Die Unglaublichen 2 – 14 Jahre durften wir auf die Fortsetzung der Superheldenparodie für alle Altersklassen warten. Der erste Teil überzeugte mit Charme und Witz, wobei vor allem die vielen Querverweise zu anderen Filmen und nur allzu bekannte, familiäre Alltagsprobleme den Filmgenuss ausmachten. Für viele gilt er noch heute als das beste Werk Pixars. Kann ein zweiter Teil, der sich so lange Zeit gelassen hat, an dieses wegweisenden und oscarprämierten Animationshit heranreichen?

Vorab erstmal: Wo waren wir eigentlich vor 14 Jahren stehengeblieben? Mr. Incredible und Elastigirl waren stets leidenschaftliche Superhelden. Doch dann wurden Helden mit besonderen Kräften verboten und sie mussten zusammen mit ihren Kindern Violetta, Robert „Flash“ und dem Baby Jack Jack untertauchen und als die Familie Parr ein normales Leben führen. Doch dann tauchte mit Syndrome ein neuer Bösewicht auf und die Parrs musste ihre verbotenen Kräfte einsetzen, um ihn zu besiegen.

Trotz ihrer heroischen Taten bleiben Superhelden jedoch verboten, auch wenn weiterhin Gefahren auftreten. Und genau hier setzt der zweite Teil ein. Obwohl die Familie Parr erkannt hat, dass sie zusammen stark ist und dass die Welt sie noch braucht, die Welt hat das noch nicht erkannt. Ihre Taten sind illegal. Und das gilt es nun zu ändern.

Mehr möchte ich zur Handlung des zweiten Teils hier nicht verraten. Wer sich allerdings gefragt hat, welche Kräfte Jack Jack hat und wie seine Familie darauf reagiert, was passiert, wenn Mr. Incredible allein auf die Kinder aufpassen muss oder wie Edna Mode und Frozone sich beim Babysitten anstellen, der ist hier genau richtig!

Die Unglaublichen 2 ©2018 Disney•Pixar. All Rights Reserved.

Die Unglaublichen 2 liefert allerbesten Familienhumor in Reihe und schüttelt ganz nebenbei noch einen Hauch Konsumkritik aus dem Ärmel. Die Leichtigkeit und den Charme vom ersten Teil beizubehalten, ist Drehbuchautor und Regisseur Brad Bird (Ratatouille) absolut gelungen. Hinzu kommen großartige Actionsequenzen, die teilweise stärker sind, als wir es von jetzigen Live-Action-Comicverfilmungen gewohnt sind – beispielsweise eine Verfolgungsjagd von Elastgirl, die ihresgleichen sucht. Lediglich die Spannung bleibt ein bisschen aus, da der Twist doch recht vorhersehbar ist (vor allem, wenn man auf die kleinen Details achtet, die Pixar stets so liebevoll einbaut). Ansonsten ist der zweite Teil über die Superheldenfamilie absolut fantastisch.

Aber: Ist er besser als der erste Teil? Ich denke, dass kommt auf den Nostalgiefaktor an. Als 90er-Jahre-Kind, das noch sehr jung den ersten Teil gesehen hat und sich jetzt in ihren 20ern auf den zweiten Teil wieder wie das kleine Mädchen von damals freuen konnte, sage ich eindeutig ja.

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