Sean Penn gilt in Hollywood als ein wirklicher Charakterdarsteller. Er hat sich nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Regisseur und Drehbuchautor in der US-amerikanischen Filmgeschichte bewährt. Sean Penn ist filmisch gesehen ein absolutes Kraftpaket und hat intensive Arbeiten vorzuweisen. Auf seiner bunten und bewegten Filmkarriere, hat er viel Stärke gezeigt, aber auch immer wieder für einen Aufruhr in den Medien gesorgt, durch sein chaotisches Privatleben oder durch zum Beispiel politische Statements.

Der Beginn einer großen Karriere

Sean Penn wurde am 17.08.1960 in Santa Monica, Kalifornien geboren. Er ist der zweite Sohn von Leo Penn, einem Regisseur, Schauspieler und Schriftsteller und von Eileen Ryan, ebenfalls Schauspielerin. Sein Bruder Chris Penn war ebenfalls Schauspieler. Sein älterer Bruder Michael Penn ist als Musiker tätig. Schon früh war für ihn klar, dass er Schauspieler werden wollte. Er nahm Schauspielunterricht direkt nach der High School und verdiente nebenbei sein Geld als Assistent am Group Repertory in Los Angeles. Neben kleineren Rollen in TV- Filmen und im Theater gab er seinen Auftakt in dem Stück Heartland am Broadway. 1981 stand er für seinen ersten Kinofilm mit Tom Cruise vor der Kamera für Die Kadetten von Bunker Hill. Er arbeitete stets mit viel Perfektion und Akribie an seinen Rollen. 1982 erlebte er einen weiteren Erfolg mit dem Film Ich glaub ich steh im Wald. Der Durchbruch in Hollywood gelang ihm mit Filmen wie Carlito´s Way für den er eine Golden Globe Auszeichnung erhielt und auch für Dead Man Walking. Für den Appell gegen die Todesstrafe wurde er in diesem Film für einen Oscar nominiert. Sein Ruf als Schauspieler wurde dadruch begründet und gefestigt. Einige Jahre später wurde er wieder für einen Oscar nominiert. In den 90er Jahren ist Sean Penn als dynamischer, vielseitiger und reifer Schauspieler aufgefallen, der in einigen Filmen durch sein schauspielerisches Geschick überzeugen konnte. 1999 landete er mit Sweet and Lowdown, einer Komödie von Woody Allen auf der Nominierungsliste für den Oscar und 2001 wurde er für das Drama Ich bin Sam erneut für den Oscar nominiert. Auch als Regisseur ist Sean Penn kein unbeschriebenes Blatt. Im Jahr 2000 verfilmte er einen Roman von Dürrenmatt Das Versprechen in der Jack Nicholson die Hauptrolle spielte. Sieben Jahre später spielte er nicht nur in dem Film Into the Wild mit, sondern führte auch selber Regie.

Ein absoluter Kämpfer vor und hinter der Kamera

Sean Penn gilt eher als ein Kritiker der Hollywood Gepflogenheiten und hält sich überwiegend aus der Öffentlichkeit zurück und zeigt sich scheu. Auch von die Oscar Feierlichkeiten hat er sich überwiegend zurückgehalten, bis 2004 als er bereits zum vierten Mal für einen Oscar nominiert wurde und dann auch an den Oscars teilnahm und einen Oscar für den besten Hauptdarsteller verliehen bekam. Im Jahr 2008 wurde ihm der zweite Oscar als bester Hauptdarsteller verliehen für seine Leistung in Milk. Ein sehr wandlungsfähiger Schauspieler, die in seinen Filmen durch seine Charakterstärke in starken sowie auch tragischen Rollen brilliert.

In seinem neuen Film The Gunman zeigt er sich als muskulöser Actionheld. Auch mit 54 Jahren gehört er noch keineswegs zum alten Eisen in Hollywood.

Der neueste Film von Sean Penn

The Gunman (2015)

Jim Terrier (Sean Penn) gehörte ursprünglich mal zur Gruppe der Special Forces und hat sich aber nun einer Truppe von Söldnern angeschlossen, die auf heikle Aufträge spezialisiert sind. Im Jahr 2006 verübt diese Spezialeinheit ein tödliches Attentat auf den Bergbauminister der Demokratischen Republik Kongo aus, um einen leichteren Zugang zu den wichtigen Bodenschätzen der Region gewährleisten zu können. Nach dem Attentat muss Terrier den Kongo verlassen. Seine Freundin Annie (Jasmine Trinca), die als Ärztin in dieser Region arbeitet bleibt im Kongo zurück. Jim beendet nach seiner Rückkehr aus dem Kongo seine Arbeit in der Söldnertruppe. Er schließt sich einer Hilfsorganisation an und kehrt acht Jahre später zum Bau von Brunnen wieder in den Kongo zurück. Während seiner Arbeit wird er überfallen und eine Flucht nach England gelingt ihm nur ganz knapp. Terrier ist sich sicher, dass es jemand ganz offensichtlich auf die Mitglieder der früheren Söldnergruppe abgesehen hat und die vernichten möchte. Er warnt seine ehemaligen Kollegen und begegnet dann auch Annie wieder…

 

Die besten Filme von Sean Penn

Into the Wild (2007)

Christopher McCandless schließt im Sommer 1990 sein Studium mit Bestnoten ab. Er steht vor einer rosigen beruflichen Zukunft. Allerdings ist er an solchen Oberflächlichkeiten nicht wirklich interessiert. Christopher fühlt sich eher von ideellen Werten angetrieben, denen allerdings seine gut situierten Eltern (William Hurt und Marcia Gay Harden) nicht genügen. Für den jungen Mann steht also fest: Er möchte sich aus den Fängen seines heuchlerischen Umfeldes lösen und kein Teil davon sein. Er spendet alle seine Ersparnisse an die Wohlfahrt und beginnt im Sommer 1990 eine Reise durch durch die USA. Er möchte sich auf dieser Reise selbst finden. Sein Weg führt Ihn nach Kalifornien, über den Grand Canyon, nach Mexiko, durch Washington State und am Schluss nach Alaska. Dort möchte er sich selber versorgen und nur durch die von der Natur zur Verfügung stehenden Ressourcen überleben. Auf seinem Weg begegnet er vielen verschiedenen Menschen. Er trifft ein älteres Hippie-Paar (Catherine Keener, Brian Dierker), einem über eifrigen, vom FBI-gesuchten Farmvorarbeiter (Vince Vaughn), einem vereinsamten Witwer (Hal Halbrook) und einem frühreifen Mädchen (Kristen Stewart). Auf seinem Weg wird Chris von diesem Menschen sehr geprägt, dennoch lässt er sich von seinem Ziel nach Alaska zu reisen nicht abbringen.

Ein sehr packender Film, über den Ausstieg aus dem Alltag, um in der Wildnis nach neuen Herausforderungen zu suchen. Auch wenn man sich einen Neuanfang nach dem College eigentlich ganz anders vorstellt, überzeugt der Film nicht nur durch den Hauptdarsteller und seine besondere Art der Selbstfindung, sondern auch die die Vielfalt der Natur. Auch für Natur-Liebhaber hält der Film einige schöne Szenen bereit und bedient sich der Vielfalt der amerikanischen Naturlandschaften.

 

Mystic River (2003)

In ihrer Jugend waren Jimmy (Sean Penn), Dave (Tim Robbins) und Sean (Kevin Bacon) richtig gut befreundet. Doch ein tragisches Ereignis änderte plötzlich alles: Dave wurde von der Straße weg entführt und von zwei Männern brutal vergewaltigt. Nichts war mehr wie vorher. 25 Jahre nach dieser Tat, war die Freundschaft der Männer längst vergessen, bis sie sich wieder trafen in einem kleinen Vorort von Boston. Ein tragisches Erlebnis brachte sie wieder zusammen. Katie (Emmy Rossum) war 19 Jahre alt und die Tochter von Jimmy. Sie wurde nach einer langen durchzechten Nacht brutal ermordet. Zusammen mit seinem Partner Whitey (Laurence Fishburne) leitete Sean in diesem Fall bei der Polizei die Ermittlungen. In der Zwischenzeit ist der völlig traumatisierte Jimmy auf Rache aus und stellt zusammen mit seinen Freunden eigene Nachforschungen an, um dem Täter auf die Spur zu kommen. Einer der Runde, Dave, gehörte zu den letzten in der Bar und somit auch zu en letzten, die Katie lebend gesehen hatten, er gerät somit auch ins Visier der Ermittler. Denn in der Mordnacht kehrte er nach Hause zurück mit Stichverletzungen, allerdings beteuert er, dass er überfallen wurde. Dave verstrickt sich in Widersprüchen und nun beginnt sogar seine Frau Celeste (Marcia Gay Harden) an der Unschuld ihres Mannes zu zweifeln…(eigene Einschätzung)

Die Geschichte der drei Hauptakteure ist unheimlich spannend und interessant dargestellt. Es ist faszinierend wie die Schicksale der drei Männer mit einander verschmelzen innerhalb der gesamten Geschichte. Clint Eastwood versteht es wirklich die Geschichten intensiv zu erzählen und sich damit am Rande der Perfektion zu bewegen, wie auch schon bei Million Dollar Baby oder Gran Torino.

 

 21 Gramm (2003)

Durch einen tragischen Autounfall werden die Lebenswege von drei vollkommen unterschiedlichen Personen miteinander verknüpft. Paul Rivers (Sean Penn), Mathematikprofessor ist schwer Herzkrank und wartet auf ein Spenderherz, dass ihn vor seinem sicheren Tod rettet. Der ehemalige Gefängnisinsasse Jack Jordan (Benicio Del Toro) ist der Auffassung, sein Glück im christlichen Glauben gefunden zu haben. Christina Peck (Naomi Watts) ist eine ehemalige Drogensüchtige. Sie gehört nun zu den fürsorglichen Müttern und Ehefrauen und glaubt, ihr altes Leben hinter sich gelassen zu haben. Allerdings holt sie dieses Leben wieder ein. Durch einen Autounfall werden die Leben in der Gegenwart und die, die sie sich für Ihre Zukunft erhofft hatten vollkommen aus der Bahn geworfen…

Wieviel wiegt das Leben? Ein anspruchsvolles und verwobenes Drama, bei dem die Wertigkeit von Gefühlen, die Machtlosigkeit des Menschen gegenüber seinem Schicksal im Vordergrund steht. Der Film fasziniert durch seine komplizierte und verwirrende Präsentation und nicht zuletzt auch durch die überaus gute Performance der Schauspieler.

 

Der schmale Grat (1998)

Die US-Schützenkompanie „C-FOR-CHARLY“ soll eine Marine Einheit bei der Eroberung einer pazifischen Insel Guadalcanal unterstützen. Die Soldaten sind allesamt sehr unterschiedlich und jeder von ihnen verfolgt eine andere Intention: Private Witt (James „Jim“ Cavizel) mischt sich gerne mal unter das Naturvolk auf der Insel, der First Seargant Edward Welsh (Sean Penn) deckt ihn, Private Jack Bell (Ben Chaplin) wünscht sich einfach nur, zu seiner Frau zu kommen und Lieutenant Colonel Gordon Tall (Nick Nolte) möchte in der Einheit seine Karriere weiter voran treiben. Die gesamte Truppe hat die Aufgabe eine Hügelkette zu erobern, allerdings ist der japanische Widerstand sehr hartnäckig. Sie müssen sich blutigen Gefechten stellen und merken schnell, dass ein einzelnes Leben nicht viel zählt, sondern nur der Sieg. Die Gewalt und auch die Ängste spitzen sich immer weiter zu. Es entsteht ein schmaler Grat zwischen Patriotismus und Kriegswahnsinn.

 

Umheimlich kraftvolle und beeindruckende Bilder, die in diesem Film gezeigt werden und zudem weißt dieser Filme eine unheimlich hohe Stardichte auf! Man sollte sich also unbedingt mal die Zeit für diesen Film nehmen!

 

Das erstaunliche Leben des Walter Mitty (2013)

Walter Mitty (Ben Stiller) führt ein eher zurückgezogenes Leben. Er arbeitet bereits seit Jahren beim renommierten „Life“ Magazin im Fotoarchiv. Er versucht seinem grauen Alltag öfters mit Tagträumen zu entkommen, in denen er verschiedene wilde Abenteuer erlebt, Menschen bei einer Bombenexplosion retten oder aber auch die große Liebe findet. Er begegnet seiner Kollegin Cheryl (Kristen Wiig) und plötzlich ist seine große Liebe Realität geworden, allerdings kann Walter nicht den Mut aufbringen seine Kollegin anzusprechen. Außerdem könnte es jetzt auch noch passieren, dass Walter seinen Job verliert, da die letzte Print Ausgabe nun gedruckt wird und ab dann das Magazin nur noch online erscheinen wird. In der letzten Ausgabe soll ein besonderes Foto von Sean O´Connell (Sean Penn) erscheinen, dem bekannten „Life!“ Fotografen. Doch da ergibt sich ein Problem für Walter, das Negativ des Fotos ist verschwunden. Walter nimmt allen Mut zusammen, um das Negativ zu besorgen. Er begibt sich auf eine abenteuerliche Reise und erlebt Dinge, von denen er nicht mal geträumt hätte.

Ben Stiller verbindet man meist mit Komödien, bei denen er schrill und verrückt auftritt. Hier ist es ganz anders, er löst sich von seiner Rolle und erzählt von der Midlife-Crisis voller phantastischer Abenteuer und außergewöhnlicher Erlebnisse. Die Abenteuer-Reise von Walter Mitty wird schnell Realität und man ist gefangen in der Geschichte.

 

Milk (2008)

Anfang der 1970er Jahre zieht es Harvey Milk (Sean Penn) zusammen mit seinem Freund Scott Smith (James Franco) nach San Francisco. Die beiden eröffnen dort in einem Gastronomie Viertel einen Fotoshop. In der Umgebung ist man nicht sehr erfreut über den Zuwachs und es kommt zu ständigen Anfeindungen. Milk entscheidet sich nun dazu offen mit seiner Homosexualität umzugehen und sich dadurch gegen die Anfeindungen zur Wehr zu setzen. Sein Lokal entwickelt sich zu einem Szenetreff und das gesamte Viertel verwandelt sich in eine Hochburg der aufkeimenden Schwulenbewegung.

Ein beeindruckend gespieltes Portrait, eines Mannes der eine wichtige Mission verfolgt und dadurch Hoffnungen in einer ganzen Gegend streut. Durch Original Filmaufnahmen und Archivmaterial gewinnt der Film zusätzlich an Emotionalität und behandelt damit ein wichtiges Thema.

 

Ich bin Sam (2001)

Sam Dawson hat den Verstand eines Siebenjährigen Kindes. Er wird Vater. Kurz nach der Geburt seines Kindes verschwindet die Mutter. Er muss sich von nun an alleine um seine Tochter (Dakota Fanning) kümmern. Es gestaltet sich für ihn aber schwerer als gedacht. Als seine Tochter Lucy (Dakota Fanning) nun sieben Jahre alt ist, verliert Sam das Sorgerecht für seine Tochter Lucy. Er wendet sich in seiner Verzweiflung an Rita (Michelle Pfeiffer), eine bekannte Anwältin, die versuchen soll, dass er sein Kind behalten darf. Rita möchte um alles in der Welt erfolgreich sein und sich profilieren. Zudem möchte sie ihrem Privatleben entkommen, da dieses sich mit ihrem Sohn und ihrem Mann als reinste Katastrophe entpuppt. Sie möchte vor ihren Kollegen gut da stehen und nimmt den Fall an ohne ein Honorar, um ihre soziale Ader in den Vordergrund zu stellen. Sie versucht nun für Sam´s Recht zu kämpfen und seine Interessen durchzusetzen.

Ein rührendes, humorvolles Drama um einen behinderten, aber aus voller Seele liebenden Vater, bei dem man an das Gute im Menschen glaubt. Tränen der Rührung sind hier garantiert!

 

 

 

 

 

 

 

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