Die Schauspielerei wurde Jake Gyllenhaal schon in die Wiege gelegt. Vater Stephen Gyllenhaal ist Regisseur, Mutter Naomi Foner arbeitet als Produzentin und Autorin. Und Hollywood-Star Jamie Lee Curtis ist auch noch seine Patentante. Kein Wunder, dass er bereits im zarten Alter von elf Jahren für die Westernkomödie City Slickers von Ron Underwood zum ersten Mal vor der Kamera stand. Auch seine drei Jahre ältere Schwester Maggie Gyllenhaal begann kurz darauf als Schauspielerin zu arbeiten. Heute sind die beiden sogar eines der wenigen Geschwisterpaare, die beide bereits für einen Oscar nominiert wurden. Zudem arbeiteten Jake und Maggie zu Beginn ihrer Karriere bei den Filmen Eine gefährliche Frau und Donnie Darko zusammen. Die Komödie Grasalarm – Homegrown ist mit Jakes Vater als Regisseur und den Geschwistern Gyllenhaal sowie Patentante Jamie Lee Curtis in der Besetzung das reinste Familienprojekt.

Die meisten seiner Filme regen in irgendeiner Weise zum Nachdenken an und wirken dadurch beim Zuschauer nach. Jake Gyllenhaal bevorzugt laut eigener Aussage schwierige Rollen, auf die sich sowohl die Zuschauer als auch er selbst erst einlassen müssen, bevor echte Sympathien entstehen können. Ein Paradebeispiel ist seine Hauptrolle in dem surrealen Psycho-Thriller Donnie Darko, mit der ihm im Jahr 2000 der Durchbruch gelang. Der klassische Heldenepos aus Hollywood scheint hingegen nicht so recht in dieses Profil zu passen und ist in der Filmografie von Jake Gyllenhaal auch nicht besonders stark vertreten. Dennoch stand Jake in der engeren Auswahl für die Hauptrolle in Batman Begins und Spider-Man 2. Tatsächlich war er sogar bereits mitten in den Vorbereitungen für die Rolle als Spiderman, als sich Tobey Maguire (Der große Gatsby) – die erste Wahl für den Part – überraschend von seiner Rückenverletzung erholte und den Part doch selbst übernehmen konnte. In Prince of Persia ergatterte Jake Gyllenhaal schließlich doch noch die Hauptrolle in einem Action Epos aus Hollywood.

 

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Life (2017)

Ein Elite-Team von Wissenschaftlern – bestehend aus David Joran (Jake Gyllenhaal), Roy Adams (Ryan Reynolds), Miranda North (Rebecca FergusonGirl on the Train), Sho Murakami (Hiroyuki SanadaWolverine), Hugh Derry (Ariyon Bakare) und Ekaterina Golovkina (Olga Dihovichnaya) – betreibt Forschung auf der Internationalen Raumstation. Ihr Job ist es, Proben vom Mars zu untersuchen. Während ihrer Untersuchungen entdecken sie außerirdisches Leben. Außerdem stellt sich heraus, dass der fremde Organismus deutlich intelligenter ist, als sie erwarteten. Doch die neue Entdeckung hat gefährliche Folgen: Das entdeckte Lebewesen ist tödlich und entwickelt sich sehr schnell. Nicht nur die Besatzung wird bedroht, sondern bald auch die gesamte Erde…

 

 

 

Die besten Jake Gyllenhaal Filme bei maxdome

Nightcrawler (2014)

Lou Bloom (Jake Gyllenhaal) ist überzeugt davon, dass man nur etwas erreicht, wenn man wirklich alles dafür tut. Er ist intelligent, aber auch gefühlskalt, weswegen der Job eines „Nightcrawler“ perfekt zu ihm passt. Ausgestattet mit Kamera und Polizei-Funk-Empfänger macht er sich nachts auf die Suche nach blutigen Tragödien. Egal ob Morde, Unfälle oder andere Verbrechen – umso schockierender die Bilder, desto besser das Geld. Da seine Beiträge bei der Chefredakteurin Nina (Rene Russo, Das schnelle Geld) gut ankommen, die bei dem Kampf um Quoten keine Tabus kennt, stürzt sich Lou immer weiter in die Unterwelt von L.A. auf der Suche nach schonungslosen und sensationellen Aufnahmen. Chaos und Leid sind sein Business und der Drang nach Anerkennung sein Antrieb – doch er ist selbst nur noch einen Schritt davon entfernt, als skrupellose Schlagzeile zu enden…

Durch die düstere Stimmung und die unruhigen Bilder liefert Regisseur Dan Gilroy anregenden und spannenden Nervenkitzel. Der Film erhielt viele Award-Nominierungen, darunter eine für den Oscar in der Kategorie Beste Originaldrehbuch und einen Golden Globe Nominierung für Jake Gyllenhaal als bester Hauptdarsteller. Ein fesselnder Film, den man so schnell nicht vergisst.


Prisoners (2013)

Eine Kleinstadt gerät in Aufruhr, als an Thanksgiving die sechsjährige Anna und ihre Freundin Joy entführt werden. Der ambitionierte Polizist Loki (Jake Gyllenhaal) übernimmt die Ermittlungen und stößt dabei bald auf den geistig zurückgebliebenen Alex Jones (Paul Dano). Der Verdacht gegen ihn erhärtet sich jedoch nicht. Loki bezweifelt auch, dass der junge Mann mit der Intelligenz eines 10-Jährigen überhaupt zu einer Entführung in der Lage wäre. Für Annas Vater Keller Dover (Hugh Jackman) ist die Freilassung von Alex jedoch ein Schlag ins Gesicht. Enttäuscht von den ergebnislosen Ermittlungen  beschließt er, die Sache selbst in die Hand zu nehmen: Keller entführt Alex, um den Aufenthaltsort der vermissten Mädchen mit seinen eigenen Methoden aus ihm herauszuholen. Bei diesem privaten Verhör soll ihm auch Joys Vater Franklin Birch (Terrence HowardDer Butler) zur Hand gehen. Loki sucht währenddessen weiterhin fieberhaft nach dem wahren Täter und stößt dabei auf immer mehr rätselhafte Details.

Prisoners setzt sich ausführlich mit dem heiklen Thema der Selbstjustiz auseinander. Dabei überrascht vor allem Hugh Jackman mit einer nie dagewesenen Intensität. Auch Jake Gyllenhaal brilliert in diesem düsteren Entführungsthriller des kanadischen Regisseurs Denis Villeneuve (Arrival) als arroganter Ermittler, der im Laufe des Films deutlich an Profil gewinnt. Nicht zuletzt zeigt auch Paul Dano als geistig zurückgebliebener Verdächtiger eine großartige Schauspielleistung und präsentiert einen schwer zu durchschauenden Charakter.


Source Code (2011)

Der Soldat Colter Stevens (Jake Gyllenhaal) findet sich plötzlich in einem Zug nach Chicago inmitten einer vertrauten Unterhaltung mit der jungen Christina (Michelle MonaghanGone Baby Gone) wieder. Schnell begreift er, dass er sich im Körper eines Fremden befindet und dass irgendetwas sehr Seltsames vor sich geht. Seine ungute Vorahnung bestätigt sich, als exakt acht Minuten später der Personenzug explodiert. Doch es wartet eine erneute Überraschung auf Colter: Statt zu sterben, erwacht er in einer Kapsel. Seine Vorgesetzten Colleen Goodwin (Vera FarmigaDeparted) und  Dr. Rutledge (Jeffrey WrightThe Ides of March) erklären ihm per Videoübertragung, dass er an einem Experiment teilnimmt und sich im sogenannten Source Code befindet. Dieser ermöglicht es ihm, den Körper eines anderen Menschen in den acht Minuten vor dessen Tod zu übernehmen.  Auf diese Weise soll Colter herausfinden, wer die Bombe im Zug gelegt hat, bevor dieser einen noch größeren Anschlag verüben kann.  Doch je öfter Colter die Zeitschleife durchläuft, umso mehr beschleicht ihn das Gefühl, dass Goodwin und Dr. Rutledge ihm etwas Wichtiges verschweigen.  Zudem hofft Colter entgegen der Meinung von Goodwin und Dr. Rutledge, dass er die Vergangenheit ändern und seine Mitreisenden retten kann.

Der Sci-Fi-Thriller von Regisseur Duncan Jones (Moon) wartet mit einer außergewöhnlichen Story auf und bleibt bis zur letzten Sekunde spannend. Source Code stellt – ähnlich wie bereits  Matrix und Inception – die Frage nach der Grenze zwischen Traum und Realität. Vor allem für Colter Stevens stellt sich diese Frage und Jake Gyllenhaal stellt die resultierende Desorientierung des isolierten Soldaten sehr überzeugend dar. Auch die Nebenrollen sind mit Jeffrey Wright und Vera Farmiga passend besetzt.

Prince of Persia – Der Sand der Zeit (2010)

Als Prinz Dastan (Jake Gyllenhaal), der Adoptivsohn des Königs von Persien, zusammen mit seinen Brüdern die heilige Stadt Alamut angreift, fällt ihm ein geheimnisvoller Dolch in die Hände. Er entdeckt bald, dass der Besitzer des Dolches die Zeit zurückdrehen und so den Lauf der Dinge verändern kann. Diesen Trick kann Dastan auch gut gebrauchen, denn kurz darauf wird er des Mordes an König Sharaman (Ronald PickupBest Exotic Marigold Hotel) beschuldigt. Gemeinsam mit der in Alamut gefangen genommenen Prinzessin Tamina (Gemma ArtertonThe Voices)  flieht der Prinz. Tamina verfolgt jedoch ihre eigenen Pläne und drängt Dastan den Dolch in den heiligen Tempel zu bringen, da dieser in den falschen Händen das Schicksal der ganzen Welt verändern kann. Während Dastans Brüder Tus (Richard Coyle) und Gasiv (Toby KebbellControl) nicht glauben können, dass er für den Tod des Königs verantwortlich ist, fordert sein Onkel Nizam (Ben Kingsley) seinen Tod. Verfolgt von den Assassinen und Scheich Amar (Alfred MolinaIndiana Jones) muss Dastan möglichst schnell seine Unschuld beweisen, den Dolch in Sicherheit bringen und – nicht zu vergessen –  das Herz der schönen Tamina gewinnen.

Die actionreiche  Verfilmung des beliebten Computerspiels von Regisseur Mike Newell (Harry Potter und der Feuerkelch) und Erfolgsproduzent Jerry Bruckheimer (Das Vermächtnis der Tempelritter) bietet spannende Unterhaltung mit spektakulären Wüstenbildern aus Marokko. Auch die Darsteller machen dieses Fantasy-Abenteuer sehenswert. Jake Gyllenhaal bekommt nach Love & Other Drugs erneut die Gelegenheit sich als charmanter Frauenheld in Szene zu setzen , während Gemma Arterton ihm als Prinzessin Tamina ordentlich Konter gibt und Ben Kingsley und Alfred Molina gekonnt in die Rollen der Schurken schlüpfen.  Obwohl die Funktion des Helden in einem Action-Blockbuster sich sehr von seinen üblichen Filmrollen unterscheidet, überzeugt Jake Gyllenhaal auf ganzer Linie. Tatsächlich bekannte der Schauspieler in einem Interview, dass die Rolle des Dastan seinem eigenen Charakter näher kommt, als all seine bisherigen Filmrollen.

Brokeback Mountain (2005)

Der erst 19-jährige Ennis Del Mar (Heath Ledger) und der ein Jahr ältere Jack Twist (Jake Gyllenhaal) lernen sich beim Schafehüten am Brokeback Mountain kennen und – zu ihrer eigenen Überraschung – auch lieben. Doch Homosexualität ist 1963 noch ein großes Tabuthema und so müssen die beiden ihre Gefühle füreinander geheim halten, um Anfeindungen und offene Angriffe zu vermeiden. Die beiden fügen sich dem Druck der Gesellschaft: Ennis heiratet die junge Alma (Michelle Williams) und gründet eine Familie, während Jack sich mit der selbstbewussten Lureen Newsome (Anne Hathaway) liiert und in das Familiengeschäft einsteigt. Ihre wahren Gefühle können die beiden Männern nur bei gelegentliche Treffen in der Einsamkeit des Brokeback Mountain zulassen. Doch wie lange können sie die Fassade aufrecht erhalten?

Das Drama von Erfolgsregissuer Ang Lee (Life of Pi) wagt sich nicht nur an ein Tabuthema, sondern überspitzt es sogar noch durch die Überwindung des Klischees vom überaus männlichen Cowboy. Brokeback Mountain mahnt nicht aktiv zu mehr Toleranz, stimmt jedoch nachdenklich und lässt den Zuschauer seine eigenen Schlüsse ziehen. Schauspielerisch überzeugt vor allem der viel zu früh verstorbene Heath Ledger indem er der Rolle des eher zurückhaltenden Ennis ohne viele Worte enorme Tiefe verleiht. Doch auch Jake Gyllenhaal stellt den lebhaften Jack, der gerne zu der Beziehung stehen und gemeinsam auf einer Ranch leben würde, absolut authentisch dar. Das sehenswerte Drama wurde unter anderem mit mehreren Golden Globes ausgezeichnet. Viele der Darsteller aus Brokeback Mountain stehen auch abseits des Filmsets in engem Kontakt: Jake Gyllenhaal ist der Patenonkel der gemeinsamen Tochter von Heath Ledger und Michelle Williams.


The Day after Tomorrow (2004)

Selbst den renommierten Klimaforscher Jack Hall (Dennis QuaidG.I. Joe) erwischt es im wahrsten Sinne des Wortes kalt, als das Weltklima schlagartig völlig aus dem Gleichgewicht gerät. Es scheint eine neue Eiszeit anzubrechen. Nachdem die Regierung seine Warnungen jahrelang ignoriert hat, soll Hall nun gemeinsam mit seinem Team retten, was zu retten ist. Währenddessen scheint die Welt inmitten von Tornados, seltsamen Wetterphänomenen und Naturkatastrophen im Chaos zu versinken. Auch Halls 17-jähriger Sohn Sam (Jake Gyllenhaal) schwebt in größter Gefahr, da er sich im von einer gigantischen Flutwelle bedrohten New York befindet.

Mit The Day after Tomorrow greift Regisseur Roland Emmerich (Independence Day) die Diskussion um den Klimawandel auf und zeigt auf drastische Weise wohin das klimaschädigende Verhalten der Menschen führen kann. Der Film glänzt in erster Linie durch die Auseinandersetzung mit diesem Thema und atemberaubende Effekte. Jedoch basiert er leider auf einer etwas dünnen Story (inspiriert von einem Zeitungsartikel), die den Schauspielern wenig Grundlage für eine starke schaupielerische Leistung liefert. Dennoch ist The Day after Tomorrow schon allein aufgrund der eindrucksvollen Bilder sehenswert.

 

 

Donnie Darko (2000)

Der psychisch sehr labile Donnie Darko (Jake Gyllenhaal) wird nachts von einer unheimlichen Stimme aus dem Haus gelockt. Auf der Straße trifft er den geheimnisvollen Frank (James Duval, Independence Day), der seine Identität hinter einem Hasenkostüm mit dämonischer Maske verbirgt. Er verkündet ihm, dass die Welt in einem Monat untergehen wird.  Daraufhin überschlagen sich die seltsamen Ereignisse: Als Donnie am nächsten Morgen nach Hause zurückkehrt, wurde sein Zimmer von einer Flugzeugturbine verwüstet. Frank erscheint ihm nun auch tagsüber und gibt ihm Anweisungen, wie er seine Heimatstadt vom Einfluss der örtlichen Berühmtheit Jim Cunningham (Patrick SwayzeDirty Dancing) und dessen zweifelhaften Lebenstheorien befreien kann. Während Donnie langsam eine Beziehung mit dem Nachbarsmädchen Gretchen (Jena MaloneInto The Wild) entwickelt, rückt der prophezeite Weltuntergang immer näher. Donnie beginnt sich zunehmend mit parallelen Universen und Zeitreisen zu beschäftigen.

Donnie Darko, das Erstlingswerk von Regisseur Richard Kelly, floppte aufgrund des Starttermins kurz nach dem 11. September zunächst an den Kinokassen. Im DVD-Verleih entwickelte sich der kaum einem Genre zuzuordnende Film jedoch schnell zum  absoluten Kultfilm, dessen Interpretation noch heute viele Filmfans beschäftigt. Neben der offiziellen Deutung des Regisseurs, die auf der Filmwebsite zu finden ist, haben Fans noch zahlreiche weitere Interpretationen entwickelt. Drew Barrymore spielt in Donnie Darko nicht nur eine kleine Nebenrolle als Lehrerin, sondern ist auch die Produzentin des Films. Im Cast ist zudem Jakes Schwester Maggie Gyllenhaal (Liebe ist Nervensache) vertreten, die auch im Film seine Schwester spielt. Das Sequel S. Darko ist deutlich weniger bekannt und erreichte bei weitem nicht denselben Kultstatus wie Donnie Darko.

 

 

Weitere Filme mit Jake Gyllenhaal

 

 

 

 

 

 

 


Dieser Blogartikel ist in Zusammenarbeit mit Bettina Schott entstanden.

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