Happy Birthday, Harrison Ford! Er gilt als einer der kommerziell erfolgreichsten Darsteller der Filmgeschichte. Der am 13. Juli 1942 in Chicago geborene Sohn von Christopher Ford – ein Amerikaner mit irisch-deutscher Abstammung – und Dorothy Nidelman – Tochter eines jüdischen Emigranten aus Weißrussland – wurde bekannt durch seine Rolle als Han Solo in der Star Wars-Trilogie. Weltruhm erlangte Ford dann mit seiner legendären Rolle als Archäologe und Abenteurer Indiana Jones. In seinem langen Film-Repertoire ragen Kassenschlager wie  Auf der Flucht, Air Force One und Schatten der Wahrheit heraus.

Der Weg zum Schauspieler war für den Jungen aus Chicago nicht sehr einfach. Nachdem er drei Tage vor dem Abschluss des Colleges verwiesen wurde, ging Ford Mitte der 1960er Jahre nach Kalifornien, um Schauspieler zu werden. Doch der Traum vom schnellen Durchbruch erfüllte sich nicht, denn Ford konnte weder bei Columbia-Filmstudios noch bei MGM und Universal überzeugen. Grund dafür war, dass er angeblich kein Talent bzw. Star-Qualitäten besäße. Infolgedessen hielt sich Ford zunächst mit kleinen Jobs über Wasser – mal als Zimmermann, mal als Roadie für The Doors.

In den späten 1960er und frühen 1970er Jahren trieb Ford seine Kariere durch kleine TV-Auftritte in Bernard Girards Krimi-Komödie Immer wenn er Dollars roch… (1966) voran. Sein Durchbruch als Schauspieler gelang dem Helden der 1980er und 1990er aber erst durch den Kontakt zu George Lucas, der zunächst eine Nebenrolle von American Graffiti mit ihm besetzte. Kurios: Der Kontakt zu Lucas kam tatsächlich durch seine Arbeit als Zimmermann zustande.

1975 wurde Harrison Ford für den Film Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung zum Vorsprechen eingeladen. Freund und Regiekollege Steven Spielberg überzeugte George Lucas, die Rolle des Han Solo mit Harrison Ford zu besetzen. Der Film wurde zu einem der erfolgreichsten Blockbuster aller Zeiten und machte Harrison Ford zum Star. Als Steven Spielberg ihm dann noch die Rolle des Indiana Jones gab, wurde Harrison Ford einer der meistgefragten Schauspieler Hollywoods.

Seit 2002 ist Harrison Ford mit der Darstellerin Calista Flockhart liiert und seit 2010 mit ihr verheiratet. Der Vater von vier Kindern engagiert sich neben der Kamera aktiv für den Umweltschutz. Als Anerkennung für sein Engagement wurden sogar eine Ameise (Pheidole harrisonfordi) und eine Spinne (Calponia harrisonfordi) nach Ford benannt. Im Jahr 2001 führte ihn das „Guinness Buch der Rekorde“ erstmalig auf Platz 1 der bestbezahlten Schauspieler. Seit 2003 darf sich Ford außerdem über seinen eigenen Stern auf dem „Walk of Fame“ freuen – auf seinen ersten Oscar-Gewinn wartet der aktive Umweltschützer allerdings bis heute.

 

Der neueste Film mit Harrison Ford

 

Blade Runner 2049 (2017)

Der neue Sci-Fi-Film von Denis Villeneuve (Prisoners, Arrival) ist die Fortsetung von Blade Runner.  Die Handlung spielt 30 Jahre nach dem Verschwinden von Ex-Cop Rick Deckard (Harrison Ford). Die Welt hat sich verändert und ein lang gehütetes Geheimnis, welches die Gesellschaft erschüttern wird, könnte offengelegt werden. Diese Entdeckung bringt Polizist K (Ryan Gosling) dazu, den verschollenen Deckard zu suchen…

 

 

Die besten Harrison Ford Filme

 

Indiana Jones – Jäger des verlorenen Schatzes (1981)

Mit Hut und Peitsche ausgestattet macht sich der Archäologe und Abenteurer Dr. Henry „Indiana“ Jones (Harrison Ford) vom amerikanischen Geheimdienst beauftragt auf die Jagd nach der Bundeslade. Doch auch die Nazis sind auf der Suche nach dem mystischen Artefakt. Bei seiner Liebe Marion (Karen AllenDie Geister, die ich rief…) in Nepal findet er das „Kopfstück des Stabes des Re“. Mit diesem Medaillon kann er den Aufenthaltsort der Bundeslade lokalisieren. Gemeinsam mit seinem Freund Sallah (John Rhys-Davies, Kiss Me Deadly) muss Indi die Nazis abhängen, um an die begehrte Lade zu kommen. Für Jones beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit!

 

Regie-As Steven Spielberg und Produzent George Lucas  (Star Wars) zauberten in Zusammenarbeit mit einem hervorragenden Harrison Ford den charaktervollen und unterhaltsamen Kultfilm. Die Filmmusik von Legende John Williams krönte das mehrfach mit dem Oscar prämierte Werk.

 


Indiana Jones und der Tempel des Todes (1984)

Und wieder geht der berühmte Archäologe und Abenteuer Professor Indiana Jones auf die Jagd nach verlorenen Schätzen. Dieses Mal setzt sich der Weltreisende gemeinsam mit seinem jungen Gefährten Short Round (Jonathan Ke Quan) und der Sängerin Willie (Kate Capshaw, Im Sumpf des Verbrechens) für ein kleines Volk in Indien ein. Dieses leidet unter dem Terror eines alten, wiederauferstandenen Todeskults. Als von einem mystischen Stein die Rede ist, beginnt Indiana Jones zu forschen. Er stellt  fest, dass ein geheimer religiöser Ritus für das Unheil verantwortlich ist. Daraufhin nimmt er die Bitte der Dorfbewohner an und macht sich auf den Weg, deren verschwundene Kinder und deren heiligen Steine zu retten.

Wie schon im ersten Teil ist Harrison Ford erneut in Glanzform. Er schaffte es wieder, der Figur Indiana Jones den eigensinnigen Charme des draufgängerischen Abenteurers zu verleihen.

 


Indiana Jones und der letzte Kreuzzug (1989)

Wir schreiben das Jahr 1938, als Indiana Jones vom Museums-Mäzen Walter Donovan (Julian GloverDas vierte Protokoll) beauftragt wird, den Heiligen Gral zu finden. Dieser soll die ewige Jugend verleihen. Erwartungsgemäß ist Indi nicht der Einzige auf der Suche. Die Nazis sind ebenfalls auf der Jagd nach den sagenumwobenen Kräften des Kelches. Auf seinem Abenteuer trifft Indiana Jones auf Dr. Elsa Schneider (Alison Doody). Er erfährt, dass sein Vater Henry (Sean Connery), welcher sein ganzes Leben die Legende des Grals erforschte, von den Nazis entführt wurde. Indiana Jones kann seinen Vater aus der Gefangenschaft der Bösewichte befreien und flieht mit ihm. Es beginnt ein Wettrennen mit den Nazis zu der verborgenen Tempelstadt, in der sich der Gral befindet.

In einer humorvollen und komödiantischen Atmosphäre begeistern Sean Connery und Harrison Ford. Sie sind als Vater und Sohn das perfekte Paar und lassen alle Fans der Indiana Jones-Filmreihe mitfiebern.

 


Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels (2008)

Nach einer 19-jährigen Pause bekommt es Harrison Ford als Indiana Jones in den 1950er Jahren mit der russischen Agentin Spalko (Cate Blanchett) und ihren Schergen zu tun. Es herrscht Kalter Krieg zwischen den Großmächten, als der Archäologe zusammen mit seinem Kumpel Mac (Ray Winstone, Departed) in eine abenteuerliche Mission und ins Visier der russischen KGB-Agentin Spalko gerät. Er soll für sie in der abgelegenen Area 51 eine Kiste ausfindig machen, die ein besonderes Artefakt enthält. Mit von der Partie: Seine Ex-Flamme Marion und der aufmüpfige Mutt (Shia LaBeouf, Transformers).

 

Auch in diesem Teil der Indiana Jones Filme zeigen das Trio Steven Spielberg, George Lucas und Harrison Ford, dass sie es (noch) drauf haben. Der vierte Teil knüpft nahtlos an den Erfolg der ersten drei Teile an und enttäuschte die gigantische Erwartungshaltung seiner Fans nicht. Im Gegenteil. Das Ergebnis: Eine unterhaltsame und gelungene Fortsetzung der Abenteuer-Reihe.

 


Star Wars: Eine neue Hoffnung (1977)

Eine neue Hoffnung auf der Leinwand: Für Harrison Ford war die Rolle des Han Solo, in die er 1977 erstmals schlüpfte, der erste Meilenstein seiner Karriere. Im ersten Teil der Kultfilm-Reihe lehnen sich die tapferen Rebellen gegen das finstere Imperium auf. Prinzessin Leia (Carrie Fisher, Maps of the Stars) wurde vom finsteren Sith-Lord Darth Vader (David Prowse, Frankensteins Höllenmonster) gefangen genommen. Jedoch gelang es ihr zuvor noch einen Hilferuf mittels des Roboters R2-D2 abzusetzen. Derweil werden R2-D2 und C3-PO erst von Nomaden verschleppt und dann an den Onkel des jungen Farmers Luke Skywalker (Mark Hamill, Kingsman) verkauft. Der fackelt er nicht lange, als R2-D2 behauptet, eigentlich dem Einsiedler Ben Kenobi (Alec Guinness, Ladykillers) zu gehören, den sie sofort aufsuchen.  Um schließlich vom Planeten zu fliehen, engagiert Obiwan den Schmuggler Han Solo (Harrison Ford), der sie zusammen mit seinem Co-Piloten, dem haarigen Alien Chewbacca (Peter Mayhew), in seinem Raumschiff mitnehmen soll…

 


Star Wars: Das Imperium schlägt zurück (1980)

Der Todesstern ist zwar zerstört, aber das Imperium noch lange nicht vernichtet. Im Auftrag des finsteren Imperators durchkämmt Darth Vader die Galaxis nach den Rebellen und schon bald müssen Luke, Leia und Han Solo erneut vor der Übermacht der Sturmtruppen fliehen. Luke folgt einer Vision seines alten Lehrmeisters Obiwan und macht sich zusammen mit R2-D2 auf den Weg zu dem Sumpfplaneten Dagobah. Dort soll er bei dem weisen Meister Yoda (Frank Oz) seine Ausbildung zum Jediritter fortsetzen. Währenddessen laufen seine Freunde in der Wolkenstadt geradewegs in eine Falle: Denn Darth Vader wartet dort schon auf sie!

 

 

 

Star Wars: Die Rückkehr der Jedi-Ritter (1983)

Die letzten Reste der Rebellion sind in der Galaxis versprengt und der Imperator (Ian McDiarmidElizabeth I.) und Darth Vader sind damit beschäftigt, einen zweiten Todesstern zu bauen. Bevor sich der Nachwuchs-Jedi Luke damit beschäftigen kann,muss er allerdings erst Prinzessin Leia aus den Fängen des schleimigen Verbrecherbosses Jabba dem Hutten befreien. Erst danach können sie ihren Großangriff auf den Todesstern beginnen, der allerdings schwieriger ist, als vermutet…

 

 

 


Star Wars: Das Erwachen der Macht (2015)

Drei Jahrzehnte nach dem Tod von Darth Vader und dem Untergang des Imperiums bahnt sich eine neue Bedrohung an. In der Tradition des Imperiums  strebt die „Erste Ordnung“ die vollkommene Macht in der Galaxis an. Auf einem Wüstenplaneten lernt die junge Müllsammlerin Rey (Daisy Ridley) den Ex-Sturmtruppler Finn (John Boyega24) kennen. Dieser war von den brutalen Untaten der Ersten Ordnung abgeschreckt, hat Fahnenflucht begangen und dabei noch den gefangenen Rebellen-Piloten Poe Dameron (Oscar Isaac, Der Mann, der niemals lebte) befreit. Die drei geraten allerdings schnell ins Visier des finsteren Siths Kylo Ren (Adam Driver, Spuren), der die Mission zu Ende bringen möchte, die Darth Vader einst begann. Seite an Seite mit dem legendären Han Solo (Harrison Ford) und Generalin Leia (Carrie Fisher) kämpft das Trio an der Seite des Widerstands für den Frieden in der Galaxis. Doch alle wissen, das nur einer das Gleichgewicht wieder herstellen kann: Der verschollene Jedi Luke Skywalker (Mark Hamill).

 

 

Auf der Flucht (1993)

Dr. Richard Kimble (Harrison Ford) ist ein angesehener Chirurg, der sich wegen des angeblichen Mordes an seiner Frau Helen (Sela Ward, Dirty Dancing 2) vor Gericht zu verantworten hat. Er wird zu lebenslanger Haft verurteilt. Bei seinem Transport ins Gefängnis verunglückt der Bus. Mit Hilfe anderer Häftlinge gelingt ihm die Flucht. Kimble jagt daraufhin den wahren Mörder seiner Frau, damit er seine eigene Unschuld beweisen kann. Doch der US-Marshall Samuel Gerard (Tommy Lee Jones, No Country For Old Men) ist ihm mit seinem Team unerbittlich auf den Fersen…

Produzent Andrew Davis brachte mit Auf der Flucht das Remake einer erfolgreichen Fernsehserie um den Arzt Dr. Richard Kimble aus den 1960ern auf die Kinoleinwand. Der Thriller war einer der erfolgreichsten Filme des Jahres 1993. Ist ist vor allem dem grandiosen Zusammenspiel zwischen Harrison Ford und Tommy Lee Jones zu verdanken. Letzter bekam dafür einen Oscar. Ihr Spiel lässt die Geschichte trotz all der spannenden Action-Szenen lebensnah wirken.

 

 

42 – Die wahre Geschichte einer Sportlegende (2013)

42 ist für die meisten Menschen nur eine Zahl. Nicht für den Amerikaner Jackie Robinson (Chadwick BosemanThe First Avenger). Für ihn bedeutete die Zahl ein neues Leben. Er war der erste schwarze Baseballspieler im Major League Baseball: Seine Nummer: Die 42. Die Erfüllung seines Traums verdankte er dem Manager der Brooklyn Dodgers Rickey (Harrison Ford). Für diesen war die Wahl Robinsons aufgrund der immer noch strikten Rassentrennung ein großes Wagnis. Doch das Talent und der Ehrgeiz des jungen Sportlers überzeugten ihn.

 

 

 

Cowboys & Aliens (2011)

Ein fremder Revolverheld (Daniel Craig) kommt in die staubige Westsernstadt Silver City. Er kennt weder seinen Namen, noch weiß er, warum sich eine technologisch hochentwickelte Apparatur an seinem Arm befindet. Colonel Woodrow Dolarhyde (Harrison Ford) kann ihn jedoch über seine Identität aufklären: Sein Name ist Jake Lonergan. Er ist ein vielgesuchter Krimineller. Der Zweck der Apparatur stellt sich jedoch erst später heraus, als er sich mit anderen verbündet, um die Invasoren aus dem All zu bekämpfen…

 

 

Für immer Adaline (2015)

Adaline Bowman (Blake Lively) lebt im Jahr 1908. Sie führt ein glückliches Familienleben. Nach einem Autounfall im Winter verändert sich jedoch alles. Ab diesem Moment hört sie auf zu altern. Ohne äußerliche Veränderung erlebt sie in ihrem 29-jährigen Körper acht Jahrzehnte. Doch das Wunder erweist sich als Fluch, denn um ihr Geheimnis zu schützen, lebt Adaline in Einsamkeit. Nur ihre alte Freundin Flemming (Ellen BurstynDas Versprechen) steht ihr zur Seite. Eines Abends lernt sie den charismatischen Ellis Jones (Michiel Huisman) kennen, der in ihr Gefühle weckt. Als sie an einem Wochende mit ihm zu seinen Eltern (Harrison Ford und Kathy BakerAnklage: Mord) fährt, droht ihr Geheimnis ans Licht zu kommen.

 

 

The Expendables 3 (2014)

Im dritten Teil der Actionfilm-Reihe begegnet die Söldnertruppe „The Expendables“, unter anderem mit Barney Ross (Sylvester Stallone) und Lee Christmas (Jason Statham), dem brutalen Waffenhändler Conrad Stonebanks (Mel Gibson). Er gründete „The Expendables“ gemeinsam mit Barney Ross, doch dann wechselte er die Seite.  Stonebanks hat sich mit seinen Anhängerin ein einem Hotelkomplex in Osteuropa zurückgezogen. Um die dritte Expendables-Mission zu meistern, muss Barney ein neues Team finden. Außerdem hat er noch eine private Rechnung mit Stonebanks zu begleichen…

 

 

 

Schatten der Wahrheit (2000)

Dr. Spencer (Harrison Ford) führt mit seiner Frau Claire (Michelle Pfeiffer, Der Sternwanderer) eine glückliche Ehe. Nach dem Auszug ihrer einzigen Tochter Caitlin (Katherine Towne) beginnt Claire plötzliche allerlei Geräusche und mysteriöse Stimmen in ihrem Haus zu hören. Ihr Mann Norman glaubt ihr jedoch nicht. Er hält sie für labil. Denn Claire hat seelisch noch mit den Nachwirkungen eines Autounfalls vor einem Jahr zu kämpfen. Doch Claire kommt nach und nach der Wahrheit näher.

Robert Zemeckis (Forrest Gump) , der eigentlich für den perfekten Einsatz von Spezialeffekten bekannt ist, brachte mit Schatten der Wahrheit einen Geister-Schocker der Extraklasse in die Kinos, in dem subtil Spannung aufgebaut wird. Harrison Ford darf dem Film zudem den menschlichen Grusel-Faktor verleihen.

 

 

Dieser Blogartikel ist in Zusammenarbeit mit Eddy Biyogho entstanden.

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