Ein Vertreter des doch sehr weit reichenden Action-Film Begriffs ist der Martial Arts Film. Martial Arts bedeutet übersetzt so viel wie Kampfkunst. Nicht jeder Film, in dem sich die Hauptdarsteller ihre Gesichter neu einrichten, hat unbedingt etwas mit Kunst zu tun, jedoch nimmt man das nicht so genau. Hauptsache die Fetzen fliegen und die Unterhaltung ist garantiert. Der neue Martial Arts Film 2012  kommt diese Jahr aus Indonesien und trägt den Titel The Raid. In Anbetracht dessen, dass man schon jetzt sehr viele und durchweg positive Kritiken zu The Raid lesen kann, bin ich frohen Mutes und freue mich bereits auf den Film, der eine Mischung aus Martial Arts und Schießereien liefern soll. Außerdem verspricht der Film 90 Minuten lang Action ohne Gnade, und zwar von der ersten bis zur letzten Minute. Wenn das der Wahrheit entspricht, könnte The Raid tatsächlich die Messlatte wieder ein Stückchen höher stecken.

Die besten Martial Arts Schauspieler

Für mich ist es ein wenig schwierig, Martial Arts Filme nach ihrer Qualität zu ordnen, da es mittlerweile einfach zu viele gute gibt. Daher habe ich stattdessen eine Liste mit den bekanntesten Darstellern zusammengestellt. Wer sich in den letzten Jahren am spektakulärsten mit seinen Kontrahenten auf der Leinwand geprügelt hat, erfahrt ihr hier im Anschluss.

Bruce Lee (Kampfstil: Jeet Kune Do)

Während die verschiedenen Kampfstile schon seit Jahrhunderten, vielmehr schon seit Jahrtausenden bestehen, hat es erst vor gut 40 Jahren ein kleiner Asiate geschafft, die spektakulären Kämpfe kinoreif zu machen. Die Rede ist von keinem geringeren als Bruce Lee. Mit seiner Kunst begeisterte der kleine Drache zu seiner Zeit nicht nur das einheimische Publikum, sondern machte seinen eigens entwickelten Stil Jeet Kune Do auf der ganzen Welt berühmt. Leider starb Bruce Lee viel zu früh im Alter von 32 Jahren an einer allergischen Reaktion auf eine Schmerztablette.

Von seiner Filmografie gibt es neben seinen eher unbekannten ersten Rollen in kleinen Produktionen als Stuntman insgesamt nur fünf wirklich bekannte Streifen. Jedoch unterschieden sich diese damals wie heute bis auf wenige Ausnahmen von seinen Konkurrenten. Bruce Lee und seine Kämpfe waren echter. Sie waren schneller und für damalige Verhältnisse nicht abgehackt, jedoch aber auch viel kürzer. Was darüber hinaus noch maßgeblich dazu beigetragen hat, dass Bruce Lee berühmter als seine Kollegen wurde, war sein patentierter Kampfschrei. Das Genre der Martial Arts Filme verdankt Bruce Lee mehr als man sich vorstellen kann. Selbst sein damaliges Pendant der westlichen Welt Chuck Norris spielte in einem seiner Filme mit. Bruce Lee lernte beim Dreh seiner Filme viele Freunde und Schüler kennen, die noch bis heute sein Andenken ehren und seinen Jeet Kune Do Stil lehren.

Jackie Chan (Kampfstil: Kung-Fu)

Er ist der Spaßmacher unter den Martial-Arts Schauspielern. Der immer lächelnde und chronisch gut gelaunte Jackie Chan begann seine Karriere beim Film bereits im Alter von nur sieben Jahren. Der 1954 geborene Chinese kommt aus ärmlichen Verhältnissen und musste sich mit vielen kleinen Stuntrollen im Business hocharbeiten. Damals hob er sich von der Masse an Konkurrenten ab, indem er auch besonders halsbrecherische Manöver nicht scheute. Nachdem den Produzenten Jackie Chan aufgefallen war, bekam dieser seine ersten Hauptrollen. Der Film Die Schlange im Schatten des Adlers bescherte ihm schließlich seinen Durchbruch. Seitdem drehte Jackie einen erfolgreichen Film nach dem anderen und zählt zu den erfolgreichsten asiatischen Schauspielern aller Zeiten. Neben der Schauspielerei ist Jackie Chan auch noch Sänger, spricht verschiedene fernöstliche Sprachen wie Koreanisch, Thai usw.

Jackie Chans Kampfstil lässt sich nicht eindeutig festlegen. Da er in erster Linie Schauspieler ist, wird auf eine spektakuläre Choreografie und flüssige Bewegungsabläufe heutzutage mehr gesetzt als auf technische Perfektion. Um aus seinem gewaltigen Arsenal an Sprüngen, Saltos und sonstiger mannigfaltiger Akrobatik schöpfen zu können, erlernte Jackie Chan die verschiedensten Stile des Kung Fu und anderer Kampfsportarten. Was den fröhlichen Chinesen besonders auszeichnet, sind die zumeist selbst gespielten Stunts. Jedoch birgt dies auch einige Gefahren, denn er ist bisher dem nicht nur einmal knapp von der Schippe gesprungen. Auch die Outtakes am Ende seiner Filme sind ein Merkmal, das Jackie Chan so zeigt, wie er während dem Dreh ist: Lustig, spektakulär und immer gut gelaunt.

Jean-Claude Van Damme (Kampfstil: Shotokan-Karate)

Der Mann mit der Beule an der Stirn, Jean-Claude Van Damme, kommt aus Brüssel und begann im Alter von zehn Jahren Karate zu trainieren. Sein Spitzname The Muscles from Brussels wurde ihm im Lauf seiner Schauspielkarriere verliehen. Diese begann als Stuntman im Film Missing in Action mit dem damaligen Karate-Weltmeister Chuck Norris. Die Rolle bekam er, da er in einem Club, der der Frau von Norris gehörte, als Türsteher arbeitete und dieser dort auf ihn aufmerksam wurde. Aus der Kombination von Kampfport-Training, Bodybuilding und Ballett ergab sich für damalige Zeiten ein spektakulärer Kämpfer und Schauspieler. Seine erste bedeutende Hauptrolle bekam Van Damme als Antagonist im Film Karate Tiger. Darauf folgte zwei Jahre später der Film, der ihn berühmt machte. Als Frank Dux in Bloodsport erlangte Jean Claude Van Damme 1988 seinen Durchbruch in Hollywood.

In den folgenden Jahren entwickelte sich der Belgier zu einem der gefragtesten Actionschauspieler der Welt und hatte weitere Rollen in Filmen wie Cyborg, Universal Soldier und Double Team. Viele weitere folgten, jedoch liefen ihm im Laufe der Zeit einige Konkurrenten den Rang ab. Seine Kämpfe waren nicht mehr so spektakulär, seine Filme nicht mehr so prickelnd. Nichtsdestotrotz gehört Jean-Claude Van Damme zu den beudeutendsten Persönlichkeiten in der Szene der Martial Arts Filme und ist aus der Entwicklung des Genres nicht wegzudenken. Übrigens: Woher die Beule an seiner Stirn stammt, ist bis heute ungeklärt; Gerüchte besagen, er sei als Kind in den Pool (ohne Wasser) gefallen.

Jet Li (Kampfstil: Wushu)

Man kennt den kleinen Chinesen vor allem wegen seiner rasanten Kampfart. Im Gegensatz zu anderen, alteingesessenen Martial Arts Filmen (v.a. aus Asien) verlaufen seine Kämpfe flüssig, ohne nach jedem Schlag eine Pause zu machen. Außerdem arbeitet er in den Kampfszenen mit Computergenerierten Effekten, z.B. werden abschnittsweise Tritte und Schläge beschleunigt, womit die Illusion von mehr Kraft und Geschwindigkeit entsteht. Darüber hinaus verbindet Jet Li traditionelle Martial Arts Filme mit neuen, unter Verwendung von Special Effects erstellten Actionfilmen so wie kaum ein anderer. Explosionen, Verfolgungsjagden und trotzdem noch eine gehörige Portion Prügelei machen die Zusammensetzung von Filmen wie Unleashed, The One und The Expendables aus. Jet Li wurde eine tragende Rolle in dem Martial Arts Blockbuster von Ang Lee Tiger and Dragon angeboten, jedoch lehnte der bodenständige Chinese ab, da er seiner Frau versprochen hatte, während ihrer Schwangerschaft keine Filme zu drehen. 2005 äußerte sich Jet Li hinsichtlich seiner Karriere als Martial Arts Darsteller, dass er seine Kampfkünste mehr als oft genug unter Beweis gestellt hätte und er in Zukunft darauf verzichten wolle, in Filmen kämpfen zu müssen. Seitdem der Film Fearless 2006 abgeschlossen war, versucht er dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen, jedoch scheint es ihm nicht immer zu gelingen. Es wäre schade, wenn wir in Zukunft auf die spektakulären Martial Arts Einlagen des Wushu-Meisters verzichten müssten.

Donnie Yen (Kampfstil: Tai Chi)

Einer der weniger bekannten Martial Arts Schauspieler ist der Chinese Donnie Yen. Obwohl er seit 1982 Filme dreht, kennt man ihn wohl erst seit gut 10 Jahren. Bei seinem Auftritt in Blade II spielte er einen Abgesandten der Vampire, der den Daywalker auf die Probe stellen sollte. Man fragte sich damals bereits: „Wer ist dieser schnelle Kämpfer?“. Ein Jahr später beantwortete Donnie Yen diese Frage. An der Seite von Jet Li bekam er eine Nebenrolle im Film Hero, die ihn weiter bekannt machte. Jedoch bedurfte es weiterer kleiner Rollen, bis man 2008 den Cantonesen für die Hauptrolle im Martial Arts Kracher Ip Man verpflichtete. In seiner ersten großen Hauptrolle zeigte er, was er wirklich drauf hatte. Mit seinem eigenen Stil, dem Wing Chun, verkörpert er einen Kampfsportmeister, der dem Volk Chinas zu Zeiten des zweiten Weltkrieges seine Kunst beibringen will. In einem Entscheidungskampf besiegt er schließlich das Oberhaupt der japanischen Besatzer und beantwortet damit die Frage nach dem „besseren“ Kampfstil. Ip Man ist historisch gesehen der Lehrmeister von Bruce Lee. Auf diesen trifft er andeutungsweise in Ip Man Teil 2, der 2010 erschien. Die Biografie über diese historische Figur des Kampfsportes machte Donnie Yen in aller Welt berühmt. Viele erwarten mit Spannung seine nächsten Werke.

Tony Jaa (Kampfstil: Muay Thai)

Der Newcomer unter den Martial Arts Schauspielern ist Tony Jaa. Als Kind schaute er mit Begeisterung die Filme von Bruce Lee, Jackie Chan und Jet Li. Diese inspirierten ihn dazu, selbst Martial Arts zu studieren und zu erlernen. Nach einer längeren Laufbahn als Stuntman wurde er schließlich für die Hauptrolle im Film Ong Bak engagiert. Sein Demo-Reel beindruckte den Regisseur des Films so sehr, dass er unbedingt den damals noch unter dem Namen Panom Yeerum bekannten thailändischen Schauspieler für seinen Film haben wollte. Der heute 36-jährige Tony Jaa ist für seine beindruckenden Fertigkeiten in der Stilrichtung Muay Thai bekannt und beherrscht außerdem noch Tae Kwon Do und Judo.

Was Tony Jaa ausmacht, ist der komplette Verzicht auf die Verwendung von Seilen oder Spezialeffekten bei seinen Kampfeinlagen. Daher wirken diese auch besonders authentisch und vermitteln einen einzigartigen Eindruck von Realität. Zugegebenermaßen sind die Handlungen und Dialoge seiner Filme nicht unbedingt das, was man dramaturgisch hochwertig nennen würde; jedoch ist das auch keineswegs die Absicht, die man beim Dreh eines Martial Arts Films verfolgt. Krachen muss es, und das möglichst spektakulär. Dabei kommen ihm seine acht Stunden tägliches Turntraining zu Gute.

Weitere berühmte Martial Arts Schauspieler

Eine Kultfigur der Karate- und auch Schauspielszene ist Chuck Norris. Selten hat ein Mann einen solchen Hype um sich ausgelöst wie Chuck Norris. Als Actionstar der 80er Jahre machte er vor allem in Filmen wie Invasion U.S.A., Lone Wolf McQuade und Delta Force von sich reden. In der Rolle des amerikanisch patriotischen Freiheitskämpfers und zumeist Einzelgängers verteidigt er in den Kamellen ein ums andere Mal die Stars and Stripes vor seinen Feinden. Heutzutage kennt man Chuck Norris nur noch von Chuck Norris Facts; nur wenige der jüngeren Bevölkerung wissen noch, wer der 72-jährige Texaner überhaupt ist.
Der nächste Urvater des Martial Arts Action Films in Hollywood ist Steven Seagal. Der 7. Danh in Aikido wurde berühmt durch Filme wie Alarmstufe Rot, Nico oder Above the Law. Leider konnte er den Aufschwung seiner Schauspielkarriere nach anfänglichem Erfolg nicht beibehalten und produzierte nur noch wenig erfolgreiche Streifen.
Für übertriebene Satiren mit einer ordentlichen Ladung Selbstironie ist Stephen Chow genau der Richtige. Der heute 40-jährige Chinese wurde bekannt mit dem Film Kung Fu Hustle, der wie sein vorheriger Kassenschlager Shaolin Kickers nur so vor Spezialeffekten strotzt. Wer auf asiatischen Humor steht und Filme nicht ganz ernst nimmt, aber trotzdem spektakuläre Fights sehen will, ist mit Stephen Chow bestens bedient.
Scott Adkins, oder vielleicht bekannter unter dem Yuri Boyka, ist der Bad Boy in der Szene. Als brutaler Gefängniskämpfer und mehr MMA-Elementen in seinem Kampfstil als bei anderen mimte er in Undisputed Teil zwei und drei den russischen Knastschläger. Empfehlenswert für alle, die Knastfilme und auch Martial Arts in Perfektion genießen wollen. Absoluter Geheimtipp!
Der neue Stern am Martial Arts Himmel scheint der Indonesier Iko Uwais zu sein. Sein neuer Film The Raid verspricht 90 Minuten nonstop Action. Ob die Erwartungen erfüllt werden, wird sich bald zeigen, wenn der ab 18 freigegebene Film die deutschen Kinos erreicht. Der Trailer zum Film befriedigt jedenfalls für den Augenblick die Anforderungen für Genre-Fans und macht Lust auf mehr. In einer Mischung aus Schießereien und Martial Arts Kämpfen schlägt sich eine Truppe von Elite-Polizisten durch ein Haus von Verbrechern. Handlungstechnisch siehts da zwar wieder einmal eher mau aus, aber wie bereits festgestellt ist das nur von sekundärer Priorität.

Martial Arts Filme online schauen

Wer jetzt mal wieder Lust hat, die Idole seiner Kindheit erneut in Aktion zu sehen, der kann natürlich bei maxdome aus einer riesigen Auswahl an Martial Arts Filmen wählen. Zum neuen Blockbuster mit Iko Uwais findet ihr hier ein Special, in dem ihr mehr Informationen zur Handlung und Infos zum Film findet. Viel Spaß beim Martial Arts Filme online schauen!

3 Responses to Martial Arts Filme – Die besten Kampfkunst Darsteller

  1. Thomas sagt:

    Bruce Lee war der beste Kung Fu Kämpfer,den es je gab.Schade,dass er so früh gehen musste…Ich wäre gerne wie du,Bruce.Dein Thomas

  2. Steven sagt:

    ich finde es schade das nicht mal die Filme von Ip-mann aufgelistet den wohl besten kämfper aller Zeiten was auch noch zu erwähnen ist das er der Meister von Bruce Lee war.

  3. Dariush sagt:

    Bruce Lee war der beste Kung Fu Kämpfer allerzeiten.Er hat sogar Hollywoodstür geschlossen und sein zweiter Film in erster Woche nur in Philippinen mehr als 5.5 Mrd Dollars verkauft wurde.Er war eine kleine Drache.aber die Amerikaner haben ihn und sein Sohn Barndon Lee getötet.Er hat die Welt geändert.meine meinung ist das,dass niemals mehr jemand wie Er kommt.weil er der schnellste war.

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