Die besten Wes Anderson Filme

28.09.2012 von Maik Patzwald Schlagwörter: , ,

Wes Anderson ist ein Filmemacher, dessen Name einem entweder gar nichts sagt oder der oftmals mit anderen Regiekollegen wie Paul W.S. Anderson (Resident Evil) oder Paul Thomas Anderson (Boogie Nights) verwechselt wird. Wes hat jedoch nichts mit schlechten Zombiefilmen zu tun, sondern ist vielmehr durch seine eigene exzentrische Handschrift als Filmemacher bekannt geworden. Man muss seine verschrobenen Charaktere, meist gespielt von wiederkehrenden Schauspielern, und seine Detailverliebtheit einfach gern haben. Wes Anderson Filme kann man auch auf einer gewissen Weise mit einer Art Bilderbuch vergleichen, in der akribisch jede Szene stilvoll komponiert und durch exzellente Musik (u.a von Mark Mothersbough) unterlegt wird.
Wes Anderson studierte Philosophie in Texas, wo er auch seinen Kollegen, den Schauspieler Owen Wilson, kennenlernte, mit dem er zusammen auch die Drehbücher zu seinen ersten drei Filmen Bottle Rocket, Rushmore und The Royal Tannenbaums verfasste. Owen spielte bisher auch in vielen seiner Filme mit, genauso wie Bill Murray und Jason Schwartzman.

Liste der besten Wes Anderson Filme

Rushmore

Mit Rushmore, seinem ersten großen Film nach Bottle Rocket, legt Anderson zum ersten mal seine skurrile Handschrift an den Tag, für welche er heute bekannt geworden ist. Dieser Film ist eine Coming Of Age-Geschichte, in welcher sich der Sonderling Max (Jason Schwartzman) an der Rushmore Academy in eine verwitwete Lehrerin verliebt. Diese hat jedoch Gefühle für seinen Mentor (Bill Murray). Daraufhin beginnt ein erbitterter Kleinkrieg zwischen Max und seinem Lehrer.

 

Die Royal Tenenbaums

In seinen nächsten Film vereint Wes Anderson zum ersten mal ein richtiges Star Ensemble. Neben den bekannten Stammschauspielern gesellen sich Größen wie Ben Stiller, Gene Hackman und Gwyneth Paltrow. Im Film Die Royal Tenenbaums geht es um eine zerklüftete Familie, die wieder zueinander findet. In dieser Komödie stehen auch die beiden Wilson-Brüder (Owen und Luke) gemeinsam vor der Kamera. Der Film ist eine tiefschwarze Familienkomödie mit der unverkennbaren Handschrift von Wes Anderson.

 

Die Tiefseetaucher mit Steve Zissou

Im Film Die Tiefseetaucher taucht Wes Anderson in die Welt des Jacques Cousteau ab. Der Film ist weniger eine Parodie als vielmehr eine Hommage an das filmische Werk von Cousteau. Denn auch Steve Zissou (Bill Murray) ist ein leidenschaftlicher Unterwasserfilmer, der mit seiner urkomischen Besatzung (u.a. Willem Dafoe als deutscher Klaus Daimler) die Tiefen des Ozeans erkundet. Als sein bester Freund und Mentor Esteban vom geheimnisumwobenen Jaguarhai getötet wird, schwört Steve Rache und setzt alles daran diesen Fisch zu finden und töten. Diese zu Beginn recht nüchterne Geschichte entwickelt sich zu einem waren Feuerwerk der guten Unterhaltung. Jedes nur erdenkliche Gerne kommt dabei zum Einsatz und wird durch die typische Erzählweise von Wes Anderson und einem genialen Soundtrack (u.a. Seu Jorge) einzigartig zusammengefügt.


 

The Darjeeling Limited

Wes Anderson schickt sein Stamm-Ensemble Owen Wilson und Jason Schwarzmann gemeinsam mit Adrien Brody auf einen Selbstfindungstrip nach Indien. Die drei Brüder haben sich nach dem Tod ihrer Eltern nicht mehr gesehen. Der älteste Bruder Francis (Owen Wilson) hat eine Zugreise im namensgebenden Darjeeling Limited Zug durch Indien geplant, mit dem Ziel einer Familienzusammenkunft in ein Kloster, in welchem sich ihre Mutter (Anjelica Houston) niedergelassen hat. Auf dieser Reise ereignen sich viele witzige und surreale Geschichten. Wes Anderson erzählt wieder einmal eine Geschichte einer mit Problemen behafteten Familie, welche dieses mal in einem fremden Land wieder zu sich findet.

 

Der fantastische Mr. Fox

Mit diesem Film betritt Wes Anderson neue Pfade, indem er das bekannte Kinderbuch von Roald Dahl „Der fantastische Mr. Fox“ als Stop-Motion Animationsfilm inszeniert. Mit an Bord sind wiedermal viele bekannte Gesichter aber auch Stars wie George Clooney (als Mr. Fox), die den Figuren nicht nur die Stimme geliehen haben, sondern die Rollen auch vor der Kamera gespielt haben. Im Gegensatz zu anderen Animationfilmen wurde mit der eigentlichen Arbeit erst begonnen, nachdem die Stimmen im Kasten waren.
Der fantastische Mr. Fox geht einem geregelten Arbeitsleben nach, doch nach einiger Zeit kann er seinem ureigenen, kleptomanischen Trieb nicht mehr widerstehen und beschließt, die drei größten nahegelegenen Fabriken und Bauern zu bestehlen. Als diese herausfinden, dass der diebische Fuchs wieder unterwegs ist, beschließen sie alles in Ihrer Macht stehende zu unternehmen, um diesen Fuchs zu fangen. Fantastic Mr. Fox ist mehr als nur ein Kinderfilm, durch die exzellente Sprecherleistung und der typischen Inszenierung gelingt es dem Film, auch ein erwachsenes Publikum zu finden.

 

Moonrise Kingdom

Sein aktueller Film Moonrise Kingdom ist wieder einmal eine Coming-Of Age Geschichte, die von zwei 12-jährigen Kindern erzählt, die füreinander Gefühle entwickeln. Der Film spielt im Sommer des Jahres 1965 auf einer fiktiven Insel namens New Penzance vor der Küste Neuenglands. Dort lebt der Pfadfinder Sam, der in Suzie verliebt ist. Weil Eltern und Lehrer aber mit Unverständnis auf die Beziehung reagieren, beschließen die beiden eines Tages, von zu Hause reißaus zu nehmen. Doch ihre Flucht bleibt nur kurz unbemerkt. Und während Sam und Suzy sich auf den Weg zu einer einsamen Bucht machen, der sie den Namen Moonrise Kingdom gegeben haben, setzt sich ein Suchtrupp an ihre Fersen. Neben Suzys Eltern (Frances McDormand und Bill Murray) sind dies der ein wenig hilflos wirkende Dorf-Sheriff Sharp (Bruce Willis), der etwas verplante Oberpfadfinder Ward (Edward Norton) und eine übereifrige Sozialarbeiterin (Tilda Swinton).

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