Die letzten Jahre waren eindeutig das Jahr der Superhelden Filme. Während Iron Man, Thor, Captain America und Hulk bereits 2012 in Marvel’s The Avengers die Welt gerettet haben, traten auch noch Spider-Man und Batman den Kampf gegen das Böse an. Doch im Jahr 2016 kommt es noch besser, denn BATMAN (Ben Affleck, Oscarprämiert für Argo) und SUPERMAN (Henry Cavill, Codename U.N.C.L.E.) treffen diesmal aufeinander – und zwar in einer gewaltigen Schlacht!

In Batman v Superman sind jedoch nicht nur diese beiden großen Superhelden anzutreffen – auch Wonderwoman (Gal Gadot, F&F6) hat einen glanzvollen Auftritt, und vielleicht noch andere bekannte DC-Comicgesichter… Sicher ist jedoch, dass Lex Luthor (Jesse Eisenberg, Zombieland) und Lois Lane (Amy Adams, American Hustle) wieder mit an Bord sind!

 

Das großartige Crossover der beiden großen Superhelden-Franchises ist Grund genug, die bisherigen Superhelden Filme mal Revue passieren zu lassen und zu sehen, welcher Held denn bereits schon ein- oder auch mehrmals auf Celluloid gebannt wurde und ob er damit Ruhm und Ehre oder Gelächter und Häme ernten konnte.

Die besten Superhelden Filme

Unbesiegbare Superhelden, die immer einen lässigen Spruch auf den Lippen haben, gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Der Übersichtlichkeit halber will ich mich im Folgenden aber auf die Wesentlichen Superhelden Filme beschränken.

Batman – Normaler Mensch mit Superwaffen

Anfangen will ich mit dem wahrscheinlich düstersten Superhelden: Batman. In insgesamt neun Realverfilmungen beschützte der Milliardär Bruce Wayne bzw. sein Alter Ego Batman die Metropole Gotham City vor den Schurken. Der erste Batman Film flimmerte bereits 1943 über die Kinoleinwand, sechs Jahre späte folgte mit Batman & Robin (1949) der zweite Streifen. Dann war es fast 20 Jahre still um den Rächer im Fledermaus-Kostüm. In den 60er-Jahren folgte eine TV-Serie und der Film Batman hält die Welt in Atem (1966) mit Adam West in der Hauptrolle. Mit seinem Strumpfhosen-Look, seltsamen Geräten und den, manchmal ja ganz lustigen, Sprüchen, mutierte Batman in dieser Phase aber mehr zu einer humoresken Nummer, als zu einem angsteinflößenden Superhelden.

Vielleicht war das auch einer der Gründe, weswegen das Thema Batman dann über 20 Jahre nicht mehr angefasst wurde. Erst im Jahr 1989 wagte sich kein geringerer als Starregisseur Tim Burton mit dem Superhelden Film Batman wieder an die Comicvorlage von Bob Cane. Mit Michael Keaton in der Hauptrolle als Batman und Jack Nicholson als Bösewicht Joker verhalf eine namhafte Darstellerriege dem Dunklen Ritter zu einer gelungenen Renaissance. An den Erfolg der Wiederbelegung des Comicfilms konnte Burton dann auch mit der Fortsetzung Batmans Rückkehr (1992) anknüpfen.

Der Untergang kam mit Joel Schumacher

Da man in Hollywood von Erfolg bekanntlich nie genug haben kann, stand nur drei Jahre später der nächste Batman-Streifen auf dem Programm. Doch unter Regisseur Joel Schumacher verkam der einst dunkle Rächer in Batman forever (1995) und Batman & Robin (1997) zu einer bonbonbunten Actiongroteske, die trotz namhafter Stars wie Val Kilmer, Tommy Lee Jones, George Clooney oder Arnold Schwarzenegger eher unfreiwillig komisch wirkte. Trotz dieser namhaften Schauspieler floppten die letzten Batman Filme an den Kinokassen und auch die Kritik in der Fachpresse war nicht gerade positiv. Danach wurde das Thema Superhelden Film zunächst für einige Jahre ad acta gelegt.

Wiederauferstehung durch Christopher Nolan

Acht Jahre später sollte unter der Regie von Christopher Nolan eine neue Batman-Ära beginnen. Batman begins (2005) ist keine Fortsetzung der bisherigen Reihe, sondern der Neubeginn einer eigenen, wesentlich düsteren und actionreicheren. Mit Christian Bale verkörperte mittlerweile der siebte Darsteller die Rolle des Batman, aber keiner vor ihm gab ihm diese glaubwürdige Präsenz und Tiefe. Der neue Höhenflug des Superhelden Films sollte sich nur drei Jahre später mit The Dark Knight (2008) noch steigern. Für besonderes Aufsehen sorgte der leider viel zu früh verstorbene Heath Ledger, der in seiner Verkörperung des Jokers dem Auftritt von Jack Nicholson aus dem Jahr 1989 in Nichts nachstand und sogar Batman die Schau stahl. Der dritte und letzte Teil von Christopher Nolans düsterer Batman-Trilogie The Dark Knight Rises setzt acht Jahre nach The Dark Knight an und erzählt von der Rückkehr des von der Polizei gejagten Batmans, der nun den Superschurken Bane davon abhalten muss, Gotham City zu zerstören. Aber in Bane scheint der Dunkle Ritter seinen Meister gefunden zu haben.

 

 Spider-Man – Ein Teenager mutiert zum Superhelden

Man mag es kaum glauben, aber der erste offizielle Spider-Man Film kam wirklich erst 2002 in die Kinos. Zwar liefen in Deutschland in den 80er-Jahren drei Spider-Man Filme, doch dabei handelt es sich nur um sechs zum Spielfilm zusammengestellte Doppelfolgen einer US-Serie. Mit dem Spider-Man Film von Sam Raimi feierte der Superheld dann auch seinen größten Popularitätszuwachs, auch wenn sich Raimi im Vergleich zur Comicvorlage einige Freiheiten erlaubte. Die Hauptrolle konnte sich Tobey Maguire angeln, der für seine Verkörperung des Spider-Man sechs Monate trainierte, um seinen Körper auf Vordermann zu bringen und für den der Spider-Man Film den endgültigen Durchbruch in Hollywood bedeutete.

Nachdem Spider-Man 1 mehr als 800 Mio. Dollar einspielte, war eine Fortsetzung nur eine Frage der Zeit. Bereits im Jahr 2004 war Spider-Man 2 zu sehen, erneut unter der Regie von Sam Raimi und Tobey Maguire in der Hauptrolle. Dank durchwegs positiver Kritiken und dem Oscar für die besten visuellen Effekte nahm man für Spider-Man 3 richtig viel Geld in die Hand. Mit einem Produktionsbudget von 258 Mio. Dollar zählt Spider-Man 3 noch heute zu einem der teuersten Filme aller Zeiten. Mit Maguire als Spider-Man, Kirsten Dunst als Mary Jane und James Franco als Harry Osborn konnte Regisseur Raimi auch im abschließenden Teil der Trilogie auf sein Erfolgs-Trio zurückgreifen. Im Vergleich zu seinen beiden Vorgängern ist Spider-Man 3 um einiges düsterer und zeigt in einem verstärkten Maße die inneren Kampf, den Peter Parker alias Spider-Man ausstehen muss.

Mit 890 Mio. Dollar Einspielergebnis war Spider-Man 3 der finanziell erfolgreichste Film der Trilogie und gehört noch heute zu den Top 25 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten. Kein Wunder also, dass man mit den Planungen für einen vierten Teil schon begonnen hat, doch dann sollte alles anders kommen. Denn selten gab es vor dem Drehbeginn eines Filmes so viele Verwirrungen wie im Falle des The Amazing Spider-Man Film. Noch 2009 ging man davon aus, dass es einen vierten Spiderman-Film mit Tobey Maguire in der Hauptrolle geben wird. Sogar der Starttermin stand mit dem 5. Mai 2011 schon fest, aber nach Unstimmigkeiten zwischen Spider-Man Regisseur Sam Raimi und Sony Pictures bezüglich Drehbuch und Schauspielerauswahl entschied man sich im Januar 2010, das Team um den Spider-Man 4 Film aufzulösen und mit einer neuen Crew ein Reboot zu starten. Orientiert am Vorbild von Christopher Nolans Batman Filmen drehte Regisseur Marc nicht einfach eine Kopie des ersten Spider-Man Films mit neuen Darstellern, sondern lässt sein Werk düsterer erscheinen und setzt auf andere Bösewichter.

 

Superman – Ein Außerirdischer im Kampf gegen das Böse

Natürlich darf in meiner Aufzählung der Superhelden Filme Superman nicht fehlen. Fünf Mal wurde der Superheld mit dem großen roten S auf der Brust verfilmt. Vier Mal stand Christopher Reeves als Kal-El/Clark Kent/Superman vor der Kamera. Erstmals 1978 in Superman, in dem die Vorgeschichte des Superhelden erzählt wird, der als Säugling von seinem von der Zerstörung bedrohten Planeten Krypton in einem Raumschiff zur Erde gesandt wird und dort von Farmerehepaar Kent gefunden und aufgezogen wird. Als junger Erwachsener zieht es den jungen Clark nach Metropolis, wo er einen Job als Reporter beginnt und auch seine Liebe Lois Lane kennenlernt. In Metropolis beginnt er auch als Superman Verbrecher zu bekämpfen, am liebsten gegen Erzfeind Lex Luthor.

Dieser Superhelden Film verhalf Christopher Reeves zum internationalen Durchbruch, dabei musste er sich für die Rolle als Superman gegen namhafte Konkurrenz durchsetzen, denn auch Arnold Schwarzenegger, Paul Newman und Robert Redford waren für die Hauptrolle im Gespräch. Marlon Brando erhielt für seine Verkörperung des Jor-El einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde als bestbezahlter Nebendarsteller der Welt. Er bekam für seinen 15-minütigen Auftritt eine Gage von 3,7 Mio. Dollar. Superman wurde 1979 auch für drei Oscars nominiert, konnte aber keinen der Preise einheimsen.

Nach dem Erfolg des Superhelden Films war klar, dass es einen zweiten Teil geben wird. Bereits 1980 kam Superman II – Allein gegen Alle in die Kinos. Wie schon Superman I war auch Superman II – Allein gegen Alle ein großer Erfolg, auch wenn es hinter den Kulissen ganz schon brodelte. Da Marlon Brando eine erhebliche Gewinnbeteiligung erhalten sollte, entschieden sich die Produzenten, alle Brando-Szenen zu entfernen um diese Gewinnbeteiligungen einzubehalten. Da sich der Regisseur Richard Donner weigerte, die Szenen zu entfernen, wurde er von den Produzenten entlassen und durch Richard Lester ersetzt. Superman II gilt auch als erster Film, in den gezielt Schleichwerbung für eine Zigarettenmarke eingebaut wurde. Schaut euch den Film an und ihr werdet es sehen.

1983 folgte mit Superman III – Der stählerne Blitz der dritte Teil dieser Filmreihe. Im Vergleich zu seinen beiden Vorgängern geriet dieser Superhelden Film äußerst selbstironisch und verwunderte das Publikum durch einige Slapstick-Einlagen. Künstlich hergestelltes Kryptonit lässt den Superhelden zu einem trinkenden und prolligen Raufbold werden, dem die Probleme der Welt total egal sind und der aus einer Laune heraus einfach mal das Olympische Feuer auspustet oder den schiefen Turm von Pisa gerade rückt. Der stählerne Blitz war zwar bereits der dritte Teil, aber erst in diesem Film war der Hauptdarsteller Christopher Reeves auch der Darsteller mit der größten Gage. Superman III konnte nicht mehr so ganz an die Erfolge seiner beiden Vorgänger anknüpfen, dennoch erschien 1987 mit Superman IV – Die Welt am Abgrund noch ein weiterer Teil. Man sieht es diesem Teil an, dass bei den Produktionskosten stark gespart wurde und bei Fans und Kritikern gilt Superman IV – Die Welt am Abgrund auch als der schlechteste der vier Superhelden Filme.

Daher sollte es auch 19 Jahre dauern, bis der Stählerne Blitz erneut verfilmt werden sollte. 2006 kam mit Superman Returns die bis dato fünfte und letzte Superhelden Verfilmung in die Kinos, diesmal mit dem eher unbekannten Brandon Routh in der Hauptrolle. Dieser Superhelden Film ist indirekt eine Fortsetzung des Films Superman II – Allein gegen Alle, da einige Handlungsstränge weitergeführt werden, Superman Returns ist aber auch ohne die Kenntnis der ersten beiden Filme durchaus nachvollziehbar.

In einer Neuverfilmung des Superheldenstoffes schlüpft Tudors-Mime Henry Cavill in die Rolle des Helden. Man of Steel erzählt bildgewaltig, emotional und absolut episch die Geschichte von Clark Kent neu. Dabei trifft er auf allerlei Gegenspieler und muss sich ernsthaft mit seiner Vergangeheit auseinandersetzen, um überhaupt seiner Zukunft entgegen gehen zu können. Im Mittelpunkt steht dabei seine große Liebe Lois Lane (gespielt von Amy Adams, Big Eyes). Seine Eltern (prominent besetzt mit Kevin Costner und Diane Lane) können Clark nicht helfen, aus sich und seiner Vergangeheit schlau werden. Er muss sich erst mit seinen eigenen Ängsten, Sorgen und seinen Schwächen (und das ist nicht nur Kryptonit) auseinandersetzen, bevor er es mit seinen großen Gegnern aufnehmen kann…

2016 folgt der direkte Anschluss an Man of Steel, in dem Clark Kent alias Superman und Bruce Wayne alias Batman erstmals aufeinander treffen. Gerade friedlich verläuft diese Begegnung allerdings nicht …

Batman v Superman, ab 24. März 2016 im Kino!

 

Comicverfilmungen und Superheldenfilme online anschauen

Soweit mein erster Teil der Superhelden Filme. Solltet ihr nun Lust auf noch mehr als die hier angesprochenen Filme haben, dann könnt ihr bei maxdome die besten Superhelden Filme online anschauen.

 

 

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