Was wären die ganzen Animationsfilme nur ohne die kleinen Nebenfiguren, die durch ihre Persönlichkeit immer die extra Portion Witz mit in den Film bringen? Ganz einfach: lange nicht so unterhaltsam! Daher kommt kaum einer der Animationsfilme ohne diese Lachgaranten aus.

Im Eiszeit-Universum der ICE AGE Filme übernimmt diese Rolle das liebenswürdige Urzeit-Eichhörnchen Scrat. Scrat wirkt immer sehr hektisch und handelt eher naiv und unüberlegt, wodurch es zu einigen urkomischen Szenen kommt. Ursprünglich wurde seine Figur nur für den Trailer des ersten Teils angelegt, da er sich aber schnell zum Publikumsliebling entwickelte, bekam Scratch seine ganz eigene kleine Handlung, die parallel zur Haupthandlung der Tiere im Eis verläuft. Zentrum seiner Handlung ist sein persönlicher heiliger Gral, eine Eichel, welche ihn in Situationen bringt, die ihn fast umbringen. Diese Eichel scheint meist die einzige Eichel in der Welt von ICE AGE zu sein, weshalb er sie einerseits mit dem Leben beschützt, andererseits sie aber auch aufgrund seiner tollpatschigen Art immer wieder verliert. Beim Versuch sie wieder zu erlangen löst er oft aus Versehen Naturkatastrophen wie eine Kontinentalplattenverschiebung oder eine riesige Lawine aus. Mit seiner unbeholfenen Art hat sich der kleine Ur-Nager am seinen Platz im Herzen der Zuschauer allerdings redlich verdient und es macht unglaublich viel Spaß ihn beim Scheitern zuzusehen.

Ebenfalls von Blue Sky Studios produziert wurde der Animationsfilm Robots. Der junge Roboter Rodney kommt aus eher ärmlichen Verhältnissen, hat jedoch einen unglaublichen Erfindergeist. Um seinem Vater, der als Spülhilfe arbeitet, ein wenig unter die Arme zu greifen, erfindet er den kleinen Wonderbot. Dieser nimmt in diesem Film die Rolle der amüsanten Nebenfigur ein. Witzigerweise wird er vom selben Sprecher „gesprochen“, wie auch Scrat aus ICE AGE. Wonderbot hat vier Küchenlöffel als Helicopterrotoren und schafft es so fliegend, das Geschirr schneller abzuspülen. Allerdings ist er sehr scheu und ängstlich, ein Charakterzug der ihm immer wieder im Weg steht. Er ist unglaublich loyal Rodney gegenüber und als sein Begleiter den ganzen Film über an seiner Seite.

In Dreamworks „Große Haie – Kleine Fische“ übernehmen die Rolle der witzigen Nebenfigur gleich zwei besondere Quallen. Die beiden „Rastaquallen“ Ernie und Bernie kommen aus Jamaica, was man an ihrer entspannten Art sofort merkt. Sie lieben beide Witze und veräppeln gerne andere Fische, was einigen Szenen eine gelungene Komik verleiht. Am liebsten stechen sie andere Fische mit ihren Nesseln um sie zu ärgern. Allerdings spielen die beiden auch sehr gerne Unterwasser-Videospiele und sind gute DJs, was sie am Ende des Films unter Beweis stellen.

Wieder aus dem selben Produktionsstudio wie schon ICE AGE und Robots stammt die animierte Version von Dr. Seuss „Horton hört ein Hu!“. Hier spielt der Elefant Horton die Hauptrolle, welcher ein gutes Herz hat und unter anderem auch nebenbei andere Tierkinder unterrichtet. Eines dieser Tierkinder ist das gelbe Yak „Katie“ (zur Erinnerung: Yaks sind die Tiere, die man bereits in der Grundschule in Verbindung mit dem Buchstaben „Y“ kennengelernt und dann wieder verdrängt hat. Es handelt sich dabei um eine in Zentralasien verbreitete Rinderart). Katie nimmt in Horton hört ein Hu! wirklich nur eine kleine Nebenrolle ein, nichtsdestotrotz ist sie nicht weniger amüsant, denn sie macht dauernd wirklich merkwürdige Dinge: Sie öffnet andauernd, auch in unpassenden Situationen, einfach ihren Mund, macht komische Geräusche, läuft rückwärts durch das Bild oder setzt sich einfach verkehrtherum hin. Am bekanntesten ist wohl ihr Zitat „In meiner Welt gibt es nur Ponys und sie fressen alle Regenbögen und pupsen Schmetterlinge“, welches wohl das passendste Zitat in der bunten, schrägen Welt von Dr. Seuss ist. Katie schafft es jedoch, dem Zuschauer das Gefühl zu vermitteln, nochmals in einer schrägeren Welt zu leben, als die anderen Figuren des Films es ohnehin schon tun. Möglicherweise auch, weil ihre Figur im Originalbuch von Dr. Seuss gar nicht angelegt war und sie daher von den Produzenten zur Geschichte hinzugedichtet wurde. Ihre verrückte Art gliedert sich allerdings gut in den Film ein und sorgt für mehrere Lachmomente.

Eine wohl relativ bekannte Nebenfigur ist der Schneemann Olaf aus dem Disney-Animationsfilm „Die Eiskönigin“. Olaf wurde von den Protagonistinnen Elsa und Anna in ihrer Kindheit gebaut und von Elsas magischen Eiskräften zum Leben erweckt. Neben seinen wirklich liebenswerten und fürsorglichen Charakterzügen wirkt Olaf aber auch immer sehr naiv und leichtgläubig, was sich beispielsweise daran zeigt, dass er als Schneemann den Sommer liebt und gar nicht versteht, dass er dort schmelzen würde. Eine interessante Theorie ist, dass Olaf Persönlichkeitseigenschaften von Anna und Elsa übernommen hat, da diese ihn gebaut haben.

Auch die nächste Disneyprinzessin bekommt einen sympathischen Sidekick an die Seite gestellt: Rapunzel aus „Rapunzel – Neu verwöhnt“ trifft nach ihrem Entkommen aus ihrem Turm auf das Pferd Maximus. Maximus ist ein weißes, muskelbepacktes, engagiertes Palast-Pferd und hat eigentlich die Mission den Dieb Flynn Rider, mit welchem Rapunzel unterwegs ist, festzunehmen. Anfangs ist Maximus sehr auf die Arbeit fixiert und geht erst nach und nach mit Rapunzel und irgendwann auch mit Flynn eine freundschaftliche Beziehung ein. Maximus hat vor nichts Angst und ist sehr stur und vor allem auch streng, was bei Pferden irgendwie immer sehr komisch aussieht. Diese Komik kommt in vielen Szenen mit ihm zum Tragen, weshalb er eine der witzigsten Nebenfiguren des Films ist.

Wir bleiben bei den Disney-Prinzessinnen und werfen einen Blick auf Merida, die Prinzessin der schottischen Highlands. Sie spielt die Hauptrolle im gleichnamigen Film, wobei sie so gar nicht in die Rolle der Prinzessin hineinwachsen will. Merida hat drei kleine Brüder, Harris, Hubert und Hamish. Die Drillinge lieben schottische, kleine Kuchen abgöttisch und klauen sie auf die kuriosesten Arten aus der Burgküche – und teilweise sogar vom Esstisch. Sie machen das relativ clever und haben dazu aber auch sehr ulkige Persönlichkeitszüge. Zudem haben sie auch ein sehr amüsantes Auftreten: Die Jungs tragen – passend zum Film – immer Schottenröcke und passen mit ihren knallroten Lockenköpfen perfekt ins Familienbild.

Was für witzige Nebenfiguren kennt ihr noch aus Animationsfilmen? Wer hat euch am Meisten zum Lachen gebracht? Lasst einen Kommentar da, damit wir anderen auch grinsen können.

 

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