über die bisherigen Solo-Kinofilme des Spinnenmanns.

Spider-Man (USA 2002)

Der Auftakt zur Trilogie von Sam Raimi ist knallbuntes Popcorn-Kino, das mit 807 Millionen eingespielten US-Dollar ein absoluter Kassenschlager war. Tobey Maguire spielt die Hauptrolle, Kirsten Dunst sein Love-Interest Mary Jane und Willem Dafoe den Bösewicht Norman Osborn/Der Grüne Kobold. James Franco hat als dessen Sohn Harry Osborn ebenfalls eine wichtige Rolle in den Filmen inne. Die starke erste Hälfte des Films zeigt auf humorvolle Art und Weise die Veränderungen, mit denen Peter Parker nach dem Spinnenbiss zu kämpfen hat. In der zweiten Hälfte übernehmen dann immer mehr Actionszenen das Geschehen. Dennoch ein sehr gelungener Start für Peter Parkers Leinwand-Karriere.

Spider-Man 2 (USA 2004)

Mit 784 Millionen Dollar Einspielergebnis und einem Oscar für die besten visuellen Effekte, war auch der zweite Teil ein voller Erfolg. Für viele ist Spider-Man 2 sogar der beste der drei Filme von Sam Raimi. Neben den großartigen Effekten überzeugt das Superhelden-Spektakel auch als emotionales Drama, das eine Suche nach Identität und Verantwortung im Mittelpunkt hat. Diesmal darf Alfred Molina als Oberschurke Doc Ock dem Titelhelden das Leben schwer machen. Die Stammdarsteller um Maguire, Dunst und Franco liefern hier wohl ebenfalls ihre besten Leistungen ab. Der Film hat alles, was man sich von einem großen Blockbuster erwartet.

Spider-Man 3 (USA 2007)

Obwohl mit 891 Millionen eingenommenen US-Dollar einer der erfolgreichsten Filme überhaupt, ist der dritte und letzte Teil von Raimis Reihe der schwächste. Zwar überzeugen nach wie vor die Effekte und im Großen und Ganzen auch die Schauspieler, dennoch wirkt der Film sehr unausgegoren. Manchmal sogar unfreiwillig komisch und verstörend patriotisch-kitschig. Während einem die Figur von Thomas Haden Church (Sandman) noch emotional packt und großartig animiert ist, ist es Topher Grace und seine Rolle als Eddie Brock/Venom, die viele Fans sehr enttäuscht hat. Aufgrund von Streitereien zwischen Raimi und dem Studio wurde ein geplanter vierter Film abgesagt.

The Amazing Spider-Man (USA 2012)

Statt einem vierten Teil mit Maguire, entschloss sich Sony also dazu, das Spider-Man-Franchise unter der Regie von Marc Webb komplett neu aufzurollen. Diesmal mit Andrew Garfield in der Hauptrolle und Emma Stone als Gwen Stacey an seiner Seite. Sein Gegenspieler dabei Rhys Ifans als Lizard/Dr. Curt Connors. Auch in The Amazing Spider-Man muss sich Peter Parker hauptsächlich mit seinen neu gewonnenen Kräften auseinandersetzen. Garfield brilliert ebenfalls in dieser Rolle und schafft es, der Figur neue Aspekte abzugewinnen. Tricktechnisch ist auch diese Verfilmung beeindruckend und daher mit den ersten beiden Teilen von Raimi mindestens ebenbürtig. Mit 750 Millionen eingenommenen US-Dollarn zeigt sich das auch im Einspielergebnis.

The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro (USA 2014)

Obwohl ursprünglich vier Filme des Neustarts vorgesehen waren, durfte Garfield nur noch ein weiteres Mal in das rot-blaue Kostüm schlüpfen. In dem etwas überladenen zweiten Teil muss sich Peter Parker nicht nur Electro (Jamie Foxx), sondern wieder einmal dem Grünen Kobold (Dane DeHaan als Harry Osborne) und auch noch Rhino (Paul Giamatti) stellen. Rise of Electro schafft es leider nicht, das Niveau des ersten Teils zu halten, ist aber dennoch für einen gemütlichen Superheldenabend geeignet. Zumal einen das bisher dramatischste Ende eines Spider-Man-Films erwartet.

Spider-Man: Homecoming (2017)

Sony und Marvel Studios entschlossen sich in den Folgejahren dafür, dass sie den Fanliebling mit an Bord des sehr erfolgreichen Marvel Cinematic Universe nehmen. Eine Entscheidung, die sich im Nachhinein als goldrichtig herausgestellt hat. Schon der erste Auftritt Spider-Mans – in The First Avenger: Civil War – war ein voller Erfolg. Schootingstar Tom Holland ist absolut perfekt für die Rolle des jungen Peter Parkers. In Homecoming darf er sich als Schützling von Tony Stark/Iron Man (Robert Downey Jr.) dann auch in seinem ersten Einzelfilm durch die Häuserschluchten New Yorks schwingen. Noch humorvoller und trotzdem äußerst temporeicher ist die Einführung ins MCU schlichtweg grandios. Nicht nur, dass dem Superhelden so neues Leben eingehaucht wurde, auch Michael Keaton als Adrian Toomes/Der Geier ist einer der besten Gegner überhaupt. Vielleicht die bisher gelungenste Real-Spider-Man-Verfilmung.

Spider-Man: A New Universe (USA 2018)

Aber wenn es um die beste Spider-Man-Verfilmung überhaupt geht, dann hat der Oscar-prämierte Animationsfilm Spider-Man: A New Universe noch ein gewaltiges Wörtchen mitzureden. In dieser wahnwitzigen und extrem stylischen Filmadaption begleitet der Zuschauer Miles Morales, der mit Hilfe von verschiedenen anderen Spider-Man-Versionen – aus unterschiedlichen Paralleluniversen – zu seiner Heldenbestimmung finden muss. Dabei begeistert der Film nicht nur durch seine Story, sondern durch einen bisher nie dagewesenen Stil, fantastische Schauwerte und einen ebenso tollen Soundtrack. Ein Muss für alle Fans des Comic-Helden.

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