Jerry Bruckheimer wird nicht umsonst „Mr. Blockbuster“ genannt. Mit Filmen wie Top Gun, Beverly Hills Cop, Armageddon, Der Staatsfeind Nr.1, Pearl Harbor, Black Hawk Down und den Fluch-der-Karibik-Blockbustern macht sich der deutschstämmige Filmproduzent seit den 80ern seinen Namen in Hollywood. Einen Stern auf dem berühmten Walk of Fame in Los Angeles gab es natürlich auch schon. Das war jedoch nicht immer so. Bruckheimer wuchs als Sohn jüdischer Eltern, die in den 1930er Jahren aus Deutschland in die USA ausgewandert waren, in armen Verhältnissen in Detroit auf. Der Hollywood-Produzent leidet an Legasthenie und musste sich sehr anstrengen, um einen guten High-School-Abschluss zu bekommen. Es spricht für Bruckheimer und seine allgemein bekannte Arbeitsdisziplin, dass er nicht nur den Schulabschluss erreichte, sondern auch noch ein Psychologie-Studium abschloss. Bereits sehr früh entdeckte er seine Liebe und Leidenschaft zum Kino und begann Kurzfilme zu produzieren. Von Detroit zog Jerry Bruckheimer nach Los Angeles und arbeitete hier und dort an kleinen Produktionen mit, bevor er 1983 mit dem Tanzfilm Flashdance einen Überraschungserfolg erzielte. Dabei sollte es jedoch nicht bleiben: Bis heute haben seine Filme weit über 13 Milliarden US-Dollar eingespielt. Das Interesse Bruckheimers gilt nicht nur Filmen, auch an der Produktion der äußerst erfolgreichen CSI-Serien ist er beteiligt.

Aktuell ist der Hollywood-Produzent wieder in aller Munde: Fluch der Karibik 5 – Salazars Rache läuft ab dem 25. Mai 2017 in den deutschen Kinos.

Weitere Filme aus dem Bruckheimer-Universum auf maxdome:

Flashdance (1983)

Die selbstbewusste Alex aus der Industriestadt Pittsburgh verdient am Tag ihr Geld als Schweißerin in einem Stahlwerk, nachts tanzt sie vor Arbeitern in einem schäbigen Nachtclub. Ihr sehnlichster Wunsch ist es, aufs Konservatorium zu gehen, um eine klassische Ballettausbildung zu erhalten. Alex verliebt sich in ihren Chef Nick, der hinter ihrem Rücken seine Beziehungen spielen lässt, um ihr die Aufnahme an der Ballettschule zu ermöglichen. Am Tag der Aufnahmeprüfung muss Alex, die keine professionelle Tanzausbildung genossen hat, alles geben, um die Jury von ihrem Tanztalent zu überzeugen. What a feeling! Der Song zum Film wurde mit zahlreichen Preisen, unter anderem mit dem Oscar, ausgezeichnet und gilt auch heute noch als absoluter Smash-Hit. Zudem wurde die berühmte Flashdance-Choreographie von zahlreichen Stars kopiert und parodiert – doch sie bleibt dank Jennifer Beals heißer Tanzeinlagen unerreicht.

 

Beverly Hills Cop – Ich lös den Fall auf jeden Fall (1984)

Der Detroiter Cop Axel Foley macht sich durch seine großzügige Auslegung aller Dienstvorschriften bei seinen Vorgesetzten nicht gerade beliebt. Als eines Tages sein alter Kumpel Mikey von Gangstern umgebracht wird, sinnt Foley auf Rache. Da sich die Cops in Detroit mit der Klärung des Falles viel Zeit lassen, nimmt sich Foley vor, auf eigener Faust den Mord zu klären. Die Spur führt ihn in die Glitzerwelt von Beverly Hills, wo er mit seinem schrottreifen Auto und seiner unorthodoxen Methoden ziemlich auffällt. Der Film machte nicht nur Eddie Murphy zum Star, sondern brachte mit Beverly Hills Cop II und Beverly Hills Cop III zwei Fortsetzungen mit sich.

 

Top Gun – Sie fürchten weder Tod noch Teufel (1986)

Der junge Pilot Pete „Maverick“ Mitchell (Tom Cruise) und sein Co-Pilot Goose sind auf einem Flugzeugträger im Indischen Ozean stationiert. Nach einem tollkühnen Manöver, durch das sie einem Kollegen das Leben retten, werden die beiden zu einem fünfwöchigen Lehrgang in die Fighter Weapons School im kalifornischen Miramar eingeladen. Top Gun, wie die Schule auch genannt wird, ist die Ausbildungsstätte für die Piloten-Elite der USA. Maverick wird vom Ehrgeiz gepackt, er will der beste Kampfpilot der Navy werden und seinen Namen auf der Ehren-Tafel lesen. Sein Draufgängertum bringt ihm jedoch nicht nur Bewunderung, sondern auch Neid und Missbilligung ein.

 

Tage des Donners (1990)

Cole Trickle (Tom Cruise) ist der Newcomer im Rennteam von Tim Daland. Sein größter Rivale ist der aktuelle Champion Rowdy Burns. Bei einem Autorennen endet der erbitterte Konkurrenzkampf beinahe in einer Katastrophe: Nach einer Karambolage landen beide im Krankenhaus. Als Cole genesen ist, ist sein Platz im Team bereits mit einem neuen Heißsporn besetzt worden. Doch Cole gibt nicht auf – Er braucht neue Sponsoren, neue Freunde und einen Sieg. Tage des Donners brachte eines der heißesten Hollywood-Paare zum Vorschein: Kurz nach den Dreharbeiten heirateten Tom Cruise und Nicole Kidman, elf Jahre später trennte sich das Paar.

 

Bad Boys – Harte Jungs (1995)

Als Heroin im Wert von 100 Millionen Dollar aus der Asservatenkammer des Polizeihauptquartiers von Miami gestohlen wird, sollen die zwei Freunde und Polizisten Mike Lowrey, ein eingefleischter Junggeselle, und der verheiratete Familienvater Marcus Burnett den Fall aufklären. Die Ermittlungen sind schwierig, denn die Gangster schalten der Reihe nach alle Zeugen aus – bis auf das Callgirl Julie, die Mike und Marcus auf die Spur des skrupellosen Drogenbosses Fouchet bringt. Martin Lawrence und Will Smith übernehmen die Hauptrollen in diesem Actionfilm mit knallharten Sprüchen. Insbesondere für Will Smith war der Film ein wichtiger Meilenstein in seiner Karriere, zuvor war er nur aus der TV-Serie Der Prinz von Bel Air bekannt. Bad Boys bekam eine Fortsetzung: In Bad Boys II müssen die beiden ungleichen Freunde einem Drogenkartell nachjagen.

 

The Rock – Fels der Entscheidung (1996)

Enttäuscht von der US-Regierung besetzt General Hummel und seine Elitetruppe die Gefängnisinsel Alcatraz. In seiner Gewalt: mehrere mit Nervengas bestückte Raketen und 81 Geiseln. Der General fordert 100 Millionen Dollar Entschädigung für seine Marines von der US-Regierung – oder sämtliches Leben in San Francisco wird ausgelöscht. Doch die Regierung zeigt Härte und setzt den FBI-Agenten Stanley Goodspeed und den Ausbruchskünstler Patrick Mason auf die Meuterer an. Mit Nicolas Cage, Ed Harris und Sean Connery ist der Actionthriller top besetzt. Bei den Dreharbeiten verstarb Filmproduzent Don Simpson, Bruckheimers langjähriger Firmenpartner, weshalb ihm der Film gewidmet wurde.

 

Con Air (1997)

Der Ex-Elitesoldat Cameron Poe hat acht Jahre Haft hinter sich und befindet sich nun auf dem Heimflug zu Frau und Tochter. Mit an Bord: eine Gruppe Schwerstkrimineller auf ihrem Weg in ein Hochsicherheitsgefängnis. Als die Verbrecher unter der Führung des eiskalten Cyrus das Flugzeug kapern und nach Las Vegas umlenken, wollen die Behörden die Con Air abschießen. Doch U.S. Marshall Larkin sieht in Poe einen Verbündeten, und gemeinsam versuchen sie, eine Katastrophe zu verhindern. Neben Nicolas Cage sind John Cusack und John Malkovich mit von der Partie. Der Actionthriller wurde zwar von einer eingeschworenen Fangemeinde zum Kultfilm berufen, musste sich aber auch mit Negativpreisen wie die Goldene Himbeere „auszeichnen“ lassen.

 

Armageddon – Das jüngste Gericht (1998)

Ein Meteorit von der Größe Texas‘ rast auf die Erde zu und bedroht die gesamte Menschheit. Um diese vernichtende Gefahr abzuwenden, bleibt der NASA als einzige Möglichkeit, den kosmischen Killer mit einer Atombombe von innen zu sprengen. Ein Team von Bohrspezialisten wird hierfür an Bord geholt. Die Zeit für die Mission ist knapp: Ihnen bleiben nur noch 18 Tage, um die Menschheit vor ihrer vollständigen Zerstörung zu bewahren. Der starbesetzte Endzeit-Thriller mit Bruce Willis, Ben Affleck, Steve Buscemi, Billy Bob Thornton, Liv Tyler und vielen mehr lebt von spektakulären Aufnahmen, humorvollen Sprüchen und dem Titelsong „I don’t want to miss a thing“ der Rockband Aerosmith.

 

Der Staatsfeind Nr. 1 (1998)

Dean Roberts weiß nicht, wie ihm geschieht: Der erfolgreiche Anwalt und glückliche Familienvater verliert von einem Moment auf den anderen seinen Job und dann seine Frau, als ihm ein Verhältnis mit einer anderen angehängt wird. Von Paranoia geplagt, sucht Dean Hilfe bei Brill, einem untergetauchten Überwachungsexperten. Brill erklärt ihm, dass er tatsächlich verfolgt wird, und zwar von der NSA, der Nationalen Sicherheitsbehörde. Gemeinsam versuchen sie herauszufinden, was dahinter steckt. Wieder einmal spielt Will Smith die Hauptrolle in einem Actionthriller und wird dabei unterstützt von dem großartigen Gene Hackman. Um den Film so authentisch wie möglich zu gestalten, war am Set ein Berater für Maßnahmen gegen technische Überwachung sowie Mitarbeiter der NSA anwesend.

 

Pearl Harbor (2001)

1941: Spitzenpilot Rafe lässt seine Geliebte Evelyn und seinen besten Freund Danny in den USA zurück, um in England als Freiwilliger gegen die Nazis zu kämpfen. Evelyn und Danny werden nach Hawaii verlegt und erhalten die – falsche – Nachricht von Rafes Tod. Sie trösten sich gegenseitig und verlieben sich ineinander, da taucht Rafe wieder auf – einen Tag vor dem Angriff der Japaner auf Pearl Harbor. Das Kriegsdrama erhielt gemischte Kritiken: Einige lobten die aufwendig inszenierten Effekte, andere bemäkelten die langweiligen Figuren und kritisierten die zahlreichen Drehbuchfehler im Hinblick auf die wahren Begebenheiten des Pearl Harbor-Angriffs. Immerhin gewann der Film den Oscar in der Kategorie „Bester Tonschnitt“, auch der Titelsong „There you’ll be“ von Faith Hill war nominiert. Mit Ben Affleck, Josh Hartnett und Kate Beckinsale war der Film zudem mit den mit Hollywoods gefragtesten Jungstars besetzt.

 

Black Hawk Down (2001)

In den frühen 90er Jahren verhindern in Somalia verfeindete Bürgerkriegsmilizen, dass von der UNO gelieferte Nahrungsmittelhilfen ihre tatsächlichen Adressaten in der hungernden Bevölkerung erreichen. Beim Versuch, einen der Warlords dingfest zu machen, gerät ein Einsatzkommando der US-Streitkräfte mitten in der Hauptstadt Mogadischu in einen Hinterhalt. Fast 24 Stunden muss ein Häuflein von knapp 40 Männern einer tausendfachen Übermacht schwerbewaffneter Milizionäre Stand halten. Wieder übernimmt Josh Hartnett die Hauptrolle in einem Bruckheimer-Film, die Regie übernahm Ridley Scott. Black Hawk Down wurde mit zwei Oscars (Bester Schnitt, Bester Ton) ausgezeichnet.

 

Fluch der Karibik (2003)

Schon als Kind hat Gouverneurstochter Elizabeth dem Waisenjungen Will Turner das Leben gerettet – als sie ihm ein Medaillon abnahm, das ihn sonst als Piraten entlarvt hätte. Jahre später haben sich die beiden ineinander verliebt, aber dann taucht der grausame Pirat Barbossa auf und entführt die hübsche Gouverneurstochter. Nur mit dem schlitzohrigen Piraten Jack Sparrow an seiner Seite nimmt Will die Verfolgung auf und erkennt, dass er es nicht mit normalen Piraten zu tun hat. Johnny Depp als Captain Jack Sparrow zählt ohne Frage zu den beliebtesten Figuren der Kinogeschichte. Mit seiner Actionkomödie hat Regisseur Gore Verbinski das Piratengenre liebevoll karikiert und damit ein mächtiges Universum erschaffen (mit eigenem Themenpark in Disneyland!). Die Handlung der Fluch-der-Karibik-Filme muss man zwar nicht durchgängig verstehen, aber die Piratenfilme bieten actionreiche Kinounterhaltung und nehmen sich sowieso nicht ganz so ernst, was durch Johnny Depps betont selbstironische Darstellung besonders deutlich wird. Der Erfolg der Filmreihe lässt sich bisher in vier Teilen messen (Fluch der Karibik 2, Am Ende der Welt, Fremde Gezeiten), Teil 5 (Fluch der Karibik 5: Salazars Rache) wird uns ab dem 25. Mai 2017 in den Kinos unterhalten.

 

Das Vermächtnis der Tempelritter (2004)

Sein ganzes Leben lang sucht Schatzjäger Ben Gates nach einem sagenhaften Schatz, von dem niemand glaubt, dass er wirklich existiert. Endlich scheint er den Schlüssel dazu gefunden zu haben, doch ein High-Tech-Sicherheitssystem trennt ihn von seinem Traum. Die Karte zu dem Schatz ist nämlich auf der Rückseite des bestbewachten Dokuments der Vereinigten Staaten: der Unabhängigkeitserklärung. Außerdem ist er nicht der Einzige, der hinter dem Vermächtnis der Tempelritter her ist. Nicolas Cage übernimmt die Rolle eines neuen Indianer Jones und begibt sich auf eine Schnitzeljagd durch die amerikanische Geschichte.

 

Prince of Persia: Der Sand der Zeit (2010)

Als Prinz Dastan (Jake Gyllenhaal), der Adoptivsohn des Königs von Persien, zusammen mit seinen Brüdern die heilige Stadt Alamut angreift, fällt ihm ein geheimnisvoller Dolch in die Hände. Er entdeckt bald, dass der Besitzer des Dolches die Zeit zurückdrehen und so den Lauf der Dinge verändern kann. Diesen Trick kann Dastan auch gut gebrauchen, denn kurz darauf wird er des Mordes an König Sharaman beschuldigt und muss zusammen mit der in Alamut gefangen genommenen Prinzessin Tamina fliehen. Tamina verfolgt jedoch ihre eigenen Pläne und drängt Dastan den Dolch in den heiligen Tempel zu bringen, da dieser in den falschen Händen das Schicksal der ganzen Welt gefährden kann. Während Dastans Brüder Tus und Gasiv nicht glauben können, dass er für den Tod des Königs verantwortlich ist, fordert sein Onkel Nizam (Sir Ben Kingsley) seinen Tod und heuert die gefährliche Sekte der Assassinen an. Verfolgt von den Assassinen und Scheich Amar muss Dastan möglichst schnell seine Unschuld beweisen, den Dolch in Sicherheit bringen und – nicht zu vergessen –  das Herz der schönen Tamina gewinnen. Die actionreiche  Verfilmung des beliebten Computerspiels von Regisseur Mike Newell und Erfolgsproduzent Jerry Bruckheimer bietet spannende Unterhaltung mit spektakulären Wüstenbildern aus Marokko.

 

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