Ich gebe es zu, als eingefleischter Fußball-Fan und FC Bayern-Anhänger, sitze ich, so kurz vor dem großen Ereignis Euro 2012, derzeit wie auf heißen Kohlen. Um die Wartezeit bis dahin zu verkürzen, widme ich vor solchen fußballgeschwängerten Sommerwochen immer einen Teil meiner Zeit mit dem Genuss des einen oder anderen Fußball Films. Wie beim Fußball selbst,  gibt es auch hier welche, die immer oben um den Titel mitspielen und manche, bei denen spukt ganz schön das Abstiegsgespenst.

Natürlich sind die Film Geschmäcker verschiedenen und wie beim Sport mit dem runden Leder auch, würde eine Auflistung der besten Fußballfilme aller Zeiten bei jedem anders aussehen, aber dennoch hab ich mir mal die Mühe gemacht und eine kleine „Mannschaftsaufstellung“ der Fußballfilme gemacht, die bei mir des Öfteren im Heimkino über die Leinwand flimmern.

Hier geht es zu den unten erwähnten Fußballfilmen:

> Das Wunder von Bern
> The Damned United
> Fussball ist unser Leben
> The Art of Football
> Frei:Gespielt

Hier meine persönliche Aufstellung im 4-4-2-System der besten Fußballfilme aller Zeiten:

Fever Pitch – Ballfieber (Fever Pitch, GB 1997)

Seit seiner Kindheit kreist sich im Leben des beliebten Lehrers Paul alles um Fußball und seinen Lieblingsverein Arsenal London. Seine Leidenschaft fordert von seinen Freundinnen die totale Selbstaufgabe. Doch seine neue Liebe,  Lehrerkollegin Sarah, will dieses Spiel nicht mitspielen und versucht das Kind im Manne zu zähmen. Ausgerechnet jetzt steht Arsenal zum ersten Mal seit fast 20 Jahren vor dem Gewinn der Meisterschaft.

Die Verfilmung des Kultromans Fever Pitch von Nick Hornby hat etwas geschafft, was man(n) sich nie hätte vorstellen können: er vereint das Thema Fußball mit einer romantischen Komödie. Damit findet er sowohl bei Männern als auch Frauen Gefallen. Ein friedvoller Filmabend ist damit gesichert und dafür gibt es zehn von zehn Bällen.

 

Flucht oder Sieg (Escape to Victory, USA 1981)

Aus Propagandagründen organisiert der deutsche Major von Steiner 1943 im besetzten Frankreich ein Fußballspiel zwischen Teams der deutschen Wehrmacht und einer Auswahl von Kriegsgefangenen.  Da das Spiel in einem Pariser Stadion stattfinden soll, plant die Résistance einen Massenausbruch der Spieler während der Halbzeitpause. Obwohl es zur Pause schon 4:1 für die Deutschen steht und man zur Flucht nur noch durch einen fertigen Tunnel fliehen müsste, entwickeln die Kicker einen sportlichen Ehrgeiz und kehren, anstatt abzuhauen, auf den Fußballplatz zurück.

Sportfilm-Herz, was willst Du mehr?  Neben zahlreichen Filmstars wie Michael Caine, Sylvester Stallone und Max von Sydow bietet Flucht oder Sieg auch eine Anzahl hochrangiger echter Fußballstars wie Bobby Moore (England), Osvaldo Ardiles (Argentinien) und den wohl besten Fußballer aller Zeiten, den Brasilianer Pelé. Da die Amerikaner in den 80er-Jahren mit Soccer (wie es da drüben heißt) noch nicht wirklich viel am Hut hatten, ist es umso erstaunlicher, dass ihnen dann doch so eine Fußball-Film-Perle gelungen ist.

 

Mean Machine – Die Kampfmaschine (Mean Machine, GB 2001)

Wegen Trunkenheit am Steuer und  Widerstand gegen die Staatsgewalt landet der ehemalige englische Fußball-Nationalspieler Danny Meehan alias „Mean Machine“ im Gefängnis. Der Gefängnisdirektor möchte, dass er das Fußball-Team der Wärter trainiert, was wiederrum den Wärtern nicht passt. Am Ende findet sich Danny als Trainer einer Gefangenen-Mannschaft wieder, die in einem Testspiel gegen die Wärter antreten soll. Zuerst läuft für die Knackis auch alles nach Plan, doch dann wird Danny von seiner dunklen Vergangenheit eingeholt.

Die Gefahr von Remakes ist, dass sie oftmals total in die Hose gehen. Doch Barry Skolnick gelingt mit seinem Regiedebüt eine gelungene Sportkomödie, bei der er die amerikanische Football-Komödie  Die härteste Meile (The longest yard) einfach nach England verlagert und Fußball spielen lässt. Ex-Fußball-Profi Vinnie „The Axe“ Jones tritt dabei in die Fußstapfen von Burt „Mean Machine“ Reynolds. Mean Machine ist ein actionreicher Mix aus Sport, Spaß und auch ein kleine bisschen Sozialkritik und dürfte beim männlichen Publikum sicherlich Freude bereiten.

Spiel der Götter – Als Buddha den Fußball entdeckte (Phorpa, Australien/Bhutan 1999)

Die beiden tibetischen Jugendlichen Palden und Nyima werden von ihren Eltern in ein tibetisches Kloster nach Indien geschickt, um dort in die Lehren des Dalai Lama unterrichtet zu werden. Der fußballbegeisterte Orygens nimmt sich den beiden Neulingen an und steckt sie auch sehr schnell mit seiner Leidenschaft für das runde Leder an. Immer wieder schleicht sich das Trio abends aus dem Kloster, um im Dorf die Spiele der Weltmeisterschaft in Frankreich anzusehen, bis sie eines Tages dabei erwischt werden und als Disziplinarstrafe das Kloster nicht mehr verlassen dürfen. Und ausgerechnet jetzt steht das große WM-Finale zwischen Frankreich und Brasilien an. Doch so leicht lassen sich Orygens, Palden und Nyima das Endspiel nicht entgehen und mit einem geschickten Plan ist bald das gesamte Kloster im Fußballfieber.

So unglaublich es auch klingen mag, aber die Grundgeschichte von Spiel der Götter beruht auf einer wahren Begebenheit und zeigt in amüsanter Art und Weise, dass auch Mönche sich für die weltliche Leidenschaft des Fußballs erwärmen können und das Klosterleben vielleicht doch nicht so reglementiert ist, wie man sich das als Außenstehender immer vorstellt.

Das Wunder von Bern (Deutschland 2003)

Zehn Jahre war Richard Lubanski als Kriegsgefangener in Russland, bevor er 1954 als gebrochener Mann nach Essen zurückkehrt. Sein elfjähriger Sohn Matthias hat im Fußball-Idol und Nationalspieler Helmut Rahn längst einen Ersatzvater gefunden. Als Matthias zum WM-Finale der Deutschen gegen Ungarn ins schweizerische Bern reisen will, stellt sich sein Vater stur – bis es am 4. Juli nicht nur im Berner Wankdorfstadion, sondern auch zwischen Vater und Sohn zu einer dramatischen Entscheidung kommt.

Regisseur Sönke Wortmann gelingt es perfekt, zwei einschneidende Erlebnisse der deutschen Nachkriegsgeschichte in einem Film zu kombinieren. Zum einen das Thema Kriegsgefangenschaft und Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg und zum anderen das unvergessene Wunder von Bern mit dem ersten WM-Sieg einer deutschen Nationalmannschaft. Richard Lubanski Darsteller Peter Lohmeyer und Matthias Schauspieler Louis Klamroth sind übrigens auch im wirklichen Leben Vater und Sohn.

Hooligans (Green Street Hooligans, USA 2005)

Aufgrund einer Intrige seines Zimmernachbarn wird Matt Bruckner von der Elite-Universität Harvard verwiesen.  Ablenkung sucht er bei seiner Schwester Shannon, die nun mit ihrem Mann in London lebt. Dort lernt Matt Shannons Schwager Pete und dessen spezielles Hobby kennen. Gemeinsam mit seinen fußballbegeisterten Kumpels schlägert sich Pete für den Londoner Klub West Ham United. Matt begleitet Pete ins Stadion und findet an dem wilden und gefährlichen Treiben schneller Gefallen, als er gedacht hätte.

Zugegeben, Hooligans ist jetzt kein reiner Fußballfilm, sondern befasst sich vielmehr mit der Randerscheinung  der Hooligans. Im Vergleich zu vielen anderen Filmen, die sich ebenfalls dieser Thematik annehmen,  gelingt es Regisseur Lexi Alexander,  das Wesen der Fußballrowdys äußerst realitätsnah und intensiv zu inszenieren, ohne dabei über die Stränge zu schlagen. Und Elijah „Frodo“ Wood legt als Hooligan-Neuling eine mutige und glaubwürdige Darbietung hin.

The damned United – Der ewige Gegner  (The damned United, GB 2009)

Nachdem Brian Clough nach einer schweren Verletzung seine aufstrebende Fußballerkarriere beenden musste, fängt er als Trainer noch einmal von vorne an. Zusammen mit dem brillianten Taktiker Peter Taylor führt er den abstiegsgefährdeten Zweitligisten Derby County bis zum englischen Meistertitel. Als sein ewiger Konkurrent und „Erzfeind“ Don Revie Leeds United verlässt um Nationaltrainer zu werden, wird Clough dessen Nachfolger beim Topklub. Doch Clough hatte in der Vergangenheit keine große Meinung von Leeds und Revie. So überwirft er sich auch sehr schnell mit den Spielern und dem Vorstand und eine 44-tägige Tortur nimmt ihren Lauf.

The damned United basiert auf einer wahren Begebenheit. Die Geschichte der sechswöchigen Amtszeit von Brian Clough bei Leeds United ist in England legendär. Dank Regisseur Tom Hooper und Michael Sheen in der Hauptrolle ist The damned United einer der großen Fußball Filme der Filmgeschichte. The damned United zeichnet ein unsentimentales und intensives Bild davon,  welche Psychokriege oftmals beim Fußball hinter der Tribüne abgehen.

Männer wie wir (Deutschland 2004)

Als sich Keeper Ecki als homosexuell outet, fliegt er schnurstracks aus seiner Mannschaft im konservativen Kaff Boldrup. Sein Vater bangt um seinen Ruf, in der Familienbäckerei macht man Schwulenwitze und auch die Fans zeigen kein Verständnis. Nach einem Streit fordert Ecki seine alten Teamkameraden heraus: deren Elf gegen Eckis Schwulenmannschaft. Dumm nur, dass Ecki noch gar keine Mitspieler hat. Zusammen mit seiner Schwester macht sich Ecki in Dortmund auf die Suche nach schwulen Mitstreitern, die ihm helfen, seine verlorene Ehre wiederzuerlangen.

Homosexualität und Fußball, geht das eigentlich? Und ob das geht. Männer wie wir ist eine sympathische Fußballkomödie, die zwei anscheinend unvereinbare Themen gelungen miteinander verschmilzt, ohne dabei zu dick aufzutragen. Mit einer hervorragenden Darstellerriege um Maximillian Brückner, Dietmar Bär und Rolf Zacher trifft Männer wie wir nicht nur ins Tor, sondern auch ins Herz.

Deutschland. Ein Sommermärchen (Deutschland 2006)

Ein Dokumentarfilm über die deutschen Nationalkicker bei der Fußball-WM 2006 im eigenen Land, der die Mannschaft bei der Vorbereitung im Trainingslager als auch während des Turnierverlaufs begleitet. Die Filmcrew hatte uneingeschränkten Zugang zu den Spielern und zum Stab und ermöglicht dadurch einen faszinierenden Einblick hinter die Kulissen der deutschen Nationalmannschaft.

Sönke Wortmanns Dokumentarfilm lässt die euphorischen und emotionalen 31 Tage im Juni und Juli 2006 noch einmal aufleben, als die Welt zu Gast in Deutschland war.  Deutschland. Ein Sommermärchen bietet Eindrücke, die man sonst so niemals bekommen würde. Er präsentiert Klinsmanns Kabinenansprachen ebenso wie Trainingseinheiten oder auch private Momente der Spieler. Dank der „Schweini-Cam“ kommt auch der Spaß nicht zu kurz. Kurzum ein schönes Erinnerungsstück an einen absolut geilen Fußballsommer.

FC Venus (Deutschland 2006)

Paul und Anna führen ein zufriedenes Leben in Berlin, bis eines Tages Pauls Kumpel Steffen anruft. Der Provinzklub Eintracht Imma 95, einst von Steffen und Paul gegründet, steht vor dem Abgrund und Paul soll nun zu dessen Rettung zurückkehren.  Mit einem Trick gelingt es Paul, Anna, eine absolute Fußball-Hasserin, nach Imma zu locken. Als Anna das falsche Spiel durchschaut, zettelt sie eine Wette an: Sollten die Spielerfrauen ein Match gegen ihre Imma 95-Männer gewinnen, ist für immer Schluss mit Fußball. Siegessicher gehen Paul und seine Mannen die Wette ein. Was Paul nicht weiß, Anna ist eine ehemalige Fußball-Nationalspielerin und der von Paul schon fast vergötterte Erfolgstrainer Laurenz Schmidt ist Annas Vater. So langsam kommen Paul Zweifel daran, ob das Spiel gegen die Frauen nicht vielleicht doch in die Hose gehen könnte.

Die Mutter aller Schlachten: Männer gegen Frauen, diesmal auf ungewohntem Terrain, dem Fußballfeld. FC Venus kommt zwar hie und da mit den typischen Vorurteilen daher, die sind aber größtenteils so nett verpackt, dass man dann doch lieber schmunzelt, als genervt die Augen zu verdrehen. Und mit Christian Ulmen und Nora Tschirner in den Haupt- und Heinz Hoenig in einer Nebenrolle ist FC Venus auch mit namhaften Schauspielern besetzt.

More than just a Game (Südafrika 2007)

Während der Zeit der Apartheid in Südafrika dient Robben Island als Gefängnisinsel für politische Gefangene, die dort unter unmenschlichen Bedingungen leiden müssen. Obwohl strengstens verboten, spielen die Häftlinge mit selbstgebastelten Bällen heimlich in ihren Zellen Fußball. Nach jahrelangen Bemühungen seitens der Sträflinge erlaubt die Gefängnisleitung Mitte der 60er-Jahre endlich offiziell das Fußballspielen. Im Jahr 1966 gründen fünf Insassen von Robben Island  die Makana Football Association als reguläre Knastliga, in der von Häftlingen gebildete Mannschaften jeden Samstag gegeneinander antreten.

Schon wieder ein Film über Fußball im Gefängnis, wird manch einer sagen, doch More than just a Game ist ein Dokumentarfilm, der auf einer wahren Begebenheit beruht.  Die Mischung aus Spielfilmsequenzen und Interviews ehemaliger Häftlinge arbeitet in hervorragender Art und Weise eines der dunkelsten Kapitel in Südafrika auf. Auch der spätere südafrikanische Präsident Nelson Mandela war 18 Jahre als Gefangener auf Robben Island, durfte in dieser Zeit aber weder mitspielen, noch durfte er zusehen.

The other final (Niederlande 2002)

Nach der Qualifikation zur Fußball-WM 2002 in Japan und Südkorea landeten die Nationalmannschaften von Bhutan im Himalaja und dem Karibikstaat Montserrat auf den letzten beiden Plätzen 202 und 203 der FIFA-Weltrangliste. Während sich am 30. Juni 2002 in Yokohama Brasilien und Deutschland im WM-Finale gegenüberstanden und ein Milliardenpublikum an den Fernsehgeräten mitfieberten, versammelten sich in Thimpu, der Hauptstadt von Bhutan, 22.000 Fans, um „das andere Finale“ zwischen Bhutan und Montserrat anzusehen.

Nachdem sich die Elftal nicht für die WM-Endrunde 2002 qualifizieren konnte, kam dem niederländischen Regisseur Johan Kramer die Idee, die beiden schlechtesten Nationalmannschaften der Welt gegeneinander spielen zu lassen. Beide Verbände waren von der Idee begeistert und mit Hilfe von Interviews der Teilnehmer und Veranstalter und anhand von 16mm-Filmaufnahmen des Spiels selbst erzählt Kramer die Geschichte dieses einmaligen Treffens, in dem nicht das schlechteste Team ermittelt, sondern Fußball als globale Sprache und völkerverbindendes Phänomen präsentiert wird. Eine Perle unter den Fußballfilmen, in dem gezeigt wird, dass die Faszination Fußball nicht von millionenteuren Stars sondern vom Herzblut abhängt.

Kick it like Beckham (Bend it like Beckham, GB 2002)

Jess ist ein 17-jähriges Mädel mit einem, für britisch-indische Familienverhältnisse, ungewöhnlichen Hobby: Sie ist eine begeisterte Fußballerin und lässt im Park regelmäßig die Jungs alt aussehen. Eines Tages wird sie per Zufall für eine Damen-Fußballmannschaft entdeckt und ihre Träume scheinen tatsächlich wahr zu werden. Doch ihre konservativen Eltern halten überhaupt nichts von Jess‘ Begeisterung für das runde Leder. Und als sich Jess auch noch in ihren Trainer verliebt, sind Probleme schon vorprogrammiert.

Einer der Hits an den britischen Kinokassen im Sommer 2002. Kick it like Beckham ist eine Fußballfilm und ein erfrischendes Feel-Good-Movie zugleich. Augenzwinkernd erzählt der Film vom Culture Clash zwischen indischer Tradition und britischer Lebensweise. Das Happy Ende ist zwar arg übersüß geworden, aber nachdem neben Fußball auch ernsthaftere Themen wie latenter Rassismus, Vorurteile und Rivalität angesprochen werden, drückt man da gerne mal ein Auge zu.

Goal – Lebe deinen Traum (Goal, USA 2005)

Der junge mexikanische Flüchtlingssohn Santiago Munez fristet sein Dasein als Poolreiniger in Los Angeles. Den Traum von einer Profikarriere hat er längst aufgegeben, da wird er beim Spiel seines Teams von einem englischen Talentscout entdeckt, der ihm ein Probetraining beim Premier League-Klub Newcastle United organisiert. Doch in der harten Welt des Profifußballs ist Talent nicht alles was zählt und so muss das Ghettokid noch eine Menge lernen, bevor er sich erstmals als Profi die Fußballschuhe zuschnüren kann.

Goal ist eine als Trilogie ausgelegte Geschichte, die sowohl von der FIFA als auch von Topklubs wie Newcastle United und Real Madrid tatkräftig unterstützt wurde. Weltstars wie David Beckham, Raúl, Alan Shearer, Patrick Kluivert oder Zinedine Zidane treten in Nebenrollen auf. Goal-Regisseur Danny Cannon gelingt es, die drei Komponenten glaubwürdige Schauspieler, gute Story und realistische Spielszenen unter einen Hut zu bringen und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen.

Fußball ist unser Leben (Deutschland 1999)

Hans, Mike, Theo und Bernie sind nicht nur dicke Kumpels, sondern auch leidenschaftliche Fans von Schalke 04. Der Glaube an „seinen“ Verein ist beim arbeitslosen und hochverschuldeten Hans sogar so groß, dass er sein Haus auf das nächste Tor des koksenden Schalke-Stürmers Dios verwettet. Als seine Frau das mitbekommt, verlässt sie samt ihrer Kinder den Pechvogel.  Als Hans mal wieder als Taxifahrer aushilft, steigt der betrunkene und zugekokste Dios in seinen Wagen. Hans  schmiedet einen verzweifelten Plan und entführt den Fußballer, um ihn auf seine eigene Art wieder fit zubekommen.

Man muss jetzt nicht Schalke-Fan sein, um an Fußball ist unser Leben Gefallen zu finden. Mit einer gehörigen Portion Lokalkolorit und Uwe Ochsenknecht und Ralf Richter als liebenswerte Prolls trifft Fußball ist unser Leben direkt oben in den Winkel.  In der Geschichte von Männerfreundschaft, Frauenfrust, Suffköppen und Absteigern dürften sich nicht nur Schalke-Anhänger wiedererkennen.

The Art of Football  (GB, Deutschland, USA  2008)

Monthy Python-Komiker John Cleese präsentiert eine aufregende und abwechslungsreiche Achterbahnfahrt durch die verrückte und kreative Welt des Fußballs. Ein unterhaltsamer, lehrreicher Einblick in einen Sport, der mehr Zuschauer anzieht als Olympia. Mehr Geld als Hollywood. Mehr Medien als jeder Politiker.

Regisseur Hermann Vaske trifft nicht nur Fußball-Legenden wie Beckenbauer, Pelé, Platini, Kaká, Henry, Collina & Co., sondern auch Schauspieler wie Dennis Hopper, Musiker wie Dave Stewart von den Eurythmics, Filmemacher wie Wim Wenders und Politiker wie Dr. Henry Kissinger. Ganz im Sinne von Arsène Wenger, dem Trainer von Arsenal London, der einmal sagte: „Fußball ist Kreativität, Fußball ist Kunst.“

Frei:Gespielt – Mehmet Scholl: Über das Spiel hinaus (Deutschland 2007)

Im Jahr 2007 hing  mit Mehmet Scholl nach 392 Bundesliga-Spielen einer der beliebtesten Fußballer Deutschlands seine Kickerschuhe an den Nagel. Seine Karriere war geprägt von Spielwitz und Leidenschaft, großen Erfolgen, schweren Verletzungen sowie privaten Höhen und Tiefen.  Mit Mehmet Scholl verlor die Bundesliga-Bühne einen ihrer letzten großen Charakterdarsteller.

Die Dokumentation Frei:Gespielt ist eine Würdigung an eine außergewöhnliche Spielerpersönlichkeit, wie sie im heutigen Profifußball nur noch selten anzutreffen ist. Die beiden Filmemacher Ferdinand Neumayer und Eduard Agustin begleiteten Scholl in seinen letzten 48 Stunden als Profifußballer und werfen einen Blick zurück auf alle Stationen seiner Karriere. Zudem kommen zahlreiche Freunde und Bekannte  Scholl sowie Prominente aus Politik, Kultur und Sport zu Wort. Ein ehrlicher Dokumentationsfilm über einen ehrlichen Fußballer.

Referees at Work (Belgien 2008)

Was fühlen Schiedsrichter, wenn sie durch eine einzige Fehlentscheidung den massiven Druck der Öffentlichkeit, Verunglimpfung in den Medien oder gar Morddrohungen erleiden müssen? Wie kann ein Fußballspiel innerhalb von wenigen Minuten das Leben einer ganzen Nation auf den Kopf stellen? Referees at Work zeigt zum allerersten Mal das Leben und die Arbeit der weltbesten Fußball Schiedsrichter hinter den Kulissen eines großen Turniers und fesselt selbst Zuschauer, die nicht zu den eingefleischten „Fußball-Verrückten“ zählen.

Ohne sie geht im Fußball gar nichts und oftmals müssen sie als Buhmann herhalten und sich den Anfeindungen tausender von Fans aussetzen. Das Leben als Schiedsrichter ist sicherlich kein leichtes und mit Referees at Work wurde endlich den Männern ein Film gewidmet, die vielleicht einen der schwierigsten Jobs im Profifußball übernehmen, aber nur selten im Rampenlicht stehen. Wer diesen Dokumentarfilm gesehen hat, wird beim nächsten Kick den Unparteiischen mit anderen Augen sehen.

 

Weitere Sport- und Fußballfilme online schauen

Wer jetzt nicht nur Fußballfilme online anschauen möchte, findet bei maxdome auch eine reichhaltige Auswahl anderer Sportfilme oder Movies fernab jeglicher sportlicher Betätigung. Denn ab und zu mal ein Actionkracher oder eine romantische Komödie darf es bei aller Liebe zum runden Leder auch mal sein.

One Response to Countdown zur EM 2012 – Die besten Fußballfilme aller Zeiten

  1. georg steinboeck sagt:

    Tipp BERTS FUSSBALL REISE – irre doku über die erlebnisse eines deutschen fussball fans im ösiland und der schweiz während der euro 08

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