Blickt man auf die letzten Jahre zurück, so fällt auf, dass eine Vielzahl von erfolgreichen Filmen aus unserem Nachbarland Frankreich stammen. Wohl jeder kennt den verträumten Blick von Amélie aus Die fabelhafte Welt der Amélie oder die lustigen Sprüche von Driss, dem Pfleger des querschnittgelähmten Philippe aus Ziemlich beste Freunde. Auch französische Schauspieler sind mittlerweile aus Hollywood nicht mehr wegzudenken, wie zum Beispiel Eva Green, Jean Reno oder Marion Cottilard. Vor allem Komödien sind es, die in den letzten Jahren sehr erfolgreich aus der Grande Nation herüberschwappten. Nachdem der Kinolauf des zweiten Teils von Monsieur Claude langsam ausläuft, gibt es ab dem 25. Juni 2019 mit Ein Becken voller Männer eine neue erfolgsversprechende Sommer-Komödie.

Nachfolgend eine kleine Zusammenfassung der besten modernen französischen Filme (nach 2000), die bei maxdome zu finden sind.

Die besten französischen Filme im Überblick

Ziemlich beste Freunde (2011)

Der an den Rollstuhl gefesselte Philippe (François Cluzet) sucht eine neue Pflegekraft. Einer der Bewerber ist Driss (Omar Sy), der jedoch gar kein Interesse an der Stelle hat, sondern bloß dem Arbeitsamt eine gewisse Anzahl von Bewerbungen vorzeigen muss. Zwischen den beiden Charakteren entwickelt sich dennoch eine tiefe Freundschaft… Die Tragikömodie basiert auf der Autobiografie von Philippe Pozzo di Borgo. Den Produzenten Olivier Nackache und Éric Toledano wurden für ihre Arbeit mit Nominierungen für den Oscar und den Golden Globe belohnt.

Liebe (2012)

Die Rentner Anne (Emmanuelle Riva) und Georges (Jean-Louis Trintignant) sind seit Jahren miteinander verheiratet und empfinden immer noch eine tiefe Liebe füreinander. Die gemeinsame Tochter Eva (Isabelle Huppert) ist längst ausgezogen und führt in London ihr eigenes Leben. Eines Tages erleidet Anne einen Schlaganfall. Eine Körperhälfte ist fortan gelähmt, sie kann weder eigenständig essen noch ganz alltäglichen Aufgaben nachgehen… Liebe von Regisseur und Drehbuchautor Michael Haneke gewann zahlreiche Preise der Filmbranche, unter anderem den Golden Globe und den Oscar für den Besten Ausländischen Film. Ein herzzerreißendes Drama, das unter die Haut geht.

Die fabelhafte Welt der Amélie (2002)

Braune Kulleraugen mit einem engelsgleichen Blick: Das ist Amélie (Audrey Tautou). Die junge Pariserin arbeitet in einem kleinen Café am Montmatre. Dort trifft sie auf alle möglichen Leuten, wie zum Beispiel eifersüchtige Liebhaber, zweifelnde Schriftsteller oder tragische Artisten. Da sie deren Leid nicht länger mit ansehen kann, beschließt Amélie, andere Menschen heimlich glücklich zu machen. Mit ihrer kecken Naivität und liebevollen und zugleich verrückten Ideen, gelingt es ihr, ihre Mitmenschen zu verzaubern.  Das einzige Problem ist, dass sich Amélie immer nur um das Glück der anderen Leute kümmert und nie an sich selber denkt. Bezaubernde und magische Komödie.

Willkommen  bei den Sch’tis (2008)

Der Postangestellte Philippe Abrams (Kad Merad) möchte unbedingt an eine Filiale am Mittelmeer wechseln. Und weil die Stelle im Warmen so begehrt ist, täuscht er kurzerhand eine Behinderung vor, um bessere Chancen zu haben. Als der Schwindel auffliegt, wird Philippe in die Region Nord-Pas-de-Calais strafversetzt. Mit großer Abneigung und Angst vor dem tristen Norden verlässt er ohne Frau und Kind seine Heimat und zieht in das kleine Städtchen Bergues. Dany Boon, der aus dieser Region Frankreichs stammt, ist nicht nur Regisseur, sondern übernimmt auch die Rolle von Antoine. Mit seinem Part im Film zielt er darauf ab, dem Bild von der Rückständigkeit der Region entgegenzuwirken. Mit über 20 Millionen Zuschauern spricht die Komödie für sich.

96 Hours – Taken (2009)

Der ehemalige Special Agent Bryan Mills (Liam Neeson) befindet sich im Schockzustand: Seine Tochter (Maggie Grace) wurde bei einer Paris-Reise von albanischen Mädchenhändlern verschleppt und ist nicht mehr auffindbar. Mills entschließt sich, selbst nach Paris zu reisen, um die Täter aufzuspüren. Der Actionthriller 96 Hours war nicht nur in Frankreich erfolgreich: So schaffte der Film ebenfalls den Sprung über den Atlantik und führte zum Startwochenende auch die US-Kinocharts an. Und Liam Neeson etablierte sich damit mit Ende fünfzig noch als echter Actionstar.

Monsieur Claude und seine Töchter (2014)

Der streng katholische Notar Claude (Christian Clavier) und seine Ehefrau Marie Verneuil (Chantal Lauby) leben ein konservatives Leben in der französischen Provinz. Die vier Töchter des Ehepaares sind inzwischen allesamt liiert, nur gibt es da ein Problem: Am liebsten hätten Claude und Marie, dass ihre Mädchen richtige Franzosen heiraten würden, doch stattdessen ist die Wahl ihrer Töchter eher multikulti als streng katholisch. Eine großartige Komödie, die mit Vorurteilen und dem bürgerlichen Alltagsrassismus spielt und trotzdem seine Charaktere nicht bloßstellt.

The Artist (2011)

Der schwarz­-weiß gedrehte Stummfilm spielt in der Zeit zwischen 1927 und 1932 in Hollywood und erzählt die Geschichte des Schauspielers und Publikumslieblings George Valentin (Jean Dujardin), welcher in der Filmbranche der Publikumsliebling ist. Auf einer Premierenfeier lernt dieser die junge Statistin Peppy Miller (Bérénice Bejo) kennen und verliebt sich in sie. George hilft Peppy, ihre Schauspielkarriere voranzubringen. Jedoch kommt es bald zum Wendepunkt. Eindrucksvoll wird gezeigt, dass Kino auch ohne Worte funktionieren kann. Vielfach preisgekrönt gelingt dem französische Regisseur Michel Hazanavicius eine brillante Hommage an die Klassiker der damaligen Zeit.

Der Geschmack von Rost und Knochen (2012)

Jacques Audiards Meisterwerk Der Geschmack von Rost und Knochen ist ein intensives Millieu-Drama. Neben dem hervorragenden Drehbuch, tragen vor allem die beiden Meister-Schauspieler Matthias Schoenaerts und Marion Cotillard den Film. Ali und Stéphanie treffen sich in schwierigen Phasen ihres Lebens. Ali ist ein völlig überforderter alleinerziehender Vater, der außer seiner Liebe zu Faustkämpfen keine wirklichen Lebensinhalte zu haben scheint. Stéphanie hingegen muss einen schweren Schicksalsschlag verkraften. Trotzdem findet das ungleiche Paar langsam zu einander. Ein Film, der unter die Haut geht.

 

*zum Leihen oder Kaufen ohne monatliche Kosten und Vertragsbindung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.