Es gibt einen Grund zu feiern: Der Kino-Dauerbrenner mit dem sympathischsten Lacher der Welt, Matthias Schweighöfer, wird 35! Und weil wir uns mit ihm an seinem großen Tag freuen, gibt’s seine besten Filme zum Durchlesen, Anklicken, Anschauen und Mitlachen. Happy Birthday, lieber Matthias!

 

Blaue Augen, blonde Locken und ein verschmitztes Lächeln – so kennen und lieben wir ihn: Matthias Schweighöfer. Aufgewachsen als Kind von Schauspielern, wurde ihm dieses Gen schon früh in die Wiege gelegt. So ist es auch kein Wunder, dass Matthias als 3-Jähriger schon konkrete Berufswünsche hatte: er wollte Schauspieler werden. Nach zahlreichen Theaterauftritten war er das erste Mal 1997 in dem Jugendfilm Raus aus der Haut unter Regisseur Andreas Dresen im Fernsehen zu sehen. Drei Jahre später wurde er für seine Rolle in dem Fernseh-Drama Verbotenes Verlangen: Ich liebe meinen Schüler mit dem Deutschen Fernsehpreis als Bester Nachwuchsdarsteller ausgezeichnet. Von da an ging seine Karriere steil nach oben. Sein Kinodebüt gab er schließlich 2001: er bekam eine Nebenrolle in der Romanze Herz im Kopf mit Alicja Bachleda-Curus und Tom Schilling. Den endgültigen Durchbruch im Filmgeschäft schaffte er jedoch mit seinem Auftritt in Soloalbum an der Seite von Nora Tschirner, mit der er in seiner Karriere noch einige Mal in Kontakt tritt. Neben Tschirner ist auch sein Schauspielkollege Til Schweiger ein Weggefährte von ihm. In Kokowääh 1 und Kokowääh 2, Keinohrhasen und zahlreiche anderen Filmen spielte Schweighöfer an der Seite von Schweiger, wobei die beiden stets ein harmonischen Doppel abgeben. Ähnlich wie Schweiger ist Schweighöfer mittlerweile nicht nur mehr Schauspieler, sondern hat auch die Rolle als Regisseur, Autor und Produzent in einigen Filmen übernommen. Inzwischen gehört Matthias Schweighöfer zu den beliebtesten und talentiertesten deutschen Schauspielern, was seine Auszeichnungen wie der Bayerischen Filmpreis, die Goldenen Kamera oder der Bambi veranschaulichen.

 

 

Liste der besten Matthias Schweighöfer Filme

 

Verbotenes Verlangen: Ich liebe meinen Schüler (2000)

Verbotenes Verlangen - Ich liebe meinen SchülerDas erste Mal richtige Beachtung bekam Matthias Schweighöfer 2000 als er die Rolle des Schülers Ben in Verbotenes Verlangen: Ich liebe meinen Schüler übernahm. Für seine damals schon bemerkenswerte schauspielerische Fähigkeit wurde er mit dem Deutschen Fernsehpreis als Bester Nachwuchsdarsteller prämiert. In dem TV-Drama wird die Geschichte der Lehrerin Katharina Kramer, gespielt von Marion Mitterhammer und ihrem neuen Zögling Ben Simon erzählt. Kathrina soll Ben, der für sehr rebellisch gehalten wird, Einzelunterricht geben um diesen zur Vernunft zu bringen. Nach einigen Sitzungen entdecken sie jedoch ihre Liebe zueinander und beginnen eine heimliche Affäre. Da Katharina jedoch scheinbar glücklich verheiratet ist und zwei Kinder hat, versucht sie alles um dieses Verhältnis zu verhindern. Als sie allerdings bemerkt, dass sie schwanger von Ben ist, muss sie eine Entscheidung treffen: bleibt sie bei ihrem alten Leben oder entscheidet sie sich für ihre neue Liebe Ben. Regisseur Zoltan Spirandelli und seine beiden Hauptdarsteller schaffen es glaubwürdig eine unmögliche Liebe darzustellen.

 

Soloalbum (2003)

SoloalbumDie Komödie Soloalbum zum gleichnamigen Roman von Benjamin von Stuckrad-Barre handelt von den selbstbewussten Mitt-Zwanziger Ben, gespielt von Matthias Schweighöfer, der bisher in Berlin ein anschauliches Leben geführt hat. Nachdem er jedoch zum wiederholten Male den Geburtstag seiner Freundin Katharina (Nora Tschirner) vergessen hat, trennt sich diese von ihm. Ben unternimmt nun alles möglich um Katharina zu vergessen. Nach einiger Zeit muss er jedoch feststellen, dass dies nicht funktioniert und startet deshalb den Versuch sie wieder für sich zu gewinnen. Matthias Schweighöfer kann mit seiner Rolle als Ben seine herausragenden schauspielerischen Fähigkeiten unter Beweis stellen und schaffte dadurch den endgültigen Durchbruch in seiner Karriere. Neben Soloalbum spielt Schweighöfer auch in zahlreichen anderen Filmen, wie zum Beispiel Keinohrhasen oder What a Man neben Tschirner, so dass sich mittlerweile eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden entwickelt hat.

 

Der rote Baron (2007)

Der Rote Baron1916: es herrscht Krieg in Europa und mittendrin ist der 24-jährige Manfred von Richthofen (Matthias Schweighöfer), der als eines der größten Fliegertalente des preußischen Korps gilt. Dieser zählt nicht nur bei seinen eigenen Kollegen als guter Kampfpilot und Held, sondern wird auch bei seinen Gegner für seinen Respekt und Fähigkeiten gewürdigt und vor allem gefürchtet. Der Rote Baron, der seinen Spitznamen wegen seines rot-lackierten Flugzeuges bekommen hat, wird so zum Hoffnungsträger für Millionen von Menschen. Als von Richthofen die junge und resolute Krankenschwester Käte Otersdorf (Lena Headey) kennenlernt und sich in diese verliebt, wird ihm jedoch bewusst, dass der Krieg kein Spiel ist und er bei jedem Flug sein Leben aufs Spiel setzt. Obwohl er umdenken und sich dem Krieg abwenden will, schafft er es dennoch nicht seine Leidenschaft für das Fliegen aufzugeben. Bei dem Roten Baron handelt es sich um eine wahre Figur um den selbst Jahre nach seinem Tod noch viele Mythen herrschen. Trotz der guten Leistungen seiner Schauspieler wie Matthias Schweighöfer, Til Schweiger oder Lena Headey wurde Regisseur Nicolai Müllerschön an vielen Stellen kritisiert: so stellte er zum Beispiel Manfred von Richthofen eher als romantischen Kriegshelden dar und nicht als kaltblütigen Krieger, wie er damals bekannt war.

 

Marcel Reich-Ranicki: Mein Leben (2009)

Marcel Reich-Ranicki: Mein LebenDie Goldene Kamera als Bester Schauspieler Hauptrolle sicherte sich Matthias Schweighöfer 2010 für seine Rolle als Marcel Reich-Ranicki. In der Biografie Marcel Reich-Ranicki: Mein Leben verkörpert er den in Polen geborenen Marcel und erzählt dessen junge Lebensgeschichte: Obwohl Marcel seine Schulzeit erfolgreich in Berlin abgeschlossen hat, wird ihm dennoch sein Studium in Deutschland verwehrt, da er Jude ist. 1938 wird er darüberhinaus von Deutschland nach Warschau abgeschoben und dort in das Ghetto umgesiedelt. In Polen angekommen, lernt er Teophila, genannt Tosia (Katharina Schüttler) kennen und verliebt sich in diese. Aufgrund dessen, dass Marcels Eltern und sein Bruder in ein Vernichtungslager gebracht worden und dort ums Leben kamen, beschließen Marcel und Tosia in den Warschauer Untergrund abzutauchen und können somit den Nationalsozialisten entkommen. Nach einigen Jahren entschließen die beiden sogar wieder nach Deutschland zurückzukehren, wo Marcel Reich-Ranicki mittlerweile zum deutschen „Kritik-Papst“ geworden ist. Marcel Reich-Ranicki: Mein Leben ist nicht nur eine bewegende Überlebensgeschichte, sondern auch erzählt auch die Liebesgeschichte zwischen Marcel und Tosia, die gemeinsam versuchen den Holocaust zu entkommen. Großes Lob für ihre schauspielerischen Leistungen bekamen Matthias Schweighöfer und Katharina Schüttler von dem noch lebenden Marcel Reich-Ranicki, der der Verfilmung seines Lebens große Anerkennung entgegenbringt.

 

Friendship! (2010)

Friendship!

Deutschland 1989: Die Mauer ist gefallen und alle haben einen Grund zum Feiern. Auch die zwei besten Freunde Tom (Matthias Schweighöfer) und Veit (Friedrich Mücke) wollen diese Freiheit nutzen, nehmen ihr erspartes Geld und fliegen nach Amerika um Veit’s Vater in San Francisco zu finden. Veit kennt diesen nur von Postkarten, welche er jedes Jahr zu seinem Geburtstag bekommt und will diesen nun persönlich treffen. Da ihr Geld jedoch nur für einen Flug nach New York reicht, müssen sich die beiden Freunde etwas einfallen lassen um an ihr Ziel zu kommen. Auf ihrer Reise quer durch Amerika machen die beiden Bekanntschaft mit Bikern, Stripclub und heißen Mädels, merken jedoch auch schnell, dass nicht alle Amerikanern von den Deutschen begeistert sind. Die Geschichte des Films basiert auf der Reise des Produzenten Tom Zickler, der selbst nach dem Mauerfall nach San Francisco aufgebrochen ist, um dort die neu-gewonnene Freiheit zu genießen. So ist Friendship! eine etwas andere Art der Ost-West-Annäherung, in dem sowohl Matthias Schweighöfer als auch Newcomer Friedrich Mücke brillieren können. Mit dem erfolgreichsten Kinofilm des Jahres 2010 eroberten die beiden Hauptdarsteller Schweighöfer und Mücke nicht nur Amerika, sondern auch die Herzen der deutschen Kinofans im Sturm.

 

What a Man (2011)

What a Man2011 gibt Matthias Schweighöfer mit What a Man sein Regiedebüt und zieht somit seinen Schauspiel-Kollegen Til Schweiger, Michael „Bully“ Herbig etc. nach. In der Komödie ist Schweighöfer Regisseur, Autor und Produzent und spielt ebenfalls die Hauptrolle des Alex Nowak. Der Film dreht sich um den 30 Jahre alten Alex, der von seiner langjährigen Freundin zuerst betrogen und anschließend aus der Wohnung geworfen wird. Geschockt und zutiefst erschüttert von diesen Ereignissen zweifelt Alex nun an seiner Männlichkeit und stellt sich die Frage „Wann ist ein Mann ein Mann?“. Da seine beste Freundin Nele (Sibel Kekilli) ihm auch nicht weiterhelfen kann, wendet er sich an seinen testosterongeladenen Kumpel Okke, gespielt von Elyas M’Barek, der nun eine Reihe von Aktionen für ihn organisiert. Nun wird sich zeigen, ob Okke es schafft Alex in einen Parade-Macho zu verwandeln oder ob sich Alex lieber eine Frau suchen soll, die ihn so liebt wie er ist. Die deutsche Komödie wurde in ihrem Erscheinungsjahr 2011 die zweiterfolgreichste Filmproduktion hinter Til Schweiger’s Kokowääh und erntete viel Lob. Der offizielle Soundtrack „What a Man“ von Lena Meyer-Landrut war titelgebend. Matthias Schweighöfer wurde für seine Regiearbeit mit dem Hessischen Filmpreis ausgezeichnet und erhielt den Jupiter-Preis in der Kategorie Bester deutscher Film.

 

Russendisko (2012)

RussendiskoDie Komödie Russendisko ist die Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Wladimir Kaminer und beschreibt die Geschichte der drei russischen Freunde Wladimir (Matthias Schweighöfer), Mischa (Friedrich Mücke) und Andrej (Christian Friedel). Nachdem die Mauer in Deutschland gefallen ist, kommen die drei Russen mit jüdischer Abstammung im Sommer 1990 nach Berlin um dort ihre Freiheit zu genießen. Da sie pleite sind, beschließen die drei durch verschiedene Aktionen an Geld zu kommen. Als sie in einem Kneipe auftreten – Mischa und Wladimir versuchen sich als Musiker – lernt Wladimir Olga (Peri Baumeister) kennen und verliebt sich in diese. Das Leben scheint perfekt und die Männer meinen nun ihr großes Glück gefunden zu haben. Nach drei Monaten kommt es jedoch zu einer Wende: da Mischa kein Jude ist und somit nur eine 3-monatige Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland hat, soll dieser abgeschoben werden. Die drei Freunde tauchen daraufhin ab und finden mit Hilfe von Olga Unterschlupf in einer Wohnung. Verschiedene Möglichkeiten Mischa einzubürgern scheitern jedoch, so dass sie beschließen zu einen Rabbi zu gehen. Dieser soll Mischa zu einem Juden bekehren um für diesen eine Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen. Ob der Rabbi dies schafft und die drei Freunde somit in Deutschland bleiben erfahrt ihr bei maxdome. Wie bereits in der Komödie Friendship! spielt Friedrich Mücke an der Seite von Matthias Schweighöfer, Regisseur des Films war Oliver Ziegenbalg. Schweighöfer und seine Schauspiel-Kollegen werden für Russendisko, einen Film über Freundschaft, Heimat und die große Liebe, von der  Deutschen Film- und Medienbewertung  mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ ausgezeichnet.

 

Schlussmacher (2012)

Schlussmacher : posterIn der romantischen Komödie Schlussmacher saß Matthias Schweighöfer zum zweiten Mal in dem Regiestuhl. Er war jedoch nicht nur Regisseur, Autor und Produzent, sondern verkörperte ebenfalls – wie schon in What a Man – die Hauptfigur Paul Voigt. In Schlussmacher wird die Geschichte von Paul erzählt, der als professioneller Schlussmacher in einer Trennungsagentur arbeitet. Sein Job ist es quer durch Deutschland zu reisen und einem ungeliebten Partner die Trennung der Beziehung zu überbringen. Als er kurz vor dem beruflichen Durchbruch steht – er muss nur noch die 1000. Trennung vollführen und würde anschließend zum Partner befördert werden – lernt er Toto (Milan Peschel) kennen. Als Paul diesem die Trennung zu seiner Freundin bekannt gibt, bricht für den sensiblen Toto eine Welt zusammen. Aus Angst vor der Einsamkeit, hängt sich Toto nun an Paul und zieht sogar bei diesem ein. Wegen diesem ungewollten Anhängsels droht nun jedoch nicht nur Pauls Karriere in der Trennungsagentur zu scheitern, sondern auch privat mit Freundin Natalie (Catherine de Léan) geht es bergab. Nach seinem Regiedebüt mit What a Man schafft Schweighöfer mit Schlussmacher eine Steigerung und erhielt für diese Komödie sogar den Romy 2013 als Bester Kinofilm. Auch Co-Star Milan Peschel, der vor allem durch seine komischen Rollen bekannt ist, konnte als Toto glänzen. Nachdem Schlussmacher in Deutschland ein riesen Kino-Erflog wurde, überlegt sich mittlerweile sogar die Produktionsfirma FOX den Film in den Vereinigten Staaten als Remake zu produzieren.

 

Kokowääh 2 (2013)

In Kokowääh 2, der Fortsetzung der erfolgreichen Komödie von Til Schweiger aus dem Jahr 2011, hat Matthias Schweighöfer eine vermeintlich einfache Rolle, denn er spielt Matthias Schweighöfer, einen exzentrischen Jungschauspieler, mit dem Autor und Neu-Filmproduzent Henry (Til Schweiger) zusammenarbeiten muss. Neben dem ganzen Stress am Filmset, hat Henry mit Beziehungsproblemen und seiner Rolle als Vater zu kämpfen. Als er dann auch noch mit seinem Kumpel Tristan, der aktuelle seine Midlife-Crisis durchlebt und sich um ein Kuckuckskind kümmern muss, eine Patchwork-WG gründet, ist das Chaos perfekt.

 

Frau Ella (2013)

Eine Mischung aus Komödie und Roadmovie ist Frau Ella. Matthias Schweighöfer spielt darin den ehemaligen Medizinstudenten Sascha, der sich nun in Berlin als Taxifahrer verdingt. Als er von der Schwangerschaft seiner Freundin Lina (Anna Bederke, Schlussmacher) erfährt, gerät sein Leben völlig aus den Fugen und er baut einen Unfall. Im Krankenhaus lernt er die rüstige 87-jährige Ella Freitag (Ruth Maria Kubitschek, Und weg bist Du) kennen, die am Auge operiert werden soll. Sascha findet heraus, dass die OP völlig unnötig ist und ein sehr hohes Risiko birgt. Er „entführt“ Frau Ella und nimmt sie mit zu sich nach Hause. Dort muss Ella mitbekommen, wie sich Sascha und Lina trennen. Frau Ella erzählt Sascha, der mittlerweile wegen Entführung von der Polizei gesucht wird, von einer früheren Beziehung nach dem Zweiten Weltkrieg mit einem amerikanischen Soldaten namens Jason. Sascha findet heraus, dass Jason zuletzt in Paris gelebt hat und möchte ein Wiedersehen arrangieren. Zusammen mit Ella und seinem Mitbewohner Klaus (August Diehl, Tattoo) macht sich Sascha auf den Weg nach Frankreich.

 

Vaterfreuden (2014)

Wie schon in What a man (2011) und Schlussmacher (2013) tritt Matthias Schweighöfer in Vaterfreuden wieder als Hauptdarsteller, Regisseur und Produzent in Erscheinung. In der, in München spielenden Komödie verkörpert Schweighöfer den glücklichen Junggesellen Felix, der nach einer Samenspende vom Frettchen seines bei ihm wohnenden Bruders quasi „entmannt“ wird. Konnte er bis dato mit Familie und Kindern wenig anfangen, beginnt er nun, mit seiner verlorenen Zeugungsunfähigkeit, umzudenken. Die einzige Chance, die er nun noch auf ein eigenes Kind bzw. eine eigene Familie hat, ist eine Beziehung mit der Empfängerin seiner Samenspende. Die entpuppt sich als die bekannte TV-Moderatorin Maren (Isabell Polak, Rubbeldiekatz). Felix setzt nun alles daran, sich Maren zu nähern. Dumm nur, dass die sich in einer festen Beziehung befindet.

 

Rubbeldiekatz (2011)

Weil Matthias in einem Interview geäußert hatte, wie gerne er einmal eine Frauenrolle verkörpern wurde, schrieb Autorin Anika Decker (Traumfrauen) ihm eine solche Rolle auf den Leib.

In „Rubbeldiekatz“ bewirbt sich nämlich der junge, erfolglose Schauspieler Alexander Vonk für eine Rolle in einem NS-Film – getarnt als Alexandra, einer Schauspielerin. Die Nacht zuvor verbrachte Alex mit dem Star des Films – Sarah Voss (Alexandra Maria Lara, Wo ist Fred?) – in die er sich sofort verliebt.

Im Film halten die beiden „Frauen“ eine lesbische Beziehung zueinander, was für Alex‘ Verliebtheit nicht gerade förderlich ist. Sarah sieht ihn jedoch als neue, sehr gute Freundin.

Das Chaos ist komplett, als Alex‘ Brüder und ein guter Kumpel, wahrlich liebenswürdige Chaoten, immer wieder am Set auftauchen. Seine Tarnung droht aufzufliegen – und er droht Sarah zu verlieren.

Gut besetzt mit Alexandra Maria Lara, Max von Thun (Mädchen Nr. 1), Detlev Buck (Kuscheldoktor) und Maximilian Brückner (Resturlaub), gespickt mit witzigen Gags und haarscharfen Wendungen, bietet Rubbeldiekatz volles Unterhaltungskino und zeigt eine wirklich amüsante, „feminine Seite“ von Matthias Schweighöfer.

 

Der Nanny (2015)

In dieser charmanten Familienkomödie setzt sich Matthias als Produzent mal wieder auf den Regiestuhl und verbringt dennoch als Hauptdarsteller gemeinsam mit Co-Star Milan Peschel (Schwarze Schafe) die meiste Zeit vor der Kamera.

Dieser verkörpert Rolf, welcher wegen Bauunternehmer Clemens (Matthias Schweighöfer) seine Wohnung verliert und auf ewige Rache schwört. Deshalb bewirbt er sich als Nanny von Clemens‘ beiden Satansbraten Winnie (Paula Hartmann, Böseneckendorf – Die Nacht, in der ein Dorf verschwand) und Theo (Arved Friese) – und nicht ohne Grund wird er sofort eingestellt. Winnie und Theo haben es nämlich faustdick hinter den Ohren – und es sich zur Aufgabe gemacht, jede Nanny aus dem Haus zu ekeln.

So einfach kann sich Rolf aber nicht geschlagen geben, immerhin sinnt er noch immer auf Rache und muss noch dazu seine Stammkneipe retten. Also bleibt ihm nichts Anderes übrig, als härtere Geschütze aufzufahren. Schließlich begreift er aber, und mit ihm seine „Schützlinge“ und deren Vater Clemens, was Familie eigentlich wirklich bedeutet…

Matthias Schweighöfer hat einen lustig-liebevollen Familienfilm mit viel Witz inszeniert, zu dem er nebenbei auch noch ein Lied auf dem Soundtrack beisteuerte. Mit Charme gespielt und durchaus glaubwürdig konnte der Film an den Kinokassen punkten.

 

Der geilste Tag (2016) – Aktuell im Kino

Drehbuchautor und Regisseur Florian David Fitz zeigt in dieser berührenden Tragikomödie die Reise zweier schwerkranker, junger Männer, die nicht auf den Tod warten wollen, sondern dem Leben noch einmal entgegen gehen. Gemeinsam mit Matthias Schweighöfer spielt er eine der beiden Hauptrollen.

Andi und Benno haben genug vom Warten auf den Tod – anstatt in ihrem Hospiz zu bleiben, reißen sie aus und wollen noch einmal etwas erleben. Auf ihrer Reise, die sie bis nach Südafrika bringt, treffen sie außergewöhnliche Menschen (u.a. Alexandra Maria Lara, Small World), erleben lustige und dramatische Abenteuer und begreifen, dass sie tief in ihrem Inneren doch etwas ganz Anderes suchen, als sie sich vielleicht gerade vormachen.

Mit viel Witz und Charme inszeniert und gespielt, ist Der geilste Tag eine Mischung aus Tragikomödie und Road-Movie, das einem die Vergänglichkeit des Lebens vor Augen führt und die Herausforderungen junger Menschen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und den Sinn des Lebens zu begreifen. Eine Reise voll emotionaler Wucht und sensibler Aufbereitung tabuisierter Themen.

Die Vorverkaufszahlen waren immens hoch und der Andrang auf die Filmpremiere im Mathäser München beweist, dass Matthias Schweighöfer und Florian David Fitz mit ihrer sensiblen Geschichte genau ins Schwarze getroffen haben.

 

Wer nicht genug von Matthias Schweighöfer bekommen kann, der sollte unbedingt auf seiner Facebookseite vorbeischauen. Und bestimmt dauert es nicht lange, bis er mit einem neuen Film über die Kinoleinwände flimmert, denn er ist ein richtiger Workaholic.

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