Jeder kennt es: man guckt Filme, entspannt auf der Couch und hat eine Tüte Chips in der Hand. Snacken und Filme schauen: Das gehört für mich einfach zusammen. Gerade wenn es spannend wird, brauche ich etwas zum Knabbern.

Es muss jedoch nicht immer eine Packung Chips oder M&Ms sein. Wir haben uns mit dem veganen Küchenchef Serkan Tunca getroffen, um ein paar gesunde Alternativen auszuprobieren. Serkan Tunca arbeitet seit 2010 als Küchenchef in zahlreichen veganen Münchner Restaurants, und gibt außerdem seine Leidenschaft für die vegane Küche in Seminaren und Workshops weiter. Außerdem lebt er selbst seit sieben Jahren ausschließlich vegan.

Zudem ist Serkan Tunca bei maxdome Gastredakteur und hat eine Auswahl an Dokumentationen rund um Ernährung, Fair Food und Lebensmittelherstellung empfohlen. (Zum Beispiel: Food Inc. oder Du bist was Du isst).

Der Food Workshop:

Ich hatte die Möglichkeit, Serkan Tunca und unserer maxpertin Vanessa bei dem veganen Food Workshop über die Schulter zu schauen. Jeder, der mich kennt, kann bestätigen, dass ich im Gegensatz zu Vanessa veganem Essen eher skeptisch gegenüberstehe. Ein Leben ohne Käse? Undenkbar. Keine Schokolade vernaschen? Damit komme ich nicht klar. Trotzdem versuche ich mich gesünder zu ernähren und war deshalb sehr gespannt, was Serkan Tunca aus „Grünzeug“ so machen kann.

Meine erste Feststellung des Abends: Vegane Nahrungsmittel sind nicht zwangläufig „Grünzeug“: Auf dem Tisch standen lauter Leckereien, die auch ich gerne nasche. Datteln, Cashew-Nüsse, Mandeln und Kakao. Natürlich gab es auch viel Gemüse, aber schließlich soll es ja auch gesund werden. Drei vegane Snacks wurden schließlich gemeinsam mit Serkan Tunca gekocht. Drei Mal super schnell und  super einfach. Und drei Mal „Mmmmhh!“

Was für’s Auge: Auf Youtube, Facebook und Instagram gibt es Clips, die den Kochabend mit Serkan dokumentieren. Schaut’s Euch an!

1. Zucchini Röllchen mit Cashew-Käse

Los ging es mit Zucchini Röllchen mit Cashew-Käse. Moment, Käse? Serkan erklärte uns, dass man aus Cashewkernen problemlos eine vegane Alternative zu Käse herstellen kann. Cashewkerne eignen sich aufgrund ihrer Konsistenz bestens für die Zubereitung eines käseähnlichen Produkts. Cashews enthalten außerdem viel Magnesium und Eisen. Zudem ist in kaum einem anderen Lebensmittel der Anteil an der essentiellen Aminosäure Tryptophan derart hoch. Tryptophan produziert Serotonin und so kann man sagen, das Cashewkerne uns sogar glücklich machen. Also her damit! Zum Rezept:

Zutaten:

300 g Cashewkerne

2 – 3 mittelgroße Zucchini

2 EL Olivenöl

einen Spritzer Limettensaft

1 TL Agavendicksaft

1 EL Hefeflocken

Zubereitung:

Cashewkerne am Abend vorher mit Wasser bedeckt (ca. 12 Std.) einweichen oder im Topf weichkochen. Cashews, Agavendicksaft, Olivenöl, Limettensaft und Hefeflocken mit einem Rührstab
oder im Mixer glatt pürieren.

Zucchini waschen, an den Enden abschneiden und der Länge nach in dünne Scheiben schneiden. Olivenöl in der Pfanne erhitzen, dabei die Temperatur runterschalten. Nach und nach die Zucchinischeiben von beiden Seiten anbraten.

Auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Jeweils einen Esslöffel von dem Cashew-Käse auf dem unteren Drittel der Zucchinischeiben verteilen und vorsichtig einrollen.

Bis zum Verzehr kaltstellen. Voilà!

Übrigens: Auf Youtube findet Ihr das komplette Video mit Vanessa zum Nachkommen!

2. Quinoabällchen mit Tomaten-Minzsalsa

Quinoa – Ein Nahrungsmittel, von dem ich schon mal gehört habe, aber der mich nie weiter interessierte. Dabei ist Quinoa ein wahres Wundermittel! Die Quinoa-Pflanze stammt aus Südamerika und besitzt einen sehr hohen Nährstoffgehalt. Beispielhaft besitzt Quinoa im Vergleich zu Reis den doppelten Gehalt an Eiweiß. Zudem ist Quinoa reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Antioxidantien und vieles mehr. Dazu gab es Salsa! Ein Fan von Salsa war ich immer schon. Dass Salsa jedoch auch vegan ist, war mir gar nicht bewusst. Die Kombi hat wirklich super geschmeckt und ist perfekt als Snack oder Vorspeise geeignet:

Zutaten:

Quinoabällchen

150 ml Hafer- Mandel- oder Sojamilch

40 g Kokosöl

frische gehackte Petersilie

400 ml Gemüsebrühe

180 g Polentagrieß

1 TL Speisestärke

40 g Semmelbrösel

120 g Quinoa (bunt)

50 g Chia-Samen

Salsa:

2 große Fleischtomaten

Prise Paprikapulver edelsüß

4 EL Olivenöl

½ Bund Minze

Zubereitung:

„Milch“, Gemüsebrühe und Kokosöl in einen Topf aufkochen. Polenta, Stärke, Semmelbrösel und Couscous vermischen. In die Brühe einrühren und kurz aufkochen lassen. Temperatur reduzieren und zudeckt 10 Minuten quellen lassen. Gehackte Petersilie unter die Masse einarbeiten. Nach dem Abkühlen in kleine Bällchen formen. Schließlich die fertigen Bällchen in Chia-Samen wälzen.

Für die Salsa die Tomaten einschneiden und vom Strunk entfernen. In einer Schüssel mit heißem Wasser überbrühen und die Schale mit einem Gemüsemesser abziehen. Die Tomaten in kleine Würfel schneiden. Die Minze waschen und abtropfen lassen, danach in feine Streifen schneiden. Die Tomatenwürfel mit der Minze, dem Paprikapulver und dem Olivenöl vermischen. Mit Salz und Pfeffer gut abschmecken.

3. Dattelkonfekt

Zum Schluss etwas Süßes! Datteln enthalten Vitamin B und C und besitzen außerdem jede Menge Kalium, was für die Herzgesundheit und den Blutdruck förderlich ist. Außerdem sind Datteln echte Energiebomben: Deshalb diese- genau wie Schokolade – nur in Maßen genießen. Wie einfach es ist, ein ähnliches Dessert wie Schokokuchen ohne tierische Produkte herzustellen, hat mich sehr überrascht. Es folgt das wohl kürzeste Rezept in der Geschichte (oder zumindest dieses Artikels):

Zutaten (15 Stück):

120 g  (Medjoul-) Datteln

50 g Mandeln gehobelt

1 TL Vanillepulver

1 Prise Salz

2 EL Kakaopulver

Zubereitung:

Alle Zutaten (bis auf das Kakaopulver) in einen Küchenmixer zu einer homogenen, nicht mehr stückigen Masse mixen. Kleine, walnussgroße Bällchen formen.

Zum Schluss die Bällchen in etwas Kakaopulver wälzen und für ca. 20 Minuten in den Kühlschrank stellen. Fertig. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.