Eigentlich wollte der Franzose Luc Besson Meeresbiologe werden. Doch ein Tauchunfall im Alter von 17 Jahren machte seinen Traum zunichte. Gut also, dass er bereits als Jugendlicher einen ersten Entwurf für das Drehbuch zu „Im Rausch der Tiefe“ und seinen Roman (Das fünfte Element) verfasst hatte. Beide sollte er später verfilmen. Doch diese beiden Werke sind lediglich ein Bruchteil dessen, was den heutigen  Regisseur, Produzenten und Drehbuchautor zu einer Kultfigur der Filmlandschaft macht. Hier ein Überblick über sein bisheriges Werk.

 

Der neueste Film von Luc Besson

Valerian – Die Stadt der tausend Planeten (2017)

Im 28. Jahrhundert sorgt Spezialagent Valerian (Dane DeHaan) im Namen der raum-zeitlichen Organisation Spatio-Temporal Service für Recht und Ordnung in der Galaxis. Seine Aufgabe ist es, die Erde und ihre Nachbarplaneten vor sämtlichen im Universum lauernden Gefahren zu beschützen – und das in verschiedenen Zeiten. Denn Zeitreisen sind möglich. Während einer Reise in die Vergangenheit trifft er auf die intelligente Laureline (Cara DelevigneSuicide Squad). Gemeinsam mit ihr reist er zurück in die Zukunft, um den neuesten Auftrag von Commander Arün Filitt (Clive Owen ,Sin City) zu erledigen.

 

Die besten Filme von Luc Besson bei maxdome

Das fünfte Element (1997)

New York im 23. Jahrhundert: Die Erde steht vor einer großen Bedrohung. Sie wird alle 5.000 Jahre vom Bösen heimgesucht und nur mit Hilfe der fünf Elemente kann sie gerettet werden. Leeloo (Milla Jovovich) wird auf die Erde geschickt, um die Kräfte der fünf Elemente zu vereinen. Ihr Raumschiff wird jedoch angegriffen und auf der Flucht landet sie zufällig im Taxi von Korben Dallas (Bruce Willis). Korben ist ein ehemaliger Offizier bei einer Spezialeinheit und auch ihm liegt das Schicksal der Menschheit am Herzen. Die beiden versuchen die Erde vor der endgültigen Zerstörung zu retten.

Bereits im Alter von 16 Jahren hatte Luc Besson die Idee zu dieser Geschichte und schrieb zuerst den gleichnamigen Roman. Die Dreharbeiten zu Das fünfte Element wurden aber erst Ende der 1990er abgeschlossen. Das Ergebnis ist ein kultiger Actionfilm mit einer beeindruckenden Kulisse.

 

Home (2009)

Ein Blick von oben: Dieser Dokumentarfilm zeigt unseren Planeten in vielen Aufnahmen von oben – vom tropischen Regenwald bis hin zu Großstädten wie Tokio, Dubai oder Lagos. Während den atemberaubenden Aufnahmen werden ökologische und soziale Themen angesprochen wie beispielsweise die globale Erwärmung, die Überbevölkerung, die Bodenerosion, der Trinkwassermangel und der Artenschutz. Aber auch positive Entwicklungen wie die Wind- und Solarenergie werden thematisiert.

In Zusammenarbeit mit dem Regisseur Yann Arthus-Bertrand (Human) zauberte Luc Besson ein Meisterwerk, das die Schönheit der Natur und gleichzeitig die Verletzlichkeit unseres Planeten veranschaulicht. Die Intention des Films war, den Zuschauern die Dringlichkeit des Umweltschutzes zu verdeutlichen.

 

Lucy (2014)

Lucys (Scarlett Johansson) Freund Richard (Pilou Asbaek, Hijacking) bittet sie einen Koffer an Mr. Chang (Choi Min-sik, Oldboy) zu überbringen. Die Übergabe läuft schief: Richard wird getötet und Lucy entführt. Um zu überleben, muss Lucy eine neue Superdroge nach Europa schmuggeln. Dafür wird die Droge gegen ihren Willen in ihren Bauch implantiert. Auch hier verläuft nichts nach Plan: Die gefährliche Substanz verteilt sich in ihrem Körper. Aus ihrer Panik wird schnell Erstaunen, als sie merkt, wie die Droge sie verändert. Gemeinsam mit dem renommierten Hirnforscher Samuel Norman (Morgan Freeman) will Lucy herausfinden, was mit ihr passiert…

Inspiration für den Actionthriller holte sich Regisseur Luc Besson von dem weit verbreiteten Zehn-Prozent-Mythos. Dieser besagt, dass der Mensch lediglich einen kleinen Teil seines Gehirns (zehn Prozent) nutzen würde. Für die Hauptrolle konnte Besson idealerweise Scarlett Johansson gewinnen.

 

22 Bullets (2010)

Charly Mattei (Jean RenoMission: Impossible) war  einst bei der Mafia tätig. Er hat nun sein altes Leben hinter sich gelassen und widmet seine ganze Aufmerksamkeit seiner Familie. Doch eines Tages holt ihn seine Vergangenheit ein: Charly wird am Hafen von acht Männern aufgesucht und bekommt 22 Kugeln ab. Er überlebt die Attacke und schwört Rache!

Kaum zu glauben: 22 Bullets beruht auf einer wahren Begebenheit. Luc Besson wirkte in der Produktion mit und setzte seinen Stammschauspieler Jean Reno ins Rampenlicht. Dieser überzeugt erneut in seiner Rolle als Killer und verkörpert den Rachsüchtigen hervorragend.

 

96 Hours (2009)

Bryan Mills (Liam Neeson) ist ein ehemaliger Topagent. Er ist geschieden und um in der Nähe seine Tochter Kim (Maggie GraceLost) zu sein, hat er die CIA verlassen. Als die 17 Jahre alte Kim gemeinsam mit ihrer Freundin nach Paris in den Urlaub fliegt, beginnt ein Alptraum für Bryan: Die Mädchen werden nach ihrer Ankunft von einem Menschenhändler verschleppt. Bryan bleiben 96 Stunden, um seine Tochter und deren Freundin ausfindig zu machen und sie zu retten…

96 Hours ist eine französische Produktion und damit ein weiterer Beweis dafür, dass actionreiches Kino nicht aus Hollywood stammen muss. Regisseur Pierre Morel inszenierte hier einen Actionthriller mit Startbesetzung an internationalen Schauplätzen. Was aber viele nicht wissen: Die Story stammt aus der Feder von Luc Besson und Robert Mark Kamen.

 

Arthur und die Minimoys (2006)

Arthur (Freddie HighmoreDie Geheimnisse der Spiderwicks) verbringt den Sommer bei seiner Großmutter (Mia Farrow), da seine Eltern ständig unterwegs sind. Um das Haus seiner Großmutter von einem Immobilienmakler zu beschützen, muss Arthur den Schatz seines verstorbenen Großvaters finden. Dieser Schatz ist tief im Garten versteckt: Im Land der Minimoys. Um dorthin zu gelangen, schrumpft sich Arthur mithilfe eines Zauberspruchs auf zwei Millimeter und taucht in die unbekannte Welt ein. Dort warten große Abenteuer auf den nun ganz kleinen Arthur.

Ganze fünf Jahre arbeitete Erfolgsregisseur Luc Besson an seinem Märchen. Das Ergebnis ist eine faszinierend-magische Geschichte. Arthur und die Minimoys ist eine tolle Kombination aus der realen und der Animationswelt. Und nicht nur für die „Kleinen“.

 

Angel-A (2005)

André (Jamel DebbouzeOutside the Law) ist verzweifelt. Der kleinwüchsige Marokkaner hatte sich gerade so mit seinen Gaunereien über Wasser halten können, doch jetzt haben seine Gläubiger keine Geduld mehr. Er sieht nur noch eine Lösung: die Seine. Kurz bevor er sich von einer Brücke ins den Fluss stürzt, entdeckt er eine Frau. Sie ist ebenfalls kurz davor zu springen. Als sie springt, retten André sie ohne zu zögern. Ab dem Moment begleitet die schöne Angela (Rie Rasmussen) mit ihren endlos langen Beinen den glücklosen Mann. Und siehe da: sein Leben beginnt sich zu wandeln. Könnte die geheimnisvolle Fremde sein rettender Engel sein?

Mit diesem Schwarz-Weiß-Film zeigte Luc Besson seine bescheidene Seite als Regisseur. Obwohl die romantische Komödie vergleichsweise kostengünstig produziert wurde, befindet sich das Drama auf Hollywood-Niveau.

 

The Lady (2011)

Der südostasiatische Vielvölkerstaat Myanmar war in der Vergangenheit Zentrum blutiger Unruhen. In diesem Film ist er jedoch auch Schauplatz einer aufwühlenden Liebesgeschichte. Aung San Suu Kyi (Michelle YeohDie Geisha) ist eine starke Frau, die eine leidenschaftliche Ehe mit ihrem Mann Michael Aris (David ThewlisHarry Potter) führt. Trotz der politischen Unruhen, der großen Distanz zu ihrer Heimat und zu ihrem Ehemann hat sie immer ihr Ziel vor Augen: Selbstbestimmung. Ein langer, beschwerlicher Weg für die junge Frau beginnt…

Hauptdarstellerin Michelle Yeoh trug dieses Projekt an Luc Besson heran, da er bereits zahlreiche Filme über starke, weibliche Hauptcharaktere realisiert hatte. Und Actionveteran Besson schaffte es tatsächlich, die dramatische Biographie der burmesischen Friedensnobelpreisträgerin in ein bewegendes Filmerlebnis zu verwandeln.

 

Adèle und das Geheimnis des Pharaos (2010)

Düstere Pharaonengräber, geheimnisvolle Mumien und ein leibhaftiger Flugsaurier – Die abenteuerlustige und kluge Adèle (Louise Bourgoin) schreckt vor nichts zurück. Im Pariser Naturkunde-Museum schlüpft im Jahr 1912 ein seit über 130 Millionen Jahren ausgestorbener Flugsaurier aus einem Ei und stürzt damit die Stadt in blankes Chaos. Adèle geht dem Geheimnis auf den Grund und muss sich dabei gegen einige Widersacher behaupten.

Der französische Abenteuerfilm von Luc Besson basiert auf den Comics „Adeles ungewöhnliche Abenteuer“ von Jacques Tardi und wurde bei der César-Verleihung 2011 mit dem Preis für das beste Szenenbild ausgezeichnet.

 

Malavita – The Family (2013)

Im Mittelpunkt der Mafia-Komödie steht die US-Mafia-Familie Manzoni. Diese musste aufgrund des Zeugenschutzprogramms in die Normandie umsiedeln und lebt dort unter der steten Bewachung der des FBI-Agenten Robert Stansfield (Tommy Lee Jones). Familienoberhaupt Giovanni Manzoni (Robert De Niro) war einst ein gefürchteter Pate in New York, bis er eine Reihe einflussreicher Mafiosi hinter Gitter gebracht hat. Nun versucht sich die vierköpfige Familie, mit Michelle Pfeiffer in der Rolle der Mutter, möglichst unauffällig zu verhalten. Doch kann das bei einer ehemaligen Mafia-Familie gutgehen?

Die US-amerikanisch-französische Komödie von Luc Besson ist in jedem Fall ein Mafia-Film der besonderen und unterhaltsamen Art.

 

The Transporter (2002)

Der Ex-Elitesoldat Frank Martin (Jason Statham) führt ein ruhiges Leben an der südfranzösischen Küste. Doch dieser beschauliche Lebensstil ist nur eine Fassade, denn eigentlich betreibt er ein lukratives Transportgeschäft für zwielichtige Geschäftspartner. Diesen Job erfüllt er nach drei eisernen Regeln: Ändere niemals den Deal, keine Namen und öffne niemals das Paket Deines Kunden! Als er eines Tages bemerkt, dass sich seine Lieferung bewegt, bricht er seine Regel und öffnet das Paket. Darin entdeckt er die hübsche Lai (Qi Shu). Trotzdem liefert er sie bei seinem Auftraggeber Darren Bettencourt ab (Matt SchulzeFast & Furious 5). Dieser versucht ihn zu ermorden. Und Frank beginnt einen Rachefeldzug…

Dieses gleichermaßen unterhaltsame und spannende Action-Feuerwerk Luc Bessons genießt wie so viele seiner Filme mittlerweile Kultstatus. Besson wirkte hier abenfalls als Drehbuchautor mit.

 

 

Weitere Fun Facts zu Luc Besson:

  • Der Franzose kam am 18. Mai 1959 in Paris auf die Welt.
  • Durch seine Eltern, die Tauchlehrer waren bekam der kleine Luc bereits in jungen Jahren einiges von der Welt zu sehen. Seine Kindheit verbrachte er unter anderem in Italien, Jugoslawien und Griechenland.
  • Nach seiner Rückkehr nach Frankreich gründete Luc Besson seine eigene Produktionsfirma namens „Les Films de Loups“.
  • Schauspieler Jean Reno ist einer seiner Stammschauspieler.
  • Nach den Dreharbeiten von Das fünfte Element war Luc Besson zwei Jahre mit der Hauptdarstellerin des Sci-Fi-Films, Milla Jovovich, verheiratet.
  • Im Jahr 2000 schließt sich Luc Besson mit dem ebenso französischen Filmproduzenten Pierre-Ange Le Pogam zusammen und gründete die Produktionsgesellschaft „EuropaCorp“.

 

Dieser Blogartikel ist in Zusammenarbeit mit Carina Roeser entstanden.

2 Responses to Luc Besson – Französischer Erfolgsregisseur

  1. nopad sagt:

    Neben dem „fünften Element“ ist „Im Rausch der Tiefe“ eindeutig sein bester Film. Wie konnte die Redaktion diesen Film vergessen ? Grandiose Unterwasseraufnahmen und Einblick in die Welt der Apnoetaucher.

    • Dominik Drozdowski Dominik Drozdowski sagt:

      Vielen Dank für Deinen Kommentar! Das stimmt natürlich, „Im Rausch der Tiefe“ ist zweifelsohne einer seiner besten Filme und wurde im Text ja auch erwähnt. Wir hatten uns bei der Auflistung lediglich auf Filme beschränkt, die auch bei maxdome verfügbar sind, was leider im Fall von „Im Rausch der Tiefe“ nicht der Fall ist.

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