Anti-Valentinstagsfilme – Der etwas andere Film-Tipp

13.02.2017 von Schlagwörter: , , , , , ,

Überall Herzen, Rosen und Verliebte – der Valentinstag lässt grüßen. Doch was wenn man auf den ganzen Liebeswahnsinn keine Lust hat, entweder weil der passende Partner fehlt oder man nicht auf Romantik steht – da können wir Abhilfe schaffen. Wir zeigen euch die besten Filme bei denen die Liebe scheitert, zerbricht oder in Mord und Totschlag endet. Und schon ist doch das Singledasein nicht mehr ganz so tragisch, denn lieber allein als solche Partner und solche Probleme. Falls auch diese Filme nichts für euch sind, dann hilft doch am Ende immer noch eine Portion Humor. Ladet eure beste Freundin oder euren besten Freund ein und genießt die Vorteile des Singlelebens, in dem Lug und Trug keine Chance haben.

 

Zeiten des Aufruhrs

10 Jahre nach Titanic stehen Leonardo DiCaprio (The Wolf of Wall Street) und Kate Winslet (Liebe braucht keine Ferien) 2007 erneut als Liebespaar vor der Kamera. In Zeiten des Aufruhrs spielen die beiden das Ehepaar Frank und April Wheeler, welche im Laufe der Ehejahre immer mehr an den Konventionen des Amerikas der 1950er-Jahre zu scheitern drohen. Ihre Sehnsüchte und Träume, die sie zu Beginn ihrer Ehe zuhauf hatten, lösen sich immer mehr in Luft auf. Was dazu führt, dass sie sich emotional immer mehr voneinander lösen und versuchen diese Lücke durch Affären zu schließen. Ihre zwei gemeinsamen Kinder und die gesellschaftlichen Zwänge sorgen dafür, dass es für Frank und April keinen Ausweg aus ihrer unglücklichen Ehe gibt. Auch eine erneute Schwangerschaft gibt der Beziehung nicht den nötigen Aufwind.

Leonardo DiCaprio und Kate Winslet spielen das gescheiterte Ehepaar so überzeugend, dass Kate Winslet bei den Golden Globe Awards 2009 als Beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde und Leonardo DiCaprio sich zumindest über eine Nominierung als Bester Hauptdarsteller freuen durfte.

 

Der Rosen-Krieg

In Der Rosen-Krieg erzählt Anwalt Gavin D’Amato (Danny DeVito, Matilda) seinem Mandanten (Dan Castellaneta, Nothing in Common – Sie haben nichts gemeinsam) die tragische Geschichte des Ehepaars Oliver (Michael Douglas, Basic Instict) und Barbara Rose (Kathleen Turner, Peggy Sue hat geheiratet), um ihm vor Augen zuführen, dass eine Scheidung unbedingt geregelt ablaufen sollte. Oliver und Barbara Rose ließen sich nämlich nach 18 Ehejahren scheiden und waren sich bei fast allem einig, nur wer das Haus bekommt konnten Sie nicht klären und so kommt es zu einem erbitterten Kampf um das Domizil. Dabei ist ihnen jedes Mittel recht und eine wahre Zerstörungsorgie beginnt.

Der Film ist gespickt mit witzigen Momenten und ist dabei teilweise auch so grausam, dass einem das Lachen im Halse stecken bleibt. Michael Douglas und Kathleen Turner haben mit ihrer schauspielerischen Leistung nicht nur die Zuschauer überzeugt, es reichte sogar für zwei Nominierungen für die Golden Globe Awards 1990 als Beste Hauptdarsteller und als Beste Hauptdarstellerin.

 

(500) Days of Summer

(500) Days of Summer ist genau das Gegenteil von einem typischen Liebesfilm à la Hollywood. Denn diesmal verliebt sich der Typ in das Mädchen und das Mädchen will eben keine Beziehung. Sonst scheint es ja meistens andersherum zu sein. Doch beginnen wir von Vorne. Der Typ, Tom Hansen (Joseph Gordon-Levitt, The Walk), verknallt sich in die neue Assistentin seines Chefs. Bei einem Firmen-Karaoke-Abend verquatscht sich ein Kollege von Tom bei der Assistentin, namens Summer (Zooey Deschanel, Zum Ausziehen veführt) und so kommen sich die beiden in den nächsten Monaten näher. Tom und Summer beginnen eine Liebelei und er verliebt sich in sie. Doch Summer weigert sich vehement gegen eine Beziehung und so bleibt Tom mit einem gebrochenen Herzen allein zurück. Trauriger könnte eine Liebesgeschichte nicht sein, denn die schlimmste Form der Liebe ist doch die, die nicht auf Gegenseitigkeit beruht.

 

Die Hexen von Eastwick

Was macht Frau, wenn der Traummann weit und breit nicht zu finden ist – genau, sie wünscht ihn sich herbei. Doch leider entpuppt sich dieser dann als der Teufel höchstpersönlich. – In Die Hexen von Eastwick  haben die drei Freundinnen Jane Spofford (Susan Sarandon, Moonlight Mile), Sukie Ridgemont (Michelle Pfeiffer, Dark Shadows) und Alexandra Medford (Cher) bei ihrem wöchentlichen Kaffeeklatsch eine tolle Idee. Sie wollen sich ihren Wunschmann zusammenbauen und so beschwören sie gemeinsam einen geheimnisvollen Fremden herauf. Kurz darauf trifft in der Kleinstadt Eastwick der mysteriöse Darly van Horne (Jack Nicholson, Was das Herz begehrt) ein. Er schafft es die drei Frauen für sich zu gewinnen und zeigt ihnen, welches magische Potenzial in ihnen steckt. Zusammen feiern sie dekadente Orgien, bis die Einwohner des kleinen Städtchens sich gegen die drei Frauen wenden, um dem Treiben ein Ende zu setzen. Das hat zur Folge, dass eine der Einwohnerinnen durch das Zutun der drei Hexen und Darly ihr Leben verliert. Erschrocken über ihr Handeln entscheiden sich die Hexen von Eatswick, dass Darly verschwinden muss. Mithilfe einer Voodoo-Puppe schaffen sie es, Darly loszuwerden. Nicht ahnend, dass jede von Ihnen 9 Monate später ein Kind von Darly bekommt …

 

Anna Karenina

Anna Karenina ist wohl eine der tragischsten Figuren der Literaturgeschichte und beruht auf den gleichnamigen Roman von Leo Tolstoi. In der Neuverfilmung von 2012 spielt Keira Knightley (Fluch der Karibik) Anna Karenina, Aaron Taylor-Johnson (Avengers: Age of Ultron) Graf Alexei Wronski und Jude Law (Sherlock Holmes) den Ehemann von Anna Karenina, Fürst Alexei Karenin. Die berühmte Geschichte spielt in Russland des 19. Jahrhunderts. Anna Karenina heiratet mit gerade einmal 18 Jahren den Staatsbeamten Fürst Alexei Karenin, welcher ein sehr kalter und konservativer Mann ist und keinerlei Leidenschaft für seine junge Frau zeigt. Voller Sehnsucht nach Zärtlichkeit und Liebe, lässt sich Anna auf eine Affäre mit Graf Wronski ein. Dabei riskiert sie nicht nur ihre Ehe, sondern auch ihr Ansehen in der Gesellschaft. Hin – und hergerissen zwischen der Liebe zu Wronski und der gesellschaftlichen Ächtung, der sie seitdem ausgesetzt ist, wirft sie sich in ihrer Verzweiflung vor einen einfahrenden Zug und stirbt.

Das Besondere bei dieser Verfilmung liegt vor allem in der Inszenierung selbst. Alles scheint sich in einem Theater des 19. Jahrhunderts abzuspielen, inklusive sichtbarem Kostüm- und Kulissenwechsel. Eine außergewöhnliche Art der Darstellung, die man einfach gesehen haben muss.

 

Gone Girl

Nick (Ben AffleckBatman v Superman: Dawn of Justice) und Amy Dunne (Rosamund PikeHectors Reise oder Die Suche nach dem Glück) führen eine scheinbar glückliche Ehe, bis Amy am fünften Hochzeitstag spurlos verschwindet. Eine landesweite Suchaktion beginnt, doch von Amy keine Spur. Man findet nur ihr Tagebuch, in dem sie angibt, ihr Mann wäre ihr gegenüber gewalttätig. Der Verdacht gegen Nick erhärtet sich immer mehr und es beginnt eine regelrechte Hetzkampange gegen ihn. Nur seine Zwillingsschwester Margo (Carrie Coon) und der Staranwalt Tanner Bolt (Tyler Perry, Teenage Mutant Ninja Turtles: Out Of The Shadows) glauben an seine Unschuld und sind überzeugt, dass Amy alles inszeniert hat und die Einträge in dem Tagebuch nicht der Wahrheit entsprechen. Ein Katz- und Maus-Spiel beginnt.

Rosamund Pike wurde für ihre grandiose Leistung sowohl für den Golden Globe als auch für den Oscar als Bester Hauptdarstellerin nominiert.

 

 

 

Downloading Nancy

Nancy (Maria Bello, A History of Violence) wurde als Kind missbraucht und hat nie gelernt mit diesem Schmerz umzugehen. Selbst ihre Therapeutin Carol (Amy BrennemanDer Jane Austen Club) schafft es nicht der Borderlinerin Nancy zu helfen. Zudem steckt die junge Frau auch noch in einer unglücklichen Ehe mit dem vom Golf besessenen Albert (Rufus SewellAmazing Grace) fest. Ihren einzigen Ausweg zieht Nancy darin ihren Mann zu verlassen und zu ihrer Internetbekanntschaft Louis (Jason Patric, Beim Leben meiner Schwester) zu gehen. Sie hegt den perfiden Wunsch, sich von dem Sadisten Louis ermorden zu lassen. Doch dieser verliebt sich in Nancy, welche aber seine Gefühle nicht erwidern kann. Der Wunsch zu sterben besteht bei ihr weiterhin und so kommt Louis ihrer Bitte nach. Anschließend geht er zu Albert und erzählt ihm alles. Jahre später sieht Albert im Fernsehen, wie über die Ermordung seiner Frau und über Louis, der wegen des Mordes an Nancy eine Haftstrafe verbüßen muss, berichtet wird. Albert hat nun bereits selbst angefangen sich aus lauter Schuldgefühle zu ritzen und sucht einen Psychologen auf.

Downloading Nancy von 2008, ist ein Film bei dem man als Zuschauer absolute Nervenstärke beweisen muss und überzeugt vor allem durch die starke Leistung von Maria Bello.

 

Bei Anruf Mord

Im Filmklassiker Bei Anruf Mord von Alfred Hitchcock (Der unsichtbare Dritte), dem Meister des Thrillers, will der ehemalige Tennisprofi Toni Wendice (Ray MillandLove Story) seine Frau Margot (Grace KellyÜber den Dächern von Nizza) von dem Hochstapler Charles Swann (Anthony Dawson) umbringen lassen. Toni hat Angst, dass seine Frau ihn verlassen will, nachdem er einen Liebesbrief von Mark Halliday (Robert Cummings) in ihrer Handtasche gefunden hat. Um an das Vermögen von Margot zu kommen und um auch weiterhin seinen ausschweifenden Lebensstil pflegen zu können, will er Margot beseitigen. Swann scheint für den Job genau der Richtige zu sein. Er überfällt Margot eines Abends, als Toni nicht zu Hause ist, doch Margot kann sich retten, indem sie Swann in Notwehr eine Schere in den Rücken rammt. Daraufhin versucht Toni die Sache so hinzustellen, dass Margot geplant hatte Swann umzubringen, weil er sie erpresst haben soll. Toni steht kurz davor sein Ziel zu erreichen, doch Chefinspektor Hubbard (John Williams, Zeugin der Anklage) stellt Toni ein Falle.

 

Fifty Shades of Black

Die junge schüchterne Studentin Hannah Steale (Kali Hawk, Demon Kiss) lernt bei einem Vorstellungsgespräch den reichen Unternehmer Christian Black (Marlon WayansScary Movie) kennen. Sie ist sofort fasziniert von ihm und lässt sich auf eine Affäre mit ihm ein. Doch sie erkennt schnell, dass er ganz andere Vorstellung an eine Liebesbeziehung setzt als sie. Vor allem seine Vorliebe zu BDSM-Spiele ist völlig neu für sie. Doch Christian Black nimmt sie an die Hand und führt sie in die Welt der Peitschenhieb und Fesselspielchen ein.

Fifty Shades of Black nimmt, wie der Titel es schon erahnen lässt, die SM-Romanze Fifty Shades of Grey aufs Korn. Für alle, die mit dem Original-Film nichts anfangen konnten, ist diese Parodie genau das Richtige. Aber auch andere Blockbuster, wie Magic Mike XXL mit Channing Tatum, bleiben bei dieser Persiflage nicht verschont. Garantiert ein Angriff auf die Lachmuskeln.

 

Die Schadenfreundinnen

Die drei Freundinnen wider willen Carly Whitten (Cameron Diaz, Die Maske), Kate King (Leslie Mann17 Again) und Amber (Kate Upton, Aushilfsgangster) wurden von ein und demselben Mann betrogen. Nun sinnen sie nach Rache. Der Schürzenjäger Mark King  (Nikolaj Coster-Waldau, Mama) soll richtig Bluten dafür, dass er seine Frau Kate mit Carly betrogen hat, Carly nicht wusste, dass er überhaupt verheiratet ist und auch Amber, die Dritte im Bunde nicht wusste, dass Sie nur eine von vielen Gespielinnen von Mark war. Aus Feindinnen werden Freundinnen und sie schmieden zusammen einen bitterbösen Plan, wie sie Mark so richtig leiden lassen können. Trennung und Herzschmerz mal anders also.

 

 

 

 

 

 

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