Andres Muschiettis Es ist nicht nur der erfolgreichste Horrorfilm aller Zeiten – er belebt mit Pennywise, dem Clown auch eine bemerkenswerte Horrorikone wieder zum Leben. Bill Skarsgard macht dabei eine noch bessere Figur als Tim Curry im Fernsehfilm. Neben Pennywise gibt es noch etliche weitere furchterregende, aber Kult gewordene Filmfiguren aus dem Horrorgenre:

Michael Myers (Halloween)

Wenn er nicht Kult ist, dann ist das niemand: 1978 leitete John Carpenter ein großartiges Horror-Franchise ein, in dem ein psychisch gestörter Serienkiller sein Unwesen treibt. Dabei ist es vor allem Michaels Auftreten, was so angsteinflößend ist: Mit einer emotionslosen weißen Menschenmaske und stets dunkel gekleidet, ist er weder wirklich totzukriegen, noch hält er sich an die Gesetze der Physik. Zudem tut Carpenters Piano-getragenes Halloween-Theme sein Übriges.

 

Freddy Krueger (Nightmare on Elm Street)

Eins, zwei, Freddy kommt vorbei. Drei, vier, er steht vor deiner Tür. Wem es da nicht kalt den Rücken runter läuft, der hat wohl Wes Cravens Nightmare-Reihe verpasst. Freddy Krueger gehört zu den Kultfiguren der Filmgeschichte, nicht zuletzt dank seines makabren Äußeren und seiner hochgradig zynischen Art. In acht Originalteilen und einem Remake metzelt er aus Rache munter Teenager in ihren Träumen nieder und lässt dabei kein alptraumhaftes Mordszenario aus.

 

Jason (Freitag der 13.)

Die Eishockeymaske zählt seit Erscheinen von Freitag, der 13. zu den Halloween-Kostüm-Klassikern schlechthin. Kein Wunder, ist doch Jason Vorhees selbst auch ein Klassiker der Horrornacht. 11 Filme und ein Spin-Off machen Jason zur langlebigsten Horrorfigur der Kinogeschichte. Und das zurecht: Als typischer Slasher geht er munter-meuchelnd auf Teenager los. Ein besonderes Highlight ist seine Begegnung mit Freddy Krueger in Freddy vs Jason: Da toben sich die beiden Horrorikonen aneinander aus.

 

Leatherface (Texas Chainsaw Massacre)

Angeblich basierend auf dem Leben des texanischen Kannibalen Ed Gein bekommt Leatherface allein dadurch schon eine makabre Note: Seine ekelhafte Menschenhaut-Maske und sein gewiefter Umgang mit der Kettensäge tun ihr Übriges. Sogar eine halbwegs glaubhafte Hintergrundgeschichte bekommt der Serienmörder in Texas Chainsaw Massacre. Die ist aber schnell vergessen, als er sich mit seiner gestörten Familie an einer mit dem Auto liegen gebliebenen Gruppe Teenager gütlich tut.

 

Alien (Alien)

Ridley Scotts Kult-Sci-Fi-Meisterwerk ist nicht zuletzt dank des Titelbösewichts zu ebenjenem geworden: Das Alien, mit seinen schier übersinnlichen Fähigkeiten und der menschlichen Intelligenz, schafft es in kürzester Zeit wahres Grauen auf die Leinwand zu bringen. Die klaustrophobische Stimmung im Weltall und die Tatsache, dass die Schauspieler oft von Wendungen in den Szenen überrascht wurden, tun ihr Übriges.

 

Jigsaw (Saw)

Nicht John Kramer (Tobin Bell), der zwar die Fäden der grausamen Spiele in der Hand hält, ist das Unheimliche an Saw: Es ist die Clownspuppe auf dem Dreirad, die mit verzerrter Stimme die Regeln der Folterspiele verkündet und nicht nur ihren Opfern Schauer über den Rücken laufen lässt. „Lasst uns ein Spiel spielen“ hat dank James Wan und seiner Kultpuppe eine furchteinflößende Bedeutung bekommen.

 

Pinhead (Hellraiser)

Hellraiser hat Kultstatus bei Horrorfilm-Fans – und das vor allem dank seiner unvergleichlichen Monsterfigur Pinhead, dem Anführer der Zenobiten. Die wurden mithilfe eines Zauberwürfels aus ihrer Dimension in unsere Welt geholt, wo sie ihr Unwesen treiben. Obwohl satirische Momente im Film enthalten sind und die Filmemacher vor allem kunstvoll gearbeitet haben, war Hellraiser bis 2013 indiziert (also fast 30 Jahre lang).

 

Chucky (Chucky – Die Mörderpuppe)

Chucky ist Kult! Die Horrorpuppe treibt sei 1988 in sieben Filmen ihr Unwesen, wobei der erste Teil mit Abstand der unheimlichste war. Das Prinzip hinter der Reihe ist einfach: Ein sadistischer Serienmörder namens Charles „Chucky“ Lee Ray transferierte seine Seele mit einem ominösen Voodoo-Zauber in eine Kinderpuppe hinein. Als diese treibt er nun auch nach seinem Ableben sein Unwesen und hat es auf den ein oder anderen Menschen abgesehen. Dabei sind der Gruselpuppe alle Mittel recht, um Leben zu zerstören.

 

 

Ghostface (Scream)

Obwohl eigentlich von humoristischen Tönen geprägt und daher versteckt als Horrorsatire angelegt, wird Scream! als Mutter der Teenage-Slasher-Filme gezählt und prägte damit das Horrorgenre nachdrücklich. Grund dafür ist nicht zuletzt der fiese Ghostface, der mit einer weißen, zum Schrei verzerrten Maske, einem schwarzen Kapuzenumhang und einem langen Messer bewaffnet Jagd auf wehrlose Teenager macht.

 

Samara (Ring)

Ein Meilenstein der Horrorfilmgeschichte ist auch Gore Verbinskis Ring, ein Remake des japanischen Horrormeisterwerks Ringu. Die Antagonistin Samara, die als leicht verweste, furchtbar anzusehende Mischung aus Zombie und Mädchen aus dem Fernseher klettert, gehört zu den furchteinflößendsten Figuren der Gruselgeschichte. Hinzu kommen verstörende Videobänder und eine fantastisch, weil authentische Naomi Watts in der Hauptrolle.

 

Annabelle (Conjuring)

Die modernste Vertreterin der Horrorfilm-Ikonen ist wohl die Puppe Annabelle, die im Prolog zu James Wans Conjuring – Die Heimsuchung ihren ersten Auftritt hatte. Von einem dämonischen Wesen besessen hat es die Kinderpuppe auf menschliche Seelen abgesehen, die ihr den Weg in die irdische Welt ebnen sollen. Da ergeben sich natürlich einige schauerliche Szenen, die für zwei Solofilme reichten.

 

Pennywise (Es)

Schon Tim Curry jagte einer Generation von Zuschauern Angst und Schrecken ein. Doch in Andres Muschiettis überragender Inszenierung der Neuverfilmung von Es (einem Stephen-King-Bestseller) ist Pennywise an Grauen nicht mehr zu übertreffen: In dem atmosphärisch dichten Film sind die wenigen Auftritte des Monsterclowns so effektiv wie unerwartet. Mit sich drehenden Augen und ekelhaften Zähnen verfehlt Pennywise seine Wirkung nie – nicht bei den Kindern, die er jagt, und auch nicht bei den Zuschauern.

 

 

 

 

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