The Dark Knight Rises – Höhepunkt der Batman Trilogie

19.07.2012 von André Wagner Schlagwörter: , ,

Comicfans und Anhängern der DC-Superhelden dürfte es derzeit ungefähr so gehen wie kleinen Kindern in der zweiten Adventswoche;  nur warten sie eben nicht aufs Christkind, sondern darauf, dass sich der Dunkle Ritter endlich erhebt. In diesem Jahr gibt es wohl kaum einen Kinofilm, dessen  Start so herbeigesehnt wird wie The Dark Knight Rises, der dritte Batman-Streich von Star-Regisseur Chris Nolan.

Erfreulicherweise schlüpft Christian Bale auch diesmal wieder in die Rolle des Dunklen Ritters, leider tut er es jedoch zum letzten Mal. Wie Nolan hängt auch der Oscar-Gewinner den Fledermaus-Umhang nun endgültig an den Nagel. Äußerst bedauerlich, war Bale doch der einzige der bisher acht Batman-Darsteller, der dem Superhelden ohne Superkräfte die nötige charakterliche Tiefe verliehen hat und Bruce Wayne a.k.a. Batman als den von Ängsten und Selbstzweifeln gequälten Menschen darstellte, der er wirklich ist.

Der Bösewicht als heimlicher Star

Heimlicher Star in The Dark Knight Rises ist allerdings Bane, verkörpert durch Tom Hardy, der sich für die Rolle des Bösewichts zu den schon vorhandenen 90 Kilo noch einmal 14 kg Muskeln antrainierte.

Waren Scarecrow in Batman Begins und der Joker in The Dark Knight noch ebenbürtige Gegner, beschleicht einen beim Anblick des muskelbepackten Bösewichts von Anfang an dieses miese Gefühl, dass Batman diesmal seinen Meister gefunden haben dürfte. Nolan widmet dem Schurken viel Zeit und greift auch Banes Hintergrundgeschichte von Geburt und Kindheit in einem Gefängnis auf, um damit Batmans gefährlichsten Widersacher genau zu charakterisieren.

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Neben den altbekannten Figuren wie Polizeichef Gordon, Butler Alfred und Finanz- und Gizmo-Meister Lucius Fox führt Nolan im dritten und die Trilogie abschließenden Teil neue, für den Handlungsverlauf aber wichtige Charaktere ein, u.a. den idealistischen Cop Blake (Joseph Gordon-Levitt), die philanthrophische Milliardärin Miranda Tate (Marion Cotillard) oder die raffinierte Diebin Selina Kyle (Anne Hathaway), die alsbald als Catwoman Gotham unsicher macht.

Zwar dauert The Dark Knight Rises fast drei Stunden, aber bei so vielen unterschiedlichen Charakteren bleibt es nicht aus, dass die ein oder andere charakterliche Präsentation etwas zu kurz kommt. Dennoch gelingt es Nolan, die einzelnen Handlungsfäden am Ende geschickt zu einem allumfassenden Ganzen zu verbinden, ohne dabei Fragen offen zu lassen.

Spektakuläre Action und leise Systemkritik

Und wie schon bei den beiden Vorgängern kommt auch in The Dark Knight Rises die Action nicht zu kurz. Angefangen von einer spektakulären Flucht und Entführung aus einem fliegenden Flugzeug, bis hin zu Banes explosiven Anschlägen auf die Börse oder ein proppenvolles Football-Stadion während eines Spiels. Letztere dürfen gerne auch als leise Kritik Nolans auf das amerikanische System verstanden werden.

Mit The Dark Knight Rises findet Nolans Batman-Trilogie sein spektakuläres und wohlverdientes Ende. Wer auch immer als zukünftiger Batman-Regisseur in Nolans Fußstapfen treten wird, tritt ein schweres Erbe an, denn Nolan beendet seine Superhelden-Arbeit mit einem Höhepunkt der Filmgeschichte und die sind bekanntlich immer schwer zu toppen.

The Dark Knight Rises online schauen

Bei maxdome kann man noch vor Kinostart eine exklusive Preview von The Dark Knight Rises kostenlos online schauen.

 

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