Am 1. Dezember 2016 startet ALLIED, der neue Film von Oscarpreisträger Robert Zemeckis in den Kinos. Er inszeniert die Geschichte eines frankokanadischen Agenten und einer französischen Agentin, die sich ineinander verlieben, jedoch zu Erzfeinden werden, als sich herausstellt, dass einer von beiden ein Doppelagent der Deutschen ist und ein gefährliches Spiel treibt… Schon im Vorfeld hat der Film für Aufregung gesorgt, gingen schließlich nach der Scheidung von Brangelina die Gerüchte um, die beiden Allied-Hauptdarsteller Marion Cotillard und Brad Pitt hätten ein Verhältnis gehabt.

Unabhängig von Klatsch und Tratsch hat Zemeckis – wieder einmal – ein episches Drama geschaffen, das von der Zerstörungskraft menschlicher Gefühle und der Entwicklung ambivalenter Charaktere erzählt.

Wer Lust hat, vor dem Kinobesuch noch andere, großartige Geschichten zu sehen, der hat mit diesem Zemeckis-Ranking bestimmt große Freude:

TOP FILME VON ROBERT ZEMECKIS

 

Forrest Gump (1994)

Meine Mama hat immer gesagt, das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen. Man weiß nie, was man kriegt.“

Mit diesen Worten leitet Forrest Gump (Tom Hanks) seine Lebensgeschichte in, die er an einem ganz normalen Tag auf einer Parkbank unbeteiligten Passanten erzählt: Geboren mit einem schweren Gehfehler wächst Forrest vom etwas zurückgebliebenen Jungen, der laufen lernt, weil er sonst verprügelt wird, zum überpräsenten und erfolgreichen Mann heran, der an den großen Errungenschaften der amerikanischen Geschichte zugegen war – und sogar seinen Beitrag geleistet hat. Immer mit dabei ist der Gedanke an seine einzig wahre, große Liebe Jenny (Robin Wright), der er immer wieder über den Weg läuft und deren Schicksal mit seinem eng verwoben scheint.

Forrest Gump gehört zu den ganz großen Filmklassikern und darf in keiner Best-of-Filmliste fehlen. Zurecht sechsfach Oscarprämiert (unter anderem Tom Hanks als Bester Hauptdarsteller und Robert Zemeckis für Beste Regie) ist Forrest Gumps Geschichte eine berührende, dramatische und lebensbejahende Lebensweisheit verpackt in wunderschönen Bildern, Originalaufnahmen und großartigem Schauspiel.

 

Zurück in die Zukunft (I) (1985)

„Ach? ich hab gar nicht gemerkt, dass mein Wagen einen toten Winkel hatte, solange ich ihn gefahren habe…“

Mary McFly (Michael J. Fox) hat es nicht leicht: In der Schule wird von der Tannen-Bande drangsaliert, er fühlt sich wie der Oberloser und sein einziger richtiger Freund ist der schrullige und zeitenweise wahnsinnig anmutende Wissenschaftler Dr. Emmet L. „Doc“ Brown (Christopher Lloyd). Der baut einen DeLorian in eine Zeitmaschine um und macht Zeitreisen möglich. Marty reist deshalb in die Fünfziger zurück und manipuliert die Zeit – mit verheerenden Folgen. Denn die Heirat seiner Eltern scheint plötzlich sehr unwahrscheinlich – und wenn seine Eltern nicht heiraten, dann zeugen sie auch kein Kind. Und wenn sie kein Kind zeugen – was wird dann aus Marty?

Zurück in die Zukunft ist absoluter Kult. Gott sei Dank hat Regielegende Steven Spielberg an das Drehbuch geglaubt und Robert Zemeckis und Bob Gale die Verwirklichung der Zurück-in-die-Zukunft-Reihe ermöglicht.

 

Cast Away (2000)

„Das schönste auf der Welt, ist ganz sicher die Welt selbst.“

Chuck Noland (Tom Hanks) muss als leitender Angesteller des Logistikunternehmens FedEx diesen Grundsatz, den er später verinnerlicht, erst lernen – und das tut er, als das Flugzeug in dem er sitzt mitten über dem Südpazifik abstürzt. Er überlebt als Einziger das Flugzeugunglück und strandet auf einer einsamen Insel – seine Robinsonade beginnt als unerbittlicher Überlebenskampf. Mit den wenigen angespülten Überresten des Absturzes versucht er sich so gut es geht auf ein Leben in dieser paradiesischen Wildnis vorzubereiten, denn nach einem missglückten Fluchtversuch gibt Chuck es auf und schließt mit seinem Schicksal ab. Er bastelt sich einen treuen Freund aus einem Volleyball, lernt fischen und jagen und gewöhnt sich an die ständige Einsamkeit.Doch irgendwie gibt er die Hoffnung nicht auf und eines Tages bekommt er eine neue Gelegenheit, den Aufbruch zu wagen…

Mit Cast Away geriet der Name WILSON zum Synonym für imaginäre Freunde – und Tom Hanks bewies wieder einmal, was für ein hochbegabter Charakterdarsteller er doch ist. Auf sich allein gestellt und ohne Spielgegenüber präsentiert er den hungernden Robinson und lässt dabei dank der Inszenierung von Zemeckis nicht eine Sekunde Langeweile zu.

 

Flight (2012)

„Niemand hätte das Flugzeug so landen können wie ich“,

da ist sich Pilot „Whip“ Whitaker (Denzel Washington) sicher. Mit einem riskanten und ungewöhnlichen Flugmanöver, bei dem er das Flugzeug in Rückenlage gebracht hat um es vor dem todsicheren Aufprall zu bewahren, rettete er 98 Menschen auf seinem Flug das Leben. Sechs der 102 Passagiere und Crewmitglieder starben. Doch anstatt zum gefeierten Star zu werden, sieht Whitaker sich mit Anschuldigen und Vorwürfen konfrontiert und gerät in einen Strudel aus Erpressung, Anklagen, Lügen und Sucht: Der Alkoholiker, der auch gerne mal eine Nase Koks schnupft, trank während des Fluges Vodka und war auch noch der durchzechten Nacht nicht zu hundert Prozent fit. Dafür muss er sich nun rechtfertigen und beginnt langsam, aber sicher an sich selbst zu zweifeln: Wäre das Unglück ohne sein Zutun gar nicht passiert?

Spannend bis zum letzten Moment ist Zemeckis fiktives Biopic Flight, in dem Denzel Washington eine großartige Show abliefert – als geläuterter Pilot, dessen waghalsiges Rettungsmanöver vielen Menschen das Leben retten konnte, aber trotzdem unkontrollierbare Konsequenzen nach sich gezogen hat. Besonders die Szene, in der Whitaker das Flugzeug wieder unter Kontrolle bringt und es vor dem Aufprall bewahrt, ist eine Augenweide.

 

Der Polarexpress (2004)

„Denn mit den Zügen ist das so: Wichtig ist nicht, wo er hinfährt. Wichtig ist die Entscheidung, einzusteigen.“

Ein kleiner Junge lernt das und noch viel mehr, als er eines Nachts ungläubig auf die Schlittengeräusche des Weihnachtsmannes wartet und stattdessen ein Zug vorgefahren kommt, der ihn zum Nordpol bringen soll. Auf der abenteuerlichen, nächtlichen Fahrt dorthin trifft der Junge besondere Menschen, Kinder, die zu Freunden werden, einen Landstreicher, der Schabernack mit ihm treibt, und einen strengen, weisen, aber auch gutmütigen Schaffner, der ihre Fahrt begleitet. Nachdem der Junge und seine Freunde einige Probleme bei der Anfahrt überwinden können, steht ihnen das größte Abenteuer noch bevor: Die Ankunft am Nordpol. Um jedoch der Person zu begegnen, die sich so viele Kinder herbeiwünschen, muss der kleine Junge erst lernen, an sich, an Weihnachten und an Wunder zu glauben.

Kaum eine Weihnachtsgeschichte kann dem Polarexpress das Wasser reichen. Neben der Vermittlung großartiger Werte wie Mut, Freundschaft, Glaube und Hoffnung war Der Polarexpress der erste Film, der in IMAX3D im Kino lief, und wurde mittels Motion-Capture-Verfahren gedreht. Wie so oft bekam Tom Hanks eine Hauptrolle, die Vorlage für den kleinen Jungen lieferte Panem-Star Josh Hutcherson.

 

Contact (1997)

„Wenn wir die Einzigen im Universum sein sollten, wäre das eine ziemliche Platzverschwendung.“

Als Ellie Arroway (Jodie Foster) ihre Eltern verliert, brennt sich dieser gern gesagte Satz ihres Vaters in ihr ein. Sie wird Wissenschaftlerin, für die Rationalität an erster Stelle steht. Die eifrige, in sich zurückgezogene und ehrgeizige Frau arbeitet an einem Projekt namens SETI, welches nach Beweisen für außerirdische Intelligenz sucht. Dabei trifft sie den charmanten Schriftsteller Palmer (Matthew McConaughey), dem sie näher kommt. Doch dann erfährt Ellie einen weiteren Schicksalsschlag: ihr ehemaliger Mentor Drumlin (Tom Skerritt, Ein Hologramm für den König) streicht die Gelder für ihr Projekt. SETI scheint begraben zu sein.  Mithilfe eines Großindustriellen (John Hurt, Snowpiercer)  forscht Ellie weiter – und empfängt schließlich ein verschlüsseltes Radiosignal vom Stern Wega, der so etwas wie einen Bauplan für eine Transportmaschine enthält.  Nun soll ein geeigneter Kanditat für die Reise zur Wega und damit für den Erstkontakt mit der außerirdischen Spezies ausgewählt werden. Ellie kämpft um das Recht ebenso dafür in Frage zu kommen wie alle anderen. Ellie kämpft dafür, ins All fliegen zu dürfen und lässt sich auch von großen Zwischenfällen nicht von ihrem Weg abbringen…

Für Contact beschäftigt sich Robert Zemeckis mit den großen Fragen des Lebens: Dem Sinn, dem Herkunft, dem Ziel unseres Daseins. Außerdem wird durch die Mitarbeit des Astronomen Carl Sagan die Wissenschaftlichkeit und Rationalität der Handlung und Prämissen in den Vordergrund gestellt. Mit Jodie Foster, John Hurt und Matthew McConaughey hat Zemeckis großartige Schauspieler gefunden, die dem brillant bebilderten Film und optisch überragenden Film viel Charakter und Tiefe verleihen.

 

The Walk (2015)

„Alle Künstler sind auch ein Stück weit Anarchisten.“

Und das trifft auf Philippe Petit (Joseph Gordon-Levitt) zu, denn der in sich gekehrte Artist übertritt so manches Gesetz und strapaziert so manche Regel über, um seiner großen Leidenschaft, der Drahtseilkunst, Ausdruck zu verleihen. Schon als Jugendlicher schlich sich Philippe unerlaubterweise in ein Zirkuszelt, um auf dem Drahtseil zu üben. Er wurde vom Anführer der Seiltanzgruppe, Papa Rudy, erwischt – und der hat sein großes Talent sofort erkannt. Doch weil Philippe sich nicht fügen kann, wird er erst von Papa Rudy und dann von seinen Eltern vor die Tür gesetzt. Er geht nach Paris, wo er die Straßenmusikerin Annie trifft, in die er sich verliebt. Philippe versucht ein normales Leben zu führen, doch dann erfährt er in einer Zeitung vom Bau der Zwillingstürme in New York. Fortan ist er entschlossen, über ein Drahtseil zu balancieren, das zwischen den Türmen des World Trade Centers gespannt ist. Ein waghalsiger Traum, und vor allem illegal. Doch Philippe möchte nichts lieber auf der Welt und er beginnt, an einem unglaublichen Plan zu arbeiten, an dessen Ende ein geglückter Drahtseilakt steht – oder der Tod.

The Walk ist ein poetischer, anspruchsvoller und großartig bebilderter Film über einen jungen Künstler, der seine Grenzen nicht kennt. Joseph Gordon-Levitt spielt den schüchternen, aber kompromisslosen Philippe Petit ausgezeichnet; er scheint für die Rolle geboren. Zemeckis inszeniert das Drama mit schwindelerregenden Bildern und melancholischer Visualität. Vor allem in 3D auf der Großleinwand ist The Walk zu einhundert Prozent großartiges Unterhaltungskino, das einen atemlos und staunend im Sitz zurücklässt.

 

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