Am 23. Oktober 1976 wurde Ryan Rodney Reynolds in Vancouver, Kanada geboren. Sein Vater war ein Großhandelskaufmann und seine Mutter eine Verkäuferin im Einzelhandel. Trotz dieser eher bodenständigen Familienverhältnisse startete er bereits mit 14 Jahren seine Schauspielkarriere und spielte in der kanadischen Teenie-Soap Hillside mit. Zwei Jahre später war er außerdem an der Seite von Melissa Joan Hart (Melissa & Joey) in dem TV-Film Sabrina – Total verhext zu sehen, auf dem auch eine Serie folgte, allerdings ohne Reynolds.

Seinen eigenen Durchbruch hatte er dann 1998 mit der erfolgreichen Sitcom Ein Trio zum Anbeißen, welche vier Staffeln lang lief. Darin ist auch sein Schauspielkollege Nathan Fillion (Castle, Serenity – Flucht in neue Welten) am Anfang seiner Karriere zu sehen. Danach war seine erste Film-Hauptrolle die des Highschool-Aufreißers Van Wilder in der Komödie Party Animals …Wilder geht’s nicht! Damit schien er zunächst auf komische Rollen festgeschrieben zu sein. So spielte unter anderem in den Komödien Vielleicht, vielleicht auch nicht, Selbst ist die Braut und Adventureland mit.

Vom Schmachten zum Schlachten

Bereits seit 2004 versucht er sich jedoch darüber hinaus auch im Actiongenre und trainierte sich für seine Rolle als Vampirjäger Hannibal King in Blade Trinity über zehn Kilo Muskelmasse an. Damit begründete er auch gleich noch einen zweiten Trend in seiner Karriere, nämlich den zu Comic-Verfilmungen. Denn nach der Rolle in der Blade-Reihe spielte er außerdem den Superheld Green Lantern in dem gleichnamigen Film, sowie den unverwundbaren Antiheld Deadpool zunächst in X-Men Origins: Wolverine und in einem Solo-Film, der jetzt in die Kinos kommt. Auch die Fantasykomödie R.I.P.D mit ihm beruht auf einem Comic.

Darüber hinaus tummelte sich Reynolds aber auch in anderen Genres, in denen er seine schauspielerische Vielfältigkeit beweisen konnte: Sei es als besorgter Vater in dem Gruselfilm Amityville Horror, als lebendig Begrabener in dem Thriller Buried – Lebend begraben, als verjüngter Greis in dem Sci-Fi-Film Self/Less oder als sympathischer Mörder in der skurrilen Komödie The Voices.

Immer wieder Schlagzeilen machte der „Sexiest Man Alive 2010“ auch mit seinem Privatleben. So war er von 2002 bis 2007 mit der Sängerin Alanis Morrisette liiert, danach vier Jahre mit der Schauspielerin Scarlett Johansson zusammen, davon zwei verheiratet. 2011 lernte er bei den Dreharbeiten zu Green Lantern Kollegin Blake Lively (Gossip Girl) kennen, ein Jahr später heirateten sie. 2014 wurde dann seine Tochter James geboren. Anlässlich seines 40. Geburtstages wird es Zeit für eine Liste der besten Ryan Reynolds Filme.

Die besten Filme mit Ryan Reynolds bei maxdome

The Voices (2014)

Badewannenfabrikarbeiter Jerry (Ryan Reynolds) scheint ein durch und durch netter Kerl zu sein. Doch er hat ein Geheimnis: Wenn er allein ist, unterhält er sich mit seinem Hund und seiner Katze. Trotzdem versucht er bei seiner Arbeitskollegin Fiona (Gemma Arterton, Immer Drama um Tamara) zu landen. Doch das geht gründlich schief. Bei der netten Lisa (Anna Kendrick, Pitch Perfect) klappt es dann schon eher. Wenn da doch nur nicht der abgetrennte Kopf im Kühlschrank wäre…

Regisseurin Marjane Sartrapi (Persepolis, Huhn mit Pflaumen) gelang eine tiefschwarze und gleichzeitig kunterbunte Komödie über einen sympathischen Psychopathen, brillant verkörpert von Ryan Reynolds.

Buried – Lebend begraben (2009)

Bei seiner Arbeit im Irak wird der Lastwagenfahrer Paul Conroy (Ryan Reynolds) entführt und lebendig begraben. Nur ein Feuerzeug und ein Handy befinden sich mit ihm im Sarg. Mit dem Telefon versucht er Hilfe zu organisieren – doch muss schnell erkennen, dass er eine Geisel von Aufständischen ist. Erst wenn die amerikanische Botschaft bereit ist, ein riesiges Lösegeld zu bezahlen, wird er gerettet. Während langsam sein Sauerstoff ausgeht, sucht er verzweifelt nach einem Ausweg.

Mit Ryan Reynolds als einzigen (sichtbaren) Schauspieler und nur einem sehr begrenzten Handlungsort gelang Regisseur Rodrigo Cortés (The Contestant – Der Kandidat) ein packender Psychothriller in bester Hitchcock-Manier.

Selbst ist die Braut (2009)

Die kanadische, in New York lebende Verlagslektorin Margaret Tate (Sandra Bullock) tyrannisiert ihre Belegschaft, vor allem ihren Assistenten Andrew (Ryan Reynolds). Als ihr Visum ausläuft und sie abgeschoben werden soll, zwingt sie Andrew, ihn zum Schein zu heiraten. Doch die Einwanderungsbehörde schaut genauer hin – so dass Margaret gezwungen ist, Andrews Familie kennen zu lernen.

Auch wenn die Handlung der romantischen Komödie komplett vorhersehbar ist, funktioniert die turbulente Liebesgeschichte vor allem dank der spritzigen Dialoge und der Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern Sandra Bullock und Ryan Reynolds.

Paper Man – Zeit erwachsen zu werden (2009)

Nachdem sein erster Roman ein Flop ist, leidet der Schriftsteller Richard (Jeff Daniels, The Newsroom) an einer Schreibblockade. Außerdem unterhält er sich immer noch mit seinem imaginären Freund aus Kindertagen, dem Superhelden Captain Excellent (Ryan Reynolds). Auf Anraten seiner Frau Claire (Lisa Kudrow, Friends) zieht er sich über den Winter in eine Feriensiedlung am Strand zurück, um sich wieder auf das Schreiben zu konzentrieren. Dort lernt er die 17-jährige Abby (Emma Stone) kennen – zwischen den beiden entwickelt sich rasch eine enge Freundschaft.

Durch die Bank besetzt mit tollen Charakterdarstellern, präsentiert der Film eine herzerwärmende Geschichte voller skurriler Figuren.

Smokin Aces (2007)

Im Penthouse eines Hotels in Las Vegas versteckt sich der Möchtegern-Gangster Buddy „Aces“ Isreal (Jeremy Piven, Entourage) vor der Mafia, gegen die er vor Gericht aussagen soll. Die FBI-Agenten Messner (Ryan Reynolds) und Carruthers (Ray Liotta, Goodfellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia) sollen ihn beschützen. Gar nicht so einfach, denn das Lösegeld des Paten von einer Million Dollar ruft jede Menge Auftragskiller auf den Plan, darunter auch die Scharfschützin Georgia (Alicia Keys). Mittendrin im Kugelhagel, der bald schon ausbricht, ist außerdem der Kautionsagent Jack Dupree (Ben Affleck, Gone Girl).

Das atemlose, aberwitzige Actionfeuerwerk von Joe Carnahan (Das A-Team – Der Film) wartet bis in kleinste Rollen mit einer riesigen Riege von Stars auf.

The Nines – Dein Leben ist nur ein Spiel (2007)

Der Schauspieler Gary, der Drehbuchautor Gavin und der Computerspiel-Produzent Gabriel (alle drei Ryan Reynolds) werden von unheimlichen Ereignissen heimgesucht, die alle mit der Zahl Neun zusammen zu hängen scheinen. Ist ihr Schicksal miteinander verbunden? Und was hat es mit dem grünen Armband auf sich, das sie tragen?

Drehbuchautor John August (Big Fish) feiert mit dem Mysterythriller sein Regiedebüt und präsentiert trotz geringen Budgets drei kunstvoll verwobene Geschichten mit starken Schauspielleistungen von Ryan Reynolds, Melissa McCarthy (Spy – Susan Cooper Undercover) und Hope Davis (The Lodger).

X-Men Origins: Wolverine (2009)

Lange bevor er ein X-Men wurde, diente Wolverine (Hugh Jackman, Real Steel) als Logan an der Seite seines Bruders Victor (Liev Schreiber, Salt), der über dieselben Selbstheilungskräfte verfügt. Der Armeecolonel Stryker (Danny Huston, Hitchcock) wirbt sie nach dem Vietnamkrieg für eine Spezialeinheit von Mutanten an, der unter anderem auch der Schwertkämpfer Wade Wilson (Ryan Reynolds) angehört. Doch schon bald werden Logan und Viktor erbitterte Feinde und kämpfen gegeneinander auf Leben und Tod.

Die von Gavin Hood (Ender’s Game – Das große Spiel) inszenierte Vorgeschichte des beliebten Mutanten beginnt zwar stark, aber verliert sich gegen Ende in zu vielen Figuren. Trotzdem gibt es jede Menge Schauwerte zu sehen.

Green Lantern (2011)

Der rücksichtslose Testpilot Hal Jordan (Ryan Reynolds) traut seinen Augen kaum, als er Zeuge wird, wie ein außerirdisches Raumschiff eine Bruchlandung hinlegt. Darin übergibt ihm ein sterbendes Alien einen Ring, der ihn zum Superhelden Green Lantern macht. Doch bevor er sich versieht, schickt ihn der Ring auf den Planeten des Green Lantern Korps, wo ihn der strenge Sinestro (Mark Strong, Sherlock Holmes) im Umgang mit dem Ring unterrichten soll. Gleichzeitig nimmt auf der Erde der zwielichtige Wissenschaftler Hector Hammond (Peter Sarsgaard, An Education) Kontakt mit einer bösen Macht aus den Tiefen des Alls auf.

Fans von bunter Science-Fiction-Action kommen hier voll auf ihre Kosten, auch wenn die Geschichte kein Comic-Klischee auslässt. Für Ryan Reynolds war es auf jeden Fall ein Highlight – denn er lernte beim Dreh seine aktuelle Ehefrau Blake Lively kennen.

Blade Trinity (2004)

Nachdem er aus Versehen einen Menschen tötet, der sich als Vampir ausgegeben hat, ist der „Daywalker“ Blade (Wesley Snipes, The Expendables 3) auf der Flucht vor dem FBI. Als diese ihn festnehmen, wird er von den „Nightstalkers“ Hannibal King (Ryan Reynolds) und Abigail Whistler (Jessica Biel, Total Recall) befreit – wie er sind sie Vampirjäger. Zusammen tritt das ungleiche Trio gegen den mächtigsten Blutsauger von allen an: Dracula (Dominic Purcell, Prison Break)!

Auch wenn der dritte Teil der Blade-Reihe als der schwächste gilt, sind die rasanten Actionszenen trotzdem sehenswert, auch dank der flapsigen Sprüche von Ryan Reynolds.

Party Animals – Wilder geht’s nicht! (2002)

Der Student Van Wilder (Ryan Reynolds) ist eine lebende Legende am Coolidge College. Seit Jahre feiert er lieber Parties und reißt Kommilitoninnen auf, als seinen Abschluss zu machen. Als sein Vater jedoch davon Wind bekommt, droht er Van Wilder den Geldhahn zu zudrehen. Zeitgleich soll Gwen Pearson (Tara Reid, Sharknado), eine Reporterin für die Unizeitung, einen Artikel über Van Wilder schreiben.

Heute kaum noch bekannt, war der derbe Uni-Spaß ein großer Hit und der Start von Ryan Reynolds‘ Filmkarriere. In der Fortsetzung Party Animals 2, die bei uns nie in die Kinos kam, spielte er aber schon nicht mehr mit.

 

Deadpool: Der neue Film von Ryan Reynolds

Bereits in X-Men Origins: Wolverine spielte Ryan Reynolds die schräge Comicfigur Deadpool, die Filmversion hatte aber nur wenig mit der Vorlage gemein. Reynolds selbst wollte es besser machen und engagierte sich für einen Solo-Film für Deadpool. Nicht nur gelang es ihm, den Entstehungsgeschichte getreu der Comicvorlage auf die Leinwand zu bringen, einen Ab18-Freigabe in den USA erlaubte sogar einen deutlich erwachseneren Humor und blutigere Action. Die Story: bei dem ehemaligen Soldaten Wade Wilson (Ryan Reynolds) wird Krebs im Endstadium diagnostiziert. Um ihn zu heilen, meldet er sich freiwillig für ein Experiment der Regierung, das verspricht, den Krebs zu heilen und ihm übermenschliche Fähigkeiten zu verleihen. Das funktioniert zwar, Wilson ist aber danach nicht nur entstellt, sondern auch noch geisteskrank. Als Deadpool macht er sich bis an die Zähne bewaffnet auf die Suche nach seinen Peinigern.  Der Clou an der Comic-Komödie: Der schizophrene Antiheld kommentiert das Geschehen ständig selbst und ist sich sogar bewusst, dass er eine fiktive Figur ist. Hier kannst Du Deadpool online schauen.

Weitere Filme mit Ryan Reynolds bei maxdome

 

Wie ausgewechselt Adventureland R.I.P.D. –
Rest in Peace Department
Just Friends –
No Sex
The Captive – Spurlos verschwunden

 

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