Wenn man den alten Mayas glauben sollte, dann steht der Weltuntergang am 21. Dezember 2012 vor der Tür. Zugegeben, die Apokalypse wurde uns schon oft prophezeit und nachweislich kam es dann doch nicht so weit, aber dennoch scheint die Vision des Untergangs der Menschheit einen starken Reiz auf die Filmschaffenden auszuüben. Egal ob mit Viren, Kometen, Naturgewalten oder Atomsprengkörpern, der Fantasie der Zerstörung sind dabei keine Grenzen gesetzt. Sicherlich ein Grund, weshalb das Genre des Katastrophenfilms schon immer die Filmfreunde fasziniert, auch wenn nicht immer gleich der ganze Erdball dabei verschütt geht.

Auch ich habe an einem gut gemachten Katastrophenfilm meine Freude, zumal ich dabei immer die Sicherheit habe, dass ich danach noch ein Dach über den Kopf und einen gut gefüllten Kühlschrank habe. Daher hab ich mir mal die Mühe gemacht, eine Liste der besten Katastrophenfilme anzufangen, wobei die untere Aufzählung jetzt nicht chartmäßig zu verstehen ist, sondern rein chronologisch erfolgt.

Liste der besten Katastrophenfilme

Die Höllenfahrt der Poseidon (OT: The Poseidon Adventure, USA 1972)

Der vor der Verschrottung stehende Passagierdampfer Poseidon steht vor seiner letzten Fahrt von New York nach Athen. Nach einem Seebeben im Mittelmeer wird die Poseidon von einem Tsunami erfasst und kentert. Nach mehreren Explosionen treibt das Wrack kieloben im Meer. Im Schiffsinneren  rotten sich die wenigen Überlebenden im Ballsaal zu verschiedenen Gruppen zusammen, um sich den Weg aus dem Schiff zu bahnen. Doch einströmende Wassermengen, Explosionen und Streitereien machen die Suche nach einem Rettungsweg zu einem schier unmöglichen Unterfangen.

Der Film basiert auf dem Roman Der Untergang der Poseidon von Paul Gallico aus dem Jahr 1969. Regisseur Ronald Neame löste mit seinem Streifen eine wahre Flut von Katastrophenfilmen in den 70er-Jahren aus. Mit Stars wie Gene Hackman, Ernest Borgnine oder Leslie Nielsen war eine Riege namhafter Filmstars mit an Bord.

Bei den Oscars 1973 konnte sich Die Höllenfahrt der Poseidon Hoffnung auf acht Oscars machen, aber den goldenen Filmpreis gab es nur für den besten Song. Es gab aber auch einen Sonder-Oscar für die Spezialeffekte.

 

Erdbeben (OT: Earthquake, USA 1974)

Die Millionenmetropole Los Angeles wird von einem Erdbeben heimgesucht. Gerade als die Einwohner glauben, sie hätten das Schlimmste schon hinter sich, bricht die Hölle los. In Mitten dieser Katastrophe gibt es Menschen, die ihr Leben riskieren um das anderer zu retten und solche, die das Chaos nutzen wollen um sich an denen zu rächen, die ihnen übel mitgespielt haben.

In Erdbeben standen so ziemliche alle Stars vor der Kamera, die 1974 in Hollywood Rang und Namen hatten, so sind u.a. Charlton Heston, Ava Gardner, George Kennedy und Lorne Greene zu sehen. Der eigentliche Star war jedoch das erstmals verwendete Sensurround-System, welches mittels Verstärker und Subwoofer einen Schalldruck erzeugte, der im Kino die Wände und Sitze zum Vibrieren brachte und somit den Eindruck eines echten Erdbebens verstärkte. Die für das Jahr 1974 verblüffend realistischen  Zerstörungsszenen der detailgetreuen Nachbildungen machten die Show vollends perfekt.

Verdientermaßen wurde Erdbeben im Jahr 1975 mit zwei Oscars für die besten Spezialeffekte und den besten Ton ausgezeichnet, zudem erhielt er drei weitere Nominierungen.

 

Flammendes Inferno (OT: The Towering Inferno, USA 1974)

Wegen Pfusch am Bau kommt es bei der Einweihung des höchsten Gebäudes der Welt zu einem Brand, der alle Gäste des feierlichen Ereignisses in 138. Stockwerk des Wolkenkratzers einschließt. Der Brand weitet sich immer schneller aus und das Feuer hat schon zahlreiche Todesopfer gefordert. Die Feuerwehr setzt alles daran, die Menschen zu retten, doch abstürzende Fahrstühle und stürmische Wetterbedingungen erschweren die Rettungsmaßnahmen. Nachdem die letzten Überlebenden auf dem Dach erfahren, dass nicht mehr genug Zeit ist, alle zu retten bricht Panik aus und bei den Versuchen, seine eigene Haut zu retten kommen weitere Menschen zu Tode. Erst die Sprengung der auf dem Dach befindlichen Wassertanks bringt das allesverzehrende Flammenmeer zum Erlöschen.

Nach dem großen Erfolg des Katastrophenfilm Höllenfahrt der Poseidon kaufte sich das Filmstudio Warner Bros. die Filmrechte am Buch „The Tower“. Kurz darauf erstand 2oth Century Fox dieselben Rechte am Buch „The Glass Inferno“. Um nicht mit zwei identischen Filmen auf den Markt zu gehen, beschlossen die beiden großen Filmstudios erstmals die Zusammenarbeit bei einem gemeinsamen Filmprojekt.

Der Katastrophenfilm fasziniert nicht nur durch die realistischen Special Effekts, sondern auch durch seine Charakterstudie, welches die Verhaltensweisen der Menschen in Lebensgefahr eindrucksvoll zur Schau stellt.

Mit Paul Newman und Steve McQueen waren die Hauptrollen mit  zwei der damals größten Hollywood-Stars besetzt.

 

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The day after – Der Tag danach (OT: The day after, USA 1983)

Dieser Katastrophenfilm erzählt in schonungsloser Art und Weise die Folgen eines Atomkriegs, in diesem Fall am Beispiel der Stadt Kansas City. The day after lässt sich in drei Phasen aufteilen. In der ersten geht es noch um politisches Geplänkel zu Zeiten des Kalten Krieges, im zweiten Teil kommt es zur Katastrophe, die USA und die Sowjetunion beschießen sich gegenseitig mit Atomraketen, wobei bewusst ausgelassen wird, von wem der Erstschlag ausgeführt wurde. Der letzte Teil umfasst dann das Leben derer, welche die Atomexplosionen überlebt haben und nun mit der Herausforderung einer zerstörten Gesellschaft konfrontiert werden.

The day after ist noch bis heute der erfolgreichste Fernsehfilm der je in Amerika gezeigt wurde und das, obwohl das Pentagon angeblich versucht haben soll, die Produktion dieses Katastrophenfilms zu verhindern.

In seiner Autobiografie schrieb der damalige US-Präsident Ronald Reagan, dass er Anfang der 80er-Jahre einen Atomkrieg für durchaus möglich hielt, ihn der Film The day after, welchen er im Kinosaal des Weißen Hauses betrachtete, derart beeindruckte und zugleich deprimierte, dass es ihn zu einer völlig neuen Sichtweise zum Thema Atomwaffen geführt hätte.

 

Wenn der Wind weht (OT: When the wind blows, GB 1986)

Wenn der Wind weht ist zwar ein Zeichentrickfilm, für Kinder jedoch eher ungeeignet. Der Katastrophenfilm erzählt die Geschichte des älteren englischen Ehepaars Jim und Hilda zu Zeiten des Kalten Krieges, welches ein ruhiges Leben in einem abgelegenen Landhäuschen fristet. Aus dem Radio erfährt Jim, dass sich die Welt vor einem Atomkrieg befindet. Nach Anleitung einer Regierungsbroschüre baut er einen Schutzraum, indem sie den Atombombenangriff auch tatsächlich überleben. Nun warten sie auf Hilfe, doch die wird nicht kommen. In der Hoffnung, doch noch gerettet zu werden verkriechen sich Jim und Hilda in ihrem Schutzraum, doch da hat die tödliche Strahlenkrankheit längst Besitz von ihnen ergriffen.

Wenn der Wind weht ist ein emotional äußerst aufwühlender Film, der einen erneut vor Augen hält, mit welchen Ängsten die Menschheit in den 80er-Jahren lebte.  Auch wenn es sich bei Jim und Hilda um Karikaturen handelt, nimmt man als Zuschauer Anteil an deren Schicksal. Die Anweisungen der Regierungsbroschüre klingen grotesk und teilweise widersprechend, aber sie orientieren sich zum Großteil an der real existierenden Broschüre des britischen Protect and Survive-Programms.

Denn Soundtrack zum Film steuerte übrigens Roger Waters, der Ex-Frontmann von Pink Floyd bei. Der Titelsong When the wind blows wird von David Bowie gesungen.

  

Dante’s Peak (OT: Dante’s Peak, USA 1997)

In den meisten Katastrophenfilme, in denen es um Naturkatastrophen geht, gibt es eine unumstößliche Regel: Ein Experte warnt vor der bevorstehenden Katastrophe, doch die Entscheidungsträger glauben ihm nicht und dann passiert es doch. An dieses Schema hält sich auch Dante’s Peak, der vom  Ausbruch eines Vulkans in einer amerikanischen Kleinstadt handelt. Der von Pierce Brosnan verkörperte Experte warnt vor der bevorstehenden Eruption des Vulkans, die Bürgermeisterin (gespielt von Linda Hamilton) glaubt ihm sogar, doch millionenschwere Investoren sind in der Stadt, deswegen werden alle Warnungen ignoriert, bis die Katastrophe da ist. Bis dahin vergeht eine Stunde, die das Kino nicht neu erfindet, aber spätestens wenn der Vulkan seiner lavaspuckenden Bestimmung nachgeht, wird auch der Zuschauer an den Sitz gefesselt. Hier haben die Spezialisten der Computertricks wirklich alles gegeben. Gebäude fallen zusammen wie Kartenhäuser, ein berstender Staudamm verursacht eine Flutwelle, tödlicher Ascheregen und glühende Gesteinsbrocken fliegen durch die Gegend und die einst blühende Umgebung gleicht wenig später einer öden Wüstenlandschaft und dies alles in einer unglaublich realistischen Darstellung. Bildtechnisch ist das ganz großes Kino und beweist mal wieder, dass der Mensch gegen die Naturgewalten keinerlei Chancen hätte.

1997 kam mit Volcano ein zweiter Katastrophenfilm heraus, in dem es um einen Vulkanausbruch geht. Im Vergleich zu Dante’s Peak geht es hier jedoch weit unrealistischer zu, da der geologische Hauptdarsteller seiner Arbeit mitten in Los Angeles nachgeht, was dann auch den optimistischsten Kritikern zu weit ging.

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Deep Impact (OT: Deep Impact, USA 1998)

1998 war eindeutig das Jahr der erdbedrohenden und alles Leben auslöschenden Kometen. Mit Deep Impact und Armageddon wetteiferten gleich zwei  Katastrophenfilme um die Gunst des Kinopublikums. Zugegeben, ansehnlich sind beide, wobei, meiner bescheidenen Meinung nach, Deep Impact noch eine Klasse besser ist, weil er nicht nur auf pure Action setzt, sondern auch eine psychologische, menschliche Note besitzt. Die Grundgeschichte ist jedoch identisch: Ein riesiger Komet droht die Erde zu treffen und die Menschheit zu vernichten. Die Amerikaner schicken ein paar Helden ins All, die mit Hilfe von Atombomben das Problem vor Ort lösen sollen. Doch während sich Armageddon nur auf diesen Strang und jede Menge Special Effects konzentriert, setzt Deep-Impact-Regisseurin Mimi Leder auch noch auf Tiefgang und schmückt ihren Katastrophenfilm mit zahlreichen unterschiedlichen Handlungssträngen aus.

So kommt es zur Versöhnung einer Frau mit ihrem Vater, zwei junge Menschen entdecken ihre Liebe zueinander und Morgan Freeman brilliert als US-Präsident, der sein Volk nicht im Stich lässt. Okay, doch schon einiges an Pathos, aber für eine US-Produktion dann doch in einem für Europäer erträglichen Maße. Zusammengefasst ist Deep Impact eine sehr gelungene Mischung aus atemberaubender Spannung und Action, gepaart mit gefühlvollen und tief bewegenden Nebengeschichten.

 

Der Sturm (OT: The Perfect Storm, USA 2000)

Trotz Sturmwarnung  läuft die Besatzung der Andrea Gail aus, um den Fang des Jahres einzuholen. Nach anfänglicher Pleite gelingt es der Crew doch noch, den Kühlraum mit frischem Fisch zu füllen. Nachdem jedoch die Eismaschine ausfällt und der Fang zu verderben droht,  nimmt die Andrea Gail Kurs auf den Heimathafen, direkt durch einen Jahrhundertsturm mit Windgeschwindigkeiten bis zu 160 km/h und 30 Meter hohen Wellen. Ein Kampf gegen die Naturgewalten beginnt, den die Crew trotz aller Bemühungen am Ende verliert.

Das erschreckende an Der Sturm sind nicht etwa die sich gewaltig auftürmenden Wassermassen, die dank der Tricktechniker von ILM eine Authenzität  besitzen, die ihres Gleichen sucht, es ist vielmehr die Tatsache, dass dieser Katastrophenfilm auf einer wahren Begebenheit beruht. Man vermag es sich auf dem kuschelig-weichen und trockenen Sofa vor dem TV-Gerät oder der Kinoleinwand kaum vorstellen, welch aussichtslosen Kampf gegen die Naturgewalten die echte Besatzung der Andrea Gail 1991 ausgefochten haben muss.

Der Sturm-Regisseur Wolfgang Petersen lässt seinem Katastrophenfilm glücklicherweise nicht zu einem Heldenepos verkommen, sondern hält sich an den dramatischen Ausgang der echten Tragödie und verzichtet dafür auf das typische Happy End Marke Hollywood. Ein Entschluss, zu dem man ihm nur beglückwünschen kann.

 

Der Anschlag (OT: The Sum of all Fears, USA 2002)            

Eine Organisation von Neonazis besticht eine Reihe russischer Offiziere und Wissenschaftler, um aus einer Atombombe aus dem Jom-Kippur-Krieg eine neue zu bauen und diese in Amerika zu zünden. Dieses Attentat soll zu einem Krieg zwischen den USA und Russland führen, deren politische Situation derzeit angespannt ist. Den Verschwörern gelingt es, die Bombe nach Baltimore zu schmuggeln und während des Super Bowl, bei dem auch der US-Präsident zugegen ist, zu zünden. Während es dem Staatsoberhaupt noch gelingt einigermaßen aus der Gefahrenzone zu kommen, liegt der Großteil Baltimores nach der Detonation in Schutt und Asche. Während die USA und Russland sich gegenseitig die Kampfbomber auf den Hals hetzen und die Menschheit vor einem dritten Weltkrieg steht, gelingt es dem CIA-Agent Jack Ryan, über den heißen Draht Kontakt zum russischen Präsidenten aufzunehmen und ihn von der Verschwörung zu überzeugen. Beide Staatsoberhäupter rufen ihre Fliegerstaffeln zurück und vereinbaren einen Friedensvertrag. Die Verschwörer werden aufgedeckt und getötet.

Der Anschlag ist die vierte Verfilmung eines Tom Clancy-Romans über den CIA-Agenten Jack Ryan. Während  es sich im 1991 veröffentlichten Buch noch um islamistische Terroristen handelt, machte man aus political correctness im Film die Verschwörer zu Neonazis. Es sei aber an dieser Stelle erwähnt, dass Drehbuch und die eigentliche Produktion schon vor dem tragischen Attentat auf das World Trade Center fertiggestellt war.

Das Besondere am Katastrophenfilm Der Anschlag ist in meinen Augen, dass der Film trotz der Thematik nicht zu einer Huldigung und einem Werbefilm für das US-Militär verkommt, sondern vielmehr leise Töne anschlägt und eher durch intelligentes Understatement besticht. Ben Affleck tritt als Jack Ryan in die Fußstapfen von Harrison Ford (Das Kartell), füllt diese aber durchaus ansehnlich aus.

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The day after tomorrow (OT: The day after tomorrow, USA 2004)

Nach einem monströsen Eisabbruch in der Antarktis steht die Menschheit vor der Vernichtung. Denn der riesige Eisblock löst eine Kettenreaktion meteorologischer Effekte aus. Gigantische Sturmtiefs, Tornados, die Los Angeles binnen Sekunden dem Erdboden gleichmachen und riesige Flutwellen, die sich ihren Weg durch die Straßen von New York bahnen. Als dann auch noch Blitzvereisung zum Sekundentod führen, ist es um das Überleben der Menschheit alles andere als gut bestellt.

Roland Emmerichs Katastrophenfilm zählt eindeutig zu den besten des Genres, was zum einen den spektakulären Special Effects geschuldet ist,  zum Teil aber auch der ,nicht wirklich versteckten, Kritik an der Klimapolitk der USA.  Das ganze schmückt der Schwabe dann noch mit einer Vater-Sohn-Konflikt-Versöhnungsgeschichte, um dem Ganzen noch eine Rahmenhandlung zu geben, die man zwischen all den tricktechnischen Aufnahmen erzählen kann.

Sicherlich ist The day after tomorrow im Vergleich zu anderen Katastrophenfilmen wie Der Sturm oder Flammendes Inferno nicht realistisch, aber fördert Emmerichs Weltuntergangsszenario durchaus Ängste zu Tage, dass es in ferner Zukunft auf der Erde so aussehen könnte, wie im Film gezeigt, sollte man mit dem Planeten weiter so umgehen wie bisher. Für einen Katastrophenfilme seiner Größe schwingt ordentlich viel Kritik an Politik und Industrie und Umweltschutz-Ambitionen mit, aber da diese nicht wirklich unberechtigt sind, nimmt man dies gerne in Kauf.

 

Restrisiko (Deutschland, Österreich 2011)

Im Kernkraftwerk Oldenbüttel kommt es zur größten Katastrophe in der Geschichte der Bundesrepublik, dem Super-GAU. Zwei Millionen Menschen  werden plötzlich evakuiert und müssen all ihr Hab und Gut zurücklassen. Während alle versuchen, soweit wie möglich vom Kraftwerk wegzukommen, sucht die AKW-Sicherheitschefin den umgekehrten Weg. In der kontaminierten Zone sucht sie nach Unterlagen, die beweisen, dass bauliche Pfuschereien am Atommeiler schuld am GAU sind. Doch nicht nur die Radioaktivität macht diesen Plan zu einem lebensgefährlichen Unterfangen.

Mit dem Katastrophenfilm Restrisiko reagierten die deutschen Filmemacher ungewohnt schnell auf ein aktuelles Thema, mit dem sich die deutsche Politik damals beschäftigte. Restrisiko ist ein äußerst spannend aufgebauter Film, der nicht stringent eine Geschichte erzählt, sondern immer wieder durch eingeschobene Rückblenden auftretende Fragen auflöst.

Der Film ist eindeutig gegen Atomenergie, verzichtet aber dankenswerterweise darauf verkrampf missionarisch zu wirken. In vielen Bereichen ist Restrisiko durchaus glaubwürdig, vor allem in der Begründung des Unfalls, an anderer Stelle allerdings wieder fern jeglicher Realität, wenn zum Beispiel die AKW-Sicherheitschefin nur mit einem Mundschutz ausgerüstet durch die radioaktiv verseuchte Zone wandert.

Während viele Filme eindeutig zu lang sind und damit zwischenzeitliche Langeweile verursachen, hätte Restrisiko eine weitere Stunde und die Aufteilung in zwei Teile durchaus gutgetan um einige Nebenstränge noch besser auszuarbeiten, die das Zeug zu mehr gehabt hätten, aber am Ende zu kurz kommen. Dennoch ist Restrisiko ein empfehlenswerter Film wie man ihn aus Deutschland nur selten zu sehen bekommt.

 

Contagion (OT: Contagion, USA 2011)

Alles beginnt mit einem leichten Husten nach einem Casino-Besuch in Hongkong. Nach der Rückkehr von einer Dienstreise nach China klagt die amerikanische Konzernmitarbeiterin Beth Emhoff über erste Grippesymptome. Kurze Zeit später ist Beth tot, dahingerafft von einem  mysteriösen Virus. Schon bald hat sich der Erreger über den gesamten Erdball ausgebreitet und über eine Millionen Menschen getötet. Die Seuchenbekämpfung sucht fieberhaft nach einem Heilmittel und versucht die Pandemie in den Griff zu bekommen. Doch das tödliche Virus lässt sich nicht unter Kontrolle halten. Nachdem ein fanatischer Blogger Unwahrheiten über die Krankheit ins Internet setzt, versinkt die Welt immer mehr in Chaos und Panik.

Immer wieder müssen fiese, kleine  und tödliche Viren als Bösewicht herhalten, aber selten war es so realistisch wie im  Katastrophenfilm von Contagion-Regisseur Steven Soderbergh. Unspektakulär und nüchtern und vielleicht gerade deswegen so beängstigend, erzählt er in seinem Katastrophenfilm über die Entstehung einer weltweiten Pandemie, die Millionen von Todesopfern fordert.

Auch ohne große Namen hätte, in Zeiten medialer Panikmache wegen Vogel- und Schweinegrippe, Contagion die Kinokassen klingeln lassen, aber Soderbergh ging auf Nummer sicher und kann ein beindruckendes Staraufgebot aufweisen.

Elegant und präzise verknüpft Soderbergh die Vielzahl seiner Figuren und Schauplätze ohne dabei hektisch zu wirken. Damit Contagion realistisch bleibt und nicht über das Ziel hinausschießt, wurden namhafte Virologen der US-Seuchenbehörde CDC  als wissenschaftliche Berater engagiert und die haben wirklich ganze Arbeit geleistet – denn das Erschreckende an diesem Virenversuchten Katastrophenfilm ist die Tatsache, dass alles was gezeigt wird, wirklich so passieren könnte.

Spätestens nach dem man Contagion gesehen hat, könnte einem schon ein leichtes Husten des Gegenüber in der U-Bahn den Angstschweiß auf die Stirn treiben.

 

Katastrophenfilme online anschauen

Wie eingangs schon erwähnt, ist dies hier nur eine kleine Auswahl des Genres Katastrophenfilm. Aber sollten sich die Mayas mit ihrem Weltuntergang doch geirrt haben und deswegen bei euch noch Zeit und Interesse an weiteren Katastrophenfilmen vorhanden sein, dann werdet ihr bei maxdome sicher fündig.

 

 

 

One Response to Katastrophenfilme: Von Viren, Bomben und Naturgewalten

  1. Hubbel sagt:

    Hm.. da fehlt aber einiges.. 2012, Twister, Volcano, Armageddon…

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