Welcome back, Miss Portman. Zwar war sie nie wirklich von der Bildfläche verschwunden, trotzdem ist es immer wieder Grund zur Vorfreude, wenn die Verwandlungskünstlerin in eine neue Rolle schlüpft. Denn die könnten unterschiedlicher kaum sein. Die 36-Jährige tanzte, kämpfte und spielte sich quer durch so ziemlich alle Genres und beeindruckte jedes Mal aufs Neue. Ab 26. Januar ist sie in der Biografie Jackie in unseren Kinos zu sehen und kommt damit im Wettlauf um ihren zweiten Oscar ein großes Stück näher. Grund genug also, um noch einmal auf ihre lange Laufbahn zurückzublicken. 

Die in Jerusalem geborene Tochter eines jüdischen Arztes besitzt mehr Talente, als man zunächst ahnen könnte. Sie beherrscht fünf Sprachen fließend, hat einen Abschluss in Psychologie an der Harvard University, tanzt seit ihrem vierten Lebensjahr und dann besitzt sie da noch ihre größte Gabe: die Schauspielerei.

Natalie Portman als Kinderstar

Mit elf Jahren wurde Natalie Portman in einer Pizzeria in den USA entdeckt. Ein Agent wollte sie als Model für eine bekannte Kosmetikmarke engagieren, doch Natalie lehnte ab. Stattdessen widmete sie sich ihrer Schullaufbahn und Schauspielkarriere. Als sie 1999 die Schule mit Bestnoten beendete und sich damit einen Platz an der Eliteuniversität Harvard sicherte, war ihr der große Durchbruch bereits gelungen. 1994, im Alter von dreizehn Jahren spielte sie neben Jean Reno in Léon – Der Profi die Waisin Mathilda. Danach folgten Rollen in Mars Attacks, Heat oder Star Wars – alles Filme, die das Multitalent neben ihrem Studium der Psychologie, das sie 2003 erfolgreich mit dem Bachelor beendete, drehte.

Natalie Portman überzeugt in jeder ihrer Rollen. Die zahlreichen Auszeichnungen bestätigen das: für die Rolle der ehrgeizigen Ballettänzerin Nina Sayers, die sie im Psychothriller Black Swan verkörpert, erhielt sie 2011 unter anderem den Oscar als Beste Hauptdarstellerin. Bis dato der Höhepunkt ihrer Schauspielkarriere. Doch auch für das Romantikdrama Hautnah aus dem Jahr 2004, in dem sie neben Julia Roberts, Clive Owen und Jude Law eine Stripperin spielt, wurde sie mit einem Golden Globe zur Besten Nebendarstellerin gekürt. Lediglich zwei Beispiele, die beweisen, dass Natalie Portman erfolgreich in Hollywood angekommen ist. Mittlerweile hat die Schöne in über 30 Filmen mitgewirkt, darunter auch einige, bei denen sie selbst Regie geführt hat.

Die fünf besten Natalie Portman Filme

Die Schwester der Königin (2008)

England im 16. Jahrhundert. Die Schwestern Anne Boleyn (Natalie Portman) und Mary Boleyn (Scarlett Johansson, Match Point) kämpfen um die Liebe des Königs (Eric Bana, München). Als Mätresse des Königs soll Anne ihrer Familie Anerkennung bringen und einen Herzog am Hof heiraten. Doch stattdessen werden beide zu Hof geladen, um Königin Katharina (Ana Torrent) als Hofdamen zur Seite zu stehen. Das Blatt wendet sich und schon bald bestimmen Intrigen und Verrat das Verhältnis der Geschwister. Denn nur eine kann die neue Frau an der Seite des Königs werden.

 

Garden State (2003)
Im Drehbuch- und Regiedebüt von Zach Braff (Scrubs) beweist Natalie Portman, dass sogar die Rolle des Mädchens von Nebenan keineswegs langweilig sein muss. Als liebenswerte und leicht angeknackste Sam verzauberte sie 2003 im Handumdrehen das kritische Indiepublikum. Andrew (Zach Braff), der in Hollywood seinem scheinbar aussichtslosen Traum einer Schauspielkarriere hinterherjagt, kehrt für die Beerdigung seiner Mutter in seinen kleinen Heimatort zurück. Hier scheint die Zeit stillgestanden zu sein und das perspektivenlose Kleinstadtleben macht Andrews Quarterlife-Crisis nicht gerade einfacher. Doch dann trifft er auf Sam, die ihm zeigt, dass das Leben aus einem anderen Blickwinkel ganz anders aussieht…

 

V wie Vendetta (2006)

Großbritannien in der Zukunft: ein totalitäres und faschistisches System regiert das Land. Der nur als „V“ bekannte Maskierte (Hugo Weaving, The Mule) rettet die junge Evey (Natalie Portman) bei einem Überfall. Mit Täuschungsmanövern und einem geheimen Plan versucht er die herrschende Regierung zu Fall zu bringen. Geschickt zettelt er eine Revolution im Volk an und ehe sich Evey versieht, wird sie „Vs“ Komplizin im Kampf gegen das Regime. Gemeinsam kämpfen sie für einen Weg aus der Unterdrückung in ein freies und gerechtes Land.

Hautnah (2004)

Von verknüpften Beziehungen und Schicksalen. Der Arzt Larry (Clive Owen, Blood Ties), die Fotografin Anna (Julia Roberts), der Schriftsteller Dan (Jude Law) und die Stripperin Alice (Natalie Portman) treten auf jeweils unterschiedliche Weise in das Leben des Anderen. Schon bald verwickeln sich die Geschichten der Einzelnen in einem einzig großen Beziehungsgeflecht und beeinflussen sich gegenseitig. Sowohl Natalie Portman, als auch Clive Owen erhielten für ihre Rollen den Golden Globe als Beste Nebendarstellerin, bzw. Bester Nebendarsteller.

 

Black Swan (2010)

Der Psychothriller von Darren Aronofsky (The Wrestler) fesselt bis zur letzten Minute. Nina Sayer (Natalie Portman) kämpft um die Rolle des weißen und schwarzen Schwans im New Yorker Balletensemble und stößt dabei an ihre psychischen Grenzen. Mit der neuen Tänzerin Lilly (Mila Kunis) im Ensemble, fürchtet sie den Part des schwarzen Schwans an diese zu verlieren. Wahnvorstellungen und Zwänge lassen Nina keine Ruhe und finden schließlich am Abend der Premiere ihren Höhepunkt. Natalie Portman erhielt für ihre Darbietung als Nina Sayers den Golden Globe und den Oscar als Beste Hauptdarstellerin.

 

Redaktionelle Mitarbeit: Victoria Weht

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