Birdman und Grand Budapest Hotel zählen zu den großen Gewinnern der 87. Oscar®-Verleihung. Boyhood und The Imitation Game sind dagegen eher die Verlierer des Abends. Dafür sorgt ein Musikdrama, das keiner so wirklich auf dem Schirm hatte, für eine kleine Überraschung.

 

Die Oscar® Gewinner 2015

Birdman

Einer der großen Favoriten ging als Oscar® Gewinner hervor: Mit insgesamt neun Nominierungen ins Rennen gegangen, konnte Birdman vier Goldjungen für sich verbuchen, u.a. für Bester Film und Alejandro Iñárritu (Amores Perros) als bester Regisseur. Auch Kameramann Emmanuel Lubezki durfte ein zweites Mal jubeln – nach seinem Oscar®-Gewinn im Jahr 2014 für Gravity.

Grand Budapest Hotel

Das detailverliebte Meisterwerk von Wes Anderson ging auch als großer Favorit ins Rennen und konnte von seinen insgesamt neun Oscar® Nominierungen ebenfalls vier Gewinne für sich beanspruchen.  Doch in den großen Kategorien der „Big Five“ ging Grand Budapest Hotel leer aus, stattdessen wurde das Ensemble mit Bestes Make-Up, Bestes Kostümdesign, Beste Filmmusik und Bestes Szenenbild gewürdigt.

 

Whiplash

Überraschungssieger war sicher das intensive Musikdrama Whiplash über einen Schlagzeuger, der von seinem Lehrer regelrecht gedrillt wird, und bis zum Äußersten gehen muss. J.K. Simmons (Labor Day), der den Schlagzeug-Tutor verkörpert, wurde völlig verdient als Bester Nebendarsteller ausgezeichnet. Die Oscars® für Bester Schnitt und Bester Ton gingen ebenfalls an Whiplash.

 

Eddie Redmayne für Die Entdeckung der Unendlichkeit

Für den britischen Schauspieler Eddie Redmayne (My Week With Marilyn) bedeutet der Oscar® Gewinn als Bester Hauptdarsteller sicher den Höhepunkt seiner bisherigen Karriere. In Die Entdeckung der Unendlichkeit spielt er den brillanten Wissenschaftler Stephen Hawking. Der bedeutendste Physiker unserer Zeit leidet an der Nervenkrankheit ALS, die ihn an den Rollstuhl fesselt. Für seine glaubhafte und intensive Darstellung hat Eddie Redmayne auch die sehenswerte Schauspielleistung von Michael Keaton in Birdman ausgestochen.

Juliane Moore für Still Alice

Juliane Moore, die in Still Alice eine Frau spielt, die im Alter von 50 Jahren an Alzheimer erkrankt, durfte sich endlich nach vier Nominierungen in ihrer Laufbahn über einen verdienten Oscar® Gewinn als Beste Hauptdarstellerin freuen. Sie ließ damit ihre nominierten Schauspielkolleginnen Marion Cottilard, Rosamund Pike, Reese Witherspoon und Felicity Jones hinter sich.

Weiter Gewinner der Oscars® 2015

Bester fremdsprachiger Film

Ida

Bester Animationsfilm

Baymax – Riesiges Rohuwabohu

Bester Dokumentarfilm

Citizenfour

Oscars® 2015 – Die Verlierer

Das Ringerdrama Foxcatcher mit Steve Carrell und Channing Tatum war insgesamt für fünf Oscars® nominiert und hat gestern keinen einzigen gewonnen. Auch The Imitation Game, das mit acht Nominierungen als Geheimfavorit gehandelt wurde, konnte lediglich einen Oscar® Gewinn für das Beste adaptierte Drehbuch verbuchen. Das umstrittene Kriegsdrama American Sniper von Clint Eastwood konnte von seinen insgesamt sechs Oscar® Nominierungen nur eine Goldstatuette für sich beanspruchen (Bester Tonschnitt). Und letztlich geht auch Boyhood als Verlierer vom Platz, Richard Linklater konnte für sein außergewöhnliches Filmprojekt weder in den Kategorien Bester Film, Beste Regie noch Bestes Originaldrehbuch gewinnen. Lediglich Patricia Arquette hat mit ihrem Oscar® Gewinn als Beste Nebendarstellerin einen Achtungserfolg für Boyhood errungen.

 Oscars® 2015 – die komplette Live-Show

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