„Die besten Geschichten schreibt das Leben selbst“ – oder die Autoren von Bestsellerromane. Von Der Herr der Ringe, über Der Vorleser, bis hin zu Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger. In all diesen Büchern stecken große Geschichten, die von großen Filmstudios zu noch größeren Filmen gemacht wurden. In diesem Blog-Beitrag möchte ich euch einige der besten Romanverfilmungen vorstellen, angefangen mit einem Klassiker: Der Pate.

1969 veröffentlichte der Autor Mario Puzo den ersten Teil seiner Trilogie und konnte davon bis heute über 21 Millionen Exemplare verkaufen. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass der Kinostart der Verfilmung nur drei Jahre später folgte, nämlich 1972. Darin spielt Marlon Brando (Viva Zapata!) den italienischen Mafia-Boss Don Vito Corleone, der in New York City Oberhaupt einer großen Familie ist. Don Vito bemüht sich, den Frieden in seiner Familie zu wahren, was ihm schließlich zum Verhängnis wird. Sein Tod ebnet Michael (Al Pacino), dem jüngsten Sohn des Paten, den Weg und so wird dessen Geschichte im zweiten und dritten Teil der Trilogie fortgeführt.

Eine weitere bekannte Trilogie, die auf Büchern basiert ist Der Herr der Ringe. J. R. R. Tolkien hat in seinen Büchern eine Fantasiewelt, die sogenannte Mittelerde geschaffen, die Millionen von Lesern begeisterte. Im Mittelpunkt der Handlung steht dabei ein Ring, mit dem der böse Sauron (Sala Baker) die ganze Welt ins Verderben stürzen will und nur der Hobbit Frodo (Elijah Wood) kann dies verhindern. Der letzte Teil der Filmreihe Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs gewann in allen elf Kategorien, in denen er nominiert war, den Oscar. Das macht ihn zum einzigen der drei Teile, der mit dem Oscar als Bester Film ausgezeichnet wurde – wobei alle drei Teile für den Hauptpreis nominiert worden waren. Insgesamt wurde die Trilogie 30-mal für den Oscar nominiert und mit 17 Oscars tatsächlich ausgezeichnet. Zudem ist Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs nach dem Kino-Einspielergebnis der vierzehnterfolgreichste Film der Welt.

Doch eigentlich muss für den Plot zuvor eine andere Geschichte erzählt werden: Frodo ist der Neffe des Hobbits Bilbo Beutlin (Martin Freeman, Der Weihnachtsmuffel). Und er ist der Held des ersten Buches von J. R. R. Tolkien und der zugehörigen Filmreihe. Der Hobbit stellt das Prequel zu Der Herr der Ringe dar und erschien 1937 erstmals. Auf nur 477 Seiten erzählt der Autor die Geschichte, wie Bilbo auf seinen Abenteuern zu dem Ring kam, den er später an Frodo weitergibt. Trotz der eher geringen Seitenzahl wurden daraus, unter Regie von Peter Jackson, drei großartige Filme: Der Hobbit: Eine unerwartete Reise, Der Hobbit: Smaugs Einöde und Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere.

Im Jahr 2012 kam neben dem ersten Teil des Hobbits eine weitere beeindruckende Romanverfilmung in die Kinos: Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger. Der gleichnamige Bestseller von Yann Martel erschien 2001 und erhielt 2002 den Booker Price. Martel erzählt darin von Pi Patel (Suraj Sharma, Umrika – Das Glück beginnt hinter dem nächsten Hügel), dem Sohn eines Zirkusdirektors, der mit seiner Familie samt Zoo nach Amerika auswandern will. Auf der Reise kentert ihr Schiff in einem Sturm und Pi überlebt dies als einziger Mensch, jedoch zusammen mit Richard Parker, einem bengalischen Tiger. Der Regisseur Ang Lee (Eat drink man woman) zauberte ein magisches, farbenfrohes visuelles Erlebnis auf die Kinoleinwand, welches durch den Soundtrack perfekt ergänzt wurde und die Emotionen auch auditiv in die Herzen der Zuschauer trägt. Der Film wurde dafür mit vier Oscars belohnt.

Wer bei dem Thema Buchverfilmungen natürlich nicht fehlen darf, ist Nicholas Sparks. Insgesamt 11 Storys über die Liebe, das Leben und das Schicksal des US-Schriftstellers wurden bis heute verfilmt. Der Neueste herzzerreißende Liebesfilm aus seiner Feder ist The Choice – Bis zum letzten Tag. Bis auf das „bis“ hat dieser übrigens nichts mit den Vampir Storys rund um Edward Cullen (Robert Pattinson) zu tun, ähnlich herzerwärmend geht es dennoch zu. Der Film handelt von der Medizinstudentin Gabby (Teresa Palmer, Warm Bodies – Zombies mit Herz) und dem Tierarzt Travis (Benjamin Walker, Abraham Lincoln Vampirjäger), deren Hunde die Beiden zusammenbringen. Wie für Sparks typisch, meistert ihre Liebe zueinander große Hürden, die durch einen Unfall plötzlich noch vor einer ganz anderen Herausforderung steht.

Mit ähnlichen Schicksalsschlägen haben auch die Protagonisten der irischen Schriftstellerin Cecelia Ahern zu kämpfen. 2004 erschien ihr erster Bestseller, P.S. Ich liebe Dich. Die tragische und gleichzeitig wundervolle Geschichte rund um Holy (Hilary Swank) und Gerry (Gerard Butler) zeigt, wie Liebe auch den Tod überwinden kann und berührte damit Millionen von Kinobesucher. Zwar unterscheiden sich Buch und Film wie so oft in zahlreichen Punkten, die Verfilmung kann emotional aber allemal mit dem Roman mithalten. Einen weiteren großen Erfolg konnte Ahern mit Für immer vielleicht feiern. Darin beschreibt sie das Leben zweier Menschen, die schon immer für einander bestimmt waren, deren Wege sie aber immer wieder in unterschiedliche Richtungen führen. 2014 kam die Geschichte unter dem Titel Love, Rosie – Für immer vielleicht in die deutschen Kinos. Darin geben Lily Collins (Spieglein Spieglein – Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen) als Rosie und Sam Clalfin (Die Säulen der Erde) als Alex den Charakteren ein Gesicht und lassen die Zuschauer in eine Gefühlswelt zwischen Freundschaft, Liebe und dem eigenen Lebensweg eintauchen.

Für viele Fans der Bücher kommen die Verfilmungen nicht an die Romanvorlage heran. Ist ja auch eine schwierige Angelegenheit – zumal ein Regisseur nicht die individuelle Gefühlswelt und Vorstellungskraft jedes einzelnen Lesers nachzubauen vermag. Jedoch kann er durchaus die großartigen Geschichten und deren oft wertvolle Botschaften filmisch umsetzen und so einem breiten Publikum nahebringen. Und dies klappt, wie etwa die Beispiele aus diesem Artikel zeigen, ganz gut.

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