Den ersten Umweg nahm Robert Rodriguez bereits bei seinem Filmstudium. Die University of Texas verweigerte ihm damals die Teilnahme an deren Filmklasse. Die Begründung: Zu schlechte Noten. Das mag ein verständlicher Grund für eine Universität sein, stellte aber kein Hindernis für den US-Amerikaner dar. Dieser wurde nachträglich doch zu seinem Filmstudium zugelassen – nämlich nachdem ein lokales Filmfestival einen Kurzfilm von ihm ausgezeichnet hatte.

Mittlerweile kann Robert Rodriguez die Regie von zig Kultfilmen für sich verbuchen. Zudem hat er, anders als sein Freund und Arbeitskollege Quentin Tarantino, sogar beim Nachwuchs ordentlich gepunktet: Seine Spy Kids Reihe war ein finanzieller Erfolg an den Kinokassen – und jugendfrei. Er ist zudem fleißiger Produzent, Musiker und seit 2013: Stolzer Papa seines Fernsehkanals El Rey.  Dieser bedient, wie sein Schöpfer, die Fans des Grindhouse Stils.

Die besten Robert Rodriguez Filme bei maxdome

Four Rooms (1995)

Vier Zimmer, vier Episoden, vier Regisseure. Robert Rodriguez teilte sich bei dem Episodenfilm Four Rooms den Regiestuhl mit Allison Anders (Sex & the City), Alexandre Rockwell und Quentin Tarantino. Auf Rodriguez Konto ging hierbei die dritte Episode mit dem Titel: Zimmer 309 – Die Ungezogenen (The Misbehavers). Die Story: Der Page Ted (Tim Roth) erlebt die erste Silvesternacht an seinem Arbeitsplatz. Nach bereits zwei skurrilen Erlebnissen mit den diversen Hotelgästen, macht ihn der Mafioso in Zimmer 309 zum Babysitter seiner Kinder. Deren Temperament lässt dies allerdings zu einem Ding der Unmöglichkeit werden. Und dann ist da noch die Leiche einer Prostituierten …

Desperado (1995)

Desperado ist der zweite Teil von Robert Rodriguez Mariachi-Trilogie. Diese handelt von einem namenlosen Gitarristen, dem Mariachi. Mittels eines größeren Budgets konnte Rodriguez Desperado aufwändiger produzieren als dessen Vorgänger. Er konnte etwa nun (Film-)Schießereien tatsächlich darstellen lassen und musste sie nicht mehr mittels Audio-Endlosschleifen nachträglich vertonen. Der Film Desperado mauserte sich schnell zum Erfolg und etablierte Rodriguez und seine beiden Hauptdarsteller, Antonio Banderas und Salma Hayek, in Hollywood.

From Dusk Till Dawn (1996)

Dieser Film machte Schlangentänze zum Kult und Titty Twister weltweit zu einem extrem beliebten Barnamen. Die Gewaltverbrecher Seth (George Clooney) und Richard Gecko (Quentin Tarantino) fliehen vor der Polizei in Richtung mexikanischer Grenze. Unterwegs haben sie noch ihre Geiseln, den Ex-Prediger Jacob Fuller (Harvey Keitel) und dessen Kinder Kate (Juliette Lewis) und Scott, eingesammelt. Als die fünf in der Bar Titty Twister halten, nimmt das Blatt eine epische Wendung: Das Management und die Angestellten der üblen Spelunke besteht ausnahmslos aus Vampiren. Eine Splatter-Orgie voll mit schwarzem Humor und großartigen Charakteren.

Faculty – Trau keinem Lehrer (1998)

Sechs Schüler (unter anderem Elijah Wood und Josh Harnett) entdecken eine fremdartige Spezies auf dem Rasen des Footballplatzes ihrer Highschool. Diese gruselige Entdeckung wird gefolgt von einer noch unheimlicheren Erkenntnis: Außerirdische haben die Kontrolle über die Körper der Lehrer (einer davon Robert Patrick) gewonnen. Die Schüler müssen den Rest der Schule vor der nahenden Invasion der außerirdischen Körperfresser schützen. Doch die Aliens vermehren sich mit rasender Geschwindigkeit und jeder von ihnen könnte bereits befallen sein …

Irgendwann in Mexico (2003)

Der Abschluß von Rodriguez Mariachi Trilogie handelt von dem Rachefeldzug des Mariachi für seine Geliebte. Unbeeindruckt von dem politischen Chaos, welches gerade in Mexiko herrscht, geht er seinen Weg. Dabei durchkreuzt er zahlreiche politische Wirrungen: Der Drogenbaron Barillo will mit der Hilfe des skrupellosen General Marquez den bestechungsresistenten Präsidenten aus dem Weg räumen. Das will wiederum der korrupte CIA-Agent Sand verhindern. Er beauftragt den Mariachi. Dieser soll den geplanten Putsch vereiteln und stattdessen General Marquez liquidieren … Neben Banderas, sind Johnny Depp Willem Dafoe, Mickey Rourke, Eva Mendes und Salma Hayek zu sehen.

Sin City (2005)

Sin City basiert auf der gleichnamigen Comicvorlage von Frank Miller. Diese ist auch primär für den visuellen Stil seines Films verantwortlich. Daher bestand Rodriguez auf einer zusätzlichen Regie Nennung für Miller, der auch mit am Set war. In der Erzählung Sin Citys vermischen sich drei Handlungsstränge. Sie alle spielen sich in der korrupten Stadt Sin City ab. Da wäre der Polizist John Hartigan (Bruce Willis). Hartigan macht Jagd auf den Pädophilen Roark Jr. (Nick Stahl). Ein weiterer Polizist (Benicio Del Torro) versucht hingegen mühsam die Balance zwischen Gesetzeshüter und Prostituierten Wohltäter zu halten. Und der brutale Marv (Mickey Rourke) erwacht neben der toten Prostituierten Goldie. Ein weiteres Meisterwerk, das vom Kultstatus an From Dusk Till Dawn und Desperado anschließen kann.

Machete (2010)

Eigentlich war Machete nur ein Fake Trailer aus dem Vorprogramm von Planet Terror. Doch Danny Trejo kam bei dem Publikum der Grindhouse Filme so gut an, dass sein Cousin, Regisseur Robert Rodriguez, glatt einen ganzen Film daraus machte. Beziehungsweise zwei. Die Fortsetzung Machete Kills kam 2013 in die Kinos. Die Story: Ist Nebensache. Was im Gedächtnis bleibt, sind eine eindrucksvolle Duschszene, wildes Geballer, die gewohnt gute Rodriguez Optik, eine Reihe von Schauspiel-Stars – und Danny Trejos Narben zerfurchtes Gesicht …

Sin City 2: A Dame to Kill For (2014)

Die lange erwartete Fortsetzung des Kultfilms Sin City. Wieder gibt es verschiedene Handlungsabschnitte. Der Hauptstrang dreht sich dabei um Dwight. Seit dieser vor einigen Jahren das Leben von Miho rettete, will er sich jeglichen Ärger vom Leib halten. Das klappt auch einigermaßen gut – bis ihn seine schöne Ex-Freundin Ava kontaktiert. Sie brach ihm einst das Herz brach und brannte mit einem anderen durche. Nun ist sie zurück und fleht Dwight um Hilfe an. Sie wurde von ihrem Ehemann Damien Lord brutal misshandelt und wird von dem skrupellosen Chauffeur Manute überwacht. Besonders die schauspielerischen Leistungen von Josh Brolin und Eva Green wurden bei Sin City 2: A Dame to Kill for gelobt.

Alita: Battle Angel (2019)

Zusammen mit Regielegende James Cameron – hier als Produzent tätig – schuf der Kultregisseur ein stylisches visuelles Meisterwerk, dass das Potential für einen neuen Kultfilm hat. Vor allem der spezielle Look und die gezeigte Welt der Manga-Verfilmung begeistern. Die Geschichte um eine Androiden-Kampfmaschine, die ihre Menschlichkeit findet, ist geprägt von spektakulären Action-Szenen und einer großartig konstruierten Zukunfts-Welt. In den Hauptrollen glänzen Rosa Salazar, Christoph Walz und Mahershala Ali. Absolut sehenswert.

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