Der 21. Oktober 2015 – zu diesem Tag reist Marty McFly (Michael J. Fox, Doc Hollywood) in Zurück in die Zukunft II von 1985 durch die Zeit. Um seine Ankunft gebührend zu feiern, ist es höchste Zeit, dass wir uns dem Genre der Zeitreise-Filme widmen.

Zurück in Zukunft II ist nicht der erste Film, der von der Realität überholt wurde. So wird das Datum für den Tag des Jüngsten Gerichts, an dem die Maschinen sich gegen die Menschen erheben und einen Atomkrieg auslösen, in Terminator II als der 29. August 1997 angegeben. Zur selben Zeit wird die Welt laut 12 Monkeys auch durch einen verheerenden Virus dezimiert.

H.G. Wells, einer der Pioniere des Sci-Fi-Genres, schrieb 1895 mit Die Zeitmaschine die erste Zeitreisegeschichte überhaupt, und dessen Adaption für die Leinwand von 1960 ist auch ein Klassiker der Filmgeschichte. Seitdem gab es zahlreiche weitere Filme, die sich mit dem Thema des Reisens durch die Zeit beschäftigten, sowohl in die Zukunft als auch in die Vergangenheit. Dabei gibt es sowohl grimmige Actionvarianten wie die Filme der Terminator-Reihe, als auch eher komische Streifen wie die Zurück in die Zukunft-Trilogie.

Bei vielen von ihnen muss außerdem aufpassen, wenn plötzlich Zeitlinien verändert und Paradoxien geschaffen werden. Dadurch sind viele Zeitreise-Filme auch deswegen so faszinierend, weil sie den eigenen Gehirnschmalz anregen. Eines ist sicher: Zeitreise-Filme wird es sicher auch in Zukunft noch geben – zumindest bis zum Tag des Jüngsten Gerichts.

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Zurück in die Zukunft I – III (1985 – 1990)

Der rebellische Teenager Marty McFly (Michael J. Fox) hilft seinem Freund, den verrückten Wissenschaftler „Doc“ Emmett Brown (Christopher Lloyd), seine neueste Erfindung zu testen: Eine Zeitmaschine in Form eines Autos. Durch eine Verkettung unglücklicher Ereignisse verschlägt es ihn in das Jahr 1955, und in den beiden Fortsetzungen in die ferne Zukunft des Jahres 2015 sowie in den Wilden Westen.

Die witzige Science-Fiction-Trilogie von Robert Zemeckis (Flight) wird mit jedem Film turbulenter und bringt mehr Running Gags und wiederkehrende Motive unter. Zusätzlich hat sie einen legendären Soundtrack und für seine Zeit atemberaubende Tricks.

 

Und täglich grüßt das Murmeltier (1993)

Wie jedes Jahr muss der zynische Wettermoderator Phil Conners (Bill Murray, Lost in Translation) gemeinsam mit der neuen Produzentin Rita Hanson (Andie McDowell, Hudson Hawk – Der Meisterdieb) in dem Kaff Punxutawney über den Murmeltiertag berichten (den es wirklich gibt). Nachdem er den Tag mehr schlecht als recht hinter sich gebracht hat, schläft er nachts im Hotel ein… und erwacht erneut morgens am Murmeltiertag. Und wieder. Und wieder. Schließlich findet er sich damit ab und beginnt, den sich wiederholenden Tag voll auszuschöpfen.

Der Komödienklassiker des im letzten Jahr verstorbenen Regisseurs Harold Ramis (Reine Nervensache) gibt keine Erklärung für die Zeitschleife und nutzt sie lieber als Aufhänger für eine kluge und äußerst witzige Parabel über persönliche Selbstfindung.

 

Source Code (2011)

Ohne zu wissen, wie er dorthin gekommen ist, erwacht der Hubschrauberpilot Colter Stevens (Jake Gyllenhaal) an Bord eines Personenzuges kurz vor Chicago. Ihm gegenüber sitzt eine Frau namens Christina (Michelle Monaghan, Kiss Kiss Bang Bang), die ihn als Sean anspricht. Noch bevor er sich klar werden kann, was wirklich vor sich geht, explodiert der Zug und reißt alle Insassen in den Tod. Kurz darauf befindet er sich wieder im Zug kurz vor der Explosion – langsam wird ihm klar, dass er die Katastrophe verhindern soll.

Der zweite Film von Duncan Jones (Moon) ist ein packender Mysterythriller über ein sprichwörtliches Rennen gegen die Zeit mit Jake Gyllenhaal in Höchstform.

 

Live Die Repeat: Edge of Tomorrow (2014)

In nicht allzu ferner Zukunft befindet sich die Menschheit im Krieg mit aggressiven Aliens namens Mimics. Die Außerirdischen scheinen ihren Gegnern immer einen Schritt voraus zu sein und haben bereits ganz Europa überrollt. Eigentlich nur für die PR verantwortlich, verschlägt es den Soldaten William Cage (Tom Cruise) an die Front – wo er prompt ebenso wie seine Kameraden niedergemetzelt wird. Kurz darauf wacht er wieder auf und die Schlacht steht erneut kurz bevor – wieder stirbt er, um danach wieder zu erwachen. Nur die Kriegsheldin Rita Vrataski (Emily Blunt, Der Teufel trägt Prada) scheint zu wissen, warum er in einer Zeitschleife gefangen ist – und wie es dabei helfen kann, die Mimics zu besiegen.

Action-Spezialist Doug Liman (Die Bourne Identität) adaptierte den japanischen Roman „All you need is kill“ und machte daraus ein wahres Effekt-Gewitter, ohne dabei auf eine spannende Geschichte und eine Prise Humor zu verzichten.

 

Terminator 2 – Tag der Abrechnung (1991)

Zehn Jahre sind vergangen, seit die Killermaschine aus der Zukunft, der Terminator (Arnold Schwarzenegger), versucht hat, Sarah Connor (Linda Hamilton, Stille Nacht – Das Weihnachtswunder) zu töten, bevor sie ihren Sohn John zur Welt bringen kann, der in der Zukunft den Widerstands gegen die Maschinenherrschaft anführen wird. Jetzt ist Sarah Connor in der Nervenheilanstalt und der zehnjähriger John (Edward Furlong, American History X) lebt bei Pflegeeltern. Da taucht plötzlich ein neuer, noch tödlicherer Killerroboter aus der Zukunft auf, der T-1000 (Robert Patrick, Fünf Minarette in New York). Ein umprogrammierter Terminator wurde ihm jedoch hinterhergeschickt – es kommt zum Duell der Maschinen.

Nach seinem Low-Budget-Hit Terminator schuf James Cameron (Avatar – Aufbruch nach Pandora) mit der Fortsetzung einen fulminanten Blockbuster, der in Sachen Action und Tricktechnik Maßstäbe setzte.

 

12 Monkeys (1996)

Im Jahr 2035 lebt nur noch ein kümmerlicher Rest der Menschheit unter Tage, während die Außenwelt durch einen tödlichen Virus verseucht ist. Der Verbrecher John Cole (Bruce Willis) wird mit einer Zeitmaschine in das Jahr 1996 zurückgeschickt, um kurz vor Ausbruch der Seuche den Verursacher zu finden. Dort landet er jedoch schnell im Irrenhaus, wo die Psychiaterin Dr. Kathryn Railly (Madeline Stowe, Revenge) ebenso von seinen scheinbar wahnsinnigen Visionen fasziniert ist wie sein irrer Mitinsasse Jeffrey Goines (Brad Pitt).

Der Film von Kultregisseur Terry Gilliam (König der Fischer) kombiniert skurrile Bilder und surrealen Humor mit einer düsteren Geschichte voller Wendungen.

 

Project Almanac (2014)

Als der ehrgeizige junge Erfinder David (Johnny Weston, Mavericks – Lebe deinen Traum) nach einer Idee für eine Erfindung sucht, mit der er am renommierten MIT aufgenommen wird, entdeckt er mit seinen Freunden durch Zufall Pläne für den Bau einer Zeitmaschine, die sein Vater (Gary Weeks, Alabama Moon) hinterlassen hat. Fasziniert von den Möglichkeiten, machen sich die Teenager daran, das Gerät tatsächlich zu bauen. Nach erfolgreichen Tests gelingt es ihnen, in die Vergangenheit zu springen und diese sogar zu verändern – aber das hat Folgen für ihre Gegenwart…

Im Found Footage-Stil gedreht, gelingt es dem Low Budget-Film von Dan Israelite, eine spannende Zeitreisegeschichte zu erzählen, die ihre Effekte sparsam aber wirkungsvoll einsetzt. Gleichzeitig versteckt sich in dem Film aber auch eine anrührende Teenie-Romanze.

 

Predestination (2014)

Aus der Zukunft vom „Temporal Bureau“ geschickt, ist ein Zeitagent (Ethan Hawke, Training Day) dem „Fizzle Bomber“ auf den Fersen, der in den 1970er Jahren verheerende Bombenanschläge verübt und dabei seinem Jäger immer einen Schritt voraus zu sein scheint. Als er verdeckt in der Vergangenheit als Barkeeper arbeitet, trifft auf den androgynen Autor John (Sarah SnookThese Final Hours). Dieser wettet mit ihm, dass Johns Leben die beste Geschichte ist, die er je hören wird. Der Barkeeper schlägt ein und hört zu…

Auf einer Kurzgeschichte des legendären Sci-Fi-Autors Robert Heinlein beruhend, erfordert die verschlungene Zeitreise-Story des Films viel Aufmerksamkeit. Das Regieduo Michael und Peter Spierig (Daybreakers) gelang dabei mit wenigen Mitteln ein spannender Film, auch wenn die paradoxe Logik teilweise schwer nachzuvollziehen ist.

 

Butterfly Effect (2002)

Seit seiner Kindheit leidet Evan Treborn (Ashton Kutcher) an seltsamen Blackouts, während dessen er sich an nichts mehr erinnern kann. Erst als er an der Uni ist, erkennt er, dass er eine einmalige Gabe hat: Wenn er sich auf einen Blackout in seiner eigenen Vergangenheit konzentriert, kann in der Zeit zurückreisen und die Geschehnisse verändern. Evan versucht nun, sein Leben in bessere Bahnen zu lenken und unter anderem mit seiner Jugendliebe Rayleigh (Amy Smart, Just Friends – No Sex) zusammen zu kommen. Doch immer wieder führen seine Manipulationen zu einer noch schlimmeren Zukunft…

Auch wenn der Mysterythriller einige Logiklöcher aufweist, so ist es doch eine spannende, düstere Geschichte, die nebenbei auch das Schauspieltalent Ashton Kutchers unter Beweis stellt.

 

Time Crimes (2007)

Frisch ins neue Haus gezogen, beobachtet Héctor (Karra Elejalde) eine jungen Frau durchs Fernglas, als diese plötzlich von jemanden angegriffen wird. Als er ihr helfen will, wird er ebenfalls von dem Vermummten bedroht. Auf der Flucht vor ihm trifft Héctor auf einen Wissenschaftler, der ihm rät, sich in einer seltsamen Zentrifuge zu verstecken. Als er diese jedoch wieder verlässt, gibt es Héctor plötzlich zweimal – denn er ist eine Stunde in der Zeit zurückgereist und muss nun verhindern, dass er sich selbst begegnet.

Dank eines cleveren Drehbuchs voller überraschenden Wendungen wurde der spanische Low-Budget Film von Nacho Vigalondo, der auch den Wissenschaftler spielt, schnell zum Kulthit.

 

Alles eine Frage der Zeit (2013)

An seinem 21. Geburtstag erfährt der Engländer Tim (Domhnall Gleeson, Ex Machina) von seinem Vater (Bill Nighy, Wild Target), dass er die Fähigkeit besitzt, in der Zeit zurück zu reisen. Prompt versucht er, seine neue Gabe zu benutzen, um bei der schönen Charlotte (Margot Robbie, Focus) zu landen. Doch sie lässt ihn trotz Zeitreise abblitzen. Bessere Chancen hat er nach einem Umzug nach London bei der Amerikanerin Mary (Rachel McAdams, Morning Glory).

Quasi als Gegenentwurf zu düsteren Zeitreise-Thrillern wie Butterfly Effect (siehe oben) zeigt die romantische Komödie von Richard Curtis (Tatsächlich… Liebe), wie Tim mit seinen Zeitmanipulationen das Glück findet.

 

Die Zeitmaschine (1960)

Kurz nach dem Neujahr von 1900 lädt der Erfinder George (Rod Taylor) vier seiner Freunde ein, um ihnen sein Meisterwerk vorzustellen: Eine Zeitmaschine! Zu ihrem Erstaunen erscheint der Gastgeber völlig verlottert und mit Drei-Tage-Bart. Sichtlich erschüttert erzählt er von seinen Abenteuern beim Testen seiner Erfindung: Diese führten ihn in die ferne Zukunft, in welcher sich die Menschheit in eine überraschende Richtung entwickelt hat.

Der wegweisende Klassiker des Science-Fiction-Genres von H.G. Wells wurde mit für die damalige Zeit spektakulären Stop-Motion-Tricks verfilmt, ohne die sozialkritischen Töne der Vorlage zu vergessen. Eine Neufassung namens The Time Machine von 2002, obwohl von Wells‘ Urgroßenkel gedreht, setzte dagegen fast nur auf Schauwerte.

2 Responses to Zurück in die Zukunft, vorwärts in die Vergangenheit – Zeitreise-Filme

  1. Joey sagt:

    Bill und Teds verrückte Reise in die Zukunfthabt ihr wohl ganz vergessen!

    Volle Kanne Hoschi!

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