Alle X-Men-Filme gerankt: Vom Schlechtesten zum Besten!

02.03.2017 von

Als 20th Century Fox 1994  die Rechte an den X-Men-Comics von MARVEL sicherte, ahnte wohl noch keiner, wie erfolgreich die Verfilmung werden würde.

Jetzt, mehr als 20 Jahre später, gehört das X-Men-Franchise zu den erfolgreichsten Filmreihen aller Zeiten, verpflichtet regelmäßig Megastars als Darsteller und hebt sich zwischen all den großen Comicverfilmungen immer wieder äußerst positiv hervor.

Mittlerweile läuft der zehnte Film der Reihe in den Kinos an. Wir haben das zum Anlass genommen, um den X-Men-Filmen ein Ranking zu verpassen.

 

PLATZ 10

X-Men Origins WolverineX-Men Origins: Wolverine (2009)

Ein Kriegstrauma und der tragische Tod seiner großen Liebe bringen James Howlett (Hugh Jackman, Australia) dazu, an dem geheimen Regierungsprogramm „Weapon X“ teilzunehmen. Sein Skelett wird dabei mit dem unzerstörbarem Metall Adamantium verwoben. Die Prozedur überlebt er nur, weil seine Mutantenfähigkeit eine rasante Selbstheilung ist, die ihn fast unsterblich macht. Mit seinen ausfahrbaren Krallen und seiner wölfischen Natur wird der kaum zu besiegende Mutant Wolverine geboren, der den Kampf mit dem Mörder seiner Freundin aufnimmt: Victor Creed alias Sabretooth (Liev Schreiber), einst ein Freund, nun ein ebenso gefährlicher Mutant wie Gegner, ist verantwortlich für den großen Schmerz, den Wolverine durchleidet. Er will daher nur noch eins: Rache!

Regie: Gavin Hood (Ender’s Game)

Hauptdarsteller: Hugh Jackman, Liev Schreiber, Ryan Reynolds

X-Men Origins: Wolverine war der erste XMen-Solofilm. Er bietet Spannung und einfallsreiche Action, aber die Story ist zu inkonsequent und angerissene Erzählstränge werden nicht zu Ende geführt. Außerdem kommen die Mutanten nicht an die Vielfaltigkeit der Vorgängerfilme ran. Immerhin kann hier Ryan Reynolds bereits als Deadpool üben. Daher Platz 9.

PLATZ 9

X-Men: ApocalypseApocalypse (2016)

Der fast allmächtige Apocalypse (Oscar Isaacs, Ex Machina) ist der älteste Mutant der Welt. Im alten Ägypten wurde er als Gott verehrt – doch dann wurde er verraten und fiel in einen Jahrtausende währenden Schlaf. Als er in unserer Zeit erwacht, ist er gar nicht mit der Entwicklung der Menschheit zufrieden. Um die Welt nach seinem Bild neu zu formen, erwählt er vier mächtige Mutanten als Champions, die für ihn kämpfen sollen: Die apokalyptischen Reiter. Seine Wahl trifft auf die junge Afrikanerin Storm (Alexandra Shipp, Straight Outta Compton), der Schwertkämpferin Psylocke (Olivia Munn, The Newsroom), den geflügelten Angel (Ben Hardy) und einen alten Bekannten: Magneto (Michael Fassbender). Nur die X-Men können ihn noch aufhalten. Für sie kämpft dieses Mal auch die Gestaltwandlerin Mystique (Jennifer Lawrence). An der Seite von Professor Charles Xavier (James McAvoy) kämpfen Jean Grey (Sophie Turner, Game of Thrones), Cyclops (Tye Sheridan, Mud – Kein Ausweg), Nightcrawler (Kodi Smit-McPhee, The Road) , Quicksilver (Evan Peters, American Horror Story) und Beast (Nicholas Hoult, Warm Bodies) …

Regie: Bryan Singer (Jack and the Giants)

Hauptdarsteller: Oscar Isaacs, Michael Fassbender, James McAvoy, Nicholas Hoult, Jennifer Lawrence, Sophie Turner, Rose Byrne, Olivia Munn

Nach dem Mega-Kritikererfolg Zukunft ist Vergangenheit kommt Apocalypse mit seiner sperrigen, zu bunten CGI, den fehlplatzierten Humoreinlagen und der pompös-monumentalen Inszenierung etwas überladen daher. Doch X-Men-Fans kommen voll auf ihre Kosten angesichts der Mutantendichte und geballter Actionszenen. Dass man alles aus Apocalypse schon einmal davor in einem der acht anderen Filme gesehen hat, ist vielleicht etwas störend, aber nicht unbedingt enttäuschend. Ein verdienter Platz 8.

PLATZ 8

X-Men Der letzte WiderstandX-Men:Der letzte Widerstand (2006)

Die Menschen haben ein Heilmittel gegen die X-Mutation entwickelt und so müssen sich die Mutanten rund um Charles Xavier (Patrick Stewart, Green Room) und Erik Lehnsherr/Magneto (Ian McKellen, Der Herr der Ringe – Die Gefährten) für oder gegen ihre Einzigartigkeit entscheiden. Denn wer von der Gesellschaft akzeptiert werden will, sollte nicht zu blauen Monstern werden oder ausfahrbare Krallen an den Händen haben.

Besonders Jean Grey (Famke Janssen, 96 Hours), Meistertelepathin und Schützling von Xavier, tut sich schwer mit ihrer Entscheidung, da sie ihre immensen Kräfte kaum zügeln kann und regelmäßig an ihre körperlichen Grenzen gerät, weil ihre geistigen Fähigkeiten alles bisher Gekannte übersteigen.  Zudem kommt es erneut zu einem Bruch zwischen Xavier und Magneto, als sich Magneto dafür ausspricht, die Menschen zu unterwerfen, da die Mutanten die stärkere Rasse seien und nicht umgekehrt. Bevor Wolverine oder Storm eingreifen können, eskaliert die Situation, und diesmal steht für die X-Men alles auf dem Spiel…

Regie: Brett Ratner (Rush Hour)

Hauptdarsteller: Patrick Stewart, Ian McKellen, Hugh Jackman, Halle Berry, Famke Janssen, Anna Paquin, James Marsden

Auch der dritte X-Men-Teil verschenkt viel Potenzial, weil die Handlung so überladen wirkt. Auch die guten Effekte und die geballte Action können nicht von Logiklöchern und dramaturgischen Lücken ablenken. Doch die Mutanten überzeugen wieder auf ganzer Linie und das grandiose Aufeinandertreffen zweier Weltanschauungen funktioniert besonders gut, wenn die beiden Meinungsvertreter mit so unterschiedlichen Kräften ausgestattet werden. Das tragische Ende des Films und die unerwarteten Wendungen tun ihr Übriges.

 

PLATZ 7

Weg des KriegersWolverine: Weg des Kriegers (2013)

Eigentlich ist der Mutant Wolverine dank seiner Selbstheilung unverwüstlich. Doch der Tod seiner geliebten Jean Grey (Famke Janssen) setzt dem Mutanten so sehr zu, dass er sich zurückzieht und mit der Welt um sich herum abschließt. Er führt ein Leben als Einsiedler in den kanadischen Wäldern – und bekommt eine zwielichtige Einladung nach Japan, wo ihm der schwerste Kampf seines Lebens bevorsteht.

An seine Seite tritt eine ebenso schöne wie mysteriöse Frau, sein Gegner ist ein gefährlicher Mutant namens Silver Samurai. Und die Welt, in die er hineingerät? Voll mit Samuraischwertern, Ninjas und den Yakuza. Wolverine wappnet sich: Denn er muss seinen Schmerz überwinden und endlich wieder er selbst werden.

Regie: James Mangold (Todeszug nach Yuma)

Hauptdarsteller: Hugh Jackman, Tao Okamoto, Rila Fukushima, Hiroyuki Sanada, Svetlana Khodchenkova, Hal Yamanouchi

Mit einem grandiosen Score unterlegt und mit großartigen Bildern inszeniert ist Wolverines zweiter Solofilm zu einem wirklichen Kinoerlebnis geraten. In der mystischen Welt der japanischen Kampfkunst erfährt nicht nur Wolverine, was Kampfgeist und Loyalität bedeuten, sondern auch der Zuschauer wird in eine farbenfrohe Welt aus Mystik, Kampfchoreografien und gefährlichen Gegnern entführt. Eine gute Entschädigung nach dem verpatzten 3. Film der X-Men-Reihe.

PLATZ 6

X-MenX-Men (2000)

Der allererste X-Men-Film erzählt klassisch die Geschichte von Gut und Böse: Auf der einen Seite der mächtigste Telepath der Welt, Professor Charles Xavier (Patrick Stewart), der gemeinsam mit den Mutanten Storm (Halle Berry, Gothica), Cyclops (James Marsden, Westworld) und Jean Grey (Famke Janssen) verlorenen Mutanten wie der jungen Rogue (Anna Paquin, True Blood) hilft, die mit ihren mächtigen Kräften überfordert ist. Auf der gegnerischen Seite stehen der begabte Magneto/Erik Lehnsherr (Ian McKellen), der mit seinen gewaltigen magnetischen Kräften die gewöhnlichen Menschen auf ihren Platz verweisen will. Zwischen all dem steht Wolverine, der ohne Erinnerung an sein Leben durch die Welt strauchelt. Xavier und Erik, die sich schon als junge Männer kannten, sammeln ihre Schar um sich und begegnen sich mit Waffen- und Mutantengewalt. Im Endeffekt steht aber etwas viel Größeres auf dem Spiel, als die Freundschaft der beiden Männer. Denn was in der Zukunft auch kommen mag – die Mutanten müssen ihre Kräfte vereinen und gegen noch viel stärkere Gegner antreten…

Regie: Bryan Singer

Hauptdarsteller: Patrick Stewart, Ian McKellen, Hugh Jackman, Famke Janssen, Anna Paquin, James Marsden, Halle Berry

Mit X-Men hat Regisseur Bryan Singer das totgeglaubte Comicgenre neu belebt. Abwechslungsreich, mit Eigenleben und Geschichte kommen die Mutanten daher, allesamt stark gespielt von einer Riege bereits oder später groß gewordener Hollywood-Stars. Die Story strotzt vor mitreißenden Wendungen, eloquenten Dialogen und einem Gespür für Figuren; die Inszenierung ist handwerklich einwandfrei und sehr innovativ. Ein gelungener Start für ein sehr erfolgreiches Franchise.

 

PLATZ 5

X-Men2X-Men 2 (2003)

Magneto sitzt in einem ausbruchsicheren Gefängnis, während sich Xavier und seine X-Men einer großen Gefahr gegenüber sehen: Der gefährliche Mutantenhasser Stryker (Brian Cox, R.E.D.) schmiedet Pläne, wie er weltweit alle Mutanten auslöschen kann. Dazu bringt den unsicheren, introvertieren Nightcrawler/Kurt Wagner (Alan Cumming, The Tempest) dazu, ein Attentat auf den Präsidenten der Vereinigten Staaten  zu verüben und es so aussehen zu lassen, als wollten sich Mutanten auf der ganzen Welt ihre Freiheit erkämpfen. Währenddessen ist auch Xavier mit seinem Cerebro in Gefahr: Col. Stryker will die Maschine um jeden Preis für sich haben, denn damit ist es ihm möglich, alle Mutanten überall auf der Welt auszuspüren – und auszulöschen…

Regie: Bryan Singer

Hauptdarsteller: Hugh Jackman, Ian McKellen; Brian Cox, Famke Janssen, Patrick Stewart, Rebecca Romjin, James Marsden, Halle Berry, Anna Paquin

Temporeich, flüssig und über alle Maßen unterhaltsam präsentiert X-Men 2 nicht nur eine Reihe neuer Mutanten und Gegner, sondern bietet auch jede Menge Stoff zum Nachdenken. Dabei werden nicht nur am Ende des Films neue Ansätze zu etlichen Fortsetzungen gegeben, sondern auch klare Botschaften gesendet: Es gibt nicht die eine Rasse, die über die anderen herrschen darf. Es gilt, ein Gleichgewicht zu finden. Gleichgewicht findet der Film auf jeden Fall: Visuell auf höchstem Niveau und mit einer äußerst überzeugenden Story übertrifft er den bereits sehr guten Vorgänger nochmal um ein großes Stück.

 

PLATZ 4

DeadpoolDeadpool (2016)

Der Söldner Wade Wilson (Ryan Reynolds) ist ein Mutant – doch seine großen Kräfte entdeckt er erst, als er aufgrund seiner tödlich verlaufenden Krebserkrankung an einem gefährlichen Experiment teilnimmt. Danach stellt seine Selbstheilung sogar die von Wolverine in den Schatten – er kann sogar ganze Gliedmaßen nachwachsen lassen. Er ist jedoch auch völlig entstellt und dadurch unfähig, zu seiner geliebten Frau Vanessa (Morena Baccarin, Serenity – Fluch in neue Welten) zurückzukehren. Also macht sich der sarkastische und äußerst gewaltbereite Wade als Deadpool auf, um sich an seinen Peinigern mit Schwert und Knarre zu rächen. Allen voran dem sadistischen Ajax (Ed Skrein, The Transporter Refueled), der nicht nur übermenschliche Kräfte besitzt, sondern auch noch keine Schmerzen spürt. Dabei kommentiert Deadpool all das blutige Geschehen um sich herum auch noch beißendem Zynismus. Dass der witzige Mutant dabei auch noch absolut darüber im Klaren ist, dass er eigentlich nur eine Comicfigur im großen Marvel-Universum ist, enthält er seinen Gegner lieber vor. Stattdessen schlachtet er sie systematisch und ziemlich klugscheißerisch ab – und flucht dabei, dass Jordan „Fucking“ Belfort wahrscheinlich rote Ohren bekäme. Ein richtiger Charmeur eben, dieser Deadpool.

Regie: Tim Miller

Hauptdarsteller: Ryan Reynolds, Deadpool, Morena Baccarin, Deadpool, Ed Skrein, Deadpool, T. J. Miller, Deadpool & in der Hauptrolle Deadpool als Wade Wilson

Okay Leute. Wisst ihr warum mein Film so cool ist? Warum er so viele fucking Zuschauer ins fucking Kino gelockt hat? Weil es endlich mal um die wahren Dinge des Lebens geht. Superhelden, schön und gut. Aber nicht ohne Grund habe ich, Le Grande Deadpool, trotz des sch***-R-Rating so sehr die Kinokassen klingeln lassen. Sex, Mord, Essen, Kämpfe, Männergespräche. Das ist das echte Leben, das muss man den Leuten zeigen (und nicht das, was Hugh Jackman alias Streifenhörnchen so von sich zeigt – obwohl ich zugeben muss, dass seine Muskeln selbst in Apocalypse noch ziemlich gut aussehen…) Wer auf knallharte Action, geile Kommentare und supergeile Kampfeinlagen/Softpornos/klasse Dialoge steht, der ist bei mir genau richtig. Peace Out.

PLATZ 3

X-Men Erste EntscheidungX-Men: Erste Entscheidung (2011)

Viele Jahre vor der Handlung von X-Men: Die jüngeren Ausgaben von Charles Xavier (James McAvoy, Drecksau) und Raven/Mystique (Jennifer Lawrence) treffen aufeinander; eine liebevolle Freundschaft entsteht. Etwa zur selben Zeit muss Erik Lehnsherr in einem Konzentrationslager der Nazis das Schlimmste durchmachen, was einem Jungen passieren kann: Er wird Zeuge der Ermordung seiner Mutter durch den bösartigen Lagerleiter Schmidt (Kevin Bacon, The Following). Daraufhin entfesselt er seine gewaltigen magnetischen Kräfte.

Wenige Jahre später macht sich Erik alias Magneto auf die Suche nach den Drahtziehern und Mördern seiner Mutter. Währenddessen baut Xavier seine Schule für talentierte Jugendliche auf und trifft auf die engagierte CIA-Agentin Moira MacTaggert (Rose Byrne, Insidious), die wie Magneto dem gefährlichen Schmidt alias Shaw auf der Spur ist. Shaw hingegen rekrutiert systematisch Mutanten, um sie bei seinem Krieg gegen die normalen Menschen als Waffen einzusetzen; Shaw selbst ist ein mächtiger Mutant, der es vermag ungeheure Kräfte in sich aufzunehmen.

Regie: Matthew Vaughn (Sternwanderer)

Hauptdarsteller: James McAvoy, Michael Fassbender, Jennifer Lawrence, Nicholas Hoult, Kevin Bacon, Rose Byrne, Lucas Till, January Jones…

Mit einem Staraufgebot und einer Reihe „neuer“ altbekannter Figuren trifft X-Men: Erste Entscheidung als Reboot bzw. Start einer neuen Trilogie genau ins Schwarze. Mit großartigen Effekten, rasanter Action, aber auch tiefsinniger Figurenzeichnung und exzellenter Storyausarbeitung hat Matthew Vaughn den Zeitgeist erfasst und punktet auf ganzer Linie. Mit Megastars wie Jennifer Lawrence als gestaltwandelnder, noch nicht zu sich selbst gefundener Mutantin oder Michael Fassbender als tief gepeinigten Antihelden kann man ja schon nichts falsch machen; aber das Aufgebot an jungen, talentierten Darstellern, die mit unglaublichem Spaß bei der Sache sind oder dem altbekannten Tausendsassa Kevin Bacon als wahnsinniger Bösewicht mit durchaus nachvollziehbaren Zielen machen Erste Entscheidung zu einem durchschlagenden Erfolg. Geschlagen werden kann die Comicverfilmung eigentlich nur von sich selbst: Nämlich wenige Jahre später in der Verbindung der ersten und zweiten X-Men-Reihe.

PLATZ 2

X-Men Zukunft ist VergangeheitX-Men: Zukunft ist Vergangenheit (2014)

Aufgrund der Ermordung von Bolivar Trask (Peter Dinklage, Game of Thrones) in der Vergangenheit durch Mystique werden Mutanten in der Zukunft systematisch verfolgt und ermordet. Gigantische Maschinen namens Sentinels machen den Mutanten den Garaus und sammeln dabei jede einzelne ihrer Kräfte. Nur die X-Men rund um Xavier und Magneto sind noch am Leben, weil die junge Kitty Pryde (Ellen Page, Hard Candy) es schafft, einen der ihren immer soweit in die Vergangenheit zurückzuschicken, dass er die Gruppe vor drohenden Angriffen warnen kann.

Professor X bittet Wolverine mit Kittys Hilfe ins Jahr der Ermordungs Trasks zurückzureisen und Mystique aufzuhalten; nur so könne die Auslöschung der Mutanten verhindert werden. Wolverine erklärt sich dazu bereit und während es Professor X, Magneto, Storm & Co in der Zukunft mit den Sentinels aufnehmen, versucht Wolverine in den 1970ern den jungen Xavier davon zu überzeugen, dass er aus der Zukunft kommt und sie retten alle zu retten versucht.

Regie: Bryan Singer

Hauptdarsteller: James McAvoy/Patrick Stewart, Michael Fassbender/Ian McKellen, Hugh Jackman, Jennifer Lawrence, Peter Dinklage, Evan Peters, Nicholas Hoult, Omar Sy, Ellen Page, Halle Berry

Platz 2 unseres X-Men-Rankings ist ein höchst intelligenter, sehr nachdenklicher Actionfilm, der nicht nur mit glänzenden Darstellern und einer äußerst glaubhaft überzeugenden Story auftrumpft, sondern auch aktuelle Thematiken wie Diskriminierung, Xenophobie und Rassismus aufgreift und diese äußerst anschaulich und kritisch verarbeitet. Die großartigen Actionszenen sind super geschnitten und sehr unterhaltsam und alles in allem bietet Zukunft ist Vergangenheit alles, was man sich von einer gelungenen Comicverfilmung wünscht – und darüber hinaus noch viel mehr. Popcorn-Kino darf auch anspruchsvoll sein, und das beweist Bryan Singer hier einmal mehr.

PLATZ 1

Logan: The Wolverine (2016)

Wir schreiben das Jahr 2026. Seit zehn Jahren wurden keine neuen Mutanten mehr geboren. Die wenigen Exemplare, die es noch gibt, haben weitestgehend ihre Kräfte verloren. So auch Logan alias Wolverine (Hugh Jackman). Mit grauem Bart und über und über mit Narben bedeckt, schlägt er sich als Limousinenfahrer durch. Anders als früher geht er Konflikten lieber aus dem Weg, denn seine Selbstheilung funktioniert nur noch sehr träge. Mit dem Geld, dass er verdient, kauft er Alkohol und illegale Medikamente. Diese sind jedoch nicht (nur) für ihn. Versteckt in einem Metallsilo auf einer trostlosen Farm, kümmert er sich zusammen mit dem Albinomutanten Caliban (Stephen Merchant, Hello Ladies) um den 90-jährigen Charles Xavier (Patrick Stewart). Der einstige Anführer der X-Men leidet unter Demenz – und seine telepathische Kräfte sind zur Gefahr für ihn und andere geworden.

Als er für viel Geld ein mysteriöses Mädchen namens Laura (Dafne Keen) chauffieren soll, wird er unfreiwillig zum Ziel einer Armee aus skrupellosen Söldnern. Ein lebensgefährlicher Road Trip beginnt – dabei erfährt Logan, dass Laura ihm nicht nur mit ihrer wilden Art sehr ähnlich ist…

Regie: James Mangold

Hauptdarsteller: Hugh Jackman, Patrick Stewart, Stephen Merchant, Dafne Keen, Boyd Holbrook, Eliabeth Rodriguez, Richard E. Grant

Dem Erfolg von Deadpool ist es zu verdanken, dass auch Logan – The Wolverine ein Film mit R-Rating sein durfte, also explizit für Erwachsene (bei uns ab 16 Jahren). Es ist auch kaum vorstellbar, wie der Film anders hätte funktionieren können. Denn es ist ohne Zweifel der düsterste und brutalste Film der kompletten X-Men Filmreihe – und der beste. Denn das packende Mutantendrama ist nicht nur ein würdiger Abgang für Patrick Stewart und Hugh Jackman, die ihre Rollen seit 16 Jahren verkörpert haben. Sondern es beschäftigt sich auch mit universellen Themen wie Einsamkeit, Altern und Familie – und zwar auf hochemotionale Art und Weise. Da sind die rasant inszenierte Mutanten-Action und der sparsam aber wirkungsvoll eingesetzter Humor fast schon mehr ein Bonus, als der eigentliche Grund, den Film zu sehen. Und damit ist Logan – The Wolverine auch nicht nur der beste Film der X-Men Reihe. Sondern er kann sogar von The Dark Knight die Krone für den besten Superheldenfilm aller Zeiten übernehmen.

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