Brad Pitt ist ohne Zweifel einer der größten Hollywood-Stars der letzten Jahrzehnte. Nach dem Ende seiner Ehe mit Angelina Jolie – die eine geradezu hysterische Medienaufmerksamkeit erzeugte – macht der ehemals Sexiest Man Alive wieder mehr mit seinen Filmen Schlagzeilen. Zu Recht, schließlich ist er einer der mächtigsten Männer Hollywoods, ein Oscar-prämierter Produzent und verdammt guter Schauspieler.

Dieses Jahr kommen gleich zwei sehnsuchtsvoll erwartete Filme mit Brad Pitt heraus. Zum einen ist da das mysteriöse Science-Fiction Epos „Ad Astra“ von James Gray (Die versunkene Stadt Z) zum anderen aber natürlich einer der Filme des Jahres: Once Upon A Time in Hollywood von Meisterregisseur Quentin Tarantino. Dabei an seiner Seite ist der ebenso geniale  Leonardo DiCaprio (The Revenant). Während „Ad Astra“ am 19. September in die Kinos kommt, startet „Once Upon a Time“ schon am 14. August in zahlreichen Kinos.

Hier gibt es einen Überblick über das außergewöhnliche und ziemlich beeindruckende Schaffen von Brad Pitt vor der Kamera. Wir haben Filme ausgewählt, die ihr bei maxdome findet und in denen der Hollywood-Star die Haupt- oder eine sehr zentrale Nebenrolle einnimmt. Daher wurden so großartige Filme wie Babel, 12 Years a Slave, The Big Short oder The Counselor nicht beachtet.

Die besten Filme mit Brad Pitt

Kalifornia (1993)

Nach seinem Durchbruch mit „Thelma and Louise“ und Robert RedfordsAus der Mitte entspringt ein Fluss“ suchte sich Pitt schon früh Rollen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Ein Beispiel dafür ist der Serien-Killer-Thriller Kalifornia mit seiner damaligen Freundin Juliette Lewis und Akte-X Star David Duchovny. Journalist Brian Kessler (David Duchovny) will ein Buch über Serienkiller schreiben, daher reisen er und seine Frau (Michelle Forbes) mit dem „White Trash“-Paar Early Grace (Brad Pitt) und Adele Corners (Juliette Lewis) mit zu zahlreichen Tatorten. Schnell wird klar, dass sich hinter dem animalisch-prolligen Gehabe von Early eine viel größere Dunkelheit verbirgt.

Legenden der Leidenschaft (1994)

Seinen Ruf als Frauenschwarm bekräftigte Brad Pitt schon lange vor Rendezvous mit Joe Black. Unter anderem in dem herausragend gefilmten Familien-Western-Epos Legenden der Leidenschaft von Edward Zwick (The Last Samurai). Weitere Parallele zu Joe Black: Auch hier spielt Pitt an der Seite von Schauspiel-Legende Anthony Hopkins. Der Film ist Familien-Drama und Abenteuerfilm in einem. Brad Pitt darf als Tristan Ludlow den aufregendsten und spannendsten Part übernehmen. Dabei füllt er seine Rolle nicht nur mit großem Können und Charisma aus, sondern auch mit beeindruckend wallendem Haar.

Interview mit einem Vampir (1994)

An der Seite von Tom Cruise, Antonio Banderas und Kirsten Dunst, beißt sich Brad Pitt in Interview mit einem Vampir als Louis de Pointe du Lac durch die Jahrhunderte. Nachdem Louise von dem Vampir Lestat de Lioncourt (Tom Cruise) Ende des 18 Jahrhunderts ebenfalls in einen Untoten verwandelt wird, beginnt für den jungen Mann eine lange Leidenszeit. Die Unsterblichkeit ist für den sensiblen Louis nämlich mehr Fluch als Segen. In detailgenauen Szenen ist Interview mit einem Vampir mehr philosophischer Kostüm-Film denn gruselige Vampirgeschichte. Und auch wenn der Film manchmal etwas langatmig werden kann, begeistern die Schauspieler, sowie das beeindruckende Setting.

 12 Monkeys (1995)

Der Science-Fiction-Film von Kultregisseur Terry Gilliam ebnete sowohl Bruce Willis, als auch Pitt den Weg, um künftig auch als Charakterdarsteller in künstlerisch anspruchsvollen Werken besetzt zu werden. Die Handlung des Films spielt im Jahre 2035. Der Gangster James Cole (Bruce Willis) wird per Zeitreise zurück in das Jahr 1996 befördert. Seine Mission: Er soll ein Virus finden und isolieren, welches sonst fast die gesamte Erdenbevölkerung vernichten wird. Die erste Oscar-Nominierung für Brad Pitt, der in der Rolle des wahnsinnigen Jeffrey Goines ein wahres Feuerwerk abliefert. Ein Meisterwerk!

Sieben (1995)

Vier Jahre vor seiner Verfilmung von Fight Club schockierte Regisseur David Fincher das Kinopublikum schon einmal – nämlich mit dem düsteren Thriller Sieben. In dem Film jagen die beiden Detectives David Mills (Brad Pitt) und William Somerset (Morgan Freeman) einen ebenso grausamen wie raffinierten Ritualmörder. Der Killer inszeniert mit jedem seiner Morde eine der sieben Todsünden. Dabei ist er den Cops immer einen Schritt voraus. Nicht nur der außergewöhnliche Vorspann des Films schrieb Filmgeschichte. Fincher gelang hier einer der prägendsten Thriller der 90er Jahre.

Fight Club (1999)

Die erste Regel des Fight Club lautet: Schaue Dir unbedingt diese Verfilmung des gleichnamigen Kultromanes von Chuck Palahniuk an! In ihr lernt der an Schlafstörungen leidende Jack (Edward Norton) den charismatischen Seifenverkäufer Tyler Durden (Brad Pitt) kennen. Diese Begegnung verändert sein Leben radikal. Denn Tyler glaubt, dass nur Selbstzerstörung das Leben wirklich lebenswert macht. Nach einer Sauftour beginnen sich die beiden nur so zum Spaß zu verprügeln und erleben dadurch den ultimativen Kick. Der Film und die beiden Hauptdarsteller sind heute Kult und Fight Club gilt zurecht als einer der besten Filme aller Zeiten. In David Fincher We Trust!

Snatch – Schweine und Diamanten (2000)

Guy Ritchies durchgeknallte Gangster-Groteske ist ein Meilenstein des englischen Genre-Kinos. Die abgedrehte Story um Loser, Klein-Gangster, Unterweltkönige und tödliche Gypsy-Boxer ist voll mit skurrilen Charakteren und wilden Typen. Dabei suchen alle nur einen Weg nach mehr Reichtum in Form von Diamanten. Schauspielgrößen wie Benicio del Toro und Jason Statham dürfen sich hier mit austoben und glänzen. Allerdings ist es wieder einmal Brad Pitt als dauer-nuschelnder Untergrundboxer, der hier seinen Kollegen die Show stiehlt. Eine seiner außergewöhnlichsten, aber auch besten und lustigsten Rollen.

Ocean’s Eleven (2000)

Das Remake des Rat-Pack-Klassikers Frankie und seine Spießgesellen war bei Kritikern und Publikum so beliebt, dass es gleich zwei Fortsetzungen (Ocean’s Twelve und Ocean’s 13) und einen weiblichen Ableger (Ocean’s 8) bekam. Der erste Teil der Geschichte um Danny Ocean (George Clooney) setzte sehr schnell sehr hohe Maßstäbe. Der Meisterdieb plant darin einen mehr als gewagten Coup: Mit einem elf Mann starken Team, unter anderem Brad Pitt, Matt Damon, Casey Affleck, Don Cheadle und Julia Roberts will er drei Casinos des Zocker-Moguls Terry Benedict (Andy Garcia) um 150 Millionen Dollar erleichtern. Eine Filmreihe, die in Sachen Charme, Style und Coolness unerreicht bleibt.

Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford (2007)

Einer der bildgewaltigsten und beeindruckendsten Western-Epen nach 2000 ist die Charakterstudie rund um die Ermordung des vermeintlichen „Robin Hoods des Westens“ Jesse James von Andrew Dominik. Brad Pitt (als melancholisch-depressiver Westernheld), Casey Affleck, Sam Rockwell und Sam Shepard brillieren allesamt „in dem sehr nachdenklichen und berührenden Film. Ein Nebendarsteller der Geschichte wird hier zum Protagonisten. Der fantastische Soundtrack von Nick Cave unterstützt zudem die bedrückende Schönheit der Landschaft und die melancholische Stimmung des Films.

Der seltsame Fall des Benjamin Button (2008)

Schon in dem Film Babel glänzten Brad Pitt und Cate Blanchett Seite an Seite. Doch nicht nur mit ihr gibt es hier ein großartiges wiedersehen, auch war es wieder mal an der Zeit, dass Brad Pitt und David Fincher zusammenarbeiten. Und wie nicht anders zu erwarten, ist das Endergebnis ebenfalls wieder großartig. Der seltsame Fall von Benjamin Button ist eine große Liebesgeschichte und eine gefühlvolle Auseinandersetzung mit dem Thema alt werden. Benjamin Button (Brad Pitt) kommt als alter runzliger Mann auf die Welt. Schnell zeigt sich, dass er im Gegensatz zu allen anderen normalen Lebewesen jung wird und nicht altert. Aller Widrigkeiten zum Trotz schafft es Benjamin ein aufregendes Leben zu führen und findet mit Daisy (Cate Blanchett) die Liebe seines Lebens. Preisgekrönt und mit atemberaubenden Effekten schafft Meister-Regisseur Fincher ein wunderschönes und phantastisches Märchen.

Burn after Reading (2008)

In der skurrilen Komödie zeigt sich der Hollywood-Beau von seiner selbstironischen Seite. Der Plot: CIA-Agent Osborne Cox (John Malkovich) wird wegen seiner Alkoholsucht vom Dienst suspendiert. Seine Ehefrau Katie (Tilda Swinton) ist wenig begeistert, dass ihr Mann von nun an den ganzen Tag zu Hause sitzt und ihr auf die Nerven geht. Um im Fall einer Scheidung möglichst gut wegzukommen, brennt sie private Daten von seinem Computer auf eine CD. Als die etwas unterbelichteten Fitnessstudio-Angestellten Chad (Brad Pitt) und Linda (Frances McDormand) das brisante Material in einer Umkleidekabine finden, kommt ihnen eine Idee: Warum nicht den Besitzer der Informationen erpressen und einen Haufen Geld einsacken? Nicht der beste Film der Coen-Brüder, aber Brad Pitt, George Clooney und co. dürfen glänzen.

Inglourious Basterds (2009)

In diesem actiongeladenen Zweiter-Weltkriegs-Western zeigt uns Kultregisseur Quentin Tarantino seine Version der geschichtlichen Ereignisse: Shosanna Dreyfus (Mélanie Laurent) muss 1941 im von Nazis besetzten Frankreich mit ansehen, wie Oberst Hans Landa (Christoph Waltz) ihre gesamte Familie ermordet. Shosanna gelingt es zu entkommen. Währenddessen stellt Leutnant Aldo Raine (Brad Pitt) eine Gruppe jüdisch-amerikanischer Soldaten zusammen. Diese soll brutale Vergeltungsschläge begehen und schließlich die Führer des Dritten Reichs töten…

Moneyball – Die Kunst zu gewinnen (2011)

Auch wenn Baseball in Deutschland alles andere als einen spannenden Ruf genießt, so ist der auf wahren Begebenheiten beruhende Film Moneyball – Die Kunst zu gewinnen trotzdem einer der besten Sportfilme aller Zeiten. Teammanager Billy Beane (Brad Pitt) krempelt die Methoden bei den Oakland A’s gewaltig um. Mit Hilfe des Analysten Peter Brand (Jonah Hill) nutzt Beane Statistiken und Zahlen, um das Team wieder wettbewerbsfähig zu bekommen. Entgegen allen Widerständen schaffen es die beiden die althergebrachten Muster zu durchbrechen. Brad Pitt – nach „12 Monkeys“ und „Benjamin Button“ mit seiner dritten Oscar-Nominierung als Schauspieler – trägt zusammen mit Jonah Hill den großartigen und fesselnden Film. Nicht nur für Sport-Fans absolut sehenswert.

The Tree of Life (2011)

In dem Meisterwerk The Tree of Life von Terrence Malick spielt Brad Pitt einen strengen Mann, der als autoritärer Vater nach einem tragischen Familien-Unfall sein Handeln gebrochen hinterfragt. Dieser transzendentale Film zeigt das Geschehen nur in Form von den Erinnerungsstücken Jacks (Sean Penn), einer der Söhne von Mr. O`Brian (Brad Pitt) und Mrs. O`Brian (Jessica Chestain). Ein tiefgehendes, grandios gefilmtes philosophisches Werk über Zerrissenheit, Glaube, Leben und Verlust. Nicht unbedingt empfehlenswert für einen geselligen Abend, aber für Freunde anspruchsvoller Filme absolut sehenswert.

Killing Them Softly (2012)

Die zweite Zusammenarbeit von Regisseur Andrew Dominik und Brad Pitt ist ebenso großartig wie „Jesse James“. Anstatt eines Westerns ist Killing Them Softly diesmal ein Gangster-Drama und ein Sinnbild für die Probleme Amerikas in einem von Hurrikane Katharina zerstörten New Orleans Ende 2008. Die Crime-Story zeigt Kleinkriminelle, die sich mit den falschen Leuten anlegen und daher von einem gnadenlosen Killer (Brad Pitt) verfolgt werden. Neben Pitt spielen in diesem intelligenten, spannenden und sehr atmosphärischen Thriller Ray Liotta, James Gandolfini, Sam Shepard und Ben Mendelsohn. Absoluter Muss-Film für Filmfans.

*zum Leihen oder Kaufen ohne monatliche Kosten und Vertragsbindung

 

 

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