Halloween naht – Zeit für einen Abend mit gut ausgesuchtem Grusel und schockenden Horrorszenen. Dafür eignen sich hervorragend die großartigen Horrorfilme der jüngsten Zeit. Da sind einige Filmperlen dabei – vor allem der Haunted-House-Horror und der Geisterfilm haben ihre Rückkehr ins Kino angetreten und präsentieren sich von ihrer dunkelsten und unheimlichsten Seite.

The Conjuring – Die Heimsuchung

James Wans Haunted-House-Horror sucht seinesgleichen: Obwohl der Film in seinen filmischen Ansätzen und auch der Story sehr klassisch gehalten ist, haut die Atmosphäre jeden eingefleischten Horrorfan vom Stuhl. In der Verfilmung der echten Fälle von Ed und Lorraine Warren geht es nicht mit rechten Dingen zu und dabei sind übernatürliche Schränke und klatschende Hände noch das kleinste Übel.

 

 

Insidious

Ebenso von James Wan stammt der Grusler Insidious der mit einem großartigen Cast und effektivem Geisterhorror aufwartet. Wenn ein kleiner Junge ins Koma fällt, weil er aus der Geisterwelt nicht mehr zurückkehren kann, ist das eine Sache. Aber wenn die Geister dann anfangen im Einfamilienhaus seiner Familie herumzuwandern und selbst das Babyphone der kleinen Schwester terrorisieren, hört der Spaß auf.

 

 

Evil Dead (Remake)

Fede Alvarez zeigte zuletzt mit Don’t Breathe, dass er effektiven Thrill beherrscht. Doch sein erster Kinofilm, das  Remake von Sam Raimis Klassiker Tanz der Teufel, hat es noch mehr in sich. Hier gibt es keine humoristische Note mehr, wie im Original. Stattdessen wird voll auf Splattereinlagen und grausige Fratzen gesetzt, vor allem aber die grauenhafte Atmosphäre in der Hütte im Wald lässt einen die Haare zu Berge stehen. Mit genialen Kameratricks und einem rundum gelungenen Einsatz klassischer Spezialeffekte wird Evil Dead wahrlich zu einem der schockierendsten Horrorfilme der letzten Jahre.

 

 

Mama

Andres Muschietti feiert gerade einen gigantischen Erfolg mit Stephen King’s Es in den Kinos rund um den Globus. Der Startschuss für seine Karriere als Horrorregisseur fiel aber bereits mit dem Kurzfilm „Mama“, auf den Produzent Guillermo del Toro aufmerksam wurde. Im Langfilm geht es genauso um die mordende Geistergestalt Mama, die zwei verwahrloste Mädchen im Wald aufzieht und ihnen bis in ihr neues Zuhause folgt. Ganz schön gruselig wird es, wenn Mama sich im Haus eines jungen Paares breitmacht und dabei immer mehr von ihrer schrecklichen Geschichte lüftet.

 

 

Sinister

In diesem Gruselschocker bekommt es Ethan Hawke mit einer grausigen Erscheinung zu tun: Er spielt einen Schriftsteller, der Mordhäuser bezieht, um seinen Krimis die nötige Authentizität zu verleihen. Dabei gerät er in den Einflusskreis eines alten Dämons, der über seine Abbildung in die Welt der Menschen eintritt und es auf die Seelen unschuldiger Kinder abgesehen hat. Der Boogeyman, wie er von den Kindern genannt wird, bringt die Kinder dazu, grauenhafte Dinge mit ihren Familien anzustellen – und lässt es sie auf Kamera festhalten.

 

 

Ring

Gore Verbinskis Remake des japanischen Horrorkultfilms Ringu ist selbst zu einem Meisterwerk geworden: Wenn Samarra, das Mädchen aus dem Videoband, auf deinem Fernseher in Richtung Bildschirm kriecht, dann gnade dir Gott. So effektiv kann Stimmungshorror sein, vor allem wenn die Protagonistin von einer ausgezeichneten Darstellerin wie Naomi Watts verkörpert wird. Sieben Tage bekommt derjenige noch zu leben, der sich das Video mit dem Brunnen und dem Mädchen ansieht – dann ist nämlich Schluss mit lustig. Blöd für Watts‘ Figur, dass sich ausgerechnet ihr sensibler Sohn das Band ansieht – und prompt einen Anruf bekommt.

 

Der Fluch – The Grudge

So ganz verstehen wird man die Hintergrundgeschichte von The Grudge nie – aber es reicht zu wissen, dass schreckliche Dinge passieren, wenn ein Mensch an einem Ort des Grolls stirbt. So tauchen auf Fotos mysteriöse Gestalten auf und auf dem Dachboden einer pflegebedürftigen Frau versteckt sich ein bösartiges Wesen. Sarah Michelle Gellar muss einen Ausweg finden, denn irgendetwas trachtet ihr nach dem Leben – und es ist ziemlich blutrünstig.

 

 

Paranormal Activity

In dieser Liste darf natürlich der Inbegriff des Found-Footage-Horrors nicht fehlen: Paranormal Activity ist ein so banales Stück Horrorfilm, dass er eigentlich gar nicht gruselig sein kann. Doch jeder, der sich die Geschichte des jungen Ehepaars im Film angesehen hat, weiß um das Gegenteil. Nächtliche Schritte im Wohnzimmer, ausgehende Lampen und aufschwingende Türen sind, mit dem richtigem Handwerk gefilmt, eben doch das Gruseligste, was man seit Langem gesehen hat. Und das Ende des authentischen Hausspuks ist nervenzerfetzend.

 

 

Saw

Der achte Teil startet in den Kinos und ist eine nicht unbedingt notwendige Weiterführung der vorherigen sieben Teile. Aber Teil 1 der Folterreihe gehört unbedingt in die Liste der Must-See-Horrorfilme. So unverbraucht und gewitzt war er, dass Horrofans auch heute noch einfach nicht um ihn herumkommen. Die einfache, aber effektive Idee der Reihe: Ein kreativer Folterknecht namens Jigsaw alias John Kramer lockt Menschen in brutale Folterfallen, um mit ihnen ein Spiel zu spielen. Seine Auserwählten müssen blutige Opfer bringen, um sich oder ihre Lieben zu retten – oder sie sterben.

 

 

Hostel

Eli Roths Torture-Porn-Kultfilm Hostel hat nicht nur positive Rezensionen erhalten – aber egal ob die Kritiker begeistert oder angeekelt waren, sie waren sich einig: Die Prämisse hinter dem Film ist kreativ. Eine Gruppe junger Amerikaner wird in Osteuropa in ein Hostel gelockt, wo reiche Menschen Geld dafür bezahlen, mit grausamen Mitteln andere Menschen umbringen zu können. Da gehören Kannibalismus, durchgeschnittene Achillessehnen und ein aus dem Schädel heraushängendes Auge zum Alltagsprogramm.

 

 

 

It Follows

Selbst wenn dieser Film in einer undefinierbaren Zeit spielt und der Handlungsort unklar ist – moderner kann ein Thema im Horrorfilm nicht sein. Eine junge Frau wird beim Sex mit einem grauenvollen Unheil infiziert: Von nun an für den Rest ihres Lebens ist ihr ein Wesen auf den Fersen, das sie umbringen will. Einziger Ausweg: Weglaufen oder das Ding einem anderen anhängen. Zu ihrem Leidwesen kann das Wesen jede Gestalt annehmen und ist für alle Nicht-Infizierten auch noch unsichtbar. Einziger Lichtblick: Es bewegt sich extrem langsam. Aber bewegen tut es sich trotzdem.

 

 

Der Babadook

Der Babadook ist eine australische Filmperle, die zwischen ergreifendem Mutter-Kind-Drama und nervenzerfetzendem Haunted-House-Horror balanciert. Es geht um eine Mutter, deren Sohn die Geschichte über den Babadook liest und seit dem in schrecklicher Angst vor dem grauenvollen Wesen lebt. Dass der Vater nicht mehr da ist und die Situation zwischen Mutter und Sohn ohnehin schon angespannt ist, macht es nicht besser. Doch auch die Mutter fängt plötzlich an, die Gegenwart des Babadooks wahrzunehmen – und fürchtet sich zu Tode.

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