John Goodman: Gewichtige Argumente für die Leinwand

26.05.2015 von Frank-Martin Lauterwein Schlagwörter: , ,

Der Schauspieler John Stephen Goodman wurde am 20. Juni  1952 in St. Louis Missouri geboren. Nach der High School besuchte John Goodman die Missouri State University, nahm Schauspielunterricht, spielte American Football und jobbte nebenbei als Türsteher. Beides durchaus nahe liegende Beschäftigungen bei seiner Statur.

Seine Schauspielkarriere startete 1985 in New York auf dem Broadway im Stück „Big River“ sowie bei seinen ersten Fernsehauftritten bei der Sesamstraße und bei einigen Werbespots für Burger King. Es folgten erste große Filmrollen in The Big Easy – Der große Leichtsinn und in Arizona Junior.

Seinen Durchbruch feierte John Goodman 1988 mit der Comedy-Sitcom „Roseanne“, für die er als Familienvater Dan 1993 mit dem Golden Globe für die beste Hauptrolle in einer Comedy-Serie ausgezeichnet wurde. 2013 wurde John Goodman, von der Disney Company zur Disney Legende gekürt und erhielt im selbigen Jahr seinen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.

Zu seinen größten Kinoerfolgen zählen The FlintstonesDie Familie Feuerstrein, The Big Lebowski und Good Vibrations – Sex vom anderen Stern. Bis vor wenigen Jahren war John Goodman stark alkoholabhängig. Die Sucht vereinnahmte ihn dermaßen, dass er ohne Alkohol nicht in der Lage war, den Schauspieler zu geben. Inzwischen ist John Goodman trocken.

Meine fünf Lieblingsfilme mit John Goodman

the big lebowskiThe Big Lebowski (1998)

In The Big Lebowski spielt John Goodman den durch den Vietnamkrieg traumatisierten Soldaten Walter Sobchak. Er hängt in erster Linie mit seinem Kumpel Jeff Lebowski (Jeff Bridges) ab und ballert sich mit legalen und illegalen Mitteln die Birne weg.

Durch eine Verwechslung kommt urplötzlich Leben in die Bude, viel mehr als dem Herrenclub eigentlich lieb ist. Auslöser der Aufregung ist ein vollgepinkelter Teppich, dem sich eine Entführung samt gescheiterer Lösegeldübergabe anschließt. Als sich dann der Trubel wieder verzogen hat, ist fast alles wieder wie zuvor und die Herren gehen zum Bowling.

die päpstinDie Päpstin (2009)

Die Rolle von Papst Sergius II in Die Päpstin ist John Goodman regelrecht auf den Leib geschneidert. Dem fülligen Oberhaupt der katholischen Kirche wird in dem Film zunächst eine sensationelle Heilung von der Gicht zuteil.

Lange kann der von John Goodman dargestellte Papst sein schmerzfreies Leben jedoch nicht genießen. Der kirchliche Würdenträger wird Opfer eines Mordkomplotts, in einem Film, in dem generell ziemlich viele Leichen den Weg pflastern.

argoArgo (2012)

In Argo landet John Goodman mitten in den Wirren der Geiselnahme in der US-Botschaft im Iran im Jahr 1979. Als Maskenbildner John Chambers startet er ein Ablenkungsmanöver, um sechs der Geiselnahme entronnenen Amerikanern zur Flucht aus dem Land zu verhelfen.

Regie führte Ben Affleck, der auch eine der Hauptrollen übernahm. Mit dabei in diesem auf einer tatsächlichen Geschichte beruhenden Film sind unter anderem auch Bryan Cranston, Alan Arkin und Tate Donovan.

monuments menThe Monuments Men – Ungewöhnliche Helden (2014)

In dem Weltkriegs-Drama The Monuments Men rettet John Goodman an der Seite von Bill Murray, Matt Damon, Hugh Bonneville, Jean Dujardin und George Clooney, Kunstwerke vor der sicheren Zerstörung durch die Nazis.

Als Sgt. Walter Garfield überlebt John Goodman den Kugelhagel schießwütiger deutscher Wehrmachtssoldaten und kann seine Misson erfolgreich abschließen. Ein wirklich sehenswerter Film mit einer absoluten Starbesetzung an Schauspielern.

the artist

The Artist (2011)

In der Tragikomödie The Artist gibt John Goodman die Rolle des Hollywoodproduzenten und Studiobesitzers Al Zimmer. Der Film spielt Ende der Goldenen Zwanziger im vorangegangenen Jahrhundert in der US-amerikanischen Filmmetropole.

Entsprechend der Epoche – in dieser Zeit gingen Stummfilme nach und nach in Tonfilme über – spricht John Goodman wie auch seine Schauspielkollegen Jean Dujardin und Bérénice Bejo kaum ein Wort. Ein erfrischend anderer Streifen aus einer verrückten Zeit, der nicht nur filmaffine Menschen begeistert.

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