Clint Eastwood ist ohne Frage einer der ganz großen Hollywoods und für manchen Western Fan sogar so etwas wie eine lebende Legende. Dabei kam seine Film Karriere erst relativ spät in Schwung. In den 50er Jahren hielt sich der 1930 geborene Kalifornier hauptsächlich mit eher schlecht als recht bezahlten Nebenrollen in Film und TV über Wasser, ehe Eastwood mit den Low-Budget Italo-Western von Sergio Leone weltweite Aufmerksamkeit erregte. Als Darsteller hat er seitdem in weit über 60 Filmen mitgewirkt und auch bereits mehr als 30 Filme selbst inszeniert. The Mule, der Anfang 2019 im Kino startet ist seine 37. Regiearbeit. Für zwei seiner Filme wurde er sogar mit dem Oscar ausgezeichnet.

Liste der besten Clint Eastwood Filme

Die Dollar Trilogie (1964-66)

Man kann sich gewiss streiten, ob die Italo-Western nicht mehr Sergio Leone Filme als Clint Eastwood Filme sind. Letzten Endes wird aber jeder Eastwood als den namenlosen Blonden in Erinnerung behalten, den er in Für eine Handvoll Dollar, Für ein paar Dollar mehr und Zwei glorreiche Halunken verkörpert hat. Eastwoods Darstellung zeichnet sich darin durch eine extensive „Weniger ist mehr“ Haltung aus, die perfekt zu Leones ruhiger, opernhafter Inszenierung passt. Ganz klar, die Dollar-Trilogie gehört in jede Best-Of-Liste eines wahren Cineasten.

Dirty Harry Filme  (1971-88)

So erfolgreich die Zusammenarbeit mit Sergio Leone auch war, fortan schien Eastwood auf Western Filme festgelegt zu sein (z.B. Der Texaner 1975). Doch dann wurde er für die Rolle des kompromisslosen Cops Harry Callahan von Don Siegel engagiert. Mit insgesamt fünf Auftritten als Dirty Harry hatte Eastwood seinen Status als archetypischer, wortkarger Leinwandheld, der zu allem entschlossen ist, entgültig zementiert.

 

Erbarmungslos (1992)

Die 80er Jahre waren nicht Clint Eastwoods erfolgreichste Zeit. Nach einigen sehr künstlerischen Independent-Versuchen als Schauspieler und Regisseur (Pale Rider – Der namenslose Reiter, Bird) meldete er sich Anfang der 90er mit dem Spät-Western Erbarmungslos eindrucksvoll im Erfolgsrennen zurück und gewann gleich zwei Oscars für die beste Regie und den besten Film. Ein letztes Mal schlüpft er darin in die Rolle des gealterten Westernhelden und reflektiert meisterhaft die Gewalttätigkeit eben jenes Genres, das ihn einst berühmt gemacht hat. Durch seine distanzierte Haltung und fast schon unterkühlte Inszenierung kann man Erbarmungslos getrost als Paradebeispiel für alle späteren Clint Eastwood Filme bezeichnen.

In the Line of Fire (1993)

Nur ein Jahr später setzte Eastwood in Wolfgang Petersens Film In the Line of Fire ein weiteres Ausrufezeichen. Erneut thematisiert er darin das Älterwerden eines Ex-Helden. Mit mittlerweile über 60 Jahren fällt es dem einstigen Dirty Harry nun nicht mehr so leicht, den US-Präsidenten vor einem Attentäter zu schützen. Aber Clint Eastwood erweist sich nicht nur als ehemaliger Haudegen, sondern auch als immer noch zäher Bursche.

 

Mystic River (2003)

Nach einigen schwächeren Filmen fand Eastwood erst mit der Mystic River Verfilmung wieder zurück zur gewohnten alten Stärke. Anders als die wortkargen Männerhelden bisheriger Filme von Clint Eastwood stehen hier zerbrochene Charaktere im Vordergrund der Geschichte. Ein beeindruckendes Drama voller emotionaler Wucht und Tiefgang. Auch für dieses Meisterwerk Eastwoods hagelte es Oscars, diesmal allerdings für seine Schauspieler Sean Penn und Tim Robbins.

 

Million Dollar Baby (2004)

Million Dollar Baby ist der bis dato erfolgreichste Clint Eastwood Film – zumindest was die Anzahl an Oscars angeht. Vier der wichtigsten Auszeichnungen (Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin, Bester Nebendarsteller) erhielt das vielschichtige Boxer-Drama, das den Zuschauer genauso hart trifft wie der entscheidende Schwinger Hilary Swank. Selten wurde ein so sensibles und diffiziles Topic wie Sterbehilfe so intelligent thematisiert. Denn ein Geschichtenerzähler wie Eastwood beleuchtet lediglich die Diskussion, überlasst dem Zuschauer aber die eigene Meinungsbildung. Sicher kein Feel-Good-Movie, aber ein ganz großer Film.

Flags of our Fathers / Letters from Iwo Jima (2006)

Objektivität ist auch der Ansatz bei den beiden Eastwood Filmen um die Schlacht um Iwojima. Im ersten Teil Flags of our Fathers werden darin die Geschehnisse rund um das berühmte USMC War Memorial beleuchtet, welches für das Kriegsmarketing der Amerikaner im Zweiten Weltkrieg von immenser Bedeutung war. Der Film Letters from Iwo Jima hingegen beleuchtet die Ereignisse derselben Pazifikschlacht um Iwojima aus japanischer Perspektive. Ein momumentaler Antikriegsfilm um eine der bedeutendsten Schlachten des Zweiten Weltkriegs.

Gran Torino (2008)

Gran Torino ist der 29. Film von Eastwood als Regisseur und für mich einer der besten, vereint er doch alles, was das Kino des gealterten Pistolenhelden ausmacht. Eastwood spielt darin einen verbitterten Ex-Kriegsveteranen, der dem guten alten Amerika nachtrauert. Die Wirtschaftskrise hat sein Arbeiterviertel hart getroffen und zudem machen sich überall Ausländer breit. Wie von Eastwood gewohnt nähert er sich ganz still und heimlich Story und Charakteren und verzichtet auf jeglichen unnötigen Schnickschnack. Man merkt in jeder Minute, dass Eastwood das Filmemachen vor und hinter der Kamera von der Pike auf gelernt hat wie kein Zweiter. Da können sich moderne Effektespaktel immer noch eine gehörige Portion Storytelling abschneiden.

J. Edgar (2011)

Jetzt sind Biopics dran. Nach der Nelson Mandela Hommage Invictus porträtiert dieser Film Eastwoods J. Edgar Hoover, den legendären Direktor des FBI. Und wenn man die Filmografie von Clint Eastwood auffällig verfolgt hat, weiß man bereits, worauf man sich bei J. Edgar einstellen muss. Mit Sicherheit nicht auf eine plakative Ab-/Bewertung des FBI, sondern auf ein vielschichtiges Drama, das für jede Meinung Platz lässt.

 

American Sniper (2014)

Das Kriegsdrama erzählt die Geschichte des legendären Scharfschützen Chris Kyle. Durch die düstere Aufmachung und schwermütige Stimmung macht Regisseur Clint Eastwood deutlich, dass es sich bei seinem neuesten Werk nicht um amerikanischen Heldenpathos handelt. American Sniper ist das schockierende Porträt eines innerlich zerrissenen Mannes und ein weiteres Beispiel für Eastwoods Talent hinter der Kamera.

 

Sully (2016)

In Sully nimmt sich der Regieveteran dem erstaunlich wahren Fall von Chesley B. „Sully“ Sullenberger an. Dem Piloten gelang es, im Jahr 2009 ein Flugzeug im Hudson River notzulanden und somit allen Passagieren und der Besatzung das Leben zu retten. Virtuos inszeniert Eastwood wieder einen Film über reale Personen und ehrt damit den zum Helden erhobenen Piloten. Obwohl den meisten Zuschauern der Ausgang bewusst sein dürfte, schafft er es dennoch große Spannung aufzubauen. Mit an Bord als Sully ist Oscar-Gewinner Tom Hanks.

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