Schauspieler Joaquín Rafael Bottom erblickte am 28. Oktober 1974 in San Juan, Puerto Rico das Licht der Welt. Im Alter von 6 Jahren zogen er und seine Familie in die Vereinigten Staaten, woraufhin eine Namensänderung von Bottom in Phoenix folgte. Joaquín Phoenix erhielt bereits in den 1980ern kleinere Filmrollen und spielte früh an der Seite von Hollywoodstars wie Nicole Kidman (Australia) und Liv Tyler (Der unglaubliche Hulk). Schnell zeigte sich sein enormes Talent und sein außergewöhnliches Händchen in seiner Rollenauswahl. Den eines ist Phoenix sicher nicht: ein Mainstream-Blockbuster-Schauspieler.

Seinen großen Durchbruch hatte er im Jahr 2000 mit der Rolle des römischen Kaisers Commodus im Film Gladiator. Für seine schauspielerische Leistung wurde er zurecht für den Golden Globe Award, sowie den Oscar als bester Nebendarsteller nominiert. 2006 erhielt Joaquin Phoenix dann den begehrten Gloden Globe Preis als bester Hauptdarsteller im Film Walk the Line, in dem er den berühmten Musiker Johnny Cash verkörpert. Der grandiose Schauspieler überzeugt seither sowohl Kritiker als auch Kinofans gleichermaßen und etablierte sich als einer der besten Schauspieler seiner Generation. Für seinen neuesten Auftritt als Joker hat Phoenix nicht nur zahlreiche Preise und Jubelarien eingeheimst, sondern tritt auch als einer der Favoriten auf den Oscar in Erscheinung. Ab dem 10. Oktober 2019 ist er damit im Kino zu sehen.

Die besten Filme mit Joaquín Phoenix

The Sister Brothers (2018)

Im Jahr 1851 im Wilden Westen sind die Sisters Brothers berüchtigte Killer und bekannt dafür ihre Aufträge gnadenlos auszuführen. Dabei unterscheiden sich die beiden Brüder sehr: Eli (John C. Reilly) ist ruhig und überlegt, während Charlie (Joaquin Phoenix) ein kampflustiger Trinker ist. Auf ihrer Suche nach Hermann Warm, der eine Wunderformel zum Goldwaschen erfunden hat, zweifelt jedoch vor allem Eli an ihrem Lebensstil. Ihr Kontaktmann Jim Morris (Jake Gyllenhaal) ist dem Genie ebenfalls auf den Fersen und hat ebenfalls eigene Pläne im Kopf. Regie-Meister Jaques Audiard (Der Geschmack von Rost und Knochen) gelingt einer der besten Western aller Zeiten.

Dont Worry, weglaufen geht nicht (2018)

Der biografische Film über den Cartoonisten John Gallahan (Joaquin Phoenix) führt Regisseur Gus Van Sant (Milk) und den Ausnahmeschauspieler Phoenix nach Jahrzehnten wieder zusammen. Herausgekommen ist dabei eine fulminante und berührende One-Man-Show des Hauptdarstellers. Gallahan ist ein ziemlich fertiger Alkoholiker, dessen Sucht ihn in den Rollstuhl bringt. Am tiefsten Tiefpunkt angekommen wird jedoch sein großes Talent als Zeichner von bissigen Cartoons erkannt, wodurch sich ihm eine neue Zukunft eröffnet.

A Beautiful Day (2017)

Um seinen Leben einen Sinn zu geben hat es sich der schwer traumatisierte Kriegsveteran Joe zur Aufgabe gemacht, Entführungsopfer und Opfer sexueller Straftaten aufzufinden und zu befreien oder zu rächen. A Beautiful Day ist ein verstörender und intensiver Film, der neben einer harten Story auch mit harter Gewalt aufwartet. Der Film ist dabei gänzlich auf seinen Hauptdarsteller Joaquin Phoenix zugeschnitten, der das Werk neben seiner wuchtigen, physischen Präsenz auch mit mysteriöser Tiefe und Verzweiflung ausstattet.

Inherent Vice – Natürliche Mängel (2014)

1970, Los Angeles. Eines Abends steht vor der Tür des kiffenden Privatdetektives Doc Sportello (Joaquín Phoenix) seine Exfreundin Shasta (Katherine Waterston, The Factory). Sie erzählt ihm von ihrer Affäre mit dem Immobilienhai Mickey Wolfmann (Eric Roberts, Hunt to Kill), die sie in eine gefährliche Situation manövriert hat. Es beginnt eine Halsbrecherische Jagd, bei der er nicht nur auf seinen verfeindeten Ex-Polizeikollegen Bigfoot Bjornsen (Josh Brolin, Gangster Squad) trifft, sondern auch Gauner, Kredithaie, Hippies und Surfer seinen Weg kreuzen. Die Kriminalkomödie von Regisseur Paul Thomas Anderson (There will be Blood) ist die Verfilmung von Natürliche Mängel des Schriftstellers Thomas Pynchon.

Her (2013)

Theodore Twombly (Joaquín Phoenix) verdient sein Geld mit Gedichten. Er schreibt Briefe im Namen jener, die Schwierigkeiten haben, ihre Emotionen auszudrücken. In seinem Privatleben läuft es hingegen nicht so rosig: Seit seine Frau Catherine (Rooney Mara, Dare) ihn verlassen hat, lebt er alleine und zurückgezogen in seinem Apartment. Alles ändert sich, als er sich ein Betriebssystem Namens Samantha installiert und Gefühle für dieses Entwickelt. Ein berührendes Drama über Liebe und die Veränderung des Seins durch künstliche Intelligenzen.

The Master (2012)

Ex-Soldat Freddie (Joaquín Phoenix) leidet nach dem Zweiten Weltkrieg unter einem posttraumatischen Stresssyndrom, welches er mit exzessiven Alkoholkonsum unter Kontrolle bekommen möchte. Doch sein Leben nimmt eine 180-Grad-Wendung, als er Lancaster Dodd (Philip Seymour Hoffman, Glaubensfrage) kennenlernt. Lancaster führt Freddie in seine eigens geschaffene Religion ein, die er als „Ursprung“ bezeichnet, und sich selbst als „The Master“ der Bewegung betitelt. Ein gelungenes Meisterwerk von Regisseur Paul Thomas Anderson (There will be blood). Eine weitere Oscar-Nominierung für Joaquin Phoenix.

Joaquín Phoenix: I’m still here (2010)

Joaquín Phoenix verkündet seinen Rücktritt als Schauspieler und versucht sich als Rapper und Hip-Hop-Musiker. Da muss auch eine optische Veränderung stattfinden. Er lässt sich einen Zottelbart wachsen, sorgt mit Nacktauftritten für Skandale und gibt damit den Medien genug Gesprächsstoff für Rätselraten um seinen Zustand. Kann er tatsächlich die Musikbranche erobern? Oder ist das alles nur ein schlechter Scherz? Die Mischung aus einer fiktiven Dokumentation und Biographie mit einer Prise Ironie kombiniert, bietet kurzweilige Unterhaltung für die Zuschauer.

Two Lovers (2008)

Leonard (Joaquín Phoenix) lebt mit seinen Eltern, in einem kleinen Apartment. Seine Verlobte hat sich von ihm getrennt und er arbeitet als Aushilfskraft in einer Wäscherei und beschäftigt sich in seiner Freizeit gerne mit Fotografie. Allerdings genießt er das Leben nicht mehr und ist schwer selbstmordgefährdet. Zur gleichen Zeit lernt er zwei Frauen kennen: Sandra (Vinessa Shaw, 40 Tage und 40 Nächte), die bodenständige Tochter eines Geschäftspartners seiner Eltern und Michelle (Gwyneth Paltrow, Mortdecai – Der Teilzeitgauner), eine Nachbarin. Michelle ist unglücklich in einen verheirateten Mann verliebt und sucht eine Schulter zum Anlehnen bei Leonard. Sandra ist jedoch diejenige, die Leonard vor seiner Einsamkeit retten möchte und bereit ist, eine Beziehung mit ihm einzugehen. Nach Helden der Nacht die zweite Zusammenarbeit von Phoenix und Regisseur James Gray.

Walk the Line (2005)

Johnny Cash (Joaquín Phoenix): Der wohl legendärste Country-Sänger aller Zeiten hatte ein ziemlich wildes Leben und ist für viele auch nach seinem Tod eine Ikone. Die dramatische Filmbiografie der Extraklasse Walk the Line von Regisseur James Mangold (Wolverine: Weg des Kriegers), der dem „Mann in Schwarz“ ein würdiges filmisches Denkmal gesetzt hat. Im Mittelpunkt stehen Werdegang von Johnny Cash, seine Drogenprobleme und seine große Liebe, June Carter (Reese Witherspoon, Das gibt Ärger). Phoenix und Witherspoon begeistern dabei nicht nur mit schauspielerischem, sondern auch mit musikalischem Talent.

Gladiator (2000)

Im Zentrum der Handlung steht Maximus (Russell Crowe, Todeszug nach Yuma), ein namhafter römischer Feldherr, der eine enge freundschaftliche Beziehung mit dem Kaiser Marcus Aurelio (Richard Harris, Erbarmungslos) pflegt. Der Kaiser möchte kurz vor seinem Tod eine Republik schaffen und Maximus zu seinem Nachfolger ernennen. Doch der Sohn des Kaisers, Commodus (Joaquín Phoenix) gibt seine Erbschaft nicht so einfach auf. Maximus muss ins Exil, wird aber in Gefangenschaft genommen und schwingt sich zu einem erfolgreichen Gladiator auf. Eine perfekte Kombination aus Action und Drama mit 5 Oscar-Auszeichnungen, die garantiert jeden in den Bann zieht.

  

Die Abbotts – Wenn Hass die Liebe tötet (1997)

Wir schreiben das Jahr 1957 in einer Kleinstadt in Illinois. Die wohlhabende Familie Abbott und die Familie Holt aus der Arbeiterklasse haben eigentlich nichts gemeinsam, dennoch gibt es mehr Verbindungen, als beiden Familien lieb ist. Die Mutter von den zwei Holt Brüdern soll eine heimliche Affäre mit dem Abbott Vater haben, der angeblich die Familie Holt bestohlen hat. Jacey Holt, der älteste Sohn will Rache und erobert das Herz von Abbotts älterer Tochter Eleanor (Jennifer Connelly, Blood Diamond). In der Zwischenzeit entwickelt Pamela (Liv Tyler, Die Liebe in mir), die jüngste Abbott Tochter, Gefühle für den zurückhaltenden Doug Holt (Joaquín Phoenix).

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