Kino ohne Kabel – Das WLAN voll im Griff! Teil 1

10.02.2012 von Schlagwörter: , ,
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So optimieren Sie Ihr WLAN für optimalen Video on Demand Filmgenuss. Nicht selten erreichen uns im Kundenservice Anfragen unserer Kunden, die aufgrund schlecht konfigurierter WLAN-Netzwerke unser VOD Filmangebot nicht oder nur in verminderter Qualität nutzen können. Das WLAN Netz wird durch sehr viele Faktoren beeinflusst und ist auch sehr von den räumlichen Voraussetzungen abhängig. Die meisten unserer Kunden nutzen die Standardkonfiguration der WLAN Basisstation und passen das WLAN nicht auf Ihre Voraussetzungen an, was dann zu Qualitätsverlust oder gar kompletten Abbrüchen beim Abspielen von Videos führen kann. Mit diesen einfachen Tipps möchte ich Ihnen zeigen, dass man kein Informatiker sein muss, um auch über WLAN eine optimale Datenübertragung für online Filme zu erreichen.

Einführung: WLAN und Video on Demand

Das drahtlose Netzwerk (WLAN) ist wie z.B. das Handynetz ein Funknetzwerk. Generell gilt, umso weiter entfernt von der Basisstation und umso mehr Hindernisse wie z.B. Wände oder Türen, desto schlechter der Empfang und geringer der Datendurchsatz. Das mag beim normalen Surfen im Internet nicht besonders ins Gewicht fallen, da die meisten Websites pro Einzelseite nur maximal ein paar KB groß sind. Diese Daten werden auch immer nur beim Aufrufen der Seite heruntergeladen. Ganz anders sieht es hier jedoch bei Videostreaming aus – ein maxdome Video in höchster HD-Qualitätsstufe benötigt z.B. ca. 0,8 MB/s, die dauerhaft über das WLAN Netzwerk bereitgestellt werden müssen. Das WLAN Signal wird auch durch die Umgebung beeinflusst z.B. durch Wände, Möbel Türen usw. Auch das Baumaterial spielt eine Rolle. Holz z.B. kann von Funkwellen besser durchdrungen werden als Stein oder Metall. Ein Extrembeispiel, das jeder von Ihnen kennt ist z.B. der Handyempfang im Fahrstuhl. In Mehrfamilienhäusern spielt auch die Anzahl der bereits vorhandenen Netzwerke eine Rolle. Haben zwei WLAN Netzwerke denselben Funkkanal, teilen Sie sich die vorhandene WLAN Bandbreite z.B. bei einem 802.11b/g (54 Mbit/s, Brutto theoretisch maximale Bandbreite) steht jeder Partei nur 27 Mbit/s Brutto zur Verfügung. Nun ist es leicht vorstellbar, dass es zu Aussetzern und Filmabbrüchen kommen kann, wenn das WLAN Signal nicht an die eigenen Gegebenheiten angepasst wird.

Der optimale Aufstellort der WLAN Basisstation

Im ersten Teil meines Workshops möchte ich mich mit dem sicherlich wichtigsten Faktor eines WLAN-Netzwerks beschäftigen. Hier meine Tipps für einen optimalen Aufstellort:

  • Am besten, Sie stellen die WLAN Basisstation an einen zentralen Punkt auf. Achten Sie aber darauf, dass WLAN Geräte, die eine höhere und konstante Übertragung benötigen näher an der Basisstation platziert werden oder die Basisstation näher an diesen Geräten.
  • Stellen sie sicher, dass die WLAN Basisstation frei steht, d.h. nicht in oder hinter einem Schrank oder einem anderen Hindernis. Jedes Hindernis, dass die Funkwellen durchdringen müssen, mindert die Qualität des Signals.
  • Achten Sie darauf, dass die Basisstation nicht am Boden oder nahe der Decke angebracht ist, optimaler Weise auf ca. der Höhe, auf der auch die WLAN Geräte betrieben werden.
  • Wichtig ist auch die Ausrichtung der Antenne (falls Ihre Basisstation Antennen besitzt). Das WLAN Signal wird ringförmig abgestrahlt. Steht die Antenne senkrecht wird das Signal waagerecht abgestrahlt. Steht die Antenne waagerecht wird das Signal senkrecht abgestrahlt. Also ist es wichtig, wenn Sie das WLAN Signal nicht auf mehrere Stockwerke verteilen möchten, die Antenne senkrecht zu stellen.
  • Beeinträchtigt wird das WLAN auch durch andere Funknetze z.B. das von schnurlosen Telefonen. Daher sollte die Basisstation eines schnurlosen Telefons nicht in direkter Nähe aufgestellt werden.
  • Probieren Sie ruhig mehrere Aufstellorte für Ihre WLAN Basisstation. Es ist nicht immer einfach, sofort den optimalen Aufstellort zu finden, da es so viele Faktoren gibt, die hier eine Rolle spielen.

Noch ein kleiner Tipp von mir persönlich. Versuchen Sie Geräte wie z.B. Ihr maxdome mediaCenter oder einen maxdome-fähigen Fernseher lieber per Netzwerkkabel (LAN) an das Internet anzubinden. Mit einem Netzwerkkabel haben Sie praktisch keine Störeinflüsse aus der Umgebung und sollte das Kabel keine Länge von 100m überschreiten auch keinen Bandbreitenverlust.

Ich wünsche Ihnen nun viel Spaß bei den ersten Schritten zu Ihrem optimalen WLAN Netzwerk! Gerne stehen mein Team und ich Ihnen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.

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