Christian Ulmen – unser Lieblingsjerk

09.02.2017 von Birgit Buchart Schlagwörter: , , ,

Mit jerks. liefern wir euch ab dem 26.01. die erste deutsche VoD-Serie von und mit Christian Ulmen. Und wir müssen gestehen, wir sind ein bisschen verliebt. Wer sich aber da draußen immer noch fragt, wie sich dieser Typ eigentlich Collien geangelt hat, hat das großartige Genie des Ulmens wohl noch nicht erkannt.

 

Es war einmal, in längst vergangener Zeit – in einer Ära vor YouTube und Spotify – das große deutsche Musikfernsehen. Das gute, alte MTV. Ja, für die jüngere Generation, man mag es kaum glauben: Das M stand einst für Musik. Wem bei der Erinnerung daran auch noch so sehr das Herz schmerzt, der erinnert sich bestimmt auch noch gerne – doch mit großer Wehmut – an MTV Hot oder etwas später Unter Ulmen. Obwohl diverse Dating-Formate unseren geliebten Musiksender „dismissed“ haben und das ganze Land kollektiv „next“ geschrien hat, darf man nicht vergessen, dass wir MTV auch einige Dinge zu verdanken haben. Zwei seien hier noch einmal erwähnt und gewertschätzt: „Nirvana Unplugged“ und Christian Ulmen.

Da Nirvana immer noch deutlich mehr Google-Ergebnisse liefert, soll dieser Artikel speziell Herrn Ulmen gewidmet werden. Danke MTV Europe, dass du einem jungen Moderator mit schlechtem Englisch ein Mikro vor die Nase gehalten hast, danke MTV Deutschland, dass du ihn mit Nora Tschirner bekannt gemacht hast und danke Christian, dass von dem sinkenden Boot gesprungen bist, bevor es zu spät war. Denn als MTV nach der Jahrtausendwende die Musik langsam ausfadete, flimmerte Ulmen plötzlich nicht nur über unsere TV-Geräte, sondern auch die Leinwände des Landes. Mit seiner Rolle des Herrn Lehmann in der Verfilmung von Sven Regeners Debütromans machte Ulmen schnell zwei Dinge klar: 1. Der Mann kann ja auch richtig gut schauspielern. 2. Es gibt Hoffnung für die heimische Kinowelt.

Es folgten Kinofilme, wie Maria, ihm schmeckt’s nicht oder Männerherzen, sowie verschiedene TV Formate wie Mein Neuer Freund oder Tatort. Und obwohl Christian Ulmen seinen Platz in der Schauspielerei offenbar gefunden hat, trieb es ihn trotzdem immer wieder über die symbolischen Tellerränder der Medien hinaus. Mit UlmenTV kreierte er sein eigenes Format, das nach und nach jegliche Grenzen zwischen TV und Internet einriss und mittlerweile auf allen Kanälen das typisch Ulmeneske Entertainmentprogramm abfeuert.

Und für alle, die den Glauben an Deutschen Film und Humor weiterhin nicht aufgeben: Ulmen bleibt einer der wenigen Namen, die man getrost in die Gesichter derer schmettern kann, die uns mit ihren Argumenten „Pocher, Bart, Schweighöfer und Schweiger“ die Schattenseiten der heimsichen Entertainment-Welt aufzeigen wollen. Denn solange Herr Ulmen nicht müde wird, arbeitet er immer weiter an neuen Ideen – ganz vorne, da wo die Gegenwart an die Zukunft grenzt. Mit der selbst produzierten Serie Mann/Frau traf er 2014 nämlich nicht nur perfekt den Humor der post-Sex&theCity-Generation, sondern erkannte auch das Potential des Formates Webserie.

jerks. jetzt nur bei maxdome

Deshalb ist es eigentlich auch keine Überraschung, dass Ulmens aktuelles Projekt ihn zum Regisseur und Hauptdarsteller der ersten deutschen Video-on-Demand-Serie gemacht hat. Mit jerks. hatten wir die Ehre für Christian Ulmen ein Herzensprojekt wahr werden zu lassen. Ein Projekt, das vielleicht ein paar Regeln bricht aber mal ehrlich: Machen wir das nicht viel zu selten?  Die Grenzen zwischen Web und TV hat Christian Ulmen bereits vor Jahren abgerissen. In Sachen Humor lässt er sich zum Glück sowieso keine aufzeigen und mit jerks. verschwimmen auch noch die Grenzen zwischen Realität und Fiktion.

In diesem Sinne, muss das Eingangsstatement noch einmal ein klein wenig abgeändert werden:

Danke MTV für Nirvana Unplugged.

Danke Christian Ulmen für Christian Ulmen. Und jerks.

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