Am 16. August 1962 in Concord, Massachusetts geboren, interessierte sich Steve Carell zunächst eher für den Hockeysport and das Spielen der Querflöte. Nach kleineren Film- und Showrollen fiel er erstmals in der Politsatiresendung The Daily Show auf, wo er als regelmäßiger Kommentator von 1999 bis 2005 zu sehen war. Sein großer Durchbruch gelang ihm 2005 mit der Hauptrolle in der Comedyserie The Office, ein US-Remake einer britischen Erfolgsserie, auf der auch Stromberg basiert. Im selben Jahr konnte er auch die erste Hauptrolle in der Komödie Jungfrau, 40, männlich, sucht ergattern. Es war der Beginn einer steilen Comedy-Karriere.

Zudem bewies er gleich auch noch, dass ihm auch dramatische Rollen liegen. Obwohl es sich bei dem Independent-Hit Little Miss Sunshine ebenfalls um eine Komödie handelte, spielte Steve Carell darin eine eher ernste Rolle als depressiver, homosexueller Proust-Experte. Mit den Hauptrollen in Evan Allmächtig, in dessen Vorgänger Bruce Allmächtig er ebenfalls bereits mitspielte, und Get Smart verkörperte er allerdings wieder jene Art von leicht verklemmten Jedermann, mit dem er berühmt wurde.

2010 kündigte Steve Carell das Ende von The Office an, um sich noch mehr auf seine Filmkarriere konzentrieren zu können. Diesen Worten ließ er dann auch sogleich Taten folgen. So war er zusammen mit Tina Fey in Date Night zu sehen, und in Dinner für Spinner an der Seite von Paul Rudd. In Crazy, Stupid, Love spielte er wieder eine etwas ernstere Rolle als frisch-geschiedener Mann in der Mid-Life Crisis. In Der unglaubliche Burt Wonderstone durfte er sich dann noch einmal als alberner Bühnenzauberer austoben, bevor er in Foxcatcher eine richtig düstere Figur spielte – und dafür seine erste Oscarnominierung und viele weitere Preise erhielt. Es werden sicherlich nicht die letzten bleiben in seiner Karriere, die gerade erst begonnen hat.

 

Die besten Filme mit Steve Carell bei maxdome

 

Foxcatcher (2014)

Der exzentrische Millionär John E. Du Pont (Steve Carell) will die beiden Wrestler und Brüder Mark (Channing Tatum) und David Schultz (Mark Ruffalo, The Avengers) auf seiner Foxcatcher Ranch ausbilden. Während David zunächst ablehnt, lässt sich Mark darauf ein. Zunächst entsteht zwischen Du Pont und Mark eine enge Freundschaft, doch Drogen und Missgunst lassen diese bald zerbrechen – eine Tragödie bahnt sich an.

Kaum wieder zu erkennen unter dickem Make-Up, brachte die Rolle in dem düsteren Tatsachendrama Steve Carell seine erste Oscarnominierung ein.

Jungfrau (40), männlich, sucht… (2005)

Als seine Arbeitskollegen (u.a. Paul Rudd, Seth Rogen) erfahren, dass der schüchterne 40-jährige Andy Stitzer (Steve Carell) noch Jungfrau ist, beschließen sie, alles daran zu tun, um das zu ändern. Doch ihre gutgemeinten Bemühungen enden stets nur in Chaos und Peinlichkeiten. Doch dann lernt Andy ganz von allein Trish (Catherine Kenner, Genug Gesagt) kennen…

In seinem ersten Comedyhit kombiniert Erfolgsproduzent und –regisseur Judd Apatow (Beim ersten Mal) geschickt infantilen Humor mit ehrlichen Emotionen.

 

Crazy, Stupid, Love (2011)

Nachdem Cal (Steve Carell) erfährt, dass seine Frau (Julianne Moore) ihn betrogen hat und die Scheidung will, betrinkt er sich in einer Bar. Dort wird der Womanizer Jacob (Ryan Gosling, Only God Forgives) auf ihn aufmerksam und nimmt ihn unter seine Fittiche. Während Cal dank seiner Anleitung bald ein Date nach dem anderen hat, knabbert Jacob selbst an dem einzigen Korb, den er je gekriegt hat, von der frischverlobten Hannah (Emma Stone).

Drehbuchautor Dan Fogelman (Rapunzel – neu verfönt) hatte Steve Carell für die Hauptrolle bereits vorgesehen, als er die stargespickte Komödie schrieb.

Little Miss Sunshine (2005)

Es ist der Traum der leicht pummeligen, siebenjährigen Olive (Abigail Breslin, Perfect Sisters): einmal an einem Schönheitswettbewerb teilnehmen. Um diesen zu erfüllen, macht sich ihre gestresste Mutter (Toni Collette, In den Schuhen meiner Schwester) in einem klapprigen VW-Bus auf eine chaotische Reise quer durch die USA. Mit an Bord: der depressive, schwule Bruder (Steve Carell), der arrogante Gatte (Greg Kinnear, Unzertrennlich), der schwierige Teenager-Sohn (Paul Dano, There will be Blood) und der drogensüchtige Opa (Alan Arkin, Argo).

Drehbuchautor Michael Arndt (Die Tribute von Panem – Catching Fire) erhielt für die anrührende und gleichzeitig urkomische Story einen Oscar, ein zweiter ging an Alan Arkin.

 

Date Night – Gangster für eine Nacht (2010)

In der Ehe von Phil (Steve Carell) und Claire (Tina Fey, Zugelassen – Gib der Liebe eine Chance) hat sich Routine und Langeweile eingeschlichen. Um ihrer wöchentlichen Verabredung zum Essen mehr Pfiff zu verleihen, versucht Phil einen Tisch in einem der angesagtesten Restaurants der Stadt zu ergattern. Da dies zunächst nicht klappt, geben sich die beiden als die „Tripplehorns“ aus, die trotz Reservierung nicht erschienen sind. Dumm nur, dass die Tripplehorns Gangster sind – und Phil und Claire plötzlich von finsteren Gestalten gejagt werden.

Eines der Highlights der Komödie von Shawn Lewy (Nachts im Museum) ist der Gastauftritt von Mark Wahlberg als Sicherheitsexperte.

Dan – Mitten im Leben (2007)

Seit dem Tod seiner Frau hatte der dreifache Vater Dan (Steve Carell) kein einziges Date mehr. Als er mit seinen Töchtern zu einer Familienzusammenkunft fährt, lernt er durch Zufall in einem Buchladen die bezaubernde Marie (Juliette Binoche, Drei Farben: Blau) kennen. Kurz darauf stellt ihm sein Bruder (Dane CookDer Glücksbringer) seine neue Verlobte vor – es ist Marie.

Die romantische Story von Regisseur und Drehbuchautor Peter Hedges (Das wundersame Leben des Timothy Green) ist zwar vorhersehbar, aber äußerst charmant erzählt.

 

Dinner für Spinner (2010)

Der arrogante Chef (Bruce Greenwood, Star Trek) des ehrgeizigen Tim (Paul Rudd, Hauptsache Verliebt) veranstaltet monatlich ein „Dinner für Gewinner“, zu dem jeder Gast einen möglichst schrägen Vogel als Begleitung mitzubringen hat. Auf eine Beförderung hoffend, wird auch Tim dazu eingeladen und findet in dem naiven Hobby-Tierpräparator Barry (Steve Carrell) auch sogleich den perfekten Kandidaten. Als er diesen jedoch näher kennen lernt, meldet sich Tims Gewissen zu Wort…

Die beiden sympathischen Hauptdarsteller machen das Remake des gleichnamigen französischen Films von 1998 von Jay Roach (Meine Frau, ihre Schwiegeeltern und ich) trotz Längen sehenswert.

Ganz weit hinten (2013)

Widerwillig fährt der 14-jährige Duncan (Liam James) in den Sommerurlaub am Strand mit seiner Mutter Pam (Toni Collette) und dren neuen Freund Trent (Steve Carell), den Duncan nicht besonders leiden kann. Während er den Urlaubsort erkundet, freundet er sich mit Owen (Sam Rockwell, Choke) an, dem Manager des hiesigen Wasserparks.

Die Coming-of-Age Geschichte funktioniert vor allem dank der fantastischen Besetzung.

Der unglaubliche Burt Wonderstone (2013)

Zehn Jahre lang waren die Bühnenmagier Burt Wonderstone (Steve Carrell) und Anton Marvelton (Steve Buscemi, Boardwalk Empire) mit ihrer Show in Las Vegas erfolgreich. Doch privat kriselt es zwischen den beiden Freunden aus Kindheitstagen. Als ihr Publikum auch noch zum risikofreudigen Konkurrenz-Magier Steve Gray (Jim Carrey) abwandert, scheinen dem Zauberduo die Tricks endgültig auszugehen.

Herrlich albern parodiert die Komödie Zauberkünstler wie Siegfried und Roy oder David Blaine. In einer kleinen Nebenrolle darf auch Michael „Bully“ Herbig (Wickie und die starken Männer) tricksen.

Anchorman – Die Legende kehrt zurück (2013)

Nachrichtensprecher Ron Burgundy (Will Ferrell, Schräger als Fiktion) und seine Frau Veronica Corningstone (Christina Applegate, Samantha Who?) moderieren erfolgreich zusammen. Doch dann wird sie befördert und er entlassen. Sechs Monate später ist er geschieden und seine Karriere am Ende. Als ihm ein 24-Stunden-Nachrichtensender einen Job anbietet, trommelt er seine alte Truppe zusammen, darunter auch den schrägen Wetterfrosch Brick Tamland (Steve Carrell).

Wie schon im Originalfilm von 2004 jagt einen Gag den nächsten, auch wenn nicht alle zünden.

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