Happy Birthday, Marion Cotillard! Die französische Schauspielerin feiert am 30. September ihren 41. Geburtstag und kann schon jetzt auf eine beeindruckende Karriere zurückblicken. Leinwand-Liebling in der Heimat Frankreich, Oscargewinnerin, gefragter Hollywoodstar – Marion Cotillards Werdegang klingt wie aus dem Märchen.

Und das, obwohl sie über eine in ihrer Branche ungewöhnliche Charaktereigenschaft verfügt: „Ich bin furchtbar schüchtern. Manchmal sage ich lieber gar nichts, aus Angst, falsch verstanden zu werden“, beklagte sich Marion Cotillard vor einigen Jahren in einem Interview. Ihrer Karriere vor der Kamera hat dieses Manko aber auf jeden Fall nicht geschadet.

Schon als Kind auf der Bühne

Schon ihre Eltern waren Schauspieler, die kleine Marion spielte bereits als Kind in einigen Theaterstücken und Musicals mit. Nach ersten Rollen im französischen Fernsehen legte sich Marion Cotillard früh auf ihren Berufswunsch fest und studierte Schauspielerei. Ihren Durchbruch in Frankreich feierte sie mit der Actionkomödie Taxi und den Nachfolgern Taxi Taxi und Taxi 3.

Alsbald klopfte Hollywood an die Tür der jungen Actrice, doch diese blieb neben ersten Projekten in den USA auch ihrer Heimat Frankreich treu. Zum Glück muss man sagen, 2007 gelang Marion Cotillard der Durchbruch in den Schauspiel-Olymp – und das dank einer Rolle in einem französischen Film: Ihre Verkörperung der Chanson-Legende Edith Piaf in La Vie en Rose bescherte der Darstellerin ein Jahr später den Oscar als Beste Hauptdarstellerin. Dieses Kunststück gelang ihr noch dazu als erster französischer Schauspielerin mit einem Film aus Frankreich.

Skandal um Verschwörungstheorien

Anschließend konnte nicht mal ein Skandal um Verschwörungstheorien zu den Terroranschlägen vom 11. September Marion Cotillards Aufstieg in Hollywood stoppen. Sie spielte an der Seite von Weltstars wie Johnny Depp, Leonardo DiCaprio und Russell Crowe und stand für die Regiegrößen Christopher Nolan, Ridley Scott (Alien) und Michael Mann (Heat) vor der Kamera. Ihr Leben nachhaltig beeinflusst hat aber ein anderer Regisseur: Guillaume Canet, mit dem sie seit 2007 liiert ist, ein Kind hat und auch schon gemeinsame Filmprojekte wie Kleine wahre Lügen und Blood Ties verwirklichte.

Bald ist Marion Cotillard an der Seite von Vincent Cassel im Film Einfach das Ende der Welt auf der Leinwand zu sehen. Das Drama läuft am 29. Dezember 2016 in deutschen Kinos an und wurde bei den Filmfestspielen in Cannes mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet. Hier eine Auswahl der besten Filme mit Marion Cotillard:

Die besten Marion Cotillard Filme

Big Fish (2003)

William (Billy Crudup, Mission: Impossible III) besucht gemeinsam mit seiner Frau Josephine (Marion Cotillard) sein Elternhaus. Sein Vater Edward (Albert Finney als alter Mann, Ewan McGregor als junger) liegt im Sterben und möchte seinen Sohn noch einmal sehen um Probleme zwischen den beiden aufzuarbeiten. Alsbald erzählt Eward den beiden seine spannende und kaum zu glaubende Lebensgeschichte.

Big Fish ist ein bezauberndes Fantasy-Märchen von Starregisseur Tim Burton. In ihrer ersten Rolle in einem Hollywoodfilm muss sich Marion Cotillard dabei noch mit einer Nebenrolle begnügen, kann sich aber schon für höhere Aufgaben empfehlen.

Mathilde – Eine große Liebe (2004)

Frankreich Anfang des 20. Jahrhunderts: Mathilde (Audrey Tautou, Coco Chanel – Der Beginn einer Leidenschaft) und Manech (Gaspard Ulliel, Hannibal Rising – Wie alles begann) verlieben sich ineinander und sind fortan unzertrennlich. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit dem jungen Paar: Der Erste Weltkrieg bricht aus und Manech wird zum Kriegsdienst eingezogen und an die Front beordert. Sein Plan, sich selbst zu verstümmeln um wieder nach Hause geschickt zu werden, geht gehörig schief.

Regisseur Jean-Pierre Jeunet (Alien – Die Wiedergeburt), dem bereits mit Die fabelhafte Welt der Amelie ein absoluter Überraschungserfolg gelang, setzte mit Mathilde – Eine große Liebe ein weiteres Ausrufezeichen. Bei dem unkonventionellen Liebesdrama ragt vor allem Hauptdarstellerin Audrey Tautou heraus, Marion Cotillard taucht in einer Nebenrolle als rachsüchtige Prostituierte auf.

Ein gutes Jahr (2005)

Max Skinner (Russell Crowe, A Beautiful Mind) ist ein Börsenmakler wie er im Buche steht: arbeitswütig, skrupellos und das Geschäft steht über allem. Als sein Onkel Henry (Albert Finney, Das Bourne Ultimatum) von einem auf den anderen Tag stirbt, muss sich Max auch noch mit seiner Erbschaft, einem Weingut in der französischen Provence herumschlagen. Trotz seines nostalgischen Werts – Max verbrachte einen Großteil seiner Kindheit dort – will er das Weingut möglichst schnell verkaufen und bricht deshalb zu einem Kurzbesuch nach Frankreich auf. Es kommt jedoch alles anders als gedacht, was vor allem an Café-Besitzerin Fanny (Marion Cotillard) liegt.

Actionfan Ridley Scott und sein Gladiator-Star Russell Crowe beim gemeinsamen Dreh eines Liebesfilms? Klingt komisch, ist aber bei Ein gutes Jahr genau der Fall. Und diese ungewöhnliche Konstellation funktioniert auch noch gut!

La Vie en Rose (2007)

Kaum eine Biografie ist so von Schicksalsschlägen gepflastert wie die der Sängerin Edith Piaf: Ihre Jugend verbringt Piaf auf der Straße, nach ihrem Durchbruch verliert sie ihre Tochter wegen einer Hirnhautentzündung und ihre große Liebe Marcel Cerdan wegen eines Flugzeugabsturzes. La Vie en Rose bringt die tragische Geschichte des französischen Weltstars auf die Leinwand, Marion Cotillard spielt dabei die Hauptrolle und überzeugt auf ganzer Linie.

Ihre Darstellung der Sängerin bescherte Cotillard nicht nur ihren Durchbruch als Schauspielerin, sondern auch jede Menge Preise. Mit der Auszeichnung zur Besten Hauptdarstellerin bei den Oscars 2008 schrieb die Französin zudem Geschichte (s.o.).

Public Enemies (2009)

Bankräuber John Dillinger (Johnny Depp) ist den USA Ende der Dreißigerjahre schon fast so etwas wie eine Berühmtheit. Die Skrupellosigkeit mit der Dillinger und seine Bande bei ihren Überfällen vorgehen, bringt das Bureau Of Investigation – die Sondereinheit, aus der später das FBI hervorging – ins Spiel. Chefermittler Melvin Purvis (Christian Bale) soll Dillinger endlich dingfest machen.

Gangsterfilm-Spezialist Michael Mann hat für Public Enemies eine ganze Riege an Hollywoodstars auf die Leinwand gebracht. Neben den beiden Hauptdarstellern stand dem Regisseur mit Channing Tatum, Jason Clarke (Planet der Affen: Revolution), Giovanni Ribisi (Der Soldat James Ryan) und Marion Cotillard ein hochkarätiger Cast zur Verfügung.

Inception (2010)

Dom Cobb (Leonardo DiCaprio) ist ein Dieb, aber kein gewöhnlicher. Er ist darauf spezialisiert in die Träume von anderen Menschen einzudringen und deren intimste Gedanken zu stehlen. Als ein Auftrag bei dem Industriellen Saito (Ken Watanabe, Godzilla) misslingt, muss er für diesen ein riskantes und noch nie dagewesenes Projekt durchführen: Er soll in den Traum eines Konkurrenten einen von Saito vorgegebenen Gedanken einpflanzen.

Das surreale Meisterwerk Inception von Regie-Ass Christopher Nolan muss jeder Filmliebhaber gesehen haben. Neben der Inszenierung und dem gewohnt stark aufspielenden Leonardo DiCaprio sticht vor allem Marion Cotillard hervor. Ihre Darstellung der eigentlich bereits toten Ehefrau von Dom Cobb ist ganz großes Kino!

Dark Knight Rises (2012)

Acht Jahre nach den Ereignissen aus The Dark Knight hat sich Batman alias Bruce Wayne (Christian Bale) eigentlich zur Ruhe gesetzt. In Gotham gibt es dank verschärfter Gesetzgebung eigentlich keine Kriminalität mehr. Als der Bösewicht Bane (Tom Hardy, Mad Max: Fury Road) auf der Bildfläche erscheint, sieht sich Wayne genötigt, das Batman-Cape erneut überzuziehen. Doch der Superheld tappt in eine heimtückische Falle.

Der letzte Teil der Dark-Knight-Reihe knüpft an die Klasse seines Vorgängers an und ist ein würdiger Abschluss der Trilogie. Dabei überzeugt Marion Cotillard in der Rolle der zwielichtigen Miranda Tate.

 

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